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lianischeri Hof, und suchte raach wider ihn, als den Mörderihres vatrers , verwandelte aber nachgehends diesen affect ineine heftige liebe, und heurathete ihn. Als zwischen dem ob-rrwehnten Könige von Castilien, Ferdinando I. und dessen na-türlichen bruder, Ramiro I. Könige von Aragonien, ein streitwegen der stadt Calahorra entstund, und man stch verglich, daßderselbe durch ein absonderlich o^ hte zweyer Ritter entschiedenwerden sollte, fechte Rodrigo vor Ferdinandum, und über-wand Martinum Gomez äs Luna, welchen Ramirus vor sichcrwehlt hatte. Etliche Castilianische Grafen beneideten ihndeswegen, und wollten ihn umbringen; allein er jagte Se,mit bewilligung des Königs, aus dem lande. An. io;;. thater diesem seinem Könige grosse dienste in der glücklichen schlachtunweit Burgos, wider dessen ältern bruder Garcia, Königvon Navarra. Bald hernach schlug er die Mohren bey Atien-ca, und zog mit dem oftgedachten Ferdinando I. Wider die-selben in Portugall, allwo er ihnen, nach einer harten bela-gerung, die stadt Coimbra Hinwegnehmen half, in welcher ihnhernach der König mit grossen ceremonien zum Ritter schlug.Von bannen begab sich Ferdinandus I. nebst dem Rodrigo nachZamora, da es stch denn zutrug, daß von dieses letztem Va-sallen , den Mohren-Königen , Gesandten zu ihm kamen,welche ihm den versprochenen tribut, nebst ansehnlichen ge-schencken brachten, und in Ferdinandi gegenwart ihm die Hän-de küssen wollten. Wiewol sie nun Rodrigo, was dieses letz-tere anlangte, an gedachten seinen König wies, so muste erdoch gleicher gestalt ihre ehren - bezeugungen annehmen,und weil sie ihn dabey in ihrer Arabischen spräche Liä, d. i.grosser Herr, nenneten, so befahl Ferdinandus, daß manhinführo, an statt Don Rodrigo äe Vivar, ihn Cid Ruy Diaztituliren sollte. In dem kriege, worein Ferdinandus mitFranckreich zerfallen ist, werden zwey wichtige siege erwehnt,welche dieser Cid davon getragen, in deren einem der Fran-zösische General Raimundus, Graf von Savoyen, nebst sei-ner tvchter durch ihn soll seyn gefangen worden. Als an.io6;. der König Ferdinandus mit tobe abgieng, recommen-dirte er seine kinder absonderlich dem Cid, und fetzte denselbenin einer summe gelds zum erben ein. Der folgende Königvon Castilien, Sancho III. ward zweymal von ihm aus derfeinde Hände gerissen, und durch dessen tapferkeit überwander nicht nur seine brüder, Garciam, König von Gallicien,und Alphonsum, König von Leon, sondern bekam sie auchbeyderseits gefangen. Nachdem an. 1072. Sancho III. vor derstadt Zamora meuchelmörderischer weise war ermordet wor-den , und alle andere hernach den letzterwehnten Alphonsum,mit dem beynahmen des VI. vor ihren König annahmen sswe-gerte sich der einzige Cid solches zu thun, bis jener solennstergeschworen hatte, daß er an seines bruders ermordung keineschuld gehabt. An. 1074. hielt der Cid wegen seines Königseinen zweykampf mit Simon Garcia, einem Ritter des Königsvon Navarra, und indem er denselben erlegte, brachte er einvestes schloß bey Logronno, worüber beyde Könige gestrittenhatten, an Castilien. In eben demselben jähre schlug er sichbey Medina Celi mit dem tapfersten Mohren derselbigen zeit,nahmens Ferrez, der ihn ausgefordert hatte, und tödtete ihn.An. 1076. hals er dem Mohrischen