Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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^nrök^! ^ welchen er ihr, als einer gebohrnen Königl.Ad als Krmtzeßin, als einer gemahlin seines Königs,vera"/? brassn von Agenois schuldig war, wollte ihm-An <äk-„ n, rhr eine abschlägige antwort zu ertheilen. Hin-Herrn A/r auch vorher, was sie, wider das interesse seinesM zu U Hm vorhatte. Um dannenhero beyde pflichten inbeschloßer, zu der Königin zugehen, nahmMdeu, neu eyd von den einwohnern, daß sie ehe alles er,M svh'"iS sich ergeben wollten. Zu gleicher zeit legte er sei-ner den ^ ,;oo. mann in den thurm, welcher die brückeA.en tkrir^achten ffuß, und folglich den eingang aus dem^»ckiiK " stadt in den andern beschützte, mit der aus-- Asenna-" . ^' daß, wenn er vor seine Person auch auf die^»Na-n.E sollte getödtet, oder etwas anders z» befehlenMu d" "^rden, dennoch der söhn bis aufden letzten bluts-U zu ^^anvertrauten posten behaupten sollte. AIs er hier-N besM^vuigin gekommen , ward alsbald in einem kriegs-Mt sx-AMn, ihn ohne Verzug hinzurichten, wofern ert-Aben -Ah" nöthigte, den andern theil der stadt zu^ ihu r,, ^Vierzig bis fünfzig von der Königin garde schlepp-j."die L loichem ende an die brücke, setzten ihm ihr gewehrR verl?«/' und da sie sahen, baß er dessen ungeachtet aufM d seinem söhne nichts befehlen wollte, schrien sieWiMMblgen üu» er sollte sich ergeben» wo er nicht au-seinen vatter wollte ermordet sehen. Der söhn,dera«,Wkn, als ob er ihre reden nicht recht verstehen könn-M w Me sie, gantz nahe zu kommen, und kam endlich«A che si/W- als einer, der zu capituliren lust hätte. Al-c^e dessen versahen, griff er zu seinem gewehr, zer-sx?Me« hulffe der seinigen , die ihn zu rechter zeit se-id- "eß d? Mm brachte seinen vatter glücklich zurück. Die->»- dex A-HH^uden tag einen blinden lermen machen, alsivNirt von Navarra selbst mit einigen trouppen an-»Alin üs?ame, und brachte damit zuwege, daß dessen ge-lle? iällv und köpf sich retirirte. Diese großmüthige!>e» vlqa> Allenthalben ein ungemeincs lob, und selbige eini-»u »vu» H vergelten, gab der gedachte König dem söhn^mtat Gouvernement «von Villeneuve, welchenv-^u v-Wl.be, so lange einige Möglichkeit war, wider die^ ^Heidigte. , still, äs krunLS, tom. III.

Mlu

^ s Hf ^be ssefalu.

, eine stadt in Castilien, welche an. r-tt;. vonktMafftIV. vor Johannem äs Silva zu einerworden. Nachdem aber dessen männlicheabgestorben, so erhielt Ferdinandus Hiacyn-, der weiblicher seits aus dem Hause Silva her,V^ber ,"^.644, den trtul eines Grafen von Cifuentes,sij,j^dus ^^Wch rn ein Capuciner-kloster. Sein enckel, Fer-iielan "?d Meneses, Groß-Fähndrich von Ca-^z ^gen vey Carolo II. in Ungnaden. Wie er nun

sii^Aderc, Admrranten von Castilien auf ein duell her-

.e-w«'^erte "? von Castilien auf ein duell her-

auzug,^" ward er genöthiget, sein vatterland mit demdblAttssNach diesem gieng er mit CaroloIII. au'^ a^rbini^.^.EEona, welcher ihn zu seinem Vice-Könt

ausKönig

sttzte; er gerietst aber daselbst mit dem Adel^neßltchkerten, und büssete darüber seine charge

