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Zweyter Theil. Bi - C.
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*Chc>isy, lat. c-suälscum, ein ansehnlicher flecken inder Picardie, an der Aine, eine stund über Compiegne ge-legen , ist in den geschichten merckwürdig, dieweil ehedesssen die Könige von Franckreich allda ein tust-Haus gehabtHaben, wo die Königin Bertha, Pipini gemahlin und mut-ier Caroli des grossen gestorben ist. Es sind annoch ver-schiedene andere Fränckische Könige in dasiger kirche beygese-tzet, als zum exempel Clodoväus III. Childebertus II. Da-gobertus II. Notarius IV. rc. noriria

* Choisy, (Franciscus Timoleon von) ein Französischer Abt,war an. 1644. gebohren. Sein vatter war General-Lieute-nant, Intendant in verschiedenen provintzien, und Staats-Rath gewesen, auch in verschiedenen Gcsandtschafften, son-derlich in Teutschland bey der verwittiblen Landgräfin vonHessen gebraucht, von dem Cardinal Mazarin aber, der ihmnicht recht getraut, nicht weiter befördert worden. Die Mut-ter aus dem Hause Hurault-Hospital war bey der Königin Annavon Franckreich eine Zeitlang überaus wohl gelitten, lebte auchmit der Mademoiselle von Montpensier, mit der nachmaligenKöniain in Polen Maria Gonzaga, und mit dem vornehm-sten frauenzimmer am Hofe, in einem fast vertrauten Um-gänge , und hatte selbst mit dem Könige Lndovico XIV. öftereUnterredungen, ward aber durch ihre klatschereyen, durch wel-che sie gar oft grosse Verwirrungen anrichtete, endlich sehrverhaßt. Ihr söhn, von dem der artickul handelt, muste bisin sein 18. jähr in frauenzimmer-kleidung gehen, ward auchsonst auf eine gar weibische weise von ihr erzogen, welchesihm hernach beständig angehangen, und ihn seinem eigenengeständnis nach untüchtig gemacht, sich sonderlich hervor zuthun. In seiner jugend war er den lüften, und insonder-heit dem spiele sehr ergeben, ward aber durch den tod sei-nes vertrauten freundes, des Hertzogs Caroli von Longueville,der an. 1672. bey Übersetzung über den Rhein ums leben kam,dermassen gerühret, dass er seinen bisherigen lebens-wandel zuandern anfieng. An. 168;. ward er nebst dem Grafen vonChaumont nach Siam geschickt, um auf den fall, wenn derKayser die Christliche religion annehmen würde, die stelle einesordentlichen, oder wenn der Graf von Chaumont unterwegensstürbe, das amt eines außerordentlichen Ambassadors zu ver-treten. Er hatte bereits an. 166;. die Abtey von St. Seine,die er jedoch an. 1676. wieder niedergelegt, erhalten, nach sei-ner zurückkauft aus Siam aber, in welchem Reiche er sich vondem Bischoffe von Metellopolis die geistlichen orden geben las-sen , empfieng er das Priorat von St. Loc zu Rouen, und St.Benoit äu Sault, ward an. 1687. ein Mitglied der Französi-schen Academie, und an. 1697. einmüthig, und ohne sein an-suchen zum 6rsnci-Ooyen von Bayeux erwehlt. Er starb an.1724. den 2. oct. Sein vertrauter Umgang mit den Gröstenam Hofe gab ihm gelegenheit, viele besondere umstände derdamaligen zeiten zu entdecken, von denen er auch Älemoiresaufgesetzt, die an. 172;. in;. theilen heraus gekommen, undin denen vieles, was seinen eigenen lebens-lauf anlanget, ent-halten ist. Sonst hat man von ihm vislogues lur Llmmor-tslite äs I'Line; eine lebens-beschreibung des König Davidsund Salomonis, ingleichen Ludovici 8-mcti,Philippi Völsi-i, Ca-roli V. und vi. Könige von Franckreich ; eine kirchen-historie,so aus vielen theilen bestehet ; eine Französische Übersetzung desThomä ä KeMpis rc. O« Lr« , bibl. äes sutsurs äu XVII.Hecle. memolres tom. II. p. 8t- Oeuvres äe

tom. I. Memolres äe tom. I. II. IV. V.

