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ray, welche Herrschasst hernach durch verheurathung Mariä,Iohannis VI. von Chasteigner tochter mit Savorio äs Vivon-ne, an das Haus Vivonne, so an. i6;2. ausgestorben , gelan-get. Ludovicus Chasteigner äs I» Roche-Pozay war der sie-bende si>hn Iohannis m. und legte sich sowol auf die Waffenals die üuäiil. Die sprachen und andere wissenschafften be-griff er unter Iosepho,Scaligero, und machte grosse progres-sen darinnen. Der Konig Henrieus III. schickte ihn als Abge-sandten nach Rom, woselbst er mit grossem Nachdruck dieehre seiner nation wider die Spanier behauptete. Hernach gabihm der König Heinrich IV. das Gouvernement von Ober-undNieder-Marche, woselbst er die widrig-gesinnten nahe bey demKusse Vienne schlug, nachdem er seine tapferkeit bereits in denschlachten bey St. Denys, Jarnac und Montcontour, wie auchbey der belagerung Rochelle und an andern orten erwiesen hatte.An. i;-;. diente er in Burgund, allwo im junio die Wachtbey kom->ine krümle gehalten wurde. Als er in eine kranck-heit gefallen, begab er sich zurücke, und starb zn Moulins inBourbonnois den 29. sept. desselben jahrs. Auf Zulassung desPapsts hatte er an. 1567. Claudiam, eine tochter Georg» äuPuy, Herrn von Coudrai, geheurathet, und unter andernlindern auch mit ihr gezeuget Henricum, Baron von Malval,der im krieg umkommen; Iohannem IV. Herrn von Roche-Pozay , einen vatter Caroli, der Königlicher Lieutenant inOber-Poitou wurde, und Henricum Ludovicum Chasteigneräs is Roche-Pozay, Bischofs zu Poitiers, der wegen seinerschriften berühmt ist. Erwarb an. 1577. zu Rom gebohren,als sein vatter Ambassador daselbst war; und nachdem er sichden studien gewiedmet, begab er sich bey guter zeit in dengeistlichen stand. Ohne das Bißthum zu Poitiers, welcheser nach Godofredo von St. Velin, dessen Losäjuwr er gewe-sen , an. i6n. erlangt, hatte er noch verschiedene Abteyen. Erstarb endlich den;o. jul. an. 16; 1. plötzlich, als er 74. jähralt war. Seine schriften sind: Lommerstarii in öenesm ;über das Evangelium St. Matthai, und über die Apostel-Ge-schichte ; 8vnopii8 äistinclioaum Vbeologicarum L kbilolo-xbicsrum; DistertLtiones Ltbico-xoüticX; Xomenslseurs Lar-äiriLÜum <Lc. elogis Oullis Lbristians.
in elog. illustr. virorum. O« Zenesl, äs lu
msilon äs Lkasteigner.
Chasteigner, (Roch.) Herr von Touffu, Cammerer beyden Königen Henrico II. Francisco II. und Carola IX. undHauptmann über 100. leichte pferde, war an. 1527. geboh-ren , ein söhn Iohannis III. Herrn äs la Roche-Pozay. Sei-ne tapferkeit brachte ihm den nahmen eines der besten svldatenseiner zeit zuwege, und da er noch sehr jung war, legte erin der Grafschafft Oye und Boulogne die erste proben davonab. Hernach machte ihn Henricus II. zum Mundschencken beydem Dauphin. Als er 2?. jähr alt war, gieng er unbekann-ter weise in Italien, und begab sich bey dem damaligen krie-ge nach Parma und Mirandola, in welchem letztem orte er sichmit 200. fuß-knechten, als die feinde denselbigen belagert hiel-ten , wagte, das commando darinnen erhielt, und drey hertz-haffte ausfalle that. An. schickte ihn der König nachPiemont, gab ihm eine compagnie leichte Pferde und die stelleeines Cammer - Herrn. Er wurde auch im folgenden jährenach Piemont geschickt, und nachdem er mit der Französischen-armee bis an das Königreich Neapolis eingebrochen, schlug ermit den Spaniern bey Julia novs,mid beschützte hernach Asco-li gegen die armee des Hertzogs von Alba. Er wurde daraufendlich in einem treffen gefangen, und blieb drey jähr in dergefangenschafft; da er sich dann in Französischen und Spani-schen versen übte, davon er ein buch hinterlassen. Als er wie-der auf freyen fuß gestellet worden, und in Franckreich ange-kommen, wohnte er an. 1560. dem einzuge des Königs vonNavarra zu Poitiers bey, hatte auch mit theil an der Nieder-lage der Hugenotten bey St. Genest, allwo er drey sahnen un-ter ihnen hatte. Zuletzt gieng er an. 1562. mit zu der bela-gerung Bourges, da er durch eine musqueten-kugel getödtetwurde, als er nur ;;.jahv alt war. IM. äe la
Mail', äs Lbsüsig.
