Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
683
JPEG-Download
 

cho

«giment wieder in Italien geschickt wurde, und erm/.„erze,t selbst commandirte, so that er sich in der belage-rt» an in den gestechten bey Veillane,Carignano am Po,Hierauf L?.o> bey dem andern succurs der stadt Casal hervor.Uchx,, »deckte ihn der Hof als Abgesandten an die Italiä->>ch wischen, frieden zu machen; und hernach befand erV beL/n Piemont. Er wohnte auch als Feld-MarschallAi, a>, " 5 ^ von Valenz« am Po, dem gestechte bey dem?l>en lviMi / der Wacht bey Montauban an. 16;?. undMich a""Mn actionen in den folgenden jähren bey, ston-Miger "40. der schlacht bey Turin, und der eroberungr ä-, davon er Gouverneur wurde. Das jähr daraufM er <,,s HMno von der belagerung, und endlich, nach-r bis aufs ^erieral-Lieutenant von Italien verschiedene plä-gÄ -ahr 164;. weggenommen, so wurde er in Cata-Ne, cin^At, da er den 18. may die stadt Roses empor-Mlls-a^ den folgenden 20. jun. von dem Könige den Mar-A^schal, dekam. Nach diesem gieng er wiederum mit dem«- Mna von Meilleraye in Italien, woselbst er an. 1646.» von ffvno Portolongone eroberte, an. 1643. den Mar-?' °ct. >tAracena bey Cremona den;o. jun. schlug , und denwa^ Hobt entsetzte. Nach feiner zurückkunft in Franck-NvgMte ihn der König an. 1649. zum Hofmeister desA vroaÄ Drleans. Im folgenden jähre widersetzte er sichA bis^^n des Ertz-Hertzogs Leopoldi von Oesterreich, wel-hsM g, den fluß Aisne gerücket war, succurrirte Guise,wieder ein, und gewann den 1;. dec. die schlachtdkA erobÄ^ f°»li die Wacht bey Rethel genannt. An.H>vjc-,.Me er St. Menehould, und leistete darauf noch an-Mler s/jdienste. An. 1662. machte ihn der König zumAsklii, « ^oen, und an. 166?. zum Hertzoge und Pair von>Aee zu. "oohdem er ihn das jähr vorher nach Italien, dieAchten o'Nrnandiren, und einige importante geschäffte aus-Nliph.,/ geschickt hatte. Er war auch schon zu Vtenne in^den angekommen, als ihn der König, der durch denß>!' An ^ fatisfaction bekommen, wieder zurück be-sKllgud begleitete er die Hertzogin von Orleans nachMes ihn der König sehr werth hielt, und als nochkAnz a» btefe Printzeßin starb, trug ihm der Hcrtzoq vonÄn kine Heurath mit Charlotte Elisabeth, desChur-lAe Uucn Pfaltz Carl Ludwigs tochter, zu schließen,bei Mb k-x L dec. an. 1671. vollzogen wurde. End,V?;. dAv Hertzog von Choiseul in seinem pallast zu Paris«Lhoileui ' 675 .

»vü U' (Carolus) Marfchall von Franckreich, Mar,l-ri. , Graf von Chavignon, rc. war ein fohn

berüu . machte sich in den innerlichen kriegen des XVI.und kw« V befand sich bey der belagerung Fere an.dv>, Aheste,, bkv von Paris an. 1589. wie auch bey andern

c h 0

68z

u»'d Tu

Henricus IV. gab ihm das Gouvernement

vyxä .. ..

Uef Machte j^nennete ihn zum Lieutenant in Champagne,Lndä^de, bst Mm Hauptmann der ersten compagnie fei,Und^Än^ uuch an. r;9?. zum Ritter feiner orden;bknAvliviM. er an. 1619. zum Marfchall von Franckreichgcc?' von Xaintonge und knis ckAunis. Unter-

h Aen vö^«?be er die Königlichen armeen bey den bela-li^Uch uviu Jean ä'Angeli, Montauban, rc. Er dien-U«kh d/»^vner in dem kriege wider die Protestirenden,

"»d rsz, ^ ! gerayrllch an dem ya,^tdx urtray^^ohnte er den belagerungen r^'x'N der N,- An.i69°. hielte er sich,

n vcm kriege . ...

H»lp-boise„? ^ sobr. an. 1626. im 6z. jähre seines alters.