Chokier, (Johannes ä) aus dem alten adelichen geschlech-te derer von Surlet, ward im jähr 1571. den i4-jan. zuLüt-tich gebohren, und legte sich nachqehends zu Löven auf dieRechte, und zugleich unter der anführungLipsii, auf die ge-schichte und alterthümmer. Zu Orleans ward er vockor, undgieng darauf nach Rom, wo er Paulo V. bekannt wurde. Alser von da nach Lüttich zurück gekehret war, ward er Lsnomcus,anfangs zu St. Paul, nachgehends in der Cathedral-k irche zuSt. Lambert, und weltlicher Abt zu Viset, wie er denn auchvon dasigem Bischoffe zum Rath UNd Vicsrlo Osnsrsü in fpi-rlmslibus bestellet wurde. Seine politischen und juristischenschriften sind bekannt genug; worunter folgende die vornehm-sten : ssbelsurus Äpborilmorum politicorum; Lr. äe Legst« ;äe kermutstlonibns Leneffeiorum; Lommentsris inOlolle-nists Älpkonli 8oto; VInälcise Llbertstis LccleüsüicL. Seinbruder Erasmus von Chokier, der an. 1569. zu Lüttich geboh-ren , und daselbst an. 162;. wieder verstorben, ist nicht min-der ein geschickter Rechtsgelehrter gewesen) von dem wir ei-nen tractat äe .InrisälÄlone Orälnsrii In Lxemtos, <L Lomm.ab orälnsris Lxemptione it. äe Äävocstiis Leuäslibus haben.

, In dibl. LelZ. ütben.

Cholet, (Johannes) ein söhn des Ritters Oudart, Herrnvon Nointel in Beauvaisis. Er brachte sich durch seine me-riten dergestalt empor, daß, nachdem erLsnonicus zu Beau-vais gewesen, er von Martine IV. den 2z. mertz an. ,281.zum Cardinal gemacht, und in wichtigen geschäfften gebrauchtwurde. Er starb den 2. aug. an. 1292. und hat zu Paris dasLoiieZmm gestiftet, welches von ihm den nahmen führet.

äs Zeü. kbil. Lor/el, memvir. äs Lesuv. s>r/o».6s1l. purp. , bitt. äsn Lsrä. Lc.

tChott, (Peter) ein Schweitzerischer Gelehrter, war von

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Zug gebürtig. Er studirte zu Paris, und ubete sichder Lateinischen und Griechischen spräche, lernte auwdre sprachen. Als er wieder in sein vatterland Mu . hzsward er in die schul zu Zürich beruffen, in welcher er .an seinen tod gcdienet. Bey übriger zeit übersetzte erTestament mit grossem fleiß in das Lateinische, weicytzung auch in Zürich gedruckt, und an. 154;. 6» X ^ die»tag, da der Verfasser gestorben, vollendet worden.sem ist auch ein Lateinisches vlkklonsrlum, . wie aucy ezvsische grammatic von ihm in den druck gegeoenbibllotb. Icones.

buch. bibllotb. Lig. p. 90.

Cholmkill, stehe Icolmkill.s Cholmondley oder Cholmley, ist eine altemit einem ansehnlichen pallast und darzu gehorrsthier-garten, wie auch andern gärten, in der Enge»^provintz Cheshire in Broxton-Hunred. Es schreibteine vornehme, und nicht weniger wegen ihresals wegen grosser würden und aüiantzen beruy.nm yemderen allbereit zu Wilhelmi I- ressett

in Engelland, veren auverelt zu WUyelMl r- ^""'..-schiel .nahmen Calmundelei oder Celemundele, Meldung, v vosSie hat einerley Ursprung mit denen Egertons, lUA EBridgewater, Indem diese letztere von Philippo ^

