Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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garsthr, weil selbige vielmehr dem bekannten RechtsgelehrtmGuidoni Papä beyzulegen. tlEic.

2ä X A. äntonin. 0««pdr. l'/ak,'«a. Craco». l>po»-

An. 126z. feg. L2SV/»/, :>cl e. g. 6<al!. Lbrili.

lom. I. L III. JleickegZer. in kill. kspst. Cave Lc.

Clemens V. ein Franzose aus Gascogne, hieß eigentlichBerrrand cis Gout oderä'Ägout (Gotto) war ein söhn Berank,Herrn von Gont , Rovillac und Vilandrade. Er war anfangsLsnoniLus und 83LMgin zu Bourdeaur / darauf Bischoff zuCvminges, und endlich an. i;oo. Ertz-Bischoff zu Bourdeaux.In den damaligen streitigsten des Papsts Bonifacii VIII. mitdem Könige in Franckreich Philippo IV. hielt er allezeit die par-tey des erster». Daher als nach dem tobe des Papsts BenedictiXI. die Cardinäle sich in zwey KlÄiones getheilet, indem einigeeinen unverwandten des gedachten Bonifacii VIII. zum Haupthatten, andere aber auf Franckreich inclinirten, und -sich überdieser streitigkeit das Conclave bis über neun monate verzogenhatte, verglichen sie sich endlich auf einen durch den Cardinalvon Prato, so das Haupt der Französischen faction war, listig-lich gethanen vorfthlag, daß die erstere drey Candidaten vor-schlagen , und die letzter» einen daraus erwehlen sollten. Weilnun unter denen dreyen, welche allesamt Bonifacii creaturen wa-ren , und von deren gunst also dessen verwandte, als der Fran-zosen gegen-partey, versichert zu seyn glaubten, sich auch unserErtz-Bischoff befand, that es die gegen-partey dem Könige inFranckreich alsobald heimlich und in eil zu wissen; welcher hier-auf mit dem Ertz-Bifchoff, der nichts von der fache wußte, inder gegend St. Jean ä'Angeli eine heimliche Unterredung hielte,darinn er demselben versprach, zur Päpstlichen würde zu helf-fen, wenn er ihm 6. Puncte eydlich versprechen würde. Unterdiesen 6. Puncten waren die vornehmsten, daß er alles, wasBonifacius VIII. ehemals wider ihn vorgenommen, annulli-ren, desselben gedächtnis beschimpfen, und endlich, welches erjedoch noch nicht deutlich sagte, sondern sich für eine andereund gelegenere zeit zu melden vorbehielte, den Tempel - or-den vertilgen helffen sollte. Als der Ertz-Bischoff alles dieses,und zwar das letzte, ohne noch zu wissen, was es seyn sollte,mit einem eyde vor dem altar zu halten versprochen, ward derFranzösischen partey davon Nachricht gegeben, worauf der-selbe, ehe noch die 40. tage, innert welchen die Französische par-tey einen aus den dreyen zu wehlen hatte, verflossen, einmü-thiglich erwehlet wurde. Seine crönung geschahe zu Lyon inSt. Justi kirche den 14. nov. an. i;c>;. welcher König Philippuskulcber, Carolus von Valois, sein bruder, und noch verschiedeneandere Printzen mit beywohneten, wobey eine brücke, die mit all-zuvielen zuschmiern überladen gewesen, eingefallen, und denHertzog von Bretagne Johannem II., des Papsts bruder Gaillard,samt vielen andern gelobtet, wie auch den König selbst und sei-nen bruder beschädiget, und verursachet, daß Clemenli diecrone von dem köpfe gefallen, auch ein kostbarer carfunckel dar-aus verlohren worden. Diese begebenheit wurde von der Ita-liänischen faction, die ihn anfangs vorgeschlagen, aber es nun-mehro bereuete, für ein böses zeichen gehalten der hernach er-folgten grossen Veränderung, als dieser Papst den Päpstlichenstuhl von Rom nach Avignon versetzte, woselbst solcher 70. jährlang blieb, welche zeit deswegen von den Jtaliänern die Baby-lonische gefängnis genennet wird. Kaum war Clemens Papst,so verstattete er dem König den zehenden aller geistlichen gütherseines Reichs auf 5. jähre, um daraus den krieg wider die Flan-drer fortzusetzen; serners wiberrufte und vernichtete er, seinemobgedachten versprechen gemäß, alles was Bonifacius widerden König von Franckreich vorgenommen: er berufte auch einConcilium nach Nenne, um die anklagen des Königs Widerdenselben anzuhören , und zu untersuchen, ob Bonifacius derketzerey könne überwiesen, und noch nach dem tode deswegenverbrannt werden. Als aber diese fache ein gar zu groß ärger-nis gab, ward der proceß gehemmet, und von einer privat-commißion Bonifacius vor unschuldig in diesem stücke, hinge-gen aber auch der König Philippus in seiner intentivn vor lobens-würdig erkläret. Ferner ward auf diesem Concilio an. i;n.endlich die Vertilgung des ordens der Tempel-Herren vestgesetzet,davon man die umstände unter dem Worte Tempel - Herrenmit mehrern nachlesen kan. Sonst hat dieser Papst an. 1497.den Griechischen Kayser Andronicum als einen 8cKifmmiLum inden bann gethan; desgleichen an. r;c>9. die Venetianer excom-municiret, weil sie Ferrara weggenommen; und eben diesesauch wider die Florentiner und Luccenser gethan. Insonderheitist von diesem Papst noch anzumercken, daß er das LolleZiumder Cardinäle mit einer grossen anzahl Franzosen und vor-nemlich Gasconiern angefüllt, hiemit diese in den stand gesetzthat, das Papstthum hernach viele jähre für ihre nation zu be-haupten. Erstarb an. i; 14. zu Roque-Maure. Es sind vonihm unterschiedene Episteln und vecrew vorhanden, die in demXI. wm. Concil, ingleichen bey dem Bzovio und Wadingo zufinden; auch hat er eine collectiv» aus seinen und des LonciliiVienneniiü Lonilitutionikns gemacht, welche in dem Lorp. .für.(Xnonic. unter dem titul LonllitMioneb LlcmsntinL s. Oecrs-rslium Über lextimns vorhanden, und von seinem NachfolgerJohanne XXII. an. i;i7. publiciret worden. lib.vm.

