664 che
Mit drey dingen mehr als andere gegenden versehen, nemlichmit saltz, käse und Mühlsteinen. Ausser dem flusse Dee, wel-cher diese Grafschafft von Walles absondert, giebt es darinnennoch unterschiedliche andere, worunter sonderlich der fluß Mer-sey und Wever, welche fischreich sind, wie auch einige seen.Sie hat über dieses einen grossen und alten Adel , und das rechteiner Pfaltz-Grasschafft.
(shesne , ( Andreas äu ) lat. 3 tzuercu, Lkefnsus, ciuekeüisus, oder (Znercetsnu8 genannt / welchen letzter» nah-men er bisweilen selbst gebraucht, war aus Touraine gebürtig,und einer der gelehrtesten leuthe im XVII. kseculo, sonderlichaber in der Historie der mittlern zeit unvergleichlich erfahren.Er wurde OevFrapKus und HiliorioArsplm8 bey dem Könige,und wegen seiner aufrichtigkeit und leuthseligkeit von jedermansehr werth gehalten. Er hat sehr viele schriften hinterlassen rals Hilioire äe8?spL8; Hilioire ä'öngletsrrs ; LeLkerLÜs äesAntiguitL8 äe8 villes äs krsnse; Hilioire äe8 Osräinsux ; 8i-bliothegue äes Mtsurs gui out ecrit I'Hilioirs L 1?opogr-wi>is
äs krsncs; ingleichen die Genealogien der Hertzoge und Gra-fen von Burgund, der Dauphins von Vienne, der Häuser vonDreux, Bar-Ie-Duc, Luxemburg , Limburg, Pleßis - Riche-lieu , Broyes, Chateauvillain, Chastillon-lur-Marne, Mont-morenci und Laval, Vergi, Guisnes, Ardres, Bethune,Gand, Couci und Chasteigner äs lu Röche Pozay. Um dasende seines lebens gab er diejenigen nutkores heraus , so die Hi-storie von Franckreich beschrieben, davon er an. 16;;. den er-sten tomum unter diesem titul drucken ließ: 8eries Luöiorum,yui äs Lmnooruru kilioriu <L rebus LrsuLicis, turn eccieüirlii-cis turn leculLribus ferixferunt, ab exoräio Le§ni Lrsnoike ->ärioüra ulgus temxom; welchem noch drey andere gefolget. Alser einmal vom lande wieder nach Paris gekommen, und vondem wagen gefallen, büßte er den 20. mertz an. 1640. sein le-ben ein; worauf sein söhn Franciscus ein Advocat im Königli-chen Rathe, und der sich gleichfalls auf des vatters liuäig gele-get, den fünften tomum der auÄorum biliorise kraneicse; dieHistorie der Päpste, der Cardinäle, und einige andere fachenvon seinem vatter heraus gab.
Chesne, (Joseph äu ) lat. tzusrcsmnus, Herr äs In Vio-lette , war von Armagnac in Gascogne gebürtig , und hat diestelle eines Königlichen Raths und Leib - lVIeäici verwaltet. Erist ein grosser liebhaber der Chymie gewesen, hat auch verschie-denes davon geschrieben, aber deshalber vieles von den damali-gen öleäicis, und nachgehends auch von Guidone Patino, ei-nem abgesagten feinde chymischer medicamente, leiden müssen.Er ist an. 1609. gestorben,
* Chesneau, (Nicol.) lat. tzuerculus genannt, Dechant
der kirche St. Symphoriani zn Rheims, lebte ums iahr 1; 8°.Er war von Turteron in der Grafschafft Rhetel gebürtig, undmachte sich durch seine gelehrsamkeit bekannt. Er übersetzteaus dem Lateinischen ins Französische Flodoardi kirchen-historievon Rheims, und Fabri von Heilbrunn fünf bücher von derEvangelischen Messe, nach der von Surio aus dem Teutschengemachten Lateinischen Version, rc. - /.e-r-c.
Chesneau, ( Nicolaus) gebürtig von Anjou, ein buch-führer zu Paris , woselbst er an. 1584. nachdem er verschiedeneherrliche bücher ans licht geftellet hatte, verstorben. Er warselbst gelehrt, und hat solches in verschiedenen vorreden undEpisteln bezeuget. O« L O« , bibl. Lksug.
Let/e/öre/i, Lc.
