Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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einem alten Römischen geschlechte, aus welchem auch sonst un-terschiedene Bischöffe entsprossen. Urbanus VIII. schickte ihnals Auncium nach Neapolis; Jnnocentius X. aber entsetzte ihndieser würde, und zog ihm , als er nach Rom zurück beruffenwar, alle seine güther ein. Als hingegen Alexander VII. Papstwurde, gab ihm derselbe alsbald die Nunciatnr in Polen, dieer zu grossem vergnügen des Papsts verrichtete , die davor ver-sprochene Cürdinals-wurde jedoch nicht eher als unter ElementeIX. erhielt, der ihn bald anfangs zum Cammermeister machte,und an. 1669. in den Cardinals-stand erhub, da er denn auchdald darauf, als dieser Papst verstorben, an. 1670. den 29. apr.nach einem 6. monatlichen Conclave zu seinem Nachfolger erweh-let ward. Er starb den 22. jnl. an. 1676. im 82. jähre seinesalters. Es hat sich unter ihm nichts sonderliches zugetragen,ausser daß man in Ungarn den Protestirenden scharf zusetzte, wor-zu er kein geringes soll beygetragen haben. Wie er die familieder Pauluzzi adoptirt, siehe oben unter Altieri. Ner-itM---. m

kilt-kaM. §. 299. leg.

Clemens XI. Papst zu Rom , hieß sonst Johannes Fran-ciscus Albani, und warben 22. jul. an. 1649. zu Urbino geboh-ren. Sein vatter, Carolus, war Cammermeister bey dem Car-dinal Carolo Barberini. Der junge Albani legte sich von ju-gend an auf das studiren, und erlangte in den Kumsnloribus,der Theologie, Kirchen-Historie, geistlichen und weltlichen Rech-ten, in welchen er auch den Zmäum voLtorls annahm, bald einegrosse gründlichkeit. Er kriegte anfänglich verschiedene Gouver-nements im Kirchen-Staate, und als er dieselben mit lobe ver-waltet, berief ihn der Cardinal von Lucca nach Rom, und brachteihm bey dem Papst Jnnocentio XI. die stelle eines kouenre oderÜelerenäÄrii bey der Consistorial - Congregation zuwege. Weilaber dieser sein förderer zeitig starb, blieb er eine weile ohne wei-teres glück, bis nach dem tobe des Cardinals Slusio, da derPapst ihm, ob er gleich noch jung und ein blosser Lbbste war,das Secretariat ckei brevl leeren auftrug, weil er von einem ge-wissen dieser fachen sehr kundigen manne, auf dessen vorschlugsich der Papst zu verlassen beschlossen hatte, demselben eingelebtward. Alexander VIII. hielt ihn so werth, daß, als er bey vorha-bender Cardinals-ernennung seinen verwandten frey gab, vorzu-schlagen , wen sie wollten, er sich nur einen einigen vorbehielt,welchen er selbst befördern wolle, und das war dieser Albani, derzu solcher würde den iz.febr. an. 1690. gelangte, wobey derPapst zugleich das absehen mit haben mochte, seinem Vetter, demjungen Cardinal Ottoboni, der in staaks-sachen noch gar unerfah-ren war, durch ihn einen gehülffen zu geben. Er bekam, nach-dem er Cardinal worden, die protection über die Schweden, wor-zu die Hochachtung vielleicht gelegenheit geben mochte, darinnener wegen seiner guten art und gelehrsamkeit bey der Königin Chri-stina stunde. Weil er das geheime Secretariat behalten hatte, somuste er die berühmte bulle ausfertigen, die Alexander VIII. wi-der die schlösse der Französischen Geistlichkeit von an. 1682. aus-,gehen ließ. Wie sie denn auch von ihm unterschrieben, und an.1691. bey dem tod-bethe des bemeldten Papsts in einer darzuangestellten Versammlung von Cardinalen öffentlich abgelesenworden. Eben diese bedienung hatte er auch unter JnnocentioXII. welcher, ob er wol aller derer, die um ihn waren, leichtüberdrüßig werden konnte, dennoch gegen Albani eine unverän-derliche neigung behielt. Sein amt machte, daß er mit den an-gelegenheiten aller Höfe viel zu thun bekam, dabey er sich abermeistens so aufzuführen wußte, daß man ihn keiner sonderli-chen Parteylichkeit beschuldigen konnte, indem er einem sowolals dem andern nach erfordernng der gelegenheiten zu nahe tre-ten muste. Jedoch sahen ihn die, so ihn genau kannten, bereitsin seinem Cardinal-stande an, daß er der Crone Franckreich vorandern günstig sey, wiewol er sich hütete, um ihrentwillen ei-nigen andern zu schaden. In dem nach Jnnocentii XII. tode an.1700. gehaltenen Conclave ward er, da die Cardinäle lange nichthatten einig werden können, in der nacht, als sie den tod desKönigs in Spanien erfuhren, von einigen aufgeworffen, undauf den morgen fand sichs, daß er schon 40. stimmen hatte, undalso sonder ausdrückliche excluffon, von einer oder der andernCrone nicht verworffen werden konnte, welchen zahlreichenbeyfall ihm die partey der Zelanten, von denen er selber war, unddie Ottobonische, mit welcher er stets wohl gestanden, zuwegebrachte. Weil nun weder die Französischen noch Oesterreichi-schen Cardinale ihn ausznschliessen befehlicht waren, indemman an ihn, daß er wahlbar sey, wegen seines noch nicht garhohen alters, vermuthlich nicht gedacht hatte, eine jede von die-sen parteyen auch etwa nach seiner bisherigen aufführung urthei-len mochte, er werde der andern nicht angenehm seyn, so warddie wähl den 2;. nov. gehöriger Massen vollzogen. Man fandaber bey ihm eine Weigerung, die etwas mehr als ein blossescompliment zu seyn schien, indem er sogar einigen anstoß vomfieber darüber bekam, und gab er sich nicht eher, als bis er vonetlichen ssbeologi« belehrt ward, daß er ohne tod-sünde die wählnicht ablehnen könne. Als er selbige nun angenommen, er-wehlte er den nahmen Clemens XI. weil er am tage dieses Hei-ligen gewehlt war, ließ sich hierauf den ;o. nov. zum Bischofsweyhen, und den 8. dec. erfolgte sodann diecrönung, den 10. apr.deü fügenden jahrs aber nahm er mit grosser Pracht von der Rö-misch-Bischöfflichen kirche zu St. Johann im Lateran besitz. Erbezeigte bald anfangs eine ziemliche strenge gegen seine unver-wandten , in anfehung deren er die wider den Xeporilmum ge-machten gefttze genau zu beobachten versprach, gestalt er den

