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den Pnpst Ihm ließ, 'voraus die besvrgmig derk Gelegenheiten dem Cardinal Grimani aufgetragenseine hertzhaffligkeit die freyheiten , die derCardinal Fourdin zum Nachtheil der Oesterreichischenve» - reichlich einbrachte. Hernach da der Kayser durch»der« von Turin, und die darauf erfolgte capitulation desskt, q^blis von Italien meister ward, empfand der Papst def-»ier auch mit mehrerm nachdrucke. DieHertzogkhüm-te» und Placentz wurden, ungeachtet des vorqewand-sie de,n^^-lehns, als dem Reiche unterwürfige stücke mit vvl-und zu bezahlung der kriegs-stenren angehalten, wel-^lckrrn kluigen strichen im Kirchen-Staate widerfuhr. Den»«ltet «n ^ "ach Neapolis giengen, muste der durchzug ver-Aivejl^^rn, und bey dieser gelegenhett kamen die Teutschenltlich . " >o nahe an Rom, daß dem Papst bange ward, der"lle l,/,^ot-thore zumanren ließ. Endlich wurden an. 1703.
A dfe aus dem Maylässdischen und Neapolitanischen^ÜchtbÄ.Megten gezahlt zu werden, mit verböte belegt, die
,, ^xSkit der Nnncialur gehemmet, viele alte forderungen'i>e wider den Päpstlichen stuhl wieder aufgesucht, undM», > n>k>as Ferrarijche geschickt, welche Coinmachio ein-bevestigte, und Ferrara sechsten belagerte. DerMeigt "t nichts destoweniger anfangs so wenig zum nachgeben?>> auch dem Cardinal Barberini, der zum frie-
den Hof verbot, den schay Sirti V. angriffe, volckNl^"nd den Grafen Marsigli zum General machte. Aber,"" k^.^ch dem Kayser zu schwach war, und nirgendsher
NM tin» "U! vem Rayzer zu ru-waeywar, uuufloiy Aen konnte, die Kayserl. indessen immer näher auf/ i» und auch der rufgieng, daß eine Englische flot-Wjch , -uktttelländische meer kommen werde, bequemte er sichDey g," einem stillstände, verzog aber doch bis fast auf denAnblick desselben, ehe er den frieden schloß, welches^u. 1709. geschahe. In den geheimen artickulnNn. ^chs hatte der Papst verfprochen, Carolum vor ei-?sseiy W ln Spanien zll erkennen, welches er auch noch in1.'l>re durch ein Lrevs den 26. junii und iml LonMorioM wiewol mit Widerwillen, und nicht eher that, als.„Äschen schon wieder fertig stunden, in den Kirchen-Utde Jucken. Mit Commachio aber muste er es im altenA bljA'bu und zugeben, daß der ort von den Teutschen de->.Avün'. uian die gründe der beyderseitigen forderungeni^dqE. untersuchet, ^^er denn die Kayserl. denselben bis
v,j^uthum Benedicti XIII. inne behalten, und erst an.2 HgM zurück gegeben haben, so sehr sich auch der Päpst-M um dessen einräumung bemühet. Es blieben
A^ ümtigkeiten mit dem Kayserl. Hofe deswegen nicht^ dieser sich allen Unternehmungen der Kirche, diedes weltlichen regimentö zu gereichen schienen,
k.,M» s.^'^^e. Daher es sonderlich in dem Neapvlila-üb-« .?>e kirchen-freyheit, über die gemalt der Xuncio-ersetzung der geistlichen deneficien, die nach des»„d^'uen nur eingebohrnen sollte!: gegeben werden, undlv??? der w/^lche Puncte mehr stets zwiespalt gab. Es meyntein^dst , nach des Kaysers Josephs tobe sein ansehen
. gen lE. hohe zu bringen, welches ihm aber auch nicht0t>?Mn Kayserl. Frau mutter, an die er sich, als
>e -And», M>, Commachio machte, wollte in dieser das Reichdie ^ sich nicht einlassen. Bey der Kayser-wahl woll-gvv-k Mischen Worte der Päpste aus den mittlern zeltenwjfMuen, und schickte seinen Nepoten Albani als Xun-derseib- dueu instructionen nach Franckfurt, vermöge wel-M schuldigkett zugelgssen zu werden begehren,
