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ausgeübet. Diese grausame massacre wird insgemein dasStockholmische blut-bad genennet, und hatte in allem aufdie 600. menschen gekostet, wider deren keinen eine rechtschaf-fene ursach des todes anzuführen war. Nach diesem reiseteChristianus wiederum nach Coppenhagen, und setzte Theodo-rum oder Theodoricum Schlageheck (von welchem an feinemorte besonders) der vorher ein barbier-gesell gewesen, zum Gou-verneur in Schweden ein, welchen er aber gleichfalls, da er esihm nicht recht machte, nach Dänemarck kommen, und erst-lich an den galgen hinaufziehen, hernach aber verbrennen ließ.Gleichwie nun hierdurch bey den Schweden eine unaussprechli-che furcht erwecket wurde, also brach der haß der Dänen ge-gen diesen König an. Herfür, indem die Jütländer revol-lirlen, und es kan wohl seyn, daß die zuneigung, so er zu derLutherischen religion hat verspüren lassen, kein geringes, diegemuther des volcks und der Clcrisey wider ihn zu reitzen, mitbeygetragen habe. Nun war zwar die gefahr so groß nochnicht, dennoch aber salvirte sich Christianus mit der flucht, undgieng zu schiffe nach den Niederlanden, von bannen er baldwieder zu kommen, und durch den beystand des Kaysers Carolesein Reich aufs neue zu behaupten »erhoffte. Gleichwie aberdieser mit Christians wegen des Übeln tractaments seiner schwe-ster nicht wohl zufrieden war; also nahm er sich seiner auchnicht sonderlich an. Endlich brachte Christianus an. r; z 2. eineflotte zusammen, und wollte sein heil damit versuchen, da un-terdessen sein Vetter Fridericus I. bereits an. 152;. zum Königwar erwehlet worden. Er wurde aber durch ungewitter aufdie Norwegische kästen getrieben, und muste sich an den Däni-schen Gouverneur Canut Güldenster» ergeben, der ihm zwarsicher geleite versprach; weil aber der König Fridericus sich da-durch nicht wollte binden lassen, wurde er nach Sonderburggebracht und gesanglich verwahret. An. 1546. renuncirte erallen seinen juriku8 auf das Königreich Dänemarck vor sichund seine kinder, bedunge vor seine zwey töchter eine anständigeausstaltung, vor sich aber die insul Samsoe und das amt und-schloß Calundburg, oder wie es einige nennen, Callemburg,aus, wobey ihm zu fischen und zu jagen erlaubet war, dochdurfte er sich niemals aus Seeland begeben, wie er denn auchauf gedachtem schloß an. i?;y. den 20. jan. im 78sten jähre sei-nes alters gestorben, nachdem er ;6. jähr im elend und gefäng-nis zugebracht. Mit seiner gemahlin hat er unterschiedene An-der gezeuget, unter welchen merckwürdig Johannes, der seinenvatter in der flucht begleitet, hernach an den Kayserlichen Hofgekommen, und eben, da der vatter gefangen worden, an.i5;2. gestorben ist; ferner Dorothea, so sich an den Churfür-sten von derPfaltz, Fridericum II. verheurathet, der sich we-gen befreyung seines schwieger-vatters vergeblich bemühet;Christina, welche erstlich an Franctscum Sfortiam, Hertzogvon Mayland, und nach dessen tode an Franctscum , Hertzogvon Lothringen, ist vermählet worden. , in
vita Lkriil. II. , kill. Van. k. III. lik. III. /»/>.
L-M, kill. 6otk, lik. XXIV. , Vanmarclii» Rlgs-
ckronick. /.acc-e«,«,, kill. 8nec. lik. V. c?/^i ckron. 8sx.lik- V. VI. IX. X. XI. kill. lik. I. <Lc. , snnal.
lik. XI. LeS/eE, äelcript:. lanien« Holm. apuä Lcksräiumtom. II. p. 8z. kill. Vmker. lik. I. H. HO. «Lc.
, Kill. cles revolutions en mstiere cis religion.sxlloge Zeneal. Kill. Hamb. hist. remarqu. 1702.
