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Verordnungen gemachet. Er ist auch m studier» nicht unerfahrengewesen; wie er sich denn nach Suetonii bericht, auf Titi Liviiund Sulpitii Flavii anhalten, worunter der letztere ihm auchinit geholffen, eine Historie dessen, fo sich nach dem tode C. Juli»Cäfaris begeben, zu schreiben vorgenommen, desgleichen einevertheidigungs-schrift vor Ciceronem wider Asinium Gallum,samt einigen reden, die er bey verschiedenen anlässen in demRömischen Rath gehalten; aus welchen eine noch heut zu tagin tafeln von ertz gegraben an dem Rathhaus von Lyon einge-mauret ist, in welcher Claudius vor dem Römischen Rath be-hauptet , daß auch die Gallier darein sollten gewehlet werden.Aber noch mehr können von Claudii gefchicklichkeit zeugen die inGriechischer spräche von ihm aufgesetzte 20. bücher von den altenTyrrhenischen oder Hetrurifchen, und 8. von den Carthaginen-sischen gefchichten. Oia«. lib. H üb. XI. L XII. snn.
, in Lliwcl. IVBar. Lc. *
Claudius II. oder Marcus Aurelius Claudius, von an-dern Flavtus Valerius genannt, war General über eine Römi-sche armee, und wurde an. 268. zu Pavia zum Kayser aufgeworf-sen, nachdem Gallienus und dessen bruder Valerianus ermordetworden, an welcher that er auch mit soll theil gehabt haben. Erschlug die Gothen und die Scythen, die üerulos und anderebarbarische völcker, welche eine armee von mehr als ; 20000.mann und 2000. schiffe hatten, welche diejenigen , so aus derMacht davon kamen, mit genauer noth wiederum nach Hausebringen konnten. Vor diesem grossen siege hatte er Aureolum,der sich gleichfalls des Kayferthums anmassete, überwunden, undnachgehends die Teutschen geschlagen, wannenhero TrebelliusPollio zu seinem rühm von ihm sagt, daß er Augusti bescheiden-heit, Trajani tapferkeit und Antonini frömmiqkeit an sich ge-habt hätte. Eutropius setzet hinzu, daß er nach den troublen,worinnen er durch unterschiedene in den provintzen entstandenelsdkioneg verwickelt worden, seine regierung mit solcher freund-lichkeit und gelindigknt geführet, daß man ihm zu bezeugung desgrossen estims, den seine Unterthanen von ihm hätten, im Kay-serlichen pallaste einen güldenen schild verehret, und ihm zu ehreneine göldene statue im Capitolio aufgerichtet. Nachdein er an.270. zu Sirmich in Pannonien, als er ein jähr und 10. monateregieret, verstorben, wurde er unter die zahl der götter gefetzt.
?oLo.
