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Zweyter Theil. Bi - C.
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Rath, da er die Churfürst!. Printzetzin , welche einem Französi-schen Printzen sollte vermählet werden / in der Catholischen reli-aion unterrichtete, und sie auch in 20. tagen so weit brachte, daßsie kein bedencken trug, dieselbe anzunehmen. Well er damalsSpinosä klüloloxKiÄin LgrteÜLinm gelesen hatte, rühmte er den-selben bey dem Churfürsten, der ihn daher zum krokestore kkilc,-soxlüss nach Heidelberg berufte: und als derselbe die stelle nichtannehmen wollte, schlug er den berühmten Tanaquill Faber vor,der aber starb, als er sich auf die reise begeben wollte. Endlichgieng er an. 1678. wieder nach Paris, und erhielt die stelle ei-nes krLcexwris des Hertzogs von Maine, bey dem er auch nach-gehends 8ecrewriu8 seiner befehle gewesen. Hierauf wendete erseine zeit auf Verfertigung verschiedener schritten, und begab sich20. jähr vor seinem tode wieder nach Loudun, allwo er sich einschönes Haus gebauet hatte, welches er nur feine einsiedeley zunennen pflegte, um sich daselbst desto geruhiger zu seinem todezu bereiten, der ihn den 15. febr. an. 1701. von der Welt nahm,nachdem er sein alter auf 88. jähr gebracht hatte. Er war einervon den grösten leuthen seiner zeit, aber dabey sehr modest, inallen wissenschafften gründlich erfahren, und sonderlich vielersprachen kundig, so gar, daß er auch im Hebräischen und Rab-binischen keinem etwas nachgab. Dabey besaß er eine gründlichecritic, und verdiente eine stelle unter den besten FranzösischenPoeten, wußte auch in seinen schritten seine grosse gelehrsamkeitmit einer natürlichen und ungezwungenen artigkeit zu verbinden,daher dieselben mit allgemeinem deyfall aufgenommen worden.Er war ein aufrichtiger freund, und liebte keine schmeicheleyen,wußte auch den Gelehrten, welche ihn angegriffen hatten, mitbesonderem glimpf zu begegnen. Zum heurathen konnte er sichniemals entschließen, wiewol er bey Hofe verschiedene liebes-handel soll gespielet haben. Sein einziges vergnügen fand er inschönen blümen und guten büchern, wie denn seine bibltotheckwegen der raren bücher,auserlestnen surkornm, der besten editio-nen und saubern bände, eine der schönsten soll gewesen seyn, dieman jemals gesehen, und ihn über 60000. pfund gekostet haben.Er ist jederzeit bey guter gesundheit geblieben, und hat seine kräf-te und Munterkeit bis in sein hohes alter behalten, auch in seinenletzten jähren noch so gute verse geschrieben, als in der jugend.Zu seinem ende hat er sich sorgfältig vorbereitet, sich gäntzlichdem göttlichen willen überlassen, und zu seinem privat-gebrauchallerhand andachten und gebätc verfertiget, welches er sein Ein-siedlers-Lreviarium zu nennen pflegte. Sein schönes Haus ver-machte er einem Nonnen-kloster zu Loudun, mit dem bedinge,daß beständig ;. Nonnen darinnen sollten unterhalten werden.Seine sthriften sind: Lcmstäeraticms forcaites cls solepk HsII;l'Lcole clu 8ags ou le eüaracitsrs cles vercus <L cles viees ; leLkaraÄere clu Lüretien L cle I'H^xocrite; le lableau cls I-c For-tune ; Okservations lur les Vers cle Alalksrbe ; Hiüoire cluNonäe; Hiüoire cle Leanäerbeg; Hilicstre äe Ilermiogene;Oeuvres melees. Alemoires cle A/»