Chastel , ( Petrus äu) oder Chaftellain, siehe LasteUa-nus.
* Chastel, (äu) ein altes geschlecht in Bretagne, welchesviel berühmte leuthe hervor gebracht, unter denen folgende zumercken: Hervs, Herr von Chastel, der an. 1296. gelebt. Tan-neguy I. der an. i;4?. wider Carolum vonBlois die Wachtbey Roche-äs-Rien gewonnen. Wilhelmus, der Johanni V.von Bretagne grosse dienste gethan, auch vor ihn sich gefangennehmen lassen, und an. i;7c>. gestorben; Wilhelmus, dessen fohnKönigs Caroli VI. von Franckreich Cammer-Herr, der denEngelländern grossen schaden zugefügt. Tanneguy, (Mmä-Nsi-ire von Franckreich. Wilhelmus, der sich unter Ludovico XI.durch viele tapfere thaten hervor gethan. Tanneguy, Vicom-te von Belliere. Christophorus än Chastel, der an. 1464. Bi-schofs zu Treguier worden , und an. 1491. gestorben. Olivier,Bischofsvon St. Brieux, an. i?o;., der an. 152;. gestorben.Ein anderer Olivier, der <«1.1446. zum Bischoffvon Usez erweh-let ward, und an. 1456. gestorben, und Gabrielem äu Chastelzum Nachfolger gehabt, welcher an. 146z. starb. u. a. m.
L bikoire äs Lretaßue. rs-
cliercd. äs 1» kraucs VI. z.
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Chastel. (TanmW 6 ») ,i» Edelmann an» A-Acommandirte erstlich in Italien die trouppen Ludwigs? ^yieejou, Königs von Sicilien, und schlug an. i 4 ° 9 >.Ladislai, Königs von Neapolis. In den hernach ^kriegen in Franckreich zwischen den Häusern Burg»'^ ^Orleans, hielt ers mit dem letztem, und war M
getreuer diener des Königs Caroli VI. und Caron v ' ^führte unter beyden die würde eines Marschalls. Als rtzog Johannes von Burgund an. 1418. Paris einnahm,^ j>>te er den Dauphin, und nachmaligen König Carolw« .sicherheit, bemächtigte sich auch der Bastille, konntewegen der grossen macht der Burgundier nicht halten- .folgenden jähre 1419. gedachter Dauphin und dervon Burgund eine Unterredung hielten, und der letz« ^
Hitze eines entstandenen streits umgebracht wurde, s?diesen mord vornemlich Tannequi äu Chastel strE'als Carolus VII. nachgehends die Burgundischean sich zu ziehen suchte, und Artum von Bretagnezu seinem Cvnnetable machte, er von Hof weichenches er auch aus aufrichtiger und unintereßirter ^ sei-den König gerne that. Es blieb ihm auch dieser 0«.^ M»nen tod gewogen, und da sein böser söhn Ludovicus ^ Meinmal vor sein begräbnis sorge trug , übernahm v Mser Tannequi äu Chastel, und ließ Carolum VII. an. «xaliEseine Unkosten zur erde bestatten, welche ihn Ä
sche pfund kostete. Er begab sich hierauf nachBrew^ reisdem Hertzog seinem Landes-Herrn, und gab demWch ^ ^kriege wider Ludovicum XI. der unter dem vorwarw^^ugue xour ls bieu Public geführet wurde , und woo^^Eder vornehmsten animier war,kluge rathschläge; fiel ^ ciEwegen einiger freyen reden wider des Hertzogs Umgang. ^ Mmaitresse in dessen Ungnade, worauf ihn Ludovicuszog, und ihm das Gouvernement von Roußiüon ar« ^ mEr brauchte ihn auch an. 1468. bey der unterhandl"«^»dens mit dem Hertzoge CarW» von Burgund, »nv - ^ «bey sich, da er in demselbigen jähr zu Peronne U,halten wurde. Als an. - ^7. Ludovicus XI. naw ^ euGdes letztern Hertzogs von -ourgund in die Nlederlan^^blieb Tannequi in der belagerung von Boucham.hilf. äs Lrewgns üv. X. c. zo. LoLÄsta« , HM'
