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Charpentier, (Petrus) esrpsniArim, gebürtig vonToulouse , lehrte eine zeitlang die Rechtsgelehrsamkeit zuGenf, begab sich aber aus Mißvergnügen und ohne seineschulden zu bezahlen nach Franckreich. Er bekannte sich an-fänglich zu der Reformirten religion, verursachte aber durcheine schrift, daß man ihn für den ärgsten feind derselben hal-ten muste. Denn da die Parisische blut - Hochzeit vorgieng,und er sich sechsten zu seinem freunde und beschutzer demBellievre retiriren müssen, ließ er sich offenbarlich verneh-men , daß die Protestirenden durch ihre bosheit und durchihr aufrührisches beginnen die strafe wohl verdienet hatten.Wodurch er sich denn bey Hofe gar bald recommendirte, der-gestalt , daß man ihn durch grosse Versprechungen dahinbrachte, diese blut-hochzeit in einer öffentlichen schrift zu ver-theidigen , welches er auch that; sintemal er sich, nachdemer von Hofe gelb erhalten, nach Straßburg begab, wo ervor diesem auch gelehrt, und daselbst eine epistel an Franci-scum Portum aus Candia drucken, und sonderlich in Teutsch-land ausstreuen ließ, darinnen er zweyerley arten der Prote-stanten constituiret, davon die eine zwar ihr absehen allein aufdie religion haben, auch derselben gemäß leben, die andereaber solche nur zum deckmantel ihres ehrgeitzes gebrauchen,und durchaus einen solchen aufrührischen und unruhigen geistHätten, daß man mit aller billichkeit das Parisische blut - badwider sie angestellet. Er hat auch sonst noch andere buchergeschrieben , als eines unter dem titul : kium L esirittis-num äs r>rm!8 Lcmillium. Er lebte noch an. 15 84. und warAdvocat im grossen Königlichen Rathe, welche bedienung erzu folge der gethanen Versprechungen erhielt, ob er sich gleichnicht dazu schickte. Thuanus macht auch sonst eine schlechteabbildung von ihm, und stellt ihn als einen mann vor,der um seines Vortheils willen sich verändert, wie man ge-wollt. lib. I.1II. Pa Oon ä« *
* Charpentier, (Hubertus) ein Priester und Isicen-
imws Ideologie in der Sorbonne zu Paris, war zuMeauxum das jähr i§6i. gebohren, und machte sich durchstiftung einer neuen Eongregation in Franckreich bekannt,davon die Mitglieder kretres äu Lslv-äre genennet werden.Das erste und älteste kloster derselben ist das zu Betharam inBearn, allwo viele wunder geschehen seyn sollen , welche k.äs Marca, nachmaliger Ertz - Bischoff zu Paris, in einemeigenen buche beschrieben, und die dem vorgeben nach den Kö-nig Ludovicum XIV. bewogen , daß er dieser gesellschafft noch 2.andre dergleichen klöster, als eines auf dem Nom - Valerienohnweit zu Paris, das andre aber zu Garnison in der vi«-ce8 von Auch, gegen dem Pyrenäischen gebürge gelegen,aufzurichten erlaubte. An dem letzter» ort ist auch eine be-rühmte wallfahrt, und wird die capelle daselbst von einer ge-wissen anzahl Geistlichen besorget , welche Kapellane betiteltwerden. Charpentier starb zu Paris den ic>. dec. an. i6;o.in einem alter von 89. jähren, da denn sein Hertz nach Betha-ram gebracht, sein leib aber in Nom-Valerien zur erden bestat-tet worden. , Kilt. cls la vills äs ksri8 , tom. II.
, le Ii8 äu Val cls druailon, en 1646. PÄr» äe8kretrs8 äu Lslvsire, Lc.
