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Meister erkennen mochte; doch so , daß ihn viele mahler über-trafen ; etliche kupferstecher ihm gleich gekommen, sehr we-nige aber die lebhafftigkeit der einfallen, und die stellung der ris-sen und die sinnreichen und verschiedentlich ausgeführte einfüllebetreffend, sich mit ihm in vergleich setzen dorften , und viel-leicht ist keiner gewesen, welcher so geschickt als er seine gedan-cken dem gesicht vorstellen konnte, dann er war nicht nur derselbst-ersinder derjenigen stücken, so aus seinen Händen geflossen,sondern es kamen noch viele mahler ins geheim zu ihm, so sieetwan stücke von Wichtigkeit zu mahlen hatten, sich seines rathszu bedienen, ja so gar den riß von ihm abzuborgen, und als wä-ren sie die erfinder, alsdann darmit sich eine ehre zu suchen.Wann jemand ihm ein stück zu zeichnen vortrüge, so nahm ereine schiefer-tafel, und risse in der geschwindigkeit die gedanckmdes begehrenden auf so vielerlei) weise darauf, als man es nurverlangen konnte, bis entweders der, so es begehrte, oder viel-mehr er sechsten darmit vergnüget war, dann die meisten malebegnügten sich die, so zu ihm kamen, viel ehender als er sechstenmit seinen zeichnungen. Er starb an. 1674. Einer seiner söhnen,so auch ein geschickter kupferstecher war, gieng in Schweden,und hat von seinem vatter die lebhafftigkeit in neuen gedan-cken rc. zum theil geerdet, , äes komme« illustres
gjvi ont paru en Lrsnee.
Ehauvigny, oder Lhavignp, lat. LMviniscum, ist einekleine stadt in dem westlichen theil der Französischen landschafftPoitou, an dem fluß Vienne, zwischen Chatelleraut und Mont-morillon, gelegen. Sie hat ein schloß, und führt den titul einerBaronie.
* Ehauvreur, (Claudius) ein Parlements-Rath, der kraffteines zeugen-verhörs und anderer anzeigungen angeklaget wor-den , als hätte er ben einer falsch- vermeynten vollmacht, ver-mittelst deren das Bißthum von Samtes an dem PäpstlichenHof wäre resigniert worden, sich als zeuge gebrauchen lassen;deswegen ward ihm durch einen Königlichen briefvom 29. nov.an. 1496. der Hof verboten, und bis auf weitem befehl sich zuHause zu halten befohlen, den ersten december darauf wurde erals ein würcklicher Staats-gefangener angesehen, und durcheinen befehl vorn 22. darauf seiner geistlichkeit entsetzet, ob ihnschon der Ertz-Bischoff von Paris als einen solchen sich und sei-ner Judicatur ausgebäten, den 2;. wurde ihm befohlen, in demParquet als ein weltlicher Rath gekleidet zu erscheinen, welchesauch den 24. dewerckstelliaet worden; dann er erschiene allda ineinem scharlachenen rock, und mit Hermelin gefütterten peltz,sein urtheil anzuhören, welches der Herr cle la Vacquerie, alsder erste Präsident, und zwar in gegenwart der andern Präsi-denten , welche in ihren scharlach-manteln und übriger gewöhn-lichen kleidung erschienen, wie auch der übrigen Lämmernund Räthen aüssprache: Chauvreux aber muste den spruch aufden knien liegend und mit entblößtem Haupte anhören. Indieser Handlung wurde er vieler begangenen falschheiten über-wiesen , als zum exempel, daß er falsche zeugen geworben,durch blomiios unechte schriften verfassen , und das bemeldteBißthum anlangend , sich anderer gefährden bedienet habe; zufolge dessen man ihn seiner Rath - stelle und anderer Königli-chen bedienungen entsetzet; nachdem dieses urtheil über ihn ge-fallet worden, wurde er durch die Gerichts-knechte auf den mar-morstein in dem pallast-hofe geführt, und dorten seines purpur-mantels beraubet, und ihm die andern zierrathen eines Par-lements-Rarhs abgenommen, ein anderer rock angezogen, diefüsse und Haupt entblößet, wieder in das Parquet geführet, ihm«ine vierpfündige sacke! in die Hände gegeben, und er also öf-fentlich vorgestellet, und ihm auferleget, GOtt, den König unddie gerechtigkeit und diejenigen, so durch sein stülum schaden ge-litten , nach crkänntnis seiner schuld um gnade zu bitten, dasinstrument aber der falschen vollmacht, wessentwegen er haupt-sächlich dieses alles ausstehen muste, wurde zerrissen, und ihmfür die füsse gemorsten. Nach diesem allen wurde er wieder inden Hof des pallastes geführet, dem fcharfrichter übergeben,und von diesem auf einen karren geschmiedet, durch das Cha-telet geführet, und allda das mord-oder zetter-geschrey über ihngehalten, von dorten aber ward er zu dem Pilori geführet, unddreymal darinnen umgedrehet, und darauf mit einer glüenden li-sten auf die stirne gebrannt. Endlich ward er wieder von demkarren herunter gelöset, durch die Gerichts-schergen bis an dasstadt-thor St. Honore gebracht, und dorten für ewig aus demKönigreich verwiesen.