(shristianus III. ein söhn Friderici I. und Annä, Churfürsstens Iohannis Ragni zu Brandenburg tochter, wurde an.
gedohren. In seiner jugend hielt er sich eine zcitlangan dem Hofe seiner mutter bruder, des Churfürsten Ioachimi 1 .von Brandenburg auf, welchen er auch an. r;2i. auf denReichs-tag nach Worms begleitete. Nach dem tode seines vat-ters machte er vor sich und seine unmündige brüder, Johan-nem und Adolphum, an. r;zz. die beruffene Union zwischendem Reich Dänemarck und den Hertzogthummern Schleßwichund Holstein, davon in dem artickul Holstein. Zu ansangseiner regierung in Danemarck, machten ihm dte Bischöffe vielzu schaffen, indem sie wohl merckten, daß er der Lutherischenreligion zugethan wäre. Dannenhero sie entweder lieber dengefangenen Konig Christianum II. oder aber dieses Christian!III. Halbbruder Johannen, zum König gehabt hätten. Zudemnahmen sich des gefangenen Königs Christiani der Graf vonOldenburg und die stadt Lübeck an, und ein berühmter see-räuber Clemens machte noch darzu die Ost-see gantz unsicher.Ja als dieser König die stadt,Lübeck belagerte, revoltieren die Un-terthanen in sühnen und Jutland, und Johannes, ein Grafvon Hoya, siel mit den Lubeckischen trouppen in Dänemarckein; wie denn auch Albertus , ein Hertzog von Mecklenburg,fein äusserstes dabey that, den gefangenen König zu restituiren.Dennoch überwand Christianus alle solche schwurigkeiten. Dersee-räuber Clemens wurde gefangen, und bekam seinen ver-dienten lohn; die Lübeckischen trouppen wurden in Fühnen ge-schlagen, und bald darauf mit den Lübeckern zu Hamburg frie-de gemacht, die ungehorsamen provintzien accommodirten sich,und die stadt Coppenhagen wurde an. i;;6. durch Hunger ge-zwungen, sich an den König zu ergeben. Bey welchem allen^r Komg von Schweden Guftavus ihm gute dienste gethan.Hieraufkeß ersieh an. 1^7. von JohanneBugenhagio crönen.bekannte sich öffentlich zu der Lutherischen religion, schaffte dieCatholtschen Bsschoffe durch das gantze Reich ab, ließ die H.
ehr
Schrift in Dänischer spräche drucken, und besetzte die u ^sität zu Coppenhagen mit Lutherischen krokeilorlbub. ^ erauch anfänglich in den Schmalkaldischen bund I "Mistignachmals, sonderlich nachdem der gefangene Koms ancimnus II. seinem rechte auf das Königreich Danemarck ^hißhatte, den bundsgenossen keine hülffe schickte. An. "Aglpho,er mit seinen stief-brüdern, Johanne dem ältern, »no p ve-eine theilung der lande Schleßwich und Holstem vor, „ebßkam zu seinem antheil das Fürstenthum Sonderom^^^Pdem ländlein Sundewitt, die ämter Flensburg , ^ PlESteinbera, die Wilster-und Crempermarsch, ^
und die kloster Rheinfeld und Arnsböck. (siehestarb den i.jan. an. 1559. und hinterließ von stmrr i-Dorothea, Hertzogs Magni zu Sachfen-Lauenburgsöhne, davon Fridericus II. ihm succedirte. '
Bischoff zu Derpt und Oesel, und Johannes, HcrM jch v»»stein , war ein Urheber der Fürstlich- HolsteinischenSonderburg, Nordburg, Glücksburg und Plon. ^g lw'Kill. Van. Vanm. Xigs-ckron. kilkbbl
XXII. ckron. Oläsnk. HL -
lik. I. leöt. 57. Lc. Kill. VanicL liv- i - s c-
lyllogs. , isggoZe nä kill. Lkerkon Lirnk- - ^ ^8'
179. feg. Lünigs Reichs - archiv, xart. fxec. von- ^
^hristianus IV. söhn Friderici II. und SoB^.aÄ
