Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
688
JPEG-Download
 

688 chr

Wußte diest seine brüder mit einer falschen zeitung, daß ihr dat-ier in dem feldzug wider die Sachsen gestorben wäre, so zuhintergehen, daß sie wieder zurück in Burgundien zogen. Hier-auf folgte ihnen Chramne nach, nahm Chalon an der Sao-ne ein/ und kam nach Paris, allwo ihn fein Vetter Childebertnöthigte, auf das heilige Evangelium zu schwören, daß er sichmit feinem vatter niemals versöhnen wollte. Nachdem aberChildebert mit tode abgegangen, und er also dessen schütz ver-rohren, brach er seinen eyd, und wurde von seinem vatter par-doniret. Doch währte dieses nicht lang. Denn er fieng vonneuem unruhe an, und als man ihn gefangen nehmen wollte,nahm er seine Zuflucht in Britannien zu Conober, so dazumalFürst in diesem lande war, und bewog ihn, daß er sich seinerannahm. Notarius aber gieng wider ihn zu fclde, schlug dieBritannier nahe am meer, tödtete Conober, und bekamChramne gefangen, welchen er sodann mit seiner gemahlinChalde, Willichari des Hertzogs in Aquitanien tochter, die eran. 557. geheurathet, und ihren kindern in einem mit stroh ge-deckten Hause, worinnen sie alle beysainmen waren, verbrennenließ. IÄ70». lib. IV. c. 9.16. 17. 20. 6'e/i. lieg. kmnc.

cap. 28.

* Chraftovius, (Andr.) ein Königlicher Polnischer Hof-

Cavalier, gab an. 1613. ein gespräch zwischen einem Evangeli-schen von Adel und einem Evangelischen Priester, nebst beyge-fügten schreiben an die Evangelischen in Polnischer spräche her-aus. Man hat auch von ihm Lellum .scssuiticum, Basel 1594.und 1620. in 4. ingleichen krsxili cls Leremcmüs L LinonsMssT, ib. bibl. llrititrinit. x. 12g. , bibliotk.

Locllej.

* Chrestus, krLkeclM krTtoiü unter dem Kayser Alexan-

der. Julia Mammäa, die mutter dieses Printzen, gab ihm denberühmten Juristen Ulpianum zu. Dieses brachte die soldatenzu einem aufstand, welche mit diesem neuen Minister übel zufrie-den waren. Mammäa kam der Verschwörung vor, und liesseChresto und Flaviano, welche allem ansehen nach die urheberderselben waren, das leben nehmen; Tiphilinus und Zonarasbehaupten, Ulpianus habe beyde erst-gemeldten selbsten heimlichermorden lassen, um ihre stelle zu bekommen. Dem sey, wieihm wolle, so verlohr Chrestus und Flavianus das leben imjähr Christi 228. O,o». lib. bXXX. , lib. 1.

* Chrestus, ein Printz von Chersonesus, und dem KayserDiocletiano zinsbar. Chrestus erwarbe die gunst der Römer,da er Criftonem den Sarmatier und Fürsten über den öofpbo-rum 1'krscicum, und die da herum liegenden Staaten, unge-fehr im jähr Christi 294. angegriffen, seine landschafften aus-geplündert, die stadt im Lospkmo eingenommen, und neben vic-^len gefangenen, die er gemacht, auch die weider Crisconis ge-fangen bekommen hat. Diese Unglücke nöthigten Crisconem,bey ihm und den Römern um friede zu bitten, welchen ihmauch Diocletianus zusagte. Chresto aber für seine getreue dien-ste erledigte er sein land Chersonesus von allen tributen undzinsen, die sie den Römern ehedessen bezahlen musten.

* Chrestus, ein tapferer Officirer in des Kaysers Constantiiarmee, die er in Gallien hatte, war aber einer von denen, diediesen Printzen dem tyrannen Magnentio verrathen halfen; sieerhoben Magnentium im jähr Christi z?o. auf den thron, erwurde aber das nemliche jähr von den Kayserlichen schon wie-der auf das Haupt geschlagen, und mit seinen gönnern zu ge-bührender strafe gezogen. ÄcEtt.