, memoires. , recbsrcb. äs
VI. s. ;. Le/c-ar'E, üb. I. n. r.in üuä. XI. üb. III. , abrege cbronol. ^ ^ st.
äes granäs OKciers. bist. äs Francs ^
986. io;4. 1270. 1280. iZ2i. 1412.
Chastel , (Johann) welcher den König von s ^ MiHenricum IV. zu ermorden gesucht. Sein vai«- MChastel, ein vermögender tuch-händler zu Parw, stut";'mutter hieß Dionysia Hazard. Er selbst hatte x perdem Loüegio von Clermont getrieben, und rurywodurch er sich so bekannt gemacht, eine philosopv ^trs Mtation öffentlich gehalten, die er dem Prasidenlew ^guter, dediciret. Im übrigen war er noch emvon ungefehr 19. jähren und von einem melanw^ a^ Mbey aber boshafftigen gemüthe; wie er denn u au^d>tnachgehends gestanden, daß er sodomiterey ^"«0 ehavl- ^seiner jüngsten schwester blutschande zu begehen eine»
St. Germain nach Paris gekommen, ^ -iniu""'suite ihm in der schönen Gabrielle von Etrses K pa>dem Louvre unvermerckt nachgefolget war. Ä^eln aovder König, welcher noch nicht einmal West iv.M ^zweyen Herren, nahmens Montigny »üb Rag' -näheren, um ihren reverentz zu machen, enw lEMle,sahe Chastel seine zeit, und stieß mit einem gebED/l.
kehle, traf aber, weil derselbe zu allem Mck ll havoWs,,^-
nur die ober-lippe, nebst einem zahn, weuv° gewE^ MAnfänglich meynte der König, es käme vonem AabriMrin, nahmens Mathurine, welche die Fedam' ^ssen..^gsich hatte, und befahl dannenhero, lolMss,,lein da er recht nach der wunde fuhm' eine f§Ebey ihm selbst als in dem gantzm/rnwA alsb^„'eEbewegung, und weil der thater das men ^^,stelassen, auch sich etwas zurück begebensollte.weile nicht, wen man dißfalls beDuldtE^sfugenward der Graf von Soissons durch des wavry chu sN-Acunbekanntes und verwirrtes gesicht bewogen/^
Er laugnete erstlich, ward auch von dem lW-raE
schuldig gehalten. Hernach aber dakievöt, und den folgenden morgen vor s yazu a ^ egestund er die that. Auf befragen, wer w vat«wollte er keinen menschen nennen. Nur ihm w' ^ w«an , daß er darum gewust, doch alleM fM, und^ M ^hatte. Da man nun denselben, vebst,W„p jedes
lern gleichfalls in verhafft genommen, sie allA E ss,
derliche gefangms gebracht, fand sich^^, es ^-» 0^unschuldig waren. Er vor sich bewogen^. s§ p,el ^Unternehmung dieser that nichts ander ^
nung, so er sich geinacht, durch ?Ler erfch^
GOtt zu erlangen, daß er ihn wegen s werden ^ gsdie ihm aufkmie weift gäntz'^ »^aeo«'