Chaxan, eine stadt in dem gebiethe von Chingyang in derChinesischen provintz Huquang. Nahe dabey ist das gedürgeNuiqua, auf welchem einer weibs-person, Nuiqua genannt, zuehren ein prächtiger tempel erbauet worden. clelcr.
rle la Lkine.
* Chayauta, eine provintz in Peru in dem Bißthum äellaPlata ; sie ist 20. Meilen lang und fast eben so breit. Garci-lasso sagt, daß man von feiten des thales Cochabamba in die-se provmtz durch eine grosse wüsteney, welche fast Fran-zösische meilen breit sey, komme, wo man nichts als felsenund steile tiefen sehe. Larr,, Inäes Occiäem. liv. II. c. 7.
Lor-nei/Ze, Diät. Osogrspkigue.
, * Chazelles, (Joh. Matthäus äs) ward zu Lyon den 24.M. i6;7. aus ehrlichem geschlechte, so dem kaufhandel ergeben,gevohren. Er ftudirte in dem grossen Iesuiter-Lollegio derHabt Lyon, und hernach begab er sich an. 167;. nach Paris.
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Der eifer, den er hatte, gelehrte und wohlverdiente Personen^nen zu lernen, führte ihn gleich zu dem Herrn clu H/"v'Mr8ecret°uio der Academie der wissenfchafften zu Paris, 's-pst,iseiner seits die jungen leuthe,von denen er gute Hoffnung jh-könnte, bestmöglichst in ihren studien zu unterstützen r'^l-nen darinnen fortzuhelffen pflegete. An diesem jungen ^les beobachtete der Herr äu Hamel sonderlich viele nelgu"Y^Mfährgkeit zur Astronomie, dann der junge menschin der feldmeß-kunst wohl erfahren. Er brachte ihn demCaßini, und befahl ihm den jungen Chazelles an,
ihn Caßini mit sich auf das Observatorium zu nehmen teEr arbeitete unter Ar. Caßini an der grossen land -sp ^welche in der form einer xlsnifpkerie in dem westlichen ^ Mdes Pariser Oblervstorü auf dem boden des jäales m M ^7.steinernen blatten und meßing eingegraben ist, und E'schuhe im durchschnitt hat. Diese land-charte ist gemEden, da auf befehl des Königs die Academie zu demschon an sehr vielen orten auf allen enden des erdboden»anmerckungen und Untersuchungen gemacht hatte. Mführe die Academie, sowol gegen mittag als gegen mmAin ihrem grossen werck, die rechte ausfindung und in»Neriämm betreffend, fort, welches an. 1670. ängefaM Mden. Nr. Caßini, welchem zu dem ende die mittags chchzugefallen ist, nähme den jungen Chazelles als einen m»^lter zu sich, und sie kamen mit dieser linie bis aufvonBourges. Nunmehro warlVlr.Chazelles, welcher"^«bey dem Herrn Caßini gestanden, und sich dessen M ÄMsgemachet, schon sechsten ein grosser meister in mathem "ßch,wrffenschafften. Der Hertzog von Montemar nahm M" °^ 84 'um sich in derselben belehren zu lassen, ungefehr an- x,o-Nach der Hand verschaffte er ihm zu Marseille eine m»kelllons-stelle über die Hydrographie zum nutzen der s jEs war zwar lange zuvor schon ein krokest'or dreiersechsten, welche stelle damals von einem Jesuiten beM - ychda sich aber Franckreich zur see um ein mera»»/^ c,-grossert hatte, fände man gut, demselben zur huM,, in stsnen krokestor zuzugeben. Der glückliche fortgang, denjlilNnem lehr-amt spurte, machte, daß er eine neue stM" ^ietn>ge steur-leuthe, welche auf den galeeren zu dienenwaren, aufrichtete, und bis auf den heutigen tag t0",^§zM»liche schiffleuthe anzuschaffen. Hier machte Mr. AsspEviele geometrische und astronomische objervationen, ^ Ptvbeyhülffe man eine neue see-charte über die kusten ^ y»vence machte. Er diente zweymal zur see, an.