, war in der alten kirche das geweyhete öl, da-von man zweyerley gattungen hatte: Das eine bestund aus bal-sam und ol, mit welchem die getauften Christen, ingleichen dieman confirmirte und ordinirte, bestrichen wurden; das anderewar nur schlecht öl, womit man die L-ueclmmerwb fälbele,cürismgle heißt das tuch, welches ihnen um den kopfgebunden,und erst 8. tage nach Ostern wieder abgenommen ward. r>«ritusl. bsxtssmi p. 82. lg.

* Chrispoltts, (Cäsar äe) gebürtig von Perugia, war Ls-

nonicus an der Dom-kirche in seiner gebnrts-stadt, und dasHaupt der ssLaäemiX Insenlstorum. Er starb an. 1600. undließ Istea clello 8col2re cbe verlst nelli üuäii, per prenäer ilgmcio äel votwrsw; l'Hiüoria llvgiists in drey büchern,welche sein enckel gleiches nahmens heraus gegeben; I.eÄio-NL8 sseastemicss; Kims äiverfe Lc. Gegen das ende desXVI. iLLuli war auch Sebastianus Chrispoltus, Lsnomcusbey der Dom-kirche zu Perugia, und ließ Organes, Lateini-sche und Italiänische getichte. bikl. ilmbr.

* Christ, (Levi) ein kunsticus des XVII. lLculi, sieheScheffer, (Adrian).

* Christ, (Joh. Alexander) war zu Wvhnsiedel im Bareu-thifchen an. 1648. den 8. sept. gebohren, studirte zu Jena,Leipzig und Wittenberg, und nahm zu Mors den gmclum ei-nes vodkoris in den Rechten an. Hierauf erlangte er in Leip-zig ansehnliche ehren-stellen, bis er endlich daselbst Bürgermei-ster, wie auch Königlich- Polnischer und Chur-Sächsifcher Rathic. rc. wurde. Er starb an. 1727. den aug. Man hatvon ihm OrLUones; Difp. äs ssrLN8Mlssroiiibu8; cle ssstmens-tione ; cie Xenovstions Invsstiturre, cet.

Chriftburg, eine stadl im Polnischen Preussen am flusseSarguno, m der landsthafft Hockenland, hat oben auf dem ber-ge em wüstes schloß.

ehr

Ehrist-Lhurch, ein grosser marckt-siccken in

bischen provintz Hampshire am flusse Avon, nicht wensee, hat sitz und stimme im Parlemente. .

* Chriftelius, (Barthol.) ein Jesuit zu Muglw Phi-reu an. 1624. gebohren, lehrte an verschiedenen orici>losophie drey, und die Controversien zwey jähr, waro ^ zuliche jähr ein Prediger, nach der zeit sseowr des iw ^Breßlau. Als er zu Prag die Philosophie lehrte, ham, ^Printzen Wisniowieczki Michaelem, der hernach an. Ma>>nig von Polen worden, drey jähr lang zu feinem .hat in Teutscher spräche folgende schriften von ihm - ArExkilsm, Olmütz 166z. in 12. Llimonism memtruslau 1666. in 12. Vism 8 pino-ssofeLM , Prag bstl-

Wann er gestorben, wird nicht mit gemeldet. osk

80c. M

Christen. Dieser nähme wurde zuerst denienrge >Christum gläubeten, und so vorher dessen IungeecAntiochia ungefehr ums jähr Christi 41. gegeben- zc- Iten sich sonst untereinander bruder, gläubige, he"'ü ' ,Heyden aber hiessen sie Galiläer, betrieger,pflegten sie zum öftern mit den Jüden zu verwecyiperteten ihnen allerhand lasier an, daß sie Atheisten w" --Ent-botene zusammenkünfte des nachts hielten, sieh. 0 devssliebsten unzucht ergäben, rc. nur weil gewisse Maber die wahre Christen mit großem eifer widerst»« ^ ^cyievornemlich die Onossiei , dergleichen verübten.ten auch eine Verfolgung nach der andern wider 1'^innen sie aber dennoch ihren endzweck nicht errem-^^,ten. XI. 26. - " "

<>s

treiü:. <Lc.