Maud er mit dem Kayser Carolo VI. nach

Und Hu an. 1712. zum Ritter des göldenen

dem Cammer-Herrn declarirte. An. 1718. ward(EM^V Carl VI. zum General von der cavalerieFyM der n>^elibegab er sich, nach dem zwischen dem Kay-«Lpanien geschlossenen frieden, wieder nachMssMg äs noch an. 17;?. hatte aber von seiner gemah-Kv,e/?ne ki«^^u>eo und Alarcon, die er sich an. 1701. beyge-?>i. M, Dka>>^ .Dessen bruder Josephus äs Silva undb-Mrafvon Villasor, Graf von Montesanto, war^ wurcklicher geheimer Rath und Präsident

UzMdestxssdvamschen Raths. Er hat an. 17; i. den orden»U bvu Neuestes erhalten, und mit Emanuela ä'Alagon,(r^Srafen/^auto, einer tochter Artolis ä'Alagon, funf-Z «ek'?anam Villasor, 2. töchter, Antoniam MariamL» ? °°hre , .l gezeuget, ^ '

, 2.

davon die erste an. 171;.

den

1 ^ .

" Malt« uu."i7;z. denrU'jan.'mitVici'gu'erra, Gra-

ld ' vermahlet worden. 1^-/. v. Grands in

General-Capitain der Türcki-K>en^nna K- Das geschlecht Ciqala oder Crcala hatL DLܰNret, und ist von da auch in Sic-sten ge-b'Ust eine - war ein tapferer kriegs-mann zur

^Herv??Uach"-s,?blche Türckische jungfrau gefangen bekam,' z» We Astchte. Von seinem söhne Philippo kommen

kv 7 ^i>,??tinll'-?'"' 5^6i. in zarter lügend-. »

geng^ auch den Christlichen glauben verlaugnete,Se /^vlzü^ward. Er machte sich sehr berühmt mrr

n-lvbi;ss Aals zu lande, war mit in Ungarn, und^ ten,?Egen d°ü » flacht bey Erlau bey, da ihm dasHle geiea-Vurckischen sieges gegeben worden, indemsichelt vbservirte, und denen zu dem raub

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sich wendenden Christen die fast schon habende victorie aus denHänden risse. Er hatte an. 1599. mit einer flotte einen an-fchlag aus die stadt Meßina in Sicilien, und ward wegenseiner dienste zu einem Bassa erklärt, und von den KaysernAmurath III. und Mahomet III. sonderlich aber von diesemletztem im Persianischen kriege gebraucht; dessen söhn Ach-met setzte ihn zum General wider den König Abas in Per«sie», mit dem er unglücklich kriegete, und eine Wacht ver-lohr, so seinen mißgünstigen ihn zu verleumden anlas gab,daher auch der Kayser ihm den tvd zuerkannte, und ihn zusich unter dem schein einer Unterredung forderte. Als er abernach Bursa gekommen, wurde er von einigen, die dißfaüsbefehl hatten, erwürget, welches an. 1604. oder 1605. ge-schehen. still. äe8 1 urL 8 . Ore/,r Ungaris. chronick.

Valvasor, ehre des Hertzogth. Crain list. XV. <Lc.