A?Uno dx,e forderungen wegen des ceremoniels und be-ld„!i inüsi- ^^upstl. angelegenhetten in der wahl-capitulationE?- das ^ aber von den Churfürsten so wenig geachtetivG, dem Xunrlo ein geringer ceremvniel, als der
«Mt jb>, Absandten ihres >var, ausmachte, und zuri» !Ä^wwol, als andre fremde die stadt zu verlassenlhKlienl^ "/ue Kayser Carl VI. wollte auch hernach ihm' gerechtsamen nichts nachgeben, und ver-
leg A ay,. ^">t das ßus primsrisrum VrLLum dergestalt, daß»iq beseel ber Papst nachgeben, und mit einer anrede? PävmS"dten zufrieden seyn muste, darinnen nichtse>: Aie lv^iilicheu j„di,lc zu dieser fache, sondern durch all-dc>»x'ist Vv„ b/«^?.^^jgung aller gefälligkeit, welche die Kay-MÄ sich Japsten zu gemessen pflegen, angesucht ward,§<>v^Mchken Japst verband, die Kayserl. Precisten gegen dielebn Ir Stifter zu schützen. Als nachgehenbs der"V?lernikI^achrig gemacht, als ob er an den Spant-^ ei> e iI"6en wider Sicilien theil habe, empfand erKt,Mviis Zarte ahndung vom Kayser, indem der Ximckusst'le br,ILaeschaffc, das archiv der Nunciatur versie-^»ns?"gerv, ?afften zurück behalten, die Päpstlichen ein-
^Jafft D'J des Ertz-Bischoffs General-Vicarms mit
und gedrohet wurde,
grentzen gefuhret
, d.Zch°r Wten schickte, so konnte selbiger dochvEl,?aß der weil man am Kayserl. Hof wohl
^ schvss der "vch immer fortfahre in Italien zu un-°"vvx "ay erj, herrschafft etwas zu kochen, gestalt er»«wer zeit, als die Printzeßin von Parma
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nach Spanien vermahlet ward , eine Verordnung gemacht, daßdieses Hertzoglhum nach abgang des männlichen stamms aufden weiblichen fallen solle. So sehr nun gleich der Papst inallen stücken des Bourbonischen Hauses und sonderlich Philipp»in Spanien seine angelegenhetten beförderte, konnte er dochnicht alle Widerwärtigkeiten mit demselben vermeiden. Er ge.rieth ihm aber sonderlich aufden hals, nachdem er war genö«thiget worden, Komg Carolum zu erkennen. Denn da woll-te Philippus nichts mehr mit ihm zuthun haben, verböte demXanrio den Hof, ließ kml Md nach Rom folgen , und durchden lluäitor cki Xuota, Moltnes, ihm alle ersinnliche Widerwär-tigkeit anthun, welches viele jähre hinter einander währte, undnicht eher, als etwa» ein lahr vor des Papsts tobe völlig beyge-legt ward, so daß, wenn es nicht grossen theils nach vielermuthmassung ein spiegel-ftchten gewesen, der Papst sich wolrechtschaffen zwischen thur und angel befunden. Eben solcheverdrießliche und unaufhörliche streitigkeiten hat er auch mitdem Hertzoge von Savoyen theils über die kirchen - freyheit,theils über die ernennung der Personen zu entledigten geistlichenstellen gehabt. Die wurden sonderlich groß, als dem Hertw-ge im Utrechtischen frieden das Königreich Sicilien zugeschla-gen war. Denn da machten es die Savoyer eben wie in Pie-mont, das Tribunal der Monarchie, wollte keine geistliche ge-richtbarkeit erkennen, achtete keinen Papstl. bann, jagte die Geist-lichen , die sich nach demselben richteten, unter denen auch ver-schiedene Bischöffe waren, aus dem lande, die denn alle an derzahl ungefehr zooo. nach Rom liefen, und mit des Papsts gros-ser beschwerung auf seine kosten musten unterhalten werden. Sobekam er auch an. 1717. einen theuren kostgänger an dem Prä-tendenten , den er gleichwol zärtlich aufnahm, und, da er sichentschließen muste, seinen beständigen anfenthalt zu Rom zunehmen, nebst seiner gemahlin, zu der er ihm auch wider desKaysers willen hatte geholffen, nach vermögen versorgte. Diestetigen unruhen in Polen machten ihm auch viel zu schaffen,aüwo er sich des Königs Augusti beständig