* Christian! , (David) gebürtig aus Gmffenberg sto-

mern, war ersilich Mulieniriwni, Hier»,

nachmals aber TiisoloZiss Professor zu Miwpiwgch Gülss,,,gieng er als üoctor und Professor ssbeologlD

versähe auch eine zeitlang das amt eines SllprrlwSt. Goaw, kehrte aber wieder zu seiner pw-sm de>u I,;sen, und starb daselbst an. 1688. den n- ^vssronow'^.jähre seines alters. Mau hat von ihm . vssp^, rc.

ssssronomism 8assisL-im; ssrJcwcuin cie Oonwnes ssüronomicaz; Dich. cle Ülessis; Strekl-I / .

. äiar. ^^«ijnicgbÄbcr

* Christiani , (Paulus) ein Spanischer Do ^

im Hebräischen und Rabbinischen treflich end^

von grossem eifer, die Juden zu bekehren. b "/e>!

er zum öftern in ihre Synagogen, und cob>ss

lehrtesten Rabbinen. Einst befände sich KE ^ ^ öc»'

Aragonien selbst mit gegenwärtig, als TMen vorn-an. 126;. mit dem R. Moyfes, welchen die ssm Meculum hielten, eine disputation angestellet. A^er1. Der Meßias ist kommen. 2. Derselbe tft wa^^,, un-wahrer mensch, z. Er hat vor die wenschen g^^,liew.ihnen zu gut gestorben, und 4. daß mitchm,( ^ delssl^Msetze anfgehöret. Solche artickul wußte Christm "gründlich vorzustellen und zu behaupten, daß. ...^jgeiwdawider einzuwenden vermochte, sondern nwigienge. , bibl. Dom. wm. I.

Chriftiania, siehe Anslo. -nord-M^I

Christtanische meer, wird ein.thal der beyd^AcBscheu America und den wrr,s ^Äiois rst, unv ^ ih^von Hudson und Burton beschließ entd^

nahmen es die Dänen, welche dieses weer M"n^ AleKönige Christians IV. zu ehren beleget l ab n. ^p<7hc>f -'Chriftianopel, eineftadtinSchweda 'N^^ gu^ ^.

ckingen, derinsulOeland gegenuber, mn ^„che«

an der Ost-see. Sie hieß vor Mten Avefcher,^ geM^jauopevon den Schweden überrumpelt und m vra> ^ AolvChristianIV.in Danemarckhat rhrden'E dgegeben. An. i6;8. wurde sie den Schwann>schildifchen frieden überlassen, wie auch >.^'Dänew x.sss ^

Coppenhagen. Nachgehends haben sie die

aber die Schweden wieder eingenommen. .„Me A

leitungzur Schweb.hist. , eine

Chriftianprieß, oder Chrtstianpre ss vonstung im Hertzogthum Schletzwtch , e i ^ ens^ zV- ^Ost-see, wo der sogenannte Christ anM ChristKerl, siF,mm gehet, gelegen, wurde von dem Wbauet, aber an. 1,64z.und 44- von dZ geva» ^an. 1648. demoliret, hernach aber oE ,u ^

werth, Schleßw. p. II- c 14- und hat ^fle

Chrtstiansand, eine kleine stadt, gÄ^c

wegen im <2tift Stavanger. am 0 Ge

Chriftiansburg, eine Dänische v^I, ,^^jlen

von Guinea im Königreiche Accara, .„der G^ ,

äst Mina ostwärts gelegen. . vestung ^ ,„sul

* Chriftiansburg eme stM und^^ p^ ^,f v-r ^

Oldenburg am flusse Jade, st dew gelegte stAr ^elststr* Chriftians-hafen, eme nemanp^,, vonAmack, der stadt Coppenhagen geg

dahin über eine brücke kommet.