Könige von Sevilien, derseines Königs Vasall war, wider den König von Granada,und überwand diesen letzter«. Als hernach Alphonsus VI. wi-der die Mohren in Andalusien einen feldzug that, immittelstaber eine grosse armer von andern Mohren in Castilien einfiel,trieb sie der Cid mit ihrem grossen Verlust zurück. Doch weiler, indem er sie verfolgte, das gebiethe des SaracenischenKönigs von Toledo gar sehr verwüstet hatte, und dieser mitdem Könige Alphonso VI. in sehr genauer alliantz stund, soward dem Cid auferlegt, innerhalb y. tagen des letzter» ge-biethe zu räumen. Er gehorchte solchem beseht, nahm abervon Vivar zoo. mann zu Pferde und zooo. zu fusse mit sich,womit er hernach den Saracenischen Königen an unterschiede-nen orten ungemeinen abbruch that, viel örter ihnen entzogoder stch zinsbar machte, und grosse beute davon trug, wo-von er öfters Alphonso VI. sehr kostbare geschencke übersendete,der ihn zwar bitten ließ, wieder zurück zu kommen, auchselbst bey einer an den grentzen seines Reichs angestellten ;u-sammenkunft ihn darum bat, solches aber nicht erhalten konn-te. In wahrendem seinem exiüo und bald hernach überwander unter andern zwey dem Könige von Valencia zinsbare Kö-nige, den Grafen Raymundum von Burgund ( von dem erdas berühmte schwerdt Colada erobert) ingleichen die Königevon Saragossa und Denia. An. 1037. nahm er das König-reich und die stadt Valencia ein. Bald darauf schlug er inselbiger gegend einen Saracenischen König, nahmens Unnez,welcher mit einer unzehlichen menge seiner lands-leuthe ausAfrica angekommen war, und erbeutete in solchem treffen un-ter andern das berühmte schwerdt Tizona. Nachgehends hielter zu Requena eine abermalige Unterredung mit dem KönigeAlphonfo VI. welcher ihn schon zuvor, zum zeichen seiner völ-ligen gnade, zum ersten Christlichen Llc-^äs des an. 1080. er-oberten schlosses oder Alcacars von Toledo soll ernennet ha-ben. Bey derselben conferentz verehlichte er die mit der Ti-rnena erzeugte zwey töchter, Elvira und Sol, an zwey ausKöniglichem geblüt entsprossene Printzen, insgemein die In-mitten von Carrion genannt, nahmens Diego Gonzalez undFernan Gonzalez. Kaum hatte er sich zu Valencia wieder
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eingefunden, so ward er von einer neuen SaracenssW D-welche unter dem bruder des Unnez, nahmens Buchunter 29. andern Königen, aus Africa herüber aerom» sieg,angefallen; allein er behauptete einen sehr merckwurvwworinnen 17. von den gedachten Mohrischen Kdmtz xeEseyn zu gefangenen gemacht worden. Nachgch^" nMseine beyde schwieger-söhne zurück nach Castilien,aber unterwegs ihre gemahlinnen, nachdem sie Mdenslben sehr übel und schimpflich umgegangen nerlaECid reifete deswegen nach Toledo, allwo auf fi'" hch
der König Alphonsus VI. seine Stände zusammen btt >r M
te; in deren gegenwart er den Cid neben sich sitzen'.^ ven>die zwey Infamen von Carrion, nebst ihrem raMV^ g»Grafen Don Suero^äe Castrc zu einem abfinde»fecht gegen drey Ritter des Cfi, nemlich Pedro A ZEMartin Antolinez und Nunno Gustos, verurthem» § vv' . ..ima der a'de va
letztem behielten, Mit grosser beschirqMmg dervberhand, und des Cid beyde töchterMheuratheten siL A-auf an zwey Königliche Erb-Printzen, nemlich die alleinvrra an des Königs von Navarra , Sancho Garcia