* Charpentier, (Renatus) ordentlicher bildhauer des Kö-
nigs in Franckreich, wie auch mitgliede der Königlichen Aca-demie der mahler - und bildhauer - kunst, hat sich in seinerkunst sehr hervor gethan. Diejenige seiner wercken, welcheam meisten gelobet werden , sind die stücke, so er in diekirche zu St. Roch in Paris gemacht, das grab des GrafenRangony, der altar in dem chor zu St. Roch u. a. m. Erzeichnete auch und mahlte sehr wohl. Er starb zu Parisden 15. may an. 172;. äe 172;.
* Charpentier , (Franciscus) ward zu Paris den 15.
febr. an. 1620. gebohren , und studirte anfangs die Rechte,legte sich hernach allein auf die Philologie und antiquitä-ten. An. iü;i. ward er als ein Mitglied in die Französi-sche Academie, auch hernach in die Academie äs8 Inlcrip-tlon8 aufgenommen. Von der ersten ward er zuletzt ve-crmu8 , und starb den 22. april an. 1702. in hohem alter.Seine schritten sind : Oilcours lur I'et-iblillemeur ä'unsLompagaie krungoile xour le Lommerce äs« Inäes OrieuM-les; Relation äs cet Lmblillement ; Oelsule äs 1a PsuZuePrancoile pour 1'inlsrixtiou äs 1'Lrs äs Iriompbe ; cls 1'Lx-cellence äs lu Pangue Irgncoils ; 1a keinture xsrlaute; laVie äs 8ocrats ^ la Lxropsäie äs Xsuopbon, Lc. Immanuscript liegen noch Französische Übersetzungen derer gesam-ten wercken Xenophontis ; drey comödien des Aristophanis,und verschiedener epigrummatum des Martialis. Die an.1725. heraus gegebene Larxenteriana sind von schlechtem werth.Pibl. äs sie, Arva«, 1702. PeLAö», bist.
äs siücoäemis.
* Charpentier, (Iacobus) ein wegen den Ramisti-schen streitigkeiten berühmter Professor kbilolopsiise zu Pa-ris , im XVI. sseculo. Er wollte gerne Professor iVIntstefsoswerden, allein Ramus hatte es verhindert, darüber Char-pentier dergestalt erbittert, daß er bey dem Parisischen blut-bade selbst Meuchelmörder erkauft, welche diesen seinen Wi-dersacher tödten musten. Er hat des Aristotelis bücher äs
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kkilolöpki. Uvüicg, Lateinisch heraus gegeben, -bb ^rühmet, daß er sie aus dem Arabischen übersetzt; 00 h,„
eine vorher schon vorhanden gewesene Übersetzungund wieder verändert, vor sich aber in sprachen M'Vt be-fahren, auch selbst in Aristotelis Philosophie nicht w v ^fchlagen gewefen. Sein söhn ist ein Advocat gewen>an. 1596. wegen seiner heimlichen practicken mit oc»niern in Franckreich gerädert worden,
, äs üstu rel. L sseix. in LaUi», k. IV.
«a, p. 18 . , tom. III. ^,j-
* Charpianon , (Hyacinthus) ein Französischer Are i.ilnicaner aus Bourges , trat allda schon in seinem ' Mel-den orden, und verwechselte seinen tauf - nahmen, Eg-bert , mit dem obigen. Er setzte nach gelegtem guw> Mde in den HumLuioribu« seine studien zu Paris sssiDAlegte sich hernach meist aufs predigen, darinnen er ^ dckdurch gantz Franckreich grossen rühm erworben.
