Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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SsLum. Daher» es dem Sylla zu Rom vor eme grosse ,n-solentz ausgeleget ward, daß er sich die freyheit nahm, mitdergleichen kleide in der stadt emherzugehen; well nemlrchdie kriegs - kleidungen sowol als das tragen der Waffen mder stadt, da alles friedlich seyn sollte, aussert der «rostenüber selbige schwebende kriegs-gefahr gar nie waren «buch ge-wesen. Die Macedonier haben es zuerst aufgebracht, von de-nen es zu den benachbarten Thessaliern und Arcadiern, her-nach zu den andern Griechen und Römern gekommen. Eswar von wolle, doch so, daß der gemeinen soldaten ihres gro-ber, der Officiers aber etwas sauberer war. - Man findet aberauch, daß einige wollüstige Kayser zu Rom selbige von gül-denem stück getragen. Was die färbe anbetrift, so war esmeistens weiß, wie die natürliche färbe der wolle beschaffen,derer Generalen ihre aber war von purpur. Die gestalt kom-met in alten bildern sonderlich des Mercurii oft vor. Und istgewiß, daß es ein geviertes kleid gewesen, so man nach be-lieben um den leib umschlagen können. Es ward gemeiniglichüber der rechten achsel mit einer schnalle zusammen gemacht,daß der lincke arm damit gantz bedeckt gewesen, und man den-selben darein wickeln, und sich also statt eines schildes danutVerwahren können. Wiewol solches auch oft, wo man denlincken arm, sowol als den rechten zu gebrauchen hatte, alsz. e. von den kriegs-leuthen, welche ihre schilde führeten, ledig-lich um den leib gewickelt wurde. Man findet auch, daß diejäger , knechte, weibs-personen , und kinder dergleichen ckla-getragen. Und ein solcher, wiewol alter und verschall-ter purpur-mantel war es , den die soldaten unserm Heylandbey seinem leiden, ihn zu verhönen, angezogen. Man findetauch, daß dergleichen purpur - mantel von den RömischenPäpsten getragen worden. D« , xlollsr.üiss. cle rubra ä- L. cblamycle. ^en. 167». <L L«.

, äe re veü. *

* Chlmgensperg , (Christophorus von) ein berühmterRechrsgelehrter, war zu Frontenhausen in Bayern, woselbstsein vatter, wie ehedessen auch verschiedene andre seiner vorfah-ren, Bürgermeister gewesen, an. i6;i. den 7. >un. gebohren.Weil er ein einig kind seiner eltern war, und dabey von ju-aend auf ein treflich naturel verspüren ließ, wurde er mit gros-ser sorgfalt erzogen, und anfänglich in die schule zu Landshut,nachmals aber auf die Universität nach Jngolstadt geschicket,da er denn nach einigen jähren zum vodiors ernennet, undhiernächst an. 1677. zum krokessore ^uris orä. bestellet wurde.Zu diesem amt, worinnen er sich durch seine treue und ge-schicklichkeit auf eine sonderbare art hervorgethan, kamen nachder Hand noch unterschiedene andere bedienungen und ehren-stellen, wie er denn sehr viele jähre vireNor sowol des Chur-fürstlichen Lcmülü zu Jngolstadt, als auch des freyen Land-gerichts zu Hirschberg , wie nicht weniger krsekeökus in Stamb-hamb und Oetting , mit dem titul eines Churfürst!. Rathsgewesen ; von dem Kayser Leopoldo aber an. 169;. in denAdel-stand erhoben, auch sodann von seinem Landes-Herrn mitallen seinen nachkommen vor adelich erkannt und recipiret wor-den. Er starb den 28. aug. an. 1720. da er eben die würdeeines I<eClaris lVlsgniüLi auf der Academie zu Jngolstadt be-kleidete, und hinterließ den rühm eines frommen , bescheide-nen und dabey überaus geschickten Rechtsgelehrten. Er hatin seinem leben etliche ic>o. sehr wichtige rslationss und äe-«luÄlones ausgearbeitet, darunter die bekannte krimmse söw-lum Lompromilli krancolurtsnsir in caula 8. 0 . vucissse lku-relianenlis contra 8. O. LIeötoreni kalstinum , die zu Romheraus gekommen seyn solle, vor andern zu mercken; auchVerschiedene andre tractate ediret, und insonderheit eine grosseanzahl Lonlilis und ftelponla Zuriäica geschrieben hinterlassen,welche sein söhn, Hermann Anton Maria von Chlmgensperg,Churfürst!. Bayerischer Rath, und krok. Loäicis <L >ris xu-dlici zu Jngolstadt, ans licht zu stellen versprochen hat. 0>«.rio /»»-l-rrr« /'rüo tnSrea. Arbeiten der Gel. im Reich k. VI.