Cigala, (Johannes Michael) war an. 1670. zu PariSunter dem nahmen Mahomet.Bey , gab sich für einen Für-sten des Ottomannischen gebluts aus, und wollte ein Bassaund oberster klsriipocenriarius von Jerusalem , desgleichen vondem Königreiche Cypern, Trebizonde, rc. seyn. Allein dieservermeynte Fürst war in der stadt Tergovistk in der Wallacheyvon Christlichen eltern gebohren worden, und weil sein vat«ler bey Matthia, dem Woywoden von Moldau, in grossemansehen gewesen, hatte er auch seinem söhne dessen gnade zu-wege gebracht, welcher ihn sodann mit seinem Residenten nachConstantinopel verschickt. Von bannen kam er nach Matthiatobe wieder zurück, und hatte sich auf grosse dinge Hoffnunggemacht; da es ihm aber fehl schlug, gieng er wiederum nachConstantinopel / und wurde ein Türcke. Nach der zeit reiseteer in fremde lander, wo er nicht bekannt war, und sprengtedie errichtete Historie von feinem zustande und herkommen aus,wußte viel von dem alterthum der Cigalischen familie in Si-cilien zu sagen, und gab vor, daß er von Scipione, des be-rühmten Vicomte von Cigala , welcher an. izsi. von denTurcken gefangen worden, söhn herstammete. Er setzte hin-zu, baß gedachter Scipio mit seinem vatter wäre gefangenworden, und sodann dem Turckischen Kayser Solimanno II.zu gefallen die Mahometanische religion angenommen hätte,worauf er zu den höchsten ehren-stellen im 'Reiche befördertworden, und sich mit Sultan Canon Salie, Sultan Achmetstochter und Osmau Amurath IV. (welcher Ibrahim Maho-met des IV. vatter gewesen) schwester vermählet hätte. DiesePrintzeßin gab er für seine Mutter aus, und erzehlte darnebst,wie er zum Vice-König über das heilige land, nachgehendszum obersten Fürsten von Babylon, Caramanien, Magne-sien , und endlich zum Vice-Konig von Trebizonde, und zumGeneralißimo über das Schwache meer wäre gemachet wor-den , er aber habe sich heimlich weggestohlen, und wäre dar.auf erstlich in die Moldau, von bannen aber zur Cosackischenarmee, welche dazumal mit den Moscowitern krieg führete,gegangen. Nach diesem sey er in Polen gereiset, woselbst ervon der Königin Maria äe Gonzaga sehr höflich tractiretworden, welche ihn beredete, daß er sich in der Dom-kirchezu Warschau taufen lassen, und den nahmen Johannes, nach,gehends bey der sirmung den nahmen Michael angenommen.Eine zeitlang darnach kam er nach Rom, gab sich aber da-selbst niemand als allein Alexandra VII. zu erkennen. Als ervon dar wiederum zurück in Polen reisen wollte, hörte er, daßder Römische Kayser mit dem Türckischen Sultan Mahometin einen krieg gerathen wäre, zog derohalben hin, und halfunter dessen armee mit vor die Christliche religion streiten.Nachdem er sich nun bey solcher gelegenheit sehr tapfer erwie-sen , kam er nach geschlossenem frieden wiederum nach Rom,hielt daselbst einen öffentlichen einzug , und hatte bey Elemen-te IX. audientz. Von bannen gieng er nach Venedig, unddarauf nach Paris , woselbst er gleichfalls nicht nur von demKönige und dem Dauphin, sondern auch von allen vorneh-men Ministern am Hofe,,insonderheit aber vom Groß-Priorvon Franckreich überaus höflich empfangen wurde, welcher letz-tere ihn auch mit einer stelle in dem Capitul der grossen Prio,rey zu Paris beehrte. Hierauf gieng er in Engeüand, und waran dem Hofe daselbst in grossem ansehen, bis endlich seinbetrug durch' eine vornehme Standes-person, die ihn zu Wiengesehen, entdecket wurde, welches nachgehends auch ein Per-sianischer Edelmann, so dazumal in Engelland war, bekrässtig-1e, und folgenden wahrhafftigen bericht von der Cigalischenfamilie zertheilte. Scipio Cigala, welcher nach angenommenerTürckischcr religion Sinan Bassa genannt worden, hätte nur'zwey söhne, Ali und Mahomet, gehabt; der älteste wäre baldnach dem vatter gestorben, Mahomet aber habe Mahomets III.tochter an. 1595. geheurathet, und mit selbiger einen söhn, wel,chen er gleichfalls Mahomet nennen lassen, gezeuget. Dieserjunge Herr habe nicht nach hohen ehren-stellen gestrebet, son-dern sich mit der ehre, um den Sultan bey allen seinen anae.stellten ergötzlichkeiten zu seyn, begnügen lassen, sey auch be»den Kaysern Achmet, Osman Amurath und Ibrahim, inalei-chen bey Mahomet IV m gnaden gestanden; dieser machte ibnzum Capigi Bassa, das ist, zum Capitain über die aarde desSerails, nachgehends zum General in Candia, und endlichzum Groß-Vezier, welche letztere charge er nicht lange ver-

waltete, lveu er an. 1658. wahrendem Candianef^en kriegemit tode adgieng. De , äes Ini^ioüeurs intimes.

* Ciglrano,