1688. beyde mal veranlassten ihn eine grosse anM-.entwerffen, worinnen er die meer-häfen, vorgeburg-"merckwürdigkeiten der see-kanten abzeichnete, 10 * M. Ihatte, und einiger aufmercksamkeit würdigChazelles war einer der ersten, welcher daran Ehedlss,,.,man auch auf dem weiten Ocean sich der galeeren §ai>könnte, wovon auch die probe ist gemachet woroc> ^ ,xuda er den meisten theil an diesem neuen emfall gev p,ede er gegen Westen von Franckreich abgeschicket, z.sten zu erforfchen, und die kommlichsten gegenvei^brauch der galeeren auszusehen; Endlich glengeni;. neu-erbaute galeeren fast auf sein wort a»rchefort ab, und wurden bald darauf stuf dem y, r>sehen. Vie fuhren bis nach Torbay 'U-^Aonthbediente man sich derselben die landung von TE"werckstelligen. Hier thäte Chazelles das amt x,je
welches doch dem krokesior-amt sehr ungleich rit. ÄM-geachtet er sich dem krieg niemals gewiedmei gauserziehung eines soldaten von der auferzrchung Ols-ten , der sich sein lebtag aus den Oblervston.sehr verschieden ist, so zeigte er do^ <n d'Brle hertzhafftigkeit, die einem tapfern soldaten ru^lig' ßchgaleeren kamen nunmehro nach glücklicher verr-w , Uzurücke, und liefen in dem ausflusse der Seine ei ^ sie kebey Havre äe Grace und Honfleur aufhielten.da den Winter über nicht verbleiben, dieweil«'^ zpzesten theil des hasens, wo die galeeren lagen, voll" „, Ä .F-fäulung des Wassers zu verhindern , muste remwasser gäntzlich ablauffen lassen, deswegen E
an, daß man die galeeren nach Rouen brnrgen 1leuthe fanden Hiebey unüberwindliche schWH penn ,
behauptete, daß es geschehen könnte, wie es »Ajjeben h "ye eitzden, da sie würckltch den winter über dagev § kl!
versehrt ausgehalten haben. . M. cie Ch i ^ und cnss
neue art, dieselben vor der kalte zu erh .n>ass 5ne Pfeiler darum schlagen, das eis, Ach weE kön".^,sten fürchtete, davon abzuhalten, welZ M bed-ene^nAwar, als alles andere, dessen man ^
Allweilen er zu Rouen war, brachte buchet, iNdie er auf dieser reise gegen ko"A/stber daKund machte acht verschiedene clMen " s^cha^ssxund, sj„eworzu er eine weitläufige beschrelbung pe tiefe und Merwie auch die weist hinein zu kommen, AMgte,und d^^ch v ^ebb und flutt, gefahr und sicherheck rc. "A Uazeües w»
meynung gäbe; diese charten des M. 6 ,692.^ ^ pst
Mptuns krsnqol« einverleibet, jähre inach^x beylicht gekommen. In diesem nemlick^i und W ^genannte bekannte camvagne, 6ON»» pe»-. P
damaligen landung als Ingenieur.