c. 80. l'ohlvr«»,.

Lsavr«,. L« Da«!?/, lull. äs Lrancs rom. II.

col. Z04. leg. ssacod, Cave Lc. *

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Dettims VI. ein Franzose aus Limofin, aci ,

genannt, Wilhelmi Rogerii, des Herrn von Rozez m. ^ ge ^von Malemont fohn, war anfangs Mönch >n derLbmire-Vieu in Auvergne, studirte hernach zu PacwC „ M B'daselbst vobkor. Der Cardinal von Mvntemar^maw^^ sj»e

dem Papst Johanne XXII. bekannt, welcher ihm

M

Privrey zu Nimes gab; hernach war er Abt zu- schvff zu Arras, Ertz-Bischoff zu Rouen und endlicv «^cheisBenedictus XII. machte ihn an. i;;8. zum Cardinal, s„ccher auch den 7. may an. 1^42. in der Päpstliche"'7"dirte. Er verordnete, daß das jubel-jahr alle ;o. >»

halten werden, widersetzte sich dem Kayser Ludovico ^feinen prätensionen auf Italien, that denselben m ^ sei-und da sich der Kayser wieder aussöhnen wollte, t»'

che conäirioiies vor, die Ludovicus nicht eingehen rv ohero er an. 1^46. den bann wiederholete. An. Aicilo!'die stadt Avignon von der Königin von NeapoliSJohanna, welche er doch bald hernach gleichfalls ^ chyeM Xcirte. Erstarb zu Avignon an. izzr. den 6. dec. hatte. .X.io. jähr, 7. monate und 2. tage den stuhl bestssessJ., xyi, Esind unterschiedene Episteln, Reden und andere Mch-ivorhanden, davon einige bey dem Baluzio rom-' 'bey dem Bzovio, Wadingo und andern gefunden wett" 'üb. XXIV. rerum Lsrm.cpiit. üb. II. rer. mcm. c. i.