LäMI, ein Türckischer Hof-bedienter,welcher des Groß-Sultans speise und tranck credentzen muß.
, äs I'Lmp. Ott.
* Chesnois, (Anton) war zu Paris an. 1620. von gerin-
gen eitern grbvhren, trat allda an. i6;y. in den Dominica-ner-orden , studirte darauf sechs jähr zu Toulouse, wurde nachseiner Wiederkunft bald hervor gezogen, mit der zeit zum Priorvon Rouen erwehlet, und starb zu Dieppe den 5. nov. an. 1685.Er hat sehr viel kleine schriften heraus gegeben, sich aber nie-mals dabey genennet, dergleichen sind: läse äu LbriliignilmsiuIII. tomis, Rouen 1672. tegg. in I2. Ls Petit Uillion-ärsäs la Lsmpngue Lkretienne, Caen 167z. in 24. Le petit?ersIpi'ritusl äu Lbretien, RvUM 167;. in 12. Oe I'interieur äe8uätions oräiuuires, ii>. lüFz. in 16. Les XeZIsmens äu tiersoräreäe 8. Domiuigue, ib. 1678- in 16. Le Lullmre sutben-tigue äe8 Loufrniriss äs I'oräre äe8 Lreäicsteurs, ib. eoäem;Te8 Oevoirs sves Is8 iuäulgsncss <L 1 e 8 privileges äs Is Lon-fruiris äu 8. nom äs .sssus fuivsnt 1 g nouveUs Lulle ä'Iu-noceut XI. ib. 1681. M 4. Osslcium L. N. V. nä u?um ??. <L8ororum orä. ?rreä. ib. 1682. M 16. sst. bibl. Dom.
tom. II. x. 70;.
(Ehester, lat. Lbelirin, Lnstrs, Oevs, Oevnun, Livitss legio-uum, Lc. die Haupt - stadt von Cheshire mit einem Bischöffli-chen sitze, unter Aorck gehörig , soll zuerst nur ein fort, wel-ches Ostorius, des Kaysers Claudii Statthalter in Britannien,inne gehabt, gewesen, und von ihm zu einer stadt gemachtworden seyn. Sie liegt treflich lustig an dem nördlichen uferdes slusses Dee, ohngefehr zwanzig Meilen von der gegend, daer m das Jrrländische meer fället, nachdem er zuvor von Ehesterhlnav sehr breit worden. Der canal aber ist auf etliche Meilenmit so mel fand angefüllet, daß die schiffe sich auf dem flusse nichtweiter als bis nach New Key, etwa sechs Meilen unter Ehester,
ehe
^ . nler
wagen dörfen. Diese stadt liegt viereckicht, und Mre und drey pförtgen nebst guten mauren , thurmen u«anfehnlichen schlösse. In den vornehmsten straffen m .heil»häufern eine bedeckte gallerie. Die Häuser sind meyr«schön und wohl gebauet. Die stadt ist selbst itcnnlw ^ ^reich, und hat überaus vermögende einwohner, w» ^jrch^vornehmsten Handel mü Jrrland treiben. Die ' x, jawar erstlich ein kloster, welches von Leofrick, w ^ heiligendieser gegend Land-Richter gewesen, gestiftet, »"doer/^po,Werburge gewiedmet, nachgehends aber von Hugv> ^dem ersten Grafen von Ehester, repariret, und m» L» ^ zpkünften befchenckt worden. In diefem zustande blieb e» /^Henrici VIII. zeiten, welcher es in einen Bifchoffl^"wandelt, nachdem er die Mönche heraus genommen- yBkloster aber gehörte vor alters in die vlosces von L>a)w',deren Bischöffen einer an. 107;. seinen sitz hieher '.mv M Metwas berühmten vrt, versetzte. Ob nun wol diesesha-ger währete als seine lebens-zeit, so geschahet dochvUMr^nachgehends seine fucceilore 8 vielmals Bifchöffe von ^ s vlll-nennet wurden, bis endlich nach der zeit König Hsnr>wie gedacht, allhier einen Bischöfflichen sitz aufE ^ (gEGrafen von Ehester wurden vor zeiten für freye M
geachtet. Denn als der edle NormannerHugo Lupu» ^helmo dem Eroberer diese Grafschafft bekam, erlM^ ^ Mgestalt, daßer sie sollte als du rch sein schwerdt erove—^ Me
besitzen, als der König die Engelländische Crone. DGraf war Simon äs Montfort; nach dessen tode e> ^ Mschafft der Crone heimfiel, und dem FürstenthuMverleibet wurde, so daß nunmehr der älteste PrlNtz °land allemal auch Graf von Ehester ist. «Msi
f Ehester, Bißthum. Es gehöret unter denvon Aorck. Henricus VIII. hat es an. i; 4 i. den^"^richtet: darinn der erste Bischoff ist ^ ward
1542 . John Bird , zuvor Bifchoff von Bangor^ter Maria entsetzt, an. i?;;. und staroGeorg Cotes, 8 . 1 . k.