' »nd ^^^usto Johannes Baptist« von) Graf von^v^nt.a^gen seiner gemahlin Marquis von Praslin,u»ii rc. . rn Champagne und Brie, Gouverneur zuIr^vsiel , söhn Friderici von Choiseul IV. GrafenAAis g. und Francifcä Menardeau, die ihn an. 1659.M ^iuen en. Er that unter dem Hertzoge vonLuxem-ÄeA war keldzug in Teutschland, da er kaum 1;.^ss-plennxs' fln^i677. legte er in den belagerungen vonMd, Ungew,j 5 » St. Omer, ingleichen in der schlacht bey'l»d 5 er ^ proben von seiner tapferkeit ab. An. 1678.?Ub «prrn gefährlich an dem Haupte verwundet,

von Dixmuyden. ,, als Obrister zu, ... ^ .. x - - wie auch an. 1692. indem

^ie. Wvh, ^ und an. 169;. indem bey Steenkerken vor. U avM fvckt-x' ^S4. wurde er Brigadier von der cava-"b hIw Z„„ben 29. jul. in der schlacht bey Neerwmden^ Ä"icht^b. An. 1702. ward er Nareclial cle camp,aus N'st dazu , daß die Kayserlichen unvernchte-Ä'? svfvrx Emona abziehen musten, weswegen ihn auch^Walixst er Xj^^.^rneral-Lieutenant erklärte. Nach die,ber>dp/^^"'es Gouverneurs zu Mantua , undu>^^stm H^?»^§vanzösischen und Spanischen volcker,d d?, «n. rK^Mum lagen. An. 1704. half er Ver-eil.Achtbesaaf'Verua einnehmen, hatte aber den -6.ö^ü ^Sel N >ahrs das Unglück, daß er, nachdembixIy^de, hazerfchmettert, durch und durch ge-Seist gA"enn nach unsäglichen schmertzen den 2z.A ^Zgeben muste. Er hat em einzige tochter

v°n) insgemein der Grafvon Choi-^Äich- 1 "e-Bxton^?w Francieres, Herr von Jrouer^ vrden ^ Narichall von Franckreich, Ritter der' Gouverneur und Bailly von Langres,

St. Omer und hernach von Valenciennes, war ein söhn Lu-dovici von Choiseul, Marquis von Francieres, und Catharinävon Nicey. Er that an. 1649. als ein freywilliger dienste,bis ihm sein vatter die compagnie, so er unter dem regimentedes Printzen von Conds hatte, abtrat; da er denn an. iü;;. mdem treffen bey Vitry-tur-Seine, ingleichen bey den belage-rungen von Mouzon und St. Menehould seinen muth zeig-te. An. 1654. half erArras entsetzen, an. 16;;. aber Lan-dreci, Conds, St. Guislain, und an. 1656. Valenciennesbelagern. An. 1657. hielt er mit 12. escadronen die feinde,so viel stärcker waren, auf, daß sie die bagage der armee, wel-che unter dem Marschall von Turenne Cambray berennet hat-te , zufrieden lassen musten. An. iü;8. warf er sich in Rethel,welches die feinde zu belagern droheten, und befand sich mitbey dem angriff von St. Venant und Mardick, muste auchin wahrender zeit, daß der Marfchall von Turenne Duynkir-chen belagerte, mit 2000. mann Landreci, Quesnoy undandere benachbarte örter bedecken. An. i66z. gieng er mitdem Könige nach Marfal, und an. 1664. führte er sein re-giment nach Ungarn, da er sich in dem treffen bey Raabvor andern wohl hielt. An. 1667. bekam er die charge einesBrigadiers,und wohnte den belagerungen von Tournay, Douayund Ryssel bey, worauf er commandirt wurde, den Spani-schen General, Grafen von Marsin, aufzusuchen, da er denn dasregiment von Holstein übern Haussen warf. An. 1669. wurdeer zum Alarecksl äe csmp ernennet, und den Venetianernnach Candia zu hülffe geschickt, woselbst er grosse ehre einlegte.An. 1672. half er Wesel belagern, ingleichen Arnheim,Schenckenschantz, Nimwegen, Crevecöur und Bommel ein-nehmen. An. 167;. beschützte er mit einem einzigen batail-lon und einer compagnie reuter den bey Wesel gelegenen ortBrague dergestalt, daß der Printz von Oranien ihm nichtsanhaben konnte. An. 1674. legte er in dem treffen bey Se-neff ungemeine proben von seiner tapferkeit ab, und an. 1675.führte er das commando an der Maas. An. 1676. dienteer unter dem Marschall von Rochefort in Lothringen, nahmZweybrucken wie auch einige schlosser ein , wurde zum Gene-ral-Lieutenant erkläret, und commandirte unter dem Hertzogevon Lurembourg die arriere-garde. An. 1677. ließ er in derschlacht bey Köchberg und bey der belagerung von Freyburgseinen helden-muth sehen. An. 1673. schlug er ein feindlichescoepo bey Basel, und ein anders bey Rheinfelden, an. 1679.aber erhielt er bey Minden über die feindliche arriere-gardenicht geringen Vortheil. An. 1684. trat er mit erlaubnis sei-nes Königs als General in des Churfürsten von Cöln dienste,und brachte die stadt Lüttich zum gehorsam. An. 1688. denz i. dec. empfieng er den Ritter-orden des H. Geistes, und daan. 1689.. der krieg aufs neue angieng, bekam er das com-mando über ein absonderliches corpo, um auf den Churfür-sten von Bayern acht zu geben, da er denn unterschiedliche Plä-tze wegnahm, und bey endigung des feldzuges in der stadtBreiten 100. mann zu kriegs-gefangenen machte. An. 1690.diente er unter dem Marschall von Lorges , und an. 1692.unter dem Marschall von Bellefonds an den küsten der Nor-mandie, worauf ihn der König an. 169;. den 2z. mertz mitdem Marschalls-stabe, und den folgenden apr. mit dem or-den des H. Ludwigs beehrete. Hierauf that er, nebst dem Mar-schall von Lorges, in Teutschland dienste, gieng von dar nachder Normandie, um die küsten zu bewahren, und an. 1696.wieder nach Teutschland, woselbst er bis auf den Ryßwicki-schen frieden die armee commandirte. Er starb endlich an.1711. den n. mertz zu Paris, als der älteste Marschall vonFranckreich, in dem 78. jähre seines alters ohne kinder.