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abwesenden untersagte, ohn sein geheiß nicht nachinen, und seinem bruder Horatio Albani nur erlaubte, zzu bleiben, mit der bedingung, daß er sich nicht anders ^ein gemeiner Edelmann aufführte. Jedoch ließ er davon >helfte seiner regierung ziemlich nach, machte einen vbruders söhnen, nahmens Annibal, wie es heißen mun^, jh»erkannter grosser geschicklichkeit zum Cardinal, dra>'auch in wichtigen staats - geschäfften. Der andre,ward Printz von Soriano, und that eine anschnllwVMey,aus dem Hause Borromäo. An des dritten Aleranvr« > ^ ^glücke sieng er auch an zu arbeiten , konnte es aber, wzeitig starb, nicht vollkommen machen, und ist dermseinem Nachfolger, Jnnocentio XIII. erst CardmalDer, von welchem er sich als Cardinal gantz regieren«"'' jt fei-Älonüeur Fadroni, um deswillen er schon manchmal ge-llem bruder zerfallen war, und den er auch hernach A ^ stj-dinal machte. Dieser hatte auch den Cardinal Pau>m ' sevne Vertraulichkeit dergestalt gebracht, daß er denstim'ge-llem vornehmsten Minister erklärte, ob gleich euW V^schicklichkeit nicht vor die gröste halten wollten. WAches fiel 'gierung in die zeiten des Spanischen succeßions -- ^eiMward sie sehr unruhig. Denn weil in solchen fallen Egen parteyen einander auf alle schritte achtung geben, ^ jp u-das geringste mißzudeuten pflegen, so wüsten bey wM p jhreinenl Mittel - Punct alle klagen der OesterreichiM" §j„ei>!gegner zusammen kommen, und sollte er bald dem DWgefallen sich gegen den andern erklären, bald die bevvfreyheiten einschräncken, bald von den vorhergehen^ ^stigungen und seinem nachsehen rechenschafft geben'mit seiner beschwerung die allgemeine vatter-sorge v ssso, daß er manchmal über die Gesandten ungevm Aeitya

wenn sie ihn wegen aller kleinigkeit anliefen.