Hof-Prediger - stelle bey dem Hertzog von Orleans, ^ Dvon Bourbon, des Ludovici XIII. brnder, hat er Averschiedenen orten das amt eines Priors Verwalter, . D.endlich zu Paris im 77. jähre seines alters den 2;. ^
1689. gestorben. Er hat unter andern Orssson tu» -Liess. Lomte äs 8. äoür heraus gegeben, Bsurv.ee a»in 4. Seine übrige schriften jind : Iraite äs ste-
la vie religieule; 1e8 Lntiguite8 äu Louvent äes r ^cbeurs äs Is ville äs Lourxsb, und seine ^ormonrvsrit, äu Lsrems Lcs. liegen noch im manuscript. ^ U'inonum. Polst. k. I. x. 177. Lc-arä, bibl. ÜoM-
k- 776. ^
Charwn, (Petrus) wurde zu Paris an. rA- ^ren, und legte daselbst den gründ zu feinen stuvm-^ Mtractirte hernach die Rechtsgelehrsamkeit zu E" ^rs'Bourges, und wurde an dem letztem orte zum 6. U-ret. Da er wieder nach Paris kam, gab er 5-^'.her ,einen Advocaten bey dem Parlement ab, weil tV"^.^oloEse lebens - art nicht anstund , wandte er sich M'^und erlangte insonderheit in dem predigen einen Mrühm. Unterschiedene Bischöffe verlangten ihn beyben, und offertrten ihm ansehnliche dignitäten undwie er dann nach einander Ideologi«: Peötor m oe» E ?Lsnonioi8 der kirche zu Bazas, Acqs, LeictoureCahors und Condom, ferner Lgnonicus und gEzu Bourdeaux und Lsmor in der kirche zu Cono^eri Asen ist. Die Königin Margaretha hatte ihn alsdeutlichen Prediger bey sich, wie er sich banntenrzeitlang bey dem Cardinal von Armagnac, Pav>« Matm zu Avignon , aufgehalten. Nach i7vdder
art nicht würde gewöhnen können, wie ihn denr>dieser Ursache die Cölestmer nicht annehmen wo b,e i^blieb alfo ein kre 8 bxter leculuris, predigte an. ^t , Er-sten zu Angers, begab sich darauf nach Bourdeam ^er. eine gar genaue freundschafft mit dem MEt, HMtaigne machte. Hieselbst gab er an. 1594 .den drey Wahrheiten heraus , daß nemltch eu> kl-eine wahre religion, daß unter allen religionen 0 Me"allein die wahre, und daß unter allen ChrtstlE'^ rec^lein die Catholische die rechte kirche sey. H."^s des.mendirte er sich dergestalt, daß er Groß - , »er-
schoffs zu Cahors , und in dem Lollegio Lsnom .^eral'I 0 AU 8 wurde. Er ward auch an. 159 ;. iu vornA'Dpfammlung der Geistlichkeit deputiret, und pon dw^o.8 eLremrio dieser Versammlung erwehlet. biswieder zurücke kam , hielt er sich zu Cahs^, we'^gAauf, und verfertigte allda seine z. bücher da ewelche zu Bourdeaux an. 1601 . gedruckt w^i^eolosu
unterdessen nach Condom begeben", allwo er MD er eins
" ' ' ' - Zweyiahrdarm.^^ogA^,A
L-Mwr bey dem Stifte war.se nach Paris, sowol bey dem Bigen einer ihm angetragenen stelle
K
gen emer ihm angetragenen stelle sich -u geo^"'Aon';sein buch von der Weisheit aufs neuestarb aber hierüber gantz plötzlich auf vergaste ^gen de^hat er auch wegen seinen schriften insondEi spE^e,von der Weisheit, welches auch in dtt TauUge verw^isiNsetzet worden, viel leiden müssen , lehren d ,
daß sie allerhand gottlose und athetstlM Chan^^siöeangetroffen. Insonderheit hat ein titul :§sse ,U
tractat darwlder heraus gegeben, unter Gur^,pi-
Mtion lur Is 8sAelle äs Llisrron. , und
ihn unter die gefährlichsten Atheiften gersa^^^
Dupleix hat ihm gleichfalls gefährliche „i d A
doch haben sich andre unter den vorneM, welw^Esten gefunden, so den Charron verthew'g^ hcreit^gjzl>derheit Gabriel Naudäus gethan. Uv r Djscours a chs,e>^
schriften hat Charron auch heraus gege en ^e,ches »ovinite , Lc. L7oK<- äs kierre Lüsrc Georg ^
buche von der Weisheit zu finden, unoäs Röche Maiüet verfertiget worden.
9». , hiblioxr. xolit-