* Chloe , eine Christin aus der stadt Corinthus, welchePaulum den Apostel berichtete, daß unter den Christen Nen-nungen seyen, und verschiedene parteyen sich wider einanderaufwerffen, davon sich einige Paulisch, andere Cephisch, an-dere aber Apolnsch, andere Christisch nenneten rc. Der Apo-stel unterstünde sich, diese factionen zu unterdrücken, und stelle-te ihnen hingegen vor, daß weder Paulus noch Petrus nochApollo für sie seyen gecreutziaet worden, und JEsus Christusallein ihr Heyland sey, Christus sey nicht getheilt, könnenicht getheilet werden, und liebe die theilung und zwietrachtnicht, im gegentheil sey er kommen allen streit abzuthun rc.Paulus, Apollo und Cephas predigen das Evangelium, undlaufen nicht, um steten zu erwerben, sondern um Christo gliederund jünger zuzuführen, und demstlbem eine kirche, die in ei-nigkeit des geistes verbunden wäre, aufzurichten, r.

I. II. 12.

ein fest, so zu Athen der Cereri mit dem zu-nahmen Chloe zu ehren im frühjahr den 6 . tag des monatsThargelionis gehalten ward, da man ihr einen Widder aufo-pferte. it/er/Aru, drsecia keriats.

* Chlopigorod, eine Mostowitische stadt im FürstenthumRosdow am Wolga-fluß, zwischen Novogrod Weltki und Rost-how. Sie »st volckreich, treibt gute Handlung , ist wegen ihrermessen berühmt, aufweichen alles durch tausch verhandelt wird.

Lhloris , eine Nymphe, welche nach den Heydnisthen fa-beln m»t dem Zephyro sich soll verheurathet, und von dem-

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stlben die oberste gemalt über die blumen öekonnne« ^wek°Der nähme Chloris soll hernach in Flora seyn vem>a "den. Or-rA. Last. Lo-NA,, xantlieon m^tbicum. ^ ^ ^e>n

Chlumnitz oder Clumetz, ist eine Herrschet ^vesten schloß in dem Königgrätzer-kreis, in Boy»Gräflichen geschlecht derer Kinsky gehörig.

Chmielecius, (Martinus) ein voNor in derund krokeüor zu Basel, war zu Lublin in Polen ^adelichen geschlecht an. gebohren, von Johann «§ yemlecio ä Chmielnik, und Catharina Sezuca, veyden "Ritterstand. Nachdem er den gründ der latmrtat nvatterland gelegt, kam er an. 1577. nach Ban» v ^ MPolnischen Freyherr« I. Osmosky, welcher ihn AHaus aufgenommen. Hier continuirte er feine stuvi»''te die grsäus in kluloloxkia, und promovirte an. ^

Äoiem lVleäicinX. Zwey jähr hernach ward er zu , ^ B

lion der Logic, deren er in die 21. jähr abgewann §ciruan. 1610. zu der Physic, von der Academie dastw'§ erl"bey welcher er bis an sein ende verblieben, docy^ ^

ins

aufgenommen worden,triebe eine starcke.on Basel Leck

das LoUegium Neäicum »st

lebte in einer dreyfachen ehe, . . „

cam, so daß er auch zweyer Bischöffe von Basel Lew' mecab"worden , und bediente alle Uonores acaclemicos, oe' 2 jlvevin kliilolopkis und Neäicina öfters, den Rectorat MtE,mal; so ward er auch als l^Mtus im nahmen oc^j. ^sität zweymal zu dem Bischoff von Basel abgesan.^^r erstarb an einem steckfluß an. i6;2. und hinterließ vonsten ehefrau Christina, Theodori Zwingen, kolv^nw1er einen söhn gleiches nahmens, welcher auch öleaicil ^und koliater der stadt Müllhausen worden , wosew'^ ekvon einer ehren-strrfe zu der andern erhoben waro,^.heri.die Bürgermeister-stelle erlanget, und an. 1662. gr>

