Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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so viel gültig, doch aber vor sich so mächtig, daßE°„nte a,^pk in seiner kurtzen regierung nicht viel schadenA»/„.Nach dessentodeaber ward er an. 152;. den 19. nov.die ihA; den Päpstlichen stuhl erhoben, weil die alten Cardinäle,werden, k^der, sich nicht starck noch einig genug befunden, und>» dj°vle vielen geistlichen würden, die er besaß, den meistenÜRe "äE" stachen, als die der neue Papst nunmehr austheilenIM' Has erste, was Clemens nach besteigung des Päpstl.

eh "°mahm, waren die religions-sachen, in deren ansehung»idxst,"andern weg zu gehen anfieng, als sein vorfahr Adrian,aus alle weise die zusammenruffung eines Lonsilii zuü»ch^«trachtete, und deswegen den Cardinal CampegiumSch kNWland schickte, welcher eine reformation der niedri-Ü»jst^/chey antragen muste, die aber von den Protestanten alsleine snÄch verworffen ward. Das andre, was des PapstslldjsA, Malt bald anfangs erforderte, war der Italiänische kriegHl>nr, 1 ,^'U Kayfer und der Cron Franckreich. Nun war erMist Cardinal, immer auf des Kayfers feite gewesen, undilbest a,,b dundnis wider Franckreich eingetreten, hatte von dem-'°de „. UZ wohlthaten genossen, indem er ihn nach Leonis X.Arag lchutz genommen, und zu seiner erhöhung viel bey-niZ»^atte. Nachdem aber Clemens Papst worden, thatVe>vsl p»^unparteyisch seyn und den frieden befördern wollte,Vte , uoch wieder seine völcker aus dem Mayländischen ab-und der Kayferlichen armee subsidien zahlte, damit erUte. "e , als der krieg in Franckreich gespielt werdenFranciscus I. an. nach Italien dnrchge-'.Uedest'war, machte der Papst heimlich gar einen besondern"k" - 'M dem Könige, und verband sich, den feinden dessel-

Beystand zu leisten. Als aber die Kayferlichen das

k°>»>t? Zwar verschiedene Vortheile bedungen zu haben ver-Aüyd'°>e 'hm aber vom Kayfer nicht zugestanden wurden.

auch sewen sinn bald wieder, machte heimliche pra-Hst. v,oer den Kayfer, und erledigte den Konig in Franckreich, lte. il^de, damit er den Madrilifchen frieden beschworenei?s'.schloß endlich gar mit Franckreich und Venebig an.>Ü ey -».undnis, nach welchem dem Kayfer alle macht in Ita-enWn werden sollte, wodurch er sich aber viel Unheilit!>Ms zog. Denn erst ward er von den Colonnesern, die

Aü> u^Iuyser hielten und des Papsts alte feinde waren, zuAvser ^fallen und genöthiget, den anschlägen wider denMy d/ufagen, und, als er dieses versprechen wieder brach,An logKayferlichen unter dem Hertzoge von Bourbon aufs? gie»' .Clemens meynte zwar das ungewitter abzuwenden,neuen vergleich ein, danckte demselben zu folge»K auch würcklich ab; allein die Kayserliche armeeM mehr zurück zu halten, eroberte Rom an. 1527.lj ?>>qstst"' und der Papst, der ungeachtet aller Warnung nichthAch "hatte weichen wollen, muste sich in der Engelsburgsk?'Utia s'L' vor seinen äugen in Rom die abscheulichste ver-M Mf^hen, und sich selbst aufs ärgste beschimpfen las-G?iye k/b.'hm nun hier an allen Nothwendigkeiten fehlte,^""dsgenossen den entsatz verzögerten, muste er sichkÄ,,li^ayse.r vertragen, das bündnis wider denselben ver-lW>, ^ s"ne freyheit mit einer grossen summe gelbes er->Ä abei?^"s nach Orvieto gelassen ward, dieKayser-^ besetzt behielten, bis die Franzosen an. i;-8.