tzogs Ulrichs von Mecklenburg tochter, wurde den ^ Man. 1577. gebühren. Weil er nur n. jähr alt war' ^Mlyvatter starb, wurde das Reich durch 4. darzu veroron Bverwaltet, bis er an. i;9?-die administrativ» des Az HerUnach erlangter venia Dtaris von dem Kayser, auch v gccE.thums Holstein selbst antrat; worauf er an. iv ' '
wurde. Er ließ sich zuförderst angelegen seyn, Odieguten flor zu bringen, weswegen er unterschievem „.1°^bauet hat, als an. 1600. Christianopel in Bleckmgew-^0Christianstadt in Schonen, und Christiania oder ^ ENorwegen, an. 1620. Glückstadt an der Elbe, E er M .,Christianpreiß im Schleßwigischen, rc. Nicht wew^ p,e S.die Academie zu Sora wiederum empor gebracht, inlehrtesten leuthedahinberuffen. Im übrigen >si c>nige kriege, theils mit Schweden, theils mlt dcrn^ egewickelt worden. Und zwar was Schweden «mansch e ;schwelte man sich über sie, daß sie die schiffe, w sich ss'^Sund paßtrten, angehalten; ingleichen, daßrechts über Lappland ohne gründ anmaßten,andere dinge mehr, weswegen sie ihnen den meg^ yc.als eben der damalige König in Schweden,den Polen krieg führte. An. 1610. wurde von den Lhmar, Bornholm und Oeland, von den Schwere' ßstianopel erobert, und das letztere verbrannt. H vory^ckder König in Schweden , Carolas IX. nachdem §
einen scharfen bricf-wechsel mit dem Komge von ^her^,gerathen, so gar, daß er auch denselben zu einem ^ per pFgefordert, und fuccedrrte ihm Gusiavus pet
krieg continuirte, bis endlich an. 161;. durch veri jE ^Königs Jacobi in Engelland der friede erfolget^- xestn^^,König von Dänemarck alle weggenommeneund mit einer grossen summa gelbes sich btfrleow^stlnA iiiivauf entstund an. 1620. eine controvers zwischen v ^sien^kund Ernesto von Schaumburg, der sich ver Mi MGrafen von Holsiein nennete. Denn es wollte" pM pchzugeben, daß er sich des tituls eines Fürsten ^ 'Liches .nes Grafen von Holstein bedienen sollte, wen 1 §hrliu^,ptefenvorfahren, seitdem sie an. 1460. dem Ko"wihr recht überlassen, nicht geschehen. Ernestuvor, baß der titul eines Fürsten ihm chAA,eldtch pea ll"schafften gegeben wäre, die ihm vor und «E ^ ^rle»' ,sieil>^Christiani I. zelten in dem Pinneberglschen E^pje Hv'chdck'tul eines Grafen von Holstein aber hatten lhm , u l-geleget, dahero er denselbigen^ru^m fragen
ftlbst beygeleget, dahero er d'el>stlbigen zu ch^^agchpz,V,ihm der Kayser solchen erneuert, kein bedenäeu adoch Ernestus wuche mtt Kewalt^gezVLN^n^^ Oraf^^
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hen. ('siehe Ernestus, Fuistein-Schaumburg.) Er h«^burg, und nachdem an. 1618. von dem EaM'^u abtk sturtheil zum favor dieser stadt ergangen , dre r^^ ^
gltcher und Hertzoglich-Holstetnischerftttse^^cu,^es an. 1621. zu Steinburg zum vergleich g»o E" grclEäeme Ute die stadt die Huldigung, ww M ^ auf ?Ä,jcl,esollte. Da auch nachmals an. 164°. dwstm wiwa'jsi vo'tag mit verschrieben worden, hat der Korns HjnMAadt a'Imißion durch seine protestation verhindert, -v KE As»dem Kayser der auf vier jähr lang dem K 0 M,, ,vorde> ^etliche jähre verwilligte zoll an. rAo-aufgey^ ^g,crun^ ^,csmerckwürdigsteaber, so unter Chrtsslam ^0. 'aAverb'Lfallen, ist, wie derselbe in den TeMMn^verwickelt worden. Denn als nach der uns , a
des Churfürsten Friderici V. von der Pm 2 ausbrE^Kayserlichen ihre macht in Teutschland swzwar unter dem vorwand, d'e^dharent^^^fursten zu verfolgen, setzten sich die Sra^ erwehltM xxjeg dschen kreises in eine qegenverfassung, Daraufdiesen König zu ihreL Ober-Haupt. pa denn d^ l>cvschen ihm und den Kayserlichen angten.i