Chmielnick, ein von holtz erbauete und nur n>>den umgebene stadt in der Polnischen landschau^hy-Sie liegt an dem flusse Bog an den grentzen vonDer berühmte Feldherr der Cosacken, Bogdan Wabe".soll von dannen seinen Ursprung und nahmen geyaor v

Chmielntesky, Rmielniesky, Lhmielinsky oder ^nicky, mit dem vornahmen Bogdan, oder , u^ral ^einigen findet, Theodorus, ein sehr berühmterCosacken in der mitte des XVII. I^culi. Er war' , Eleibe, von einem überaus guten natürlichen verua'^Esehr verschlagen, kühn und tapfer, auch mcht AWel>ren in den üuäüs, und zuförderst von einem <eyr 0 h-s -7^Nun war seine nation sehr übel zufrieden, daß m>

I 6 z 7 . der König von Polen, Uladislaus IX-und i^legichAdel die von dem Könige Stephano ertheilte Mv-nchrentziehen wollen, auch, um sie in dem zäum zu haiw jhkM ^grentzen eine vestung nahmens Hudak auffuhren,neral Pauluck nebst andern , so solchen bau M ,jgetrachtet, wider die gegebene Parole enthaupt« ^gleichen einige ihrer Griechischen kirchen genommc»aus ihren Mitteln sehr übel tractiret. Bey soM„ ,heil warfen die Cosacken ihre äugen am omniesky, und erwehlten ihn um so viel lieber ?u voi>^führer, weil er selbst unterschiedene privatPolen empfangen hatte. Denn, wie einige melde," Iar, ^diese letzter» und namentlich ein Polnischer Edeim» ihren,

sein weib geschändet, und hernach sowol sie , a>

ermordet; anders sagen , daß der Cron-GrAjesky-lw ^wegen eines gewissen grentz-streits, des CHM^MN'ger-tochter mit schlagen habe sehr übel zurichte" ^.(7ah»andere noch setzen, daß derwegen einiger freyen rede»ketten und banden gehalten ,seiner Hüter entkommen. Anfänglich bemüM"N"^seiner geringen mannschafft, welche meKrenM' ^ Wv^,bestünde, unterschiedlicher insuln und orter am^ ^,cd, ^per, in der gegend, welche Zoporovien gene^ siM ^

bey er hier und da durch Vorzeigung KoMflu^mhkneu^ii,unwissende volck ihn als einen Gouverneur a,z^ ^ez>^,bewogen haben. Der Cron-Groß-Feldherr . alle»'^st-ehe anzahl von den geübtesten Cosacken ww^. '^^jge, zust vereinigten sich mit ihm, und nothrgten d» mru»falls ihrem exempel nicht folgen wollten/ w^^ß^eldv^.

kehren.

Nicht lange hernach ward des Crow

Nichts desto weniger weil er vor den Wus^ Mviel ehrfurcht und Hochachtung hatte, W aber bEpMan einem vergleich rmt ihm arbelten. Als^ , ^u ^1648. mit rode abgieng, wollte er weiter »vw^^y

Handlung wissen, sondern fuhr fort, dw ^ ^

Polen anzufrischen, brachte auch F.^wider vre ^schebEund Reussen die bauren einen aufstand w ^hlage Merregten. Nachdem ihm hierauf erlittenund er solche nicht annnehmen wollen^ errächeMÄAtrouppen zweymal einigen Verlust ' allem erm^ ft Ldie eroberung der stadt Constantinow, «n^ ^ nuE^n"^Verwüstung, welche er an allen orten, D>e ^überaus zahlreichen armee hinkam, a»»r^ ward

vernreynte ihn aufzuhalten ; allem F z-S

len. Nach diesem gieng Chmrelntevrv

armeegeschlagen