Clemens VII. ein Gegen-Papst, sonst Robert von Mgenannt , war ein söhn Amadei III. Grafen vonanfänglich Lanomclis der kirche zu Paris, protowiRömischen stuhls, ferner Bischoff zu Terouanneund bekam endlich an. i;?,. von Gregorio XI. de«^ iEHut, wurde auch als Legat in Italien geschickt. ^ ^je ^ward er zu Fondi in Neapel zum Papst erwehlet, w .dinäle insgesamt die in eben selbigem jähr zu Rswmene wähl Urbani VI. vor gezwungen hielten, k stkvVI. ) Hierdurch gieng das ärgerliche Ickisms an , 'eher als durch das Costnitzer Concilium gehoben wMv St»reich , Castilien, Aragonien, Schottland und enuge i'^^Baten hielten es mit diesem Elemente, der sich nach sund daselbst an. 1; 94. den 16. sept, starb, und §war^

tion, weil er sich über einige Vorschläge, so zu duftigmAcis von der Universität zu Paris geschehen, zn.^^PetE^,,Die Cardinäle zu Avignon erwehlten nach seinem ^ ^Luna, der den nahnien Benedictus XIII. annaynv ^äe fcbismats lui temporis. V« I'kin. ", ou '

Lrsnce liv. II. col. 706. leg. L col. 812. Isg. g z>^^,M

Clemens VIII. gleichfalls ein Gegen-Papst'^.^hien^si.zidius clc Munnos oder Mugnos, war aus^AA»

gidius äs Munnos oder Mugnos, war ausCanouicuL zu Barceüona. Er wurde nach dem hey U Kwelcher, da er sterben wollte, die wenige annobende Cardinäle, die nach einigen an dermal)»

weble/lmv gastlichste dazu vermahnet,dmntt^ Könige von Aragonren da^ gegeMartmo V. rächen mochte.

Map vier Cardmale zu creiren; allein, ^ße

mit Martino verglichen'L M'E" Päpstlichen nahmen ablegen, wel?b MZ,DennÄu/i ^öoch mit sonderbaren solennita^^n §arvAenn erstlich ernennte er zn seinen würcklich Habens ^ vnalen annoch Franciscum Rovera; bemnach^st^e als^

Päpstlichem Habit auf seinen thron, mP Mve M

ter Nachfolger Benedicti alle von selbigemstrahlen wider die, st>. ihm den gehorsam , umendlich that er die erklarung, wie er stM" ^ wm^jg ckf»vieder friede und ruhe zu verschaffen, sich ^ m!d Ä

Hierauf verließ er den thron, als er <hn ab, A

vacant ausgekündet, legte die Päpstlichen klc>^caer nunmehr allein vockor und Bischoff ihnen a'^ MchesBißthum ihmMartinus in dem rwE gutenaN-,pstZteten vergleich gegeben hatte, als setzte er M gliche»dinale, und bäte solche, einen der kück^ ,. -»> M ^

wehten.

^m»ner, le verfüg,/,.

M-Ä V''° t-"- e-!.»

chen. «wd ,n dE?/ weiten von ihrem ort ^h'stt ^ Alande Martins gehorsam

^ ^ MAnck tclütE ck'Occtckent. ^ ^

E"tt'sMed1cis^A^ erwehtter Papst,verw^nÜ^^lich ein ÄAuach seines vatters todegeöohrm, ^

vor^ ^r, der Pavg ^"Mer-Mter, bis ihn

ter b// fatsch- X. zum Cardinal machte, »achd

krwa - bHf versp/A^Scn beygebrachtchaßJulianttsstmer ^

Mte ex chg gff -N-.gchadt. Bey dieser seiner neuenllch «»ch derse/heu muE^es Papsts unter die Hände,und m/et

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