Uilk. Len. tom. IV. 846. tom. VII. p. 622. wm. IX. p. 2;;.

* Choiseul, (Gilbertus von) Bischofs von Tournay, war-er jüngste söhn Friderici von Choiseul II. Grafen clu Pleßis,und des Marfchalls Cäfaris, Hertzogs von Choiseul, bruder.Er wurde an. 1640. bey der Facultät zu Paris voekor Ikeo-logiL, und an. 1644. den 2;. may zum Bischofs von Comin«ges ernennet, aber erst an. 1646. den 8. apr. in der kircheder Minimen zu Paris, dazu eingeweyhet. Sofort ließ er dieAbtey zu Boullancourt, Chantemerle und Baffefontaine fah-ren , und behielt nur die einzige zu St. Martin in Troyes.In seiner vi«ces richtete er, bey dem rohen und unwissen-den volcke, durch feinen unterricht und beyfpiel viel gutes aus,reformirte seine Geistlichkeit, legte 8emin->ria an, nahm zuezeit einer grossen hungers-noth, zum unterhalt des armen volcks,geld auf; da sich nach der Hand auch die pest einfand, stunder den krancken so treulich bey, daß er selbst angesteckt wur-de, und fast sein leben einbüffele. An. i6;o. wohnte er derVersammlung der Geistlichkeit zu Paris bey , und an. 1664.ingleichen an. 1667. gebrauchte man ihn zu den Unterhand-lungen in den Janfenistischen streitigkeiten. An. 1671. den?,jan. wurde er zum Bischofs von Tournay erwehlet, woselbster eben so viel rühmlichen eifer, als an dem ersten orte, bezeigte,und endlich an. 1689. den z 1. dec. in dem 76. jähre seines alterszu Paris das zeitliche gesegnete. Man hat von ihm Nemoires,die religion betreffend, welche zu einigen streitigkeiten der Pro-testanten anlas gegeben, ingleichen I-snre kaüorals, worinnener sich wegen des beyfalls, den er emer kleinen schrist, les LvisIslucsires äs ls Vierse a tes Hsvots incliscrets gegeben, recht-fertiget. Er hat auch stmes bruders, des Marschalls, Mmoi.rss in ordnung gebracht. , Uiü. genssl. tom. IV.

v. 8;s« Li», bibl. äsr sutsurs «nl, Lk bibl. kill.

* Lhoisy,