Cutbert Scot, 8 . I. k. entsetzt an.
Lösen.
William Dounham, ö. N. starb an- ^Wincol"'
Millwm p «^<eNt Nach
1554 .
i; 6 i. ..^.^., _ .
1579 . William Chadertbn, 8 . T. ?. versetzt >>>--7
1595. Hugh Bellot, zuvor Bischoff von Bango -
r? 97 . Richard Vaughan, Bischoff von Bango /
nach zum Bischöfflichen sitz zu Londem y
1604 . George Lloyd, Bischoff von Jsle of M^ss^field ^1616 . Thomas Norton, 8 .T. ?. hernach
Coventry, als hierauf Georg Maßic ernenaber vor der consecration verstorben, tow ^1619 . John Bridgman, 8 . 1 . k. .
r 6 üo. Brian Walton, 8 . 1 . ?. amtim der Llbu»
starb an. 1661 . im nov. . ^-felN iE1662 . Henry Ferne, 8 . 1 . e. starb in eben1662 . Georg Hall, 8 . 1 ?.?.
1668 . John Wilkins, 8 . 1 ?.?. starb an.ro?-.
- - -
1686.
ward
Heras
1672 . John Pearson, 8 . 1 ?. ?. starb an.
1686 . Thomas Cartwright, 8 . D?.
1689 . Nicolas Stratford, 8 . 1 ?. ?.
1707 . William Daws, Baronet, 8 . 1 ?.?-
Ertz-Bischoff von Aorck. F«
1714 . Francis Gastrell , 8 . 1 ?.? starb an -1 , ^ , 74 ^1726 . Samuel Peploc, 8 .P. ?. lebte noch "
Chesterfield , eine marckt - stadt in r>e^ h^
ein theil von Derbyshire ist , liegt sehr lustlg rw^s EÄMJbber und Rother, an der mittäglichen hesiav^jcht
gels auf einem fruchtbaren boden. Dw dm müssf. Hca/
ruäem zeigen an, daß es eine sehr alte stadt l w Kön'Kxrach
weit von hier gefchahe die fchlacht zwischen ^ ^
md seinen Baron n, in welcher «,. mMyos
Könlg.Ear'AtanhdpAr-f
rico III. undGraf von Derby
Gras von L>eroy , gefangen wuroe.ne Graffchafft daraus in der perfon Philipps, Philipp
IN lein ena - «>,e
ei-
Shelford, welchem in dieser würde sein c«^' '
von Chestersield, succedirte. n,ickshlre' d
* Chesterton, eine alte stadt in Warwl d ^ von d ^e»uralten fainilie von Peitoes oder Polwu. gxMchermern erbauet, und aus Castrum, Chesterrv -.«E
seyn. Lrit. p. 500 . 510 . >-.?k,er marn^ so äv
* Ehester upon tbe liesst, ein Engelland
auf dem kleinen flusse Wer in der provuw A pie stA^ sel,Bißthum ist, gelegen, auf der einen Me m^ dieserham, auf der andern Neucastel; wan mey ^,pese>'das alte Chandercum, die stadt der Br>g ,
*Chetardie, (Joäch. Trotti äswardAwiceAnem schlösse in Angoumois, gebohren , ^
reu8 bey der Sorbonne, wie auch E^off von P.hParis. Er ist auch an. 17 °-. ?um deM' M.K
nennet worden; er soll aber dieM a s ^n vo" jcheschlagen haben. Man hat vermiedene iM , wc szon ^unter insonderheit seine predigten bekan^-^8 6dem titul : llomelie8 pour wus los s 2 emeLtn^sisltUceheraus gekommen sind; desgleichen - ..iMsoics »cxs8; Lxxlicstion äs 1 'flxocsIvpM ?a