Claudius, mit dem zunahmen Atznaf-Saghed, ein Königin Abißinien,war an. 152;. gebohren, u»»d succedirte feinem vat-terDavid an. 154». in dem 18. jähre seines alters. Erhalteaber eine mühselige regierung, sintemal unter jetztgedachten sei-nem vatter der krieg zwischen den Abißiniern und Adelensern an-gegangen, in welchem zwar anfänglich David einige victorienerhielt, hernach aber, da die Adelenser die Türcken zu hülffe nah-men , seines Reichs fast gantz beraubet wurde, und sich hin undwieder auf den felfen aufhalten muste. In solchem zustandebefand sich das Reich, da Claudius es antrat, welcher bey denPortugiesen hülffe suchte, die er auch erhielt, und es wurde an.1541. Christophorus Gama von dem Könige von Porrugall da-hin geschickt, welcher mit 440. mufquetirern und einigen kleinenstücken daselbst anlangte; mit dieser geringen mannfchafft schluger etliche mal die feinde, und nöthigte sie zu weichen; und obgleich Gama von ihnen endlich an. 1542. gefangen und getödtetwurde, griff doch der König Claudius im folgenden jähre aufsneue durch hülffe der Portugiesen die feinde an, schlug dieselbenaufs Haupt,fo daß alle Türcken bis auf 14. getödter wurden. Dieseinigen, die sich aus furcht zu den feinden begeben, pardonirteer, und bevestigte auf solche art fein Reich. Allein einige zeitdarauf recolligwten sich die Adelenser, thaten unter anführungihres Hertzogs Nuri einen einfall in Abißinien, schlugen die ar-mee des Königs Claudii, mit welcher er ihnen entgegen gieng,und tödteten ihn selbst an. 1559. im ; 6 . jähre seines alters.Sonst ist dieser König auch bekannt wegen seines glaubens-be-känntnisses, welches er darum heraus gegeben, daß er die Portu-giesen , ihm beystand zu leisten, desto eher verbinden möchte,und den argwohn, als wenn die Abißinier in vielen stücken esmit den Jüden Hielten, von sich abwenden möchte. Die Jesui-ten aber konnten ihren endzweck, das Abißinische Reich dem ge-horsam des Päpstlichen stuhls zu unterwerssen, nicht erreichen.Sie hatten zwar grosse Hoffnung darzu, nachdem FranciscusAlvarez dem Papste Clementi VII. einen brief vo n dem KönigeDavid überreichet, und in seinem nahmen gehorsam versprochenhatte. Dannenhero der Papst Julius III. Johannen» NoniumBarretum zum Äthiopischen Patriarchen verordnete, und den-selben nebst 12. brüdern, darunter Andreas Oviedus ein Bi-schofs der vornehmste war, an. 1556. nach Indien schickte. Danun diese nach Goa kamen, horten sie, daß Claudius seinemvatter David fuccediret; also beschlossen sie, erstlich das gemüthdes Claudii zu erforschen, ehe sich der neue Patriarche dahinbegäbe. Sie schickten also z.Latres dahin; indem aber diesesich alsobald vernehmen liessen, daß sich der König dem Papstezu Rom unterworffen, gab es grosse schwürigkeit, und sie konn-ten weiter nichts erhalten, als daß der König den übrigen, wennsie ankommen würden , sicher geleite versprach. Hierauf kamOviedus mit seinen 5. 8ocü8 in Abißinien an, und wurde mitgrosser Höflichkeit und ehrbczeigung empfangen. Der König Clau-dius verstattete ihnen auch das freye exercirium ihrer religion,und wehrete seinen Unterthanen nicht, selbige anzunehinen. O-vredus bestand darauf, der König sollte sich dem Papste unter-
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Messen, welches aber jener nicht thun wollte'allein zu Unterredungen sondern auch zu schnft-wewl ^ paskam, bey welchen der König Claudius selbst an semcrM .„flgebeste gethan, und seinen verstand und geschickllchkeuk"an tag geleget, so daß die Jesuiten selbst gestanden; er ya.vielmals genug zu schaffen gemacht. Da nun Host