os^M?'an>schL einbrachen. Die briefe, so der Papst undwahrender dieser zeit an einander geschrieben, sindE Haö^.- 5 Nspruck gedruckt, in welchen der Papst vonHs?' treulosigkeit und anderer laster beschuldiget

ih Me>,w"ls fieng der Papst an, sich in ernst auf des Kay-Mcken, weil er durch seine hülffe Florentz vor»»My knÄ U"d andere örter vor den Römischen stuhl, zum e, und er schloß auch würcklich mit dem KayftrE^arcellona einen überaus vortheilhafften vergleich,^F?hstrs « ?me Heurath zwischen Alexandra Medms undNatürlichen tvchter Margaretha bestätiget ward.>° >li ^,ward bald hernach Florentz mit gemalt dem Me-»rh?"tEuse, und nahmentlich dem jetztgedachten Alexan-und schien der Papst mit dem Kayfer , derA Dtew ^29. zu Bononien crönen ließ, m vollkom-"^nehmen zu stehen. Er zerfiel auch wurcklrchgefallen mit dem Könige in Engelland, dessen? des Kayfers muhme, wozu er vorhm zlemli-Und bracht, nunmehro Clemens gar nicht billigen«^bek^estall ^wchen den Proceß nach Rom zog, m demselbenErfuhr, daß sich der König endlich mit seinemfl»'^apsi von dem Römischen stuhle absonderte, woraufd"' da der Handel noch hätte können beygelegt wer-UyhI.bann von neuem übereilte, und damit diesm?L^ayU"V machte. Gleichwol war dre fteundfchafftUM. da« nicht beständig. Denn erstlich ärgerte eskeckes ^volus v. gar zu ernstlich auf ein Loncilmm«x? er such endlich anzustellen versprechen muste,Einten ^dingungen setzte, welche nicht angenommenA tMen^ Hernach verdroß es ihn, daß der Kayftr den^ ^U>e?!?"s-f/"?artung eines freyen c<msän an. i t z r. ei-^ Ireit^hhelt gestattet. Endlich hatte ihm der Kayftr^'stc>r Seiten mit dem Hertzoge von Ferrara nicht recht2heil.

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fugen wollen. Diß alles bewog ihn, sich wieder an Franckreichzu hängen, wie denn zwischen dem Französischen Printzen Hen-rico und des Papsts seiner verwandtin, Catharinen von Me-dicis, eine Heurath geschlossen ward, und führte Clemens diebraut an. r;;z. selber nach Marsilien, bey welcher gelegenheiter sich mit dem Könige persönlich besprach. Einige wollen,daß damals zwischen beyden ein bündnis geschlossen worden,dem aber von andern widersprochen wird. Zum wenigsten hatdes Papsts tod verursacht, daß nichts zu wercke gerichtet werdenkönnen. Denn er starb an. 1^4. den 2;. ftpt. nachdem erden meisten theil von jähren kranck gewesen. Er war einernsthaffter, strenger und mäßiger mann. Es fehlte ihm zwarnicht an verstände, er konnte ihn aber in Überlegung wichtigerdinge nicht brauchen , als bey welchen er sich stets furchtsam,unentschlossen und wanckelmuthlg erzeigte. Er war geitzig underwies niemanden wohlthaten, wenn er nicht muste, daherihm auch niemand gut war. Seine grausamkeit und raachgierhaben sonderlich die guten Florentiner nach übergab ihrer stadterfahren müssen. ck-E, in elog. <L Kill. üb. üxxxil.

4>. liiü.

