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mals sollte erörtert werden. Hier selbst funden sie aber grosse wider«wärtigkeil, und konnten es diejenigen, welche ihnen gewogen wa-ren, nicht weiter bringen, als daß alle AWongrii zu Peking blei-ben sollten. Gleichwie solches den Jesuiten sehr zuwider war,also unterliessen sie nicht bey dem Kayser ferner ansuchung zuthun, und erhielten endlich, daß in der provintz Ganton ihnen ei-ne ungehinderte freyheit, und daß ein jeder sich zu seiner kirchewiederum verfügen mochte, verstattet wurde. Man hemmeteaber dennoch dieses zum öftern wieder, indem sich unter denGrossen viele funden, welche den Jesuiten und der Christlichenreligion feind waren. Unterdessen starb an. 1688. k- Verbiest,da denn der Kayser den k. Thomam Pereiram zum Präsidentenim mathematischen Tribunal an seine stelle verordnete, der aberden k. Claudium Philippum Grimaldum vorschlug , welchessich auch der Kayser gefallen ließ; weil aber Grimaldus nach Eu-ropa verreiset war, muste Pereira und der k. Anton Thomasdiese stelle unterdessen verwalten. Pereira nun unterließ nichts,was zu beförderung der Christlichen religion gehörte, muste aberdennoch bald erfahren, daß sich eine grausame Verfolgung wi-der die Christen erhub. Denn es schlug in der provintz Chetia,einer von den Mandarinen öffentlich an, das gesetze GOttes ,so die Christen vorgeben, sey falsch und unrecht, welches, weiles schnur-stracks wider das letztere decret lief, so an. 1688. ge-macht war, und darinnen aufs wenigste den fremden das freyeexercitium religionis verstattet war; so beklagte sich der k. Pro-sper Jntorcetta, der vornehmste AWormriu 8 in der provintzChekiam, darüber; da denn zwar die vorige sehnst abgenom-men , aber ein ander listiges mandat, darinnen die Christliche re-ligion verboten, angeschlagen wurde. Hierauf entstund einegrosse Verfolgung , und wurden die Christen hin und wieder ge-prügelt , ins gefängnis geworffen, und ihrer güther beraubet.Der ?. Prosper Jntorcetta berichtete solches an den Pereira, wel-cher bey dem Kayser sehr wohl gelitten war, und auch einigeVornehme bey Hofe auf seiner feite hatte. Dieser setzte eine schriftauf, welche der Kayser selbst las, und den Jesuiten die wählließ, ob sie lieber wollten, daß diese fache unter der Hand sollteunterdrücket, oder aber durch einen öffentlichen Proceß ausge-macht werden. Die Jesuiten erwehlten das letztere, damit sieeinmal vor allemal völlige sicherheit erlangen möchten, und er-langten noch ferner diese gnade, daß der Kayser sechsten ihnenzeigte, wie die supplic an das Tribuns! Kimum einzurichten.Hiernachst bemüheten sich die Jesuiten aufs äusserste, die Man-darinen in dem Iriburmli Lituurn auf ihre feite zu bringen, wel-che auch ihnen einige Hoffnung machten; allein als es zur facheselbst kam, sich gantz widrig erzeigten. Sie erhielten also nichtallein in dem Tribunal! Ilituum , sondern auch in dem Tribu-nal, Lolsorum, so das oberste Gerichte ist, ein schlechtes urtheil,welches dem Kayfer so sehr mißfiel, daß er das Tribunal Lolao-ium sperrete, und den Präsidenten absetzte. Worauf denn end-lich der Kayser an. 1692. einen beseht an die Trikunalia Lolao-rum und Kiruum ertheilet« , daß die am 17. mertz gefaltete sen-tentz öffentlich sollte verbrannt werden, und bald darauf ließ erdie Tribunalia bedeuten, daß sie sich ihm in dieser fache nichtweiter widersetzen sollten. Worauf den rc>. mertz in denbesagten Tribunalibu 8 das freye exercirium der Christlichen re-ligion beschlossen, und das decret den folgenden tag von demKayser unterschrieben, solches auch gleich darauf