* Chevremont, oder Lheivremont, auch Revermunt,oder Rivermunt genannt , lat. Laprse Alans , oder Lapri.mons, eine ftadt und schloß in der Lüttichischen vieeces, 2.Meilen von selbiger stadt am fluß West gelegen. Das schloßist ehemals sehr berühmt gewesen , und vor unüberwind-lich gehalten worden, dahero denen Lüttichern grosser schadendaraus entstanden. Der Bischofs Notgerus aber hat solchesan. y 8 ». als er des Commendanten söhn zu taufen dahin be-rußen worden , mit list eingenommen. Denn er nahm einengrossen trouvp soldaten in Priesterlichem Habit mit sich, wel-che , so bald sie hinein waren, die besatzung niedermachten,und darauf das schloß schleiffeten. , bist. kom.

i.eocl. fr/c« , bist. eccles. Leocl. Es waren auch hier dreyLoUegia Lsnonioorum , welche König Ludovicus von Lothrin-gen , und Kayser Otto I. reichlich beschencket haben. Eineswar der Jungfrau Maria gewiedmet , und hatte zwölf kres-byreros , welches gedachter Bischoff mit dem Capitul zu Aa-chen verbunden hat. Das andere hatte zehen Lrmonicos , unddieses hat besagter Bischoff nach Lüttich zu St. Pauli verleget.Das dritte ist dem Evangelisten St. Johanni gewiedmet ge-wesen ; dieses soll.man weder durch feuer noch ändere gemaltHaben zerstören können , ehe oftbenannter Notgerus eine an-dere kirche dem heiligen Johanni zu Lüttich aufzubauen gelo-bet, welches gelubde er auch im folgenden y 8 r. jähr, da er einLoUe§ium vor zo. Lcmoiücvs daselbst erbauet, erfüllet hat.

, cüplom. Zeig. II. 17. ckonat. Lelg. II. 16. <L ly.

Fe«, acl eum I. c.

Chevreuse, lat. Lsprustum, ein flecken in der Isle cle Lrsncs,zwischen Paris und Chartres, auf welchem der titul eines Her-tzogthums und Paine hasstet, davon sie jenen an. 1545. diesenaber an. 1612. erlanget. Er gehörte eine zeitlang der Guisischenfamilie und zwar zuletzt Claudio von Lothringen, Hertzog vonChevreuse, der an. 1677. verstorben. Weil er nun sonst keine er-ben hatte, bekam seine gemahlin Maria von Rohan dieses Che-vreuse , welche nachgehends an. 1667. zuwege brachte, daß ihrleiblicher enckel von ihrem ersten gemahl, dem Connetable äsLuynes, Carolus Honoratus von Albert, das Hertzogliche prä-hlcat von Chevreuse führen durfte, /mbo/l geneal. 6a1I. SieheAlbert, Lhaulnes und Luynes.

rv.Ehsvriers, eine alte und adeliche familie in Maconnois inBurgund , soll von den Grafen von Macon entsprossen seyn.Johannes von Chevriers, Ritter, lebte im XII. steculo, und

Z», äe gestis. 8 . , biltH LÄrst.

prrrp. in e!o§. , rnet. cies '

Le. «Tsioss ^

Chevriers, (Rudolphus) ein Cardinal und pliAEvreux, war ein söhn Johannis von Chevriers, uno ^ l>e>Cseine meriten zu diesem Bißthum, welches er an. , Bssen. Urbanus IV. machte ihn an. 1261. zum Cardw^^lU-Clemens IV. an. 1265. zum Legaten bey der croirm>S c-r<ri>aKönigs von Neapolis und Sicrlien. Er kam auch ' V stachreich, und begleitete den König Ludovicum 8-mSmn» „70.andern reise in das heilige land, woselbst er den 7. E«an der pest starb.