Davids, Freyherr» von Malpas, jene aber vonnem söhn Wilhelmi, Freyherr» von Malpas,herfuhren. Des jetztbesagten Roberti söhn war dergo von Cholmondley, welcher in der obgemeldtcn-Vseinen sitz genommen, und eine blühende nachkow"! Apettnach sich gelassen, von deren unterschiedenen zwE yje Mlich die Cholmondleys von Whitby in Iorkshire,

Vale Royal in Cheshire zu mercken sind. Hug^ss, n>el^.ley, ein urenckel Roberti, Herrn von Cholmondley ( ^heU'letztere Elisabeth, eine tochter Gilberti, Lords Taio -rathet hatte, befand sich an. bey derSchottland, und ward damals zu Lith zum RitterNachgehends gelangte er zu der würde eines VElV geyEvon dem Rath der Königin Elisabeth; gleichwie Mbruder, Randal, unter Eduardo VI. Königlicher8srjeant st Lav, unter der Königin Maria aoe>.von Londen gewesen war. Hugo starb an. r; ??-seiner ersten ehe mit Anna, einer tochter Georg»

Malpas, eine tochter, Franciscam, welche TWw

broham von ...

ward Ritterchen theilwelche er zu

chen. Von Maria, einer tochter und erbm Chrm^fords von Holford, hinterließ er 1.) Robertum, ssintelbaren Nachfolger; 2.)Hugonem, ietztgedachtenders Nachfolger; z.i Thomam, welcher die heutM^Cholmondleys von Vale Royal gestiftet; 4.) .„ci-

rathet an den Ritter Georgium Calverley; ^) ArE^

heurathet an den Baronet, Richard Grosvenor , ^

scam, verheurathetanPetrum, Baron vonKino^Sarv'Lbertus, der älteste, ward den 29. jun. an. :6il.gemacht. Hernach, weil er vor des Komgs Car>» MN y ^bey den innerlichen Unruhen sehr viel gethan unv ^

te, so erhub ihn derselbe den i.stpt. an. 1645. e ^» s y,ihn schon vorher zum Vice-Grasen Cholmondley I ^Jrrland erklärt hatte) zum Baron des KonMEmit dem titul eines Lords Cholmondley von an^chg-insgemein Namptwich genannt, und den z. » Mtezum Grasen von Leimpster in Jrrland. Er heura^rinam, eine tochter Johannis, Lords StanE Äton, starb aber an. 1659. ohne Hinterlassung

'^Franciscam, we.u^

n Woodey heurathete, und Hugonem. AB-

LL" VLü'.'L-LL.'L Ä

Naro avcr an. 1059. vyne

ben. Hieraus wurden die vorbesaaten wurden xA EAmllövermehrt in der Nachkommenschaft sr^Mes v»^, M

W.W-M-n«. M- 2 °S-A»L«

Earswell, folgende «ner tochterGeorgii Cradocks^

an. 1689. zum Lord H«sonem, welcher den . ^

27. dec. an.,706 ..fL^oudley von NamMtch,

Grafen von CSolmnm^ Vice-Graftn Malpas, mre auAAeW der bedienunaEbp gemacht wurde. DarnM-tA,,Hof-statt, eines mrmn-Es^dhatzmetsters von der Mn^^,ttuesLord-Lieutenama ^ ^ dem Königlichen A-

E.' 5 !!.^von Nord-Waüis und von Cb A Mö--- schloss zu Ehester, uss ^

1716. zum Baron vonNewbury rn der n, tode^Ar^nete, wurde an. 172;. nach seines ,

Cholmondley, wie auch Vicomte Malpa. u cavalerir^chchKöniglicher geheimer Rath, General d^Masst A «MLieutenant und Lulkos Kowlorum der ^ Hu^MettEGouverneur zu Gravesand und Kmgsta» stadt MAE

von dem köre Tilbury, Lord-Lieutenant der UM

von Nord-Waüis, ingleichen em Mtgm ^chege,

Societät, als er an. i7;z.den r8'