durch das gan-tze Reich publiciret wurde. Uuterdessen ist wegen bekehrung derChineser zwischen den Dominicanern und Jesuiten ein heftigerstreit entstanden. Denn weil die Chineser eine grosse ehrerbie-tung sowol gegen ihren I'biloiopbum Confucium, als auch ge-gen ihre verstorbene vorfahren haben, selbige auch jährlich zugewissen zeiten mit opfern und gewissen ceremonien bezeugen,haben solches die Jesuiten, damit sie desto mehr gewinnen möch-ten , vor zuläßlich gehalten, indem sie vorgeben, daß es nur ei-ne civil - ehrenbezeigung gegen abgedachte Personen sey. DieDominicaner im gegentheil hielten es vor eine abgötterey, undwollten solches unter andern gründen vornemlich daraus bewei-sen , daß die Chineser in dem irrthum und aberglauben sind, dieseelen dieser verstorbenen fänden sich richtig bey solchen opfernein, setzten sich in ein ausgehöltes helssenbeinens blätlein, soman zu dem ende dahin setzet, rochen und kosteten da denwevhrauch und die opfer, rc. Aus welchen Ursachen bereits«m. 164?. Johannes Baptista cle Morales ein decret erhielte, inwelchem diese gewohnheit den neu-bekehrten verboten wurde.Die Jesuiten im gegentheil trugen die fache dem Papst gantz an-ders vor, und bekamen an. r6;6. ein ander decret, dadurchdas vorige gantz umgestoßen wurde. Solches gieng den Do-minicanern sehr nahe, daher sie die fache aufs neue dem Papstevorstelleten, und wiederum an. 1669. ein decret auswirckten,darinnen man ihre meynung aufs neue bestätigte. Hierzu kamnoch an. 168». den 2;. febr. ein rescript aus der Congregation6e propÄMnäa Ticte, in welchem dem General der Jesuiten an-befohlen wurde, einige von seinem orden aus der IndianischenMißion zurück zu beruffen, die übrigen aber zu bedeuten, daß sieden Viearii8 Lpoüoiicis schlechter dings gehorsam leisten sollten,und durch einen eyd sie darzu anzuhalten, wofern sie nicht ausden Königreichen Tunquin , Cochin, Cambaia, Siam undChina wollten durch ein Päpstliches decret excludiret seyn. Die-ses gab zu allerhand streit-schriften gelegenheit, in welchen sichauch Antvnius Ärnaldus mit einließ, indem er seine so genannteHpoloFie pour Iss Lsrboligue8 wider das buch la kolirigus ciucisrgs äs kranes heraus gab, darinnen er die partey der Je-suiten defendirte. Da aber an. r68;. der andere theil von demoxsre genannt 1a Aorals pratiguee äes siekuirss heraus kam,
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welcher dem Arnaldo beygeleget, und darinnen ^
der Jesuiten in China durchgezogen wurde, kam ein ssss, sie»aus unter diesem titul: Detente lies nouveaux LkrecwAillionaire8 äe la Obine, äu ^apan, <L äe81nc>e8 , j- ,jx sieli vres intitules: la Aorale xrstiguee cles sistuites, A t ^ Ich ge-Ar. ärnaulä, welches sowol wider Arnaldum als den Assgk desrichtet war. Denn weil man glaubte, daß Jurien 2" , WS
bnches la kolitigus ctu Llerge cle kranee sey , hatte ei fl-auet) seine apologie wider denselben gerichtet, daher F"Mie-nen tractat ITlprir cle Ar. Lrnaulä heraus gab, und dlei . Ijr-fische streitjgkeik mit darinnen berührte. Hierauf nunnaldus an. 1689. den dritten wmum der AoraleJwaugäetuiiM heraus, darinnen er das verfahren der Jei""-! ^inosdurchzog ; denn daß Ärnaldus diese und die folgende« ^ ^verfertiget, ist ausgemacht, gleichwie noch ungewiß, ^Urheber von den beyden ersten wmi8 sey. Dein seyle, in dem vierten romo, der an. 1690. und in dem .. gir»
an. 1691. heraus kam, wurde gleichfalls die sache beeuv^xallermeisten aber in dem VI. und VII. wmo, davon «