annahm, und mitseinem gegner Stanislao niemals, auch nicht nach dem Ran-städtischen frieden, etwas wollte zu schaffen haben. Eines vonden geheimnissen seiner regierung ist die Gesandtschafft, die erzur zeit der Polnischen Verwirrungen an. 1702. durch einen Do-minicaner, Augustinum Levesi, beydem Könige in Schwedenablegen lassen. Viele meynen, es sey dieselbe von der verwit-tibten Königin in Polen und dem Cardinal Fourbin veranlaßtgewesen, und habe folglich nicht eben die Vortheile des KönigsAugusti zum zwecke gehabt. Als die Türcken an. 1716. die Ve-netianer angriffen, und dadurch auch Italien in gefahr gerieth,wendete er alle sorgfalt an, diesen feinden zu begegne», gestalter seine galeeren zu der Venetianischen flotte stossen ließ, derRepublick mit gelde beysprung, auch andere Potentaten, und son-derlich den Kayser, in bündnis mit Venedig zu bringen sich be-mühete, auch demselben zum Türcken-krieg die zehenden vonden geistlichen einkünfken in seinen landen zu heben gestattete.Jedoch ward er dabey zum wenigsten seinem vorgeben nach vonPhilippo in Spanien hintergangen, indem derselbe die vomPapste auch ihm verstatteten geistlichen gelber und die unterdem verwände den Venetianern zu helffen ausgerüstete flottezum kriege wider den Kayser anwendete. Weil nun der Car-dinal Alberoni hieran , wie auch an den mißhelligkeiten zwi-schen beyden Höfen schuld seyn sollte, hat der Papst es her-nach dahin gebracht, daß er aus Spanien geschafft wurde, wor-auf er ihm den proceß machen lassen, dessen endschafft abernicht erlebt., Den allerverwirrtesten Handel hat sich dieser Papstmit der berühmten Constitution Vmgeniru8 zugezogen. Denner ließ sich durch die Jesuiten, und durch seinen vertrautenFadroni, so der Societät gantz ergeben war, bewegen, dasvom k- Quesnel aus der Congregation des Oratorü mit aller-hand betrachtungen heraus gegebene neue Testament, und in-sonderheit gewisse daraus gezogene lehren, an der zahldurch bemeldte Constitution zu verdammen. Weil aber diesesbuch von langer zeit her bey vielen in grosser Hochachtung stund,und auch damals noch sonderlich durch den Cardinal von Noail-les vertheidigt wurde, auf den eben die Jesuiten übel zuspre-chen waren, so entstunden daher grosse spaltungen in Frauck-reich, indem etliche die Constitution schlechterdings annahmen,et-liche zum wenigsten erklarungen darüber haben, oder auch selbstmachen wollten, etliche sie gar miteinander verwarfen, undan ein freyes Lvncttwm appellirten , wobey des Papsts anse-hen durch verschiedene schriften viel leiden muste, und grossegefahr war, daß in Franckreich ein National-Loncillum gehal-ten werden mochte. Allein er hatte den König Ludewig XIV.auf seiner feite, ber ihn auf die annehmung der Constitutiondringen half, nnd Verfolgungen wider deren gegner zu erregenanfieng, daher er denn von keinem vergleiche hören wollte, undsich durch eine neue bulle von allen denen absonderte, welchedie Constitutton nicht annahmen. Ob nun gleich bemeldter Kö-nig vor die beforderung dieser fache zu zeitig starb, und dieneue regierung m Franckreich sich anfänglich der Constitutiongar nicht geneigt erwies, daher denn die zahl der appelliren-den täglich zunahm, so blieb der Papst dennoch auf seinemsinn, und wollte keme vorschlage annehmen, weswegen er auchdiesen Handel bey fernem rode unausgemacht, und in dec gro-ssen Verwirrung hinterließ. In Spanien und Portugal! hatman die Constitution ohne Widerrede angenommen. InTeutschland und den Niederlanden ist es auch von einigenRrr4 gesche«