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sem Printzen in seinen Uneinigkeiten mit dem Hofe als Aekrsäs Lamx mit grossem eifer, indem er den Hertzog von Nemours,der ebenfalls in dieser partey war, mitten durch die feinde zu denSpaniern in sicherheit brachte, auch dem Printzen selbst derglei-chen dienst leistete, ihn zu seiner armee aus Guienne führte,und hernach mit bey dem berühmten gefechte in der Vorstadtvon Paris war. Bald darauf beleidigte ihn der Printz, daß erdenselben verließ, sich durch den Hertzog von Candale bey demHof aussöhnte, und ordre bekam, unter demselben als Mars.sbai äs Lsmp nach Catalonien zu gehen. Sie musten abervorher noch Perigord, welches fast gantz -es Printzen partey ge-nommen, dem Könige unterwerffen, und wie das folgende jährChavagnac befehl erhielt, die daselbst gelegene völcker dem Mar-schall ä'Hocquincourt in Catalonien zuzuführen, ließ er sichdurch Candale bereden, mit ihm nach Paris zu gehen, wodurcher es so weit brachte, daß man ihn das jähr darauf bey einrich-lung des kriegs-staats übergieng. Doch zog er aufdes Candalezureden als Volontair mit nach Catalonien, doch nur auf einenfeldzug, und im übrigen blieb er ausser diensten bis zum frieden.Hierauf ließ er sich durch den Graf Marsin, der den Spanierndiente, bewegen, dergleichen zu versuchen, worzu ihm die neueKönigin in Franckreich durch Vorschrift behülflich war, daß erGeneral von der artillerie und Sergent äs bataille gegen Portu-gal! ward. Er sollte dem Könige zu gefallen nach verlohrnerWacht bey Villa viciola ein regiment Franzosen aufrichten, alsaber der König starb, kam die fache ins stecken, und die Spaniergaben ihm kein geld. Hiezu kam, daß der Französische Ge-andte zu Madrid wider ihn nach Franckreich schrieb, well erich, so lange er in Spanischen diensten war, zu einem gewls-en anschlag nicht wollte gebrauchen lassen, den der Gesandtewider Spanien im köpf hatte. Auf diese Verunglimpfung mach-te man ihm den proceß, weil er ohne des Königs vorwissenfremde dienste genommen. Zur selben zeit trug ihm der BaronLisola die stelle eines Generals äs bataille und das erste entle-digte regiment unter dem Kayser an, welches er bey seinem zu-stande ohne bedencken annahm, seinen abschied in Spanien fe-derte, und sich eben zu der zeit nach Wien begab, da der Kaysersein erstes beylager hielt. Er machte sich daselbst durch seinewissenschafft im jagen, welche belustigung er gantz auf einen an-dern fuß setzte, bald anfangs beliebt, fand auch an dem Mar-quis lls Grana, dem er einst auf einer reise durch Franckreichviel gefäüigkeit erwiesen, einen guten freund. Er giena zuerstunter den völckern, welche die Ungarische rebellion dämpfen soll-ten, als General äs bataille nach diesem Königreiche. Baldhernach sollte er als Kayserlicher Gesandter auf den Polnischenwahl-tag gehen, und öffentlich zwar vor Neuburg reden, heim-lich aber das Lothringische interesse beobachten, wiewol solchesbald geändert ward, indem der Hertzog von Lothringen es vornützlicher erachtete, ihn in seinem nahmen nach Polen zu schicken,«llwo er seine Person so wohl spielte, daß der Hertzog