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Cid von dem Sultan in Persien, welcher blosner thaten sich darzu bewegen lassen, eine solenne Mi.nebst sehr vielen und kostbaren gefchencken. ch Mioy 8 . starb er zu Valencia , welchen vrt gleich Ze- n>enseinen ausdrücklichen.befehl, die Christen verstellU^gnEsolchen, wider den von neuem mit ; 6 . andern Uanzug begriffenen König Bucar sich nicht zu , nn>traueten. Indessen soll der entseelte cörper dieses H»chen man auf sein berühmtes und 42. jähr von fi" „„gla«brauchtes pferd, Bavieca , gesetzt, den Barbarn Eliehe furcht eingejagt, und sie verhindert haben - .lv wssS-bey ihrem abzuge zu beunruhigen. Man begrub M.sen solennitäten in einem kloster nahe bey Burgos, ^ii> eräs Cardenas genannt, allwo man unter andern röhrentapklum gesetzt, daß er 72. schlachten wider dre-^ ^y,e LWonnen, und ein Isgamm gemacht, jährlich 40 ,
kleiden. An dem erwehnten ortt zeigt man aum bev^,nigen das grabmahl seiner gemahltn Nmena, l* Mrtöchter, und seines fohns, Diego Modrigste;, shylg ^i>1084. in einer schlacht wider den SaracensschU^^^MAConfuegra sein leben soll verlohren haben. Alle ^Portugiesische Geschicht-schreider gedencken der sV ggstz'.x,Cid. Doch gleichwie einige darunter an sich nn>r^oglaublich scheinen, also werden zu andern jo My stscheinliche und roman-haffte umstände gefitzt, zEnicht alles, zum wenigsten das meiste davon,'^E pckziehen ursach hat. Es finden sich in SpaMsch^xuiiter ^terschiedene lebens - beschreibungen dieses C»v, ', jß.
Diego Limenez seine in versen am meisten bekamden Franzofen hat sich Petrus Corneille mtt der l er's^.so er von diesem Cid intituliret, einen grosserhen. , en su comvenäio bistorial. - ,,
, bist. äs los Kegss 6oäos üb. IV. .. ^
LH. üb. VIII. c. ;. üb. IX. c. 11. c. i;. üb. X- c-ss ^
a- 5or</«, Lpit. üs Iss bist. kortugue -
Cidonius, siehe Demetrius Cydontus. all. ^ ll»
*CiecacieLeon, (Petrus) ein Span^xven-
zu Sevilien, wie man muthmasset, MohrM w gega^U
bereits im 1;. jähre seines alters nach West-^" Äe Eund hat daselbst 17. jähre kriegs-dienste gE"/,?herss^Vr siÄaelegenheit eine chronick von Peru in Sparmw^ss 0^ j,chtsthrieben, davon jedoch nur der erste theilh^a^ azu Venedig an. 1557.1564. in 8. Italiänisch t>
getreten,
" Ciechanowicka, eine kleine Polnische A^tzensie liegt in dem Palatinat Czersko, an den g» pstU-Loo-nats Bielsk, 12. oder iz. stunden von der stov.,,reund ist die Haupt-stadt einer Castellaney. dritAh<,ft
(sieutat, ein Französischer Edelmann, per lan Msonderbare heroische that die stadt VlllenAve « rAgenois, worinnen er oberster Lonlul war, N-
nig, nachmals Henricum IV. von FrancrrENavarra, erhielt. Dieses letztem gemahitn,^dck^M»a.lesia, hatte zu ausgang des iahrs "sr- ^gebsnA iMgegen ihn, oder rhrer mutter und demgefallen, oder wegen des Päpstlichen banne ,^wMtzihn ergriffen, und wollte sich mit gewalt Ar jporden^e k«' -
und von den einwohnern desjenigen ly"'^^norn" 7 'sM^jenfiit des flusses Lot liegt, willig 'vasL^chrt,Lmachte Creutat, dessen alter seinen nprstanvmalige tapferkeit aber nicht verrrngert b einec^^ha ^dern theil der stadt alle ersinnlrche anstatt - OaE„„ch^lichen gegenwehr. Da dieses dre e M ^
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shren Unwillen , und ließ dem cowdlge art zuenlbieten , daß sie mit rhm i»