1692. dieser an. 169;. an das licht gesteüet wurde,insonderheit auf diese Materien gerichtet sind. Die -sslwsen bey dieser sache auch nicht stille, sondern suchten «7?- neft"'-Hand fchriften zu defendiren. Unter andern kamÜS8 nouveaux Okretien8 , Lc. welches buch der Jejuu ^ All"soll geschrieben haben, und darinnen beydes Ärnaldus «r, perrieu angegriffen worden; welchem Jurieu, oder docv t^^ Sic-seine partey hielte, entgegen setzte: la Heligion clesder übrigen fchriften, so damals heraus kamen, zuUnterdessen ließ sich Carolns Maigrot, Viearius A»!»der provintz Fokien und designirter Bischoff zu Conow' ^ ci»von den Dominicanern bewegen, an. 169;. denedict zu pkomulgiren , darinnen er unterschiedene von« ^ perten erlaubete gebräuche der Chineser verbot,, so lang ^
Papst gründlich von dieser sache informiret würde, «.Ayentscheiden könnte. Dieses erweckte bey den Jesuiten »7druß, und es gelangte zwar dieser streit an den Palm, .Ä,teriiessen sowol die Dominicaner als die Jesuiten ni^^hafchriften ihre meynung zu vertheidigen. Jnsonderyeusich in dieser sache der Jesuit Ludovicus le Comte, w« ^1696. lVouveaux Aemoires sur I'stat präsent cle D ^ ^
ris heraus gab, und wiederum einen brief an den AMaine, kur 1 L 8 Deremnnie8 cle ls LAne; lvel<v sie ^Alexander entgegen setzte: Dettre ä'un Dosilsur cle 10 ^Dominilzue Üir 1 e 8 ceremonle8 sie Iz Ldine su . - ' cAsiltNcle 1-c Lompsz-nis cle ßeüi8. Ferner edirte an senen.^gerevs,.uCarolus Gobien an. 1698. Dikoire cle l'eält äe l bwr^Mj
1 s Lkine, en Isiveur cle I3 religion Ldretlenne, we>eyfügte : Lel-nreillement clonne ä Aonkeigneur le D -gz Ksur 1 s 8 Iionneur 8 gue 1 s 8 Ldinols renäent ä Oonru
mort8, Lc. Da nun hierdurch sowol zu RvlN aiS ln ^orbe^grosses lärmen verursachet wurde, nahm sich aucy ^ ,70^.^zu Paris dieser sache an, und censirte den 18. °A,rten E/Mnige propositioneb, die aus einigen bishero nn§emyc ,gezogen waren; dawider die Jesuiten nicht allem ww^l: ,,sesste protestirten, sondern auch emen tractat unter demsure äe 1u eenkure kcite eu 8orkonns , herausmachte zu vielen andern streit-schriften gelegenhett, siyd. .gar grosser menge an beyden feiten heraus gekomm1er welchen noch sonderlich zu mercken die Diltor,» ^
6um, und derselbencontinuation , die an.minicanern publiciret, und darinnen untME Mfchriften, so zu dieser sache gehören, enthalten M^r EAPäpstlichen Hofe ist diese sache mit nicht werug^M^ ^worden, und man hat so viel tches decret darinnen ergangen,
sache mit nicht wen.^ -viel vernommen, daß jr yo^,.^»».Igen, dessen inhalt aber; »bekannt. in äescript. Kegni Lkmw ^
pratiguee 6s8 siekuite8 l
»ittott»
Chinca, ein grosser und lustiger thasch derDAma in Peru, welcher im gantzen Königreiche von gBPizarro, welcher dieses land zuerst entdecket, den ArrschE 0nten ersuchte, daß er diesen thal zur grentze seiner - ^ggo vnmittag zu machen wollte, gleichwie der M»IlustynM-.
nica; Aorslenenkmm. *
mächtig gewesen, daß er sich denen Erbracht- - siiwelche doch endlich die Chincas unter sich ge bas hKnehmster abgott wurde Chinca Camac genenm ^ ^pser und beschützer der Chincas. Asi.
äe kerou ?. II. 1!v. VI. L. 17. 18. Iy- , , in de-u.^,»p
* Chinchanchl, eine West - Indische stAt mav iYucatan. Ihre einwohner gehen m de«r jn?" zwischen pojulio nach gewissen kleinen saltz-haftn! welm^^ l-egeN'„pe Nund einer ändert, saltz-hutten, bcsanchi gena^.^ oer^,Msaltz, so-sie alsdann aller orten daherum ^ ^ sei
einzusaminlen. Oampre»-, supxl. n- ?' Chinel l ^ yso
räuder. Er diente erstuch den Portuglck Formosanachgehends den Holländern in der l > ^ grossen ^raber darnach ein see-räuber, und nsichd E^fleiithe h,s ^
zusammengebracht, handelte er mit den mm ^reN,^M
genländischen insuln in allerley Jndlaim