unfehlbarwäre König worden, wenn nicht durch einen unvermutheten zu-fall die wähl auf Wisnowizki gefallen wäre. Er wohnte nachdiesem allen feldzügen wider die Franzosen am Rheine, undzum theil in den Niederlanden, als Kayserlicher General-Lieute-nant, unter dem Montecuculi und Hertzog von Lothringen, mitnicht geringem rühm bey, bis nach dem Niemägifchen friedensein regiment abgedanckt, ihm auch ein theil seiner pension ge-nommen ward, worüber er so verdrießlich war, daß er so baldseinen abschied suchte, und nachdem er selbigen erhalten, sichauf erlaubnis des Königs wieder nach Franckreich begab, allwoer zwar wohl empfangen worden, aber keine dienste mehr ge-than. Die zeit seines todes weiß man eigentlich nicht, dochscheint, daß er bald nach dem berühmten Hertzog von Luxem-burg gestorben. Er hat sich;. mal vermählt, aber keine leibes-erben hinterlassen, ist auch, wie aus seinen Aemoires erhellet,mit keiner partey recht zufrieden gewesen. Aemoires äuLie Obiges ist ein auszug der hier angeführten
Mmoirsb. Man soll aber dem leser nicht verhalten, daß es anUrsachen nicht mangelt, die Wahrheit dieses buchs, und ob esvon Chavagnac selbst geschrieben worden, in zweifel zu ziehen.Gewiß ist zwar, daß viele fachen darinnen erzehlet werden , sodem wahren Chavagnac begegnet; aber nicht minder gewiß,baß auch viele aufschneidereyen mit einlauffen, welche der ei-gentliche Ar. lle Chavagnac nimmermehr würde vorgebrachthaben. *
* Chavancy, ein flecken in dem Luxemburgischen, gegen denLothringischen grentzen, an dem flusse Chiers zwischen Mont-medy und 1 a Ferte, ungefehr eine stunde von beyden gelegen;eine Viertel-stunde von diesem flecken liegt ein schloß dieses nah-mens, und eine Herrschafft, die davon abhänget. ,
Dictionnaire.
, eine stete der Mahometaner, welche denSchicken entgegen gesetzet wird. Sie läugnen, daß GOtt je-mals einen Propheten abgeschickt, der infallibel gewesen wäre,und der die macht gehabt hätte, ein gesetze unter den menschenaufzurichten. Ja wenn man auch gleich einmal das amt einessolchen Propheten nöthig gehabt hätte, könnte es doch nicht aneinen gewissen stamm verknüpfet werden, sondern jeglicher ge-rechter und gläubiger mensch wäre dazu geschickt. KiEr, äs
L Llnx. Ottom.
, (Balthasar) ein Jesuit aus Savoyen,
bohren an. i;6i. warvoäor l'KeoloLiL, und starb zu P
c h a
Mit an. 1654. den so. stpt. im 7t. jähre seines aliers.
hat von ihm fibrös IV. äs vera <L pertsäta kiuäLrML,
i6rr. in 8. üntiäotmn Lorckestioliis Lalvinistaium;luni Äonitoriuin aä restpiloentss, Jngolstadt; diorastmas ver-s keligioois, ib. i6n. in 4. strokslstoneMäoxre üäei, ib. 161;. öts. . » M
(shaucer, (Gottfried oder Gaifredus) ein Ritter,von Woodstock in Engelland, wurde wegen seiner .«ch i»der Englische Homerus zugenannt. Hiernächst war erder Mathematic und in den schönen wissenschaffmi wov' «,,pren. Er starb an. 1400. Seine Engelländische siMstA aberan. izüi. zu Londen zusammen gedruckt worden; er v" ;geschrieben: fauäes bonarmn Aulierum ; VitaraVitara fucretire koman-e; Ilrbanitatis klarern; ^ s-7-
Lexulturam ; äs Lürolabii Kations, As.
äs loript. Ln§1> <Ls. .