ben der Französische Cardinal Fourbin und der geinAtzog von Uceda seine gedult durch ihre Heftigkeitbraucht, und ist sonderlich der erste in seiner freyM ^ nuso weil gegangen, daß ihn der Papst, wie er man ^ t> 5dem Cardinal Albani rede, erinnern, auch wol co. Eglöcklein ziehen, und damit der audientz ein ende nu" ^,y>lusen. Er bemühete sich im anfange durch angebotene ^ M'lung den krieg zu verhüten, und als solches mem «that er die erklärung, daß er eine gantz genaue "Nv» My, ' .beobachten wolle. Ob er nun wol dieselbe zu beyMA eEvon beyden feiten gesuchte belehnung über Neapou»len wollte, und den zelter, der ihm von Philipp'v>Nnöthigt lverden wollte, lausten ließ, so that er doM^' ^ HMdaß ihn in den nicht ungegründeten verdacht braam, ,mehr auf die Französische seite. Er bezeugte nicht 'sondere sreude, als die Nachricht einlief, daß ^Franckreich das Spanische testament angenwumm, >>

machte auch in allen stücken zwischen der Bomvo>> ^Oesterreichisthen partey einen mercklichen unterm, Vxer jenen alles nachsähe, diesen nichts zu gut M/Meneiner etwa sonderlich vor bie Kayferliche angelegen^,/r ^

erzeigte, an denselben eine fache suchte, und ")>' vo>'tions-processen verfolgte, wie es sonderlich dertano und der Marchese äel Vasto erfahren - ^er, ob er wol in Kayferlichen diensten stunde , zpmdem Cardinal Fourbin aufgebürdeten beschuldlgfl^giEvernrtheilen ließ. So wurden auch sonst die aM--^,Oesterreichs - gesinnten angefüllet, und der , Itau^„an einer off- und defensiv - alliantz zwischen K.-pje

schen Staaten , die Kayserlichen einmal vor a« Mplzu treiben. Ja, da an. 1704. die Kayserlrchrn ' hyt ck i stFranzosen in das Ferrarische gerückt waren, » ^ siegebeyden zu weichen, und verband sich mit Hans , würdv^bckbald einer von beyden theilen wieder hmem r' ,mit seinen völckern zu dem andern zu Wucher bewM zv-bald darauf die Franzosen mit angensche"U"'ch ^ unddes Päpstlichen Generals Paolucci wieder kam ei»E, fiA

vor von den Kayserlichen bkfetzt gewesenen v' wE ^>1 r

so daß diese aus furcht von allen feiten uwnng zuqenothiget fanden, bis in das TribentmifM gehe" - ch«/'so meynte jedermann, der Papst habe dazu ' ^ „schlo §s-gegeben, zumal da er bey dem gantzen^' erM^ch Eals was er unumgänglich thun muste, persprEfentlich parteyisch erklären wollte, an dav^tenvon Vereinigung seiner völcker mit dem ge» . ^ Leg^,„g Egedachte, wie denn auch die an den Si chren - rcktÄx stFergangenen ordren, die derselbe zu s^ner M ln dn'^M^nach an den tag legte, des Papsts r"" M/r WMge ^ziemlich deutlich entdeckten. So lange nu MjveE,lebte, vertrug der Hof zu Wien alles dieu a

zeigen des Papsts mit grosser gedult,

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cum Kaystr bezeigen beständig fort, ' r>,e-

cum streukg, rve«»anfange daS ss^primg^um ^

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mehr waren. Die^/^Eu, und was andere dergst'chm ..^«ch stznen GefaZ e? den Kupfer, daß mgie

aus Rom ziehe»,. den Grafen von Lamberg,vorher aber durch denstiben