äs krancs. Lerr, leben Kayfers Caroli V. <Lc. *

Clemens VIII. ursprünglich von Florentz und gebürtig vonFano aus dem kstrimonio kerri, war ein söhn Sylvestri Aldosbrandini, Gouverneurs zu Fano, wurde an. 1592. denjan. nach Innocentii IX. tode zum Papste erwehlet. Er hießsonst Hippolyrus Aldobrandinus, war anfänglich Luciiwr äiKuota und Xeksrenäsrius bey dem Papste Sixto V. der ihn an.i^8z. zum Cardinal machte, und succedirte im folgenden jähredem Cardinal Buoncompagno in der stelle eines Groß-koemten-tiarü. Er war auch Legat in Polen, und hatte sich durch un-terschiedene andere Verrichtungen ein solches ansehen erworben,daß er endlich die Päpstliche würde erhielt. Unter den vor-nehmsten Gegebenheiten, die unter seiner regierung vorgefal-len , ist dieses, daß er endlich nach sehr vielen, zuvor vonselten Franckreich bey den vorigen Päpsten vergeblich genom-menen bemuhungen den König von Franckreich Henricum IV.den 17. ftpt. an. i?95. absolviret, »«erachtet die Spanier allemuhe anwandten, es zu verhindern. Er beförderte auch denzu Vervins an. 1598. zwischen Franckreich und Spanien, in-glelchen den zu Lvon an. 1601. zwischen Franckreich und Sa-voyen geschlossenen frieden, und vereinigte nach des Hertzogsvon Ferrara tode dieses Hertzogthum mit dem Kirchen-Staate;wobey er wider den Hertzog von Modena, der auch diesen theilder Ferrarischen erbschafft gern behaupten wollte, zu den Waf-fen griffe; so jedoch, weil dieser es aufs äusserste nicht dorfteankommen lassen, zuletzt ohne blutvergiessen abgieng. Erwollte in der theologischen streitigkeit äs äuxilüs, oder von derGöttlichen gnade und dem freyen willen, die zwischen den Do-minicanern und Jesuiten mit grosser Heftigkeit geführet wur-den , nichts gewisses beschließen. :Er hat auch die vulManrverlionem der H. Schrift, ob sie gleich schon einmal auf besehtSixti V. war revidiret worden, aufs neue verbessern lassen»Bey unterschiedlichen Promotionen creirte er über z->. Cardinale,worunter Baronius, Bellarminus, Perronius, Ossatus, Tole-tus, Tarugi und äs Sourdis die bekanntesten sind. Nachdem eri;. jähr und ;;.tage gesessen, starb er den z. mertz an. 160;.

sä an. 1592. leg. < 7 ,acco«r«,, ia luppl. äu

Lsrä. ä'Ollst. Lbrege äs Lbiftoir. äs Is Longreg. äs Luxilü».Le L/a»s, in llili. Longreg. äs LuxilÜ8 äivins; grEse lirb 8. k.LIemente VIII. ksulo V. lib. II. in liistor. kspatz.

§. 20;. leg. ea^s/r, memor. kill. eccl. kos. 17. lib. I. c. 2;. Lc.

Clemens IX. sonst Julius Rospigliost genannt, war aus ei-ner adelichen familie zu Pistoja im Florentinischen, gebohrenan. 1599. Urbanus VIII. machte ihn zum Luäitsr der Lega-tion des Cardinals Barberini, und weil er sich hierbey wohlaufgeführet , schickte er ihn als Xuntium nach Spanien , wo-selbst er n. jähr in dieser station geblieben, ob gleich sonst nurz. jähr darzu bestimmet sind. Nachdem Urbanus an. 1644. ge-storben , wurde er zurück beruffen, und ihm bey der wählAlexandri VII. das Gouvernement der stadt Rom anvertrauet.Eben dieser Papst Alexander machte ihn zu seinem 8ecretsrio,undendlich zum Cardinal, worauf er nach dessen tode den 20. jun.an. 1667. zum Papst erwehlet wurde. Er ließ sich erstlich an-gelegen seyn, das volck im Kirchen - Staat von einigen auflagenzu befreyen; worauf er auch den krieg, welchen die Christenzu dieser zeit mit den Türcken wegen Candia führten, beför-derte, und zu diesem ende sich bemühete, den krieg zwischenFranckreich und Spanien beyzulegen , welches auch durch denfriedens - schluß zu Aachen an. 1668. erfolgte. Nichts desto«weniger hatte dieser Papst den Verdruß, daß Claudia verlohrengieng, welches ihm, wie einige vorgeben, so soll zu hertzen ge-gangen seyn, daß solches nicht wenig zu seinem tode beygetra-gen. Sonst sind unter diesem Papste die Jansenistischen strei-tigkeiten in Franckreich einiger Massen beygeleget worden, wie-wol selbige bald hernach wieder hervor gebrochen. Ihm zu ge-fallen erlaubte der Konig in Franckreich, die wegen der ver-triebenen Corfen unter Alexandro VI. aufgerichtete Pyramidewieder umzureißen. Er starb den 9. dec. an. 1669, ttLwire äss Lonslsvss, tom. II. Vtiestmm Luropxeum; vis-lium LuropMM ; »ist. äe8 sing. kropos. äs ^nleniu8; ls ?sixäs Llement IX. Lc. in !Mor. kspst. §. 298.

Clemens X. sonst Aemilius Altieri genannt, war ausRrr; einem