daß er nichts ausrichtete, gieng er aus ungedult von ^ Mitz-des Königs weg, ein edict hinterlassende, darinnen er ^ ^ Ir-rster der ketzerey beschuldigte, und einige ihrer gebramv »jg, erdisch verdammte. Solches verdroß zwar Claudniw v >. ^büßte aber bald darauf in der Macht wider dieAdeu«^;;-zuvor gemeldet, das leben ein. rm. nA-
, bist. Inclic. üd.XI. L XV. Mg-
üb. II. c. 6 . <L i;. üb. III. c. 9. Die confeßion desKon^r La-dn hat in Äthiopischer und Lateinischer spräche gevA^ Mdolph zuerst an. 1661. zu Londen mit noten heraus M ^ 6. s-alsdann seinem Lomment. acl biü. Ltbiop. 3 Ü bb- 1 ' tzestchp2Y. einverleibet. Sie ist auch an. 1702. von JohannMichaelis wieder zu Halle aufgeleget worden. P-ic
Claudius von Lothringen, erster Hertzog vonund Ober-Jägermeister in Franckreich, Gras von AE. AMquis von Mayenne und Elböus, Baron vondes Königl. ordens, Gouverneur von Burgund, MundBrie, war der jüngere söhn Renatill. HE? besingthringen, gebohren den 20. oct. an. 1496. An./?")., r>a ch',sich in der Macht bey Marignano wider die SchwE^kE,abwesenheit seiner Mutter bruder die Teutsche» ,'^rden^commandirte, und fo viele wunden bekam, daß er um ^ Mten hervor gezogen wurde. An. i; 21. war er einer ^nehmsten, welche Fontarabia einnahmen, und Mdiesen platz zu rasiren , allein der Admiral BonE >sich ihm hierinnen. Er war Königlicher General-k-'^,,Burgund und Champagne, weswegen er an./fr?. /
schen Teutschen bauren, die daselbst einen einfall ar - Win das Elsaß entgegen gieng, und sie gäntzlich daE^pes»»wol nun der Konig diese that, und daß man seine »rohne seinen besehl, fremden zu hülffe ausser lanound in gefahr gesetzt, nicht billichte; so erhielte do^^MK^das mal bald wiederum die vorige gunst. Und derhieraus an. 1527. oder 28. zu bezeugung seiner HE HeE.-gen diesen Clandium, seine HerrschafftGuist r» efAyte Kthuin und Paine. Worauf auch dieser Hertzog nm-noch fernere proben seiner tapferkeit und klugy^
Wieder dann die Engeüändcr vor Hesdin sch^^"a fE
» in Champagne entgehnt emnehmenchalf.^ ir-
den Kaystrlichen trouppenan. 1542» Lupeinburg mit «gn
jähre war er mit bey dem berühmten succurie vv . spov^
verfiel aber bald in grössere ungnad, rveil es den Ko>Mdem bey zunehmenden alters - beschwerdenveron ^0 0 /zu reuen anfienqe, daß er ihn so groß gemacht, ^^n A ^
sich von Hof auf feine qüther begab, und,.
zu Joinville starb. Än. i^iz. hatte erBourbon,
Vendome ,
Ludovicum einen Cardinal, Franciscum RuM
' von Franckreich und General der / E
gestorben
,und-,Eri--»^
Von den töchtern wurden N^ch an
Groß-Prior von Franckreichi;;4. gebohren , und an. 1562.stamm-vatter der linie von Elböuf
tode abgegangen. Von den töchte».
cum von Orleans, Hertzog von Longuevrlle,bum V. König von Schottland, und Louifa an AlE >Chimay verheurathet; die andern beyde wu^ gen, üb. I. III. VIII. Lc. ^
üorrLlne. Le. *
Claudius von Lothringen, Hertzog vo« E'enÄOder-Jagermeister von Franckreich, Rltt«-ordens, Lolonel-Oeneral der leichten reuterey achrE
6eneml des Gouvernements von Normandle M
söhn des jetztgedachten Claudii, Hertzogs von ge»volE„g U
Von seiner Mend an y^^geru^h-
vonNo^anL
i,Hertzogs von^ Mte
den ». aug.an.1526. Von seiner jugend au p^ger
.zum kriege. An. 1551. befand er sich HAv im foE II^'..Lens und deren von Ulpiano in Jtalren, u"v» ^ ponwurde er in der schlacht bey Metz EMommen-^ sch ^,' Brandenburg gefangengmom dck^M
Marggrafen von
noch verschiedene andere probenMachten'durch einen14. mertz an. 157;
en bey Dreux, St. Denys und»nen canonen-schuß in der belagerung E
ch an. 157;. das leben ein. Än> rn tocv^M-Ulfe äs Rre»s, Krauen von Anet, des^^prlck^
»»d Ab, ,?N °°» A»MÄ-,
^ Hvgs von Bmey, rc.