Chevriers, siehe la Lroix. . , is-A

" Cheynel, (Franc.) war zu Oxford den 6.gebohren, und um das jähr 1640. ein Prediger um»byterianischen partey, welche ihn sehr hoch igelte- ..»ch v»aber, als Carolus II. wieder in das Reich kam, E'Anauf er im sept. an. 166;. gestorben. Er hat ausse^» x, >v'digten etwas wider den Chillingworth und dreSoelm"wol mit schlechtem Nachdruck, geschrieben; wie ms» - yersts'daß er von schwacher leibes - beschaffenheit und bwdes gewesen. z dein^»

* Chezal Senott, eine berühmte Abtey /dictiner- orden, in der vi-LLss des Bißthums Bouv> aan. 1098. gesiiftet. Ihr erster Abt war em Msm" Morden VsUis unibroüe, und dem kloster Carnerlla^xpennach die sogenannte OKscrvrmtiL regularis abgethw'l ^istc Vreformirte an. 1488. Petrus Dumas, welcherdes Papstes Jnnocentii VIII. zum Abt ernennet -vrdens - reguln; diese reformation zöge auch v» Mten ^SulpicezuBourges nach sich, und dem zufE vdie klöster und Aoteyen zu St. Allire von LiermAhnes> ».yeirVincent äu Mans, und St. Martin äs Sees beyformation ihrer ordens - reguln ein. Diese drey uy ^hcr ^stunden damals unter dem commando anderer' ^,f vu Mvon Amboise, Bischoff zu Clermont, gab stinrew ri»

tey von St. Allire zum behuf der reformation aun§ jg

es einem Mönche aus dem kloster , und lEU is

xemburg , Cardinal - Bischoff Mans, that Äugten LAaansehung der zwey andern. Die mer ersten ver voneine Congregation, welche man die Congrega AnBenoit nannte, sie nahm an. iihren ama^^^n,tey St. Martin fügte sich bald nach der hano ch parunurdie Abrey von St. Germain äos kres wurden

vie Aevie ms runzlig nur z. i«yrCapitul der gantzen Congregation sollten erwey zu ^waren noch andere Abteyen in Franckrach' «1 ^^vega^Elombe cle Sms, welche Mitglieder. dE ^^s l- ^7.^Chezal Benoit gewesen sind. Der Komata ar>-die Päpstliche bulle durch seme^gewalts^ örl^ St-F'KerH

ehe

zeugte unter andern kindern auch Rudolphum , Cardinal^^Chevriers, und Guidonem, der an. 12z r. General 0»des Grafen von Macon, und an. 1248. nebst seinem bruv"^^

rico Gouverneur von Languevoc wurde. Sein söhn ^gleitete König Ludwigen den heiligen in Äfrica , w»» hie-rum Grafen von Beraedine machte. Er hinkernetz ei^v st»'mäum, der bey den Konigen Philippo vulckro, Luoov-tino, Philippo Longo, und Carolo kulchro Muno - Tchblefl"war; dessen söhn Humbert von dem Könige wurde/

zum Ritter von Lauclrier oder wehrgehäng stemach» oicet'weil er an. 1,40. Tournay wider die Engellander 0^ gn-Sein söhn Henricus wurde Ritter vom stern, und tymiz; 6 . in der Macht bey Poitiers hervor, darinnen erbleßirt und gefangen wurde. Er hinterließ Andream, vielessowol an. i;82. in der schlacht bey Rosebec, als aucy» Eandern gelegenheiten durch seine tapferkeit bekannt ou»zeugte unter andern Ludovicum, Capitain der Eoem-'der Grafschafft Macon, welcher sich an. ^4?^ tn ,er^Abey Rupelmonde wider die Flanderer befand, wie auw , ^0"gende jähr in der bey Grave, und bey Philippo , dies/Burgund, in guten gnaden stand. Sein söhn u»d

te in den Italiänischen kriegen den Königen Carolo ^vass?Ludovico XII. welcher letzte ihn zum Gouverneur vU maEmachte. Dieses Philippi söhn Philibert und ch,I,ern Wdienten unter den folgenden Konigen, wie auch des uy ^ S»'

Btiltawren uno iswaötive Capitul stlbsten ÄA v-Uwurden. Henricus II. aber stellte dw Wh?elte sich <gen wiederum in den alten stand alle drey

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als die Aebte stlbsten

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