* Chauchemer, (Franc.) ein Französischer Don«« zMaus Blois, und einer der berühmtesten Predigertrat bereits in seinem i;. jähre in den orden, Dorr«zu Paris mit so gutem succeß, daß er an. 167;. in oer.^logte promovirte, nachdem er das jähr vorher zum L yiBchen Hof-Prediger bestellet worden. An. 1678. erwe«uihn zum Provincial der Pariser-Vioscss, und an. -aPrior an dem e^mnako 8an sacobeo. Er starb env
einer blut-stürtzung an. 171;. und ließ von seinen
tm nur folgende iM druck : Vraits äs kists luräs la mort sbretieaas aves äes exbortatlons , äes actexrieres propres äaiäer les üäeles ä bieamourir, i,
Paris 1707. in 12. 8ermons lur les Aylteres äs la ..Lbrstisnae, ib. 1709. in 12. Lc-ar-ä, bibl. Dom. coM- '
*L8Eci, oder LLVLI, LLVLI, ELS' W^Elbllte Teutsche völcker; sie wohnten zwischen der Ems u«^ Ein der gegend, wo jetzo die Hertzogthümmer Bremen « ^ „ocyden, die Furstenthummer Minden und Ost-Frießlanv,die Grafschafften Oldenburg, Delmenhorst und Hoy»
Ihre nachbarn waren die eberuloi und Lacti. bey be«sollen sie nach einiger meynung von Kautzen, A B'Teutschen alte ehrliche hand-veste leuthe bedeutet, « MLern von Kautz (Aula) oder, wie noch andre mev«^^ ha-Kaicken oder Kaichen, weil sie friedlich gelebt, beW'Wen-den. , k. I. x. 41. L-k/r»Zr«r, au <. ^ M
II. Dirk-aar. aä laoit. 6erm.Ste werden Eedelsten und vortreflichsten völckern unter den TentM'^mekmet, welches die gerechtigkeit geliebt, und unruhe z«den gesucht, nicht aus Mangel der kräfften,, weu ve»dig im stände waren eine zahlreiche und tapfere arm^ a>deinen zu haben, wozu es ihnen weder am vom, ^Pferden fehlte, sondern sie hatten keine lust zum ra»Mplündern. Sie waren in zwey theile abgetheilt,''„r> -fern und kleinern, von welchen jene zwischen der bw"str, die andern aber zwischen der Weser und EiocDie kleinern Chautzen sind grösten theils vonden o ^zwungen worden , daher sie nach der zeit mrt Hm ^ st 'ausgemacht. 2H. ann. II. 19. (lerin.l8>
bist. nat. XVI. l. c?/«v,ri«r, Oerm. ant. <
ri-r^. äs antig. üat. üelmk. p. 64. leg. ^
x. 94. Derti«, , not. ant. 6srm. pop. II. 2.naus Reichs-Historie , tom. I. lib. I. n. - 7 -krAte der Teutschen, III. 2;. Sie stunden Casarr m ^.st- M,wider Pompejum bey. Von Bünau l. c. x-"i-empörten sie sich mit den Sicambern und aE gesck ^hatvölckern wider die Römer, und wurden von DruiLMy" sis-/.iv. epit. LXXXVIII. von Nünau l. c. p. 148-
sie im jähr Christi;. völlig bezwungen,indem sie ^
liefern , und zum zeichen, daß sie sich als kriegs^e bG^geben, für des feindlichen Feldherrn stuhle sie ^musten, wenn anders den parteyischen Romu^,,schreibern glauben beyzumessen ist. ^ oeMDio, I.V. p. 567. von Bünau I. c. p. 167. I'
Varo waren sie auch in bündnis mrt den u,,Mem ch -8-völckern, und halfen die Römische a^.Au l-^r E
annal.I. 60. V 0 N BUNNU I. c. x. 181- - Mk eE^ Zl>
Nachdem aber im jähr Christi i;. Germamcus ^jedcrWM
starcken armee in Teutfthland einbrach, ss'M Ahmet«rächen, unterwarfen sie sich nicht «ur dendem boten ihnen auch hülfs-völcker wider m p.leuthe an. , l. c. von Bunau -^ w'dZ
waren auch im folgenden jähre bey dem treu ^ flew p-
, undsollenchn, da erentflsshenwollen^^^s^
mum,gelassen haben.217
ahaben. , 1. c. u-.i?' «lach vor
UnZr Galbä regierung erklärten si L ChA yA
erbeutete,,uu^.^^
läge verlohren gegangen, erbeutete ,vom Kayser den zunahmen Lbaucms erv ^ N,
670. 8«ers«iru, Llauä. XXIV. von ^,acht, Net alMungeachtet verlohren sie weder muth now 4?-^LeU«Amern zu widersetzen, indem sie rm iahr zu schiffe "2ier M
rung Ganascyemes verwegenen caper«'^' Bat^glF"
Belgien einfielen, und sich m dem t peueMraub zu bereichern suchten, w»ewol sie