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Zweyter Theil. Bi - C.
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zu St. Clou in dem Gondischen haust war.) Henricus III.saß noch halb unangekleidet auf seinem stuhle, nahm von demMönche, welcher ihm kniend die reverentz machte, des Grafenvon Brienne brief an, und erlaubte ihm, damit er die vorge-gebene geheime commißion desto bester ablegen könnte, ihmgantz nahe zu treten; liesse auch gar, weil der Mönch sehr da-rum bäte, die anwesende Herren an das andere ende des Zim-mers treten. Kaum aber war solches geschehen, so ergriff Cle-mens unvermerckt das in seinem ermel verborgene messer, stießes mit vollen kräfften dem Könige in den Unterleib, und ließes darinnen stecken. Der König riß es augenblicklich heraus,und stach selbst zweymal damit diesen seinen mörder in die stir-ne und in das geßcht. Darauf fielen einige von denen, so indem Königl. gemache waren, vollends über denselben her, underwürgten ihn in der ersten Hitze mit vielen wunden, wobey mannicht gehöret, daß er ein einziges Wort gesprochen hätte. Seincörper, welche» man zum fenster hinaus gestürtzt, blieb einestunde gantz entkleidet liegen, damit ihn jedermann recht erken-nen möchte. Hernach aber ließ ihn der OrLnä-krevoe äs 1'üü-tsl mit vier Pferden zerreißen, die stücken verbrennen, und dieasche in den nächsten fluß streuen. Die Pariser und nach ih-rem exempel viel andre, erhuben diese that Clementis, undihn selbst bis an den Himmel. Sein Prior, der vorgedachteBonrgoing, nennete ihn ein seliges kind des heiligen Dominici,und emen heiligen Märtyrer JEsn Christi; sein bildnis mit un-zehlichen lob-sprüchen sahe man auf vielerley arten öffentlichverkauffen; seine mutter, welche eine arme abgelebte bäurinwar, ward gleich einer heiligen reliquie mit grosser ehrerbie-lung von dem volcke häufig besucht; ja einige trugen gar vor,man sollte ihm zu ehren in der Haupt-kirche von Paris äs Xä-Irs Dame eine statue, als einem erretter des vatterlandes, auf-richten. ck c-e /e/?

///. Lc. bist. üb. XOV. bist. äs krsnce

tom. III. x>. 79I> leg. P. 799- *

Clemens, ( Johannes) ein Engelländer, war in dem Hau-se des Cantzlers von Engelland, Thomä Mori, erzogen, wel-cher ihm hinwiederum die aufsieht über seine kinder anvertrau-te. Clemens machte vor sich selbst gute progressen in seinenstudien, begriff die sprachen, vornemlich die Griechische, undbrachte es in der Medicin soweit, daß er dieselbe auf der Uni-versität zu Oxford docirte. In des Cantzlers Mori Hause warer mit der berühmten Margaretha Gige bekannt worden, wel-che dieser Cantzler bey seiner tochter Margaretha hielt, daßsie mit einander studiren möchten, und gewann dieselbe so lieb,daß er sie heurathete. Als aber unter Henrici VIII. und Eduar-de VI. regierung die reformation getrieben wurde, giengen sie»ach den Niederlanden, und hielten sich zu Mecheln auf. Un-ter der Königin Maria regierung kamen sie wieder nach En-gelland. Als aber Elisabeth den thron bestiegen, und die re-formation von neuem angieng, begab sich Clemens zum andernmal nach Mecheln, woselbst er an. 1570. seine ehefrau ver-lohr, welcher er selbst an. 1572. im tobe nachfolgte. Er hatverschiedene getichte verfertiget, auch die episteln des Gregor»Pl-nimMin, die Hornisten des Nicephori Callisti, rc. in dasLatein übersetzt. äs loichr. Lngl.

Clemens, (Robertus) Herr von Metz in Gatinois, wardvon dem Könige Ludovico juniore in Franckreich zum Hofmei-ster seines Printzen Philippi Angusti bestellet, und als dieserzur regierung gekommen, ernennete er ihn zu seinem Rath undStaats-Minister; er starb aber im folgenden jähre etwan an.1182. Er hatte 2. brüder , davon Aegidius Clemens gleich-falls Staats-Minister, Garmond aber Abt zu Pontigni undan. ii82. in ansehung seines bruders Aegidii zum Bischoff zuAuxerre erwehlet wurde; wiewol einige sich seiner wähl wider-setzten , und kam diese fache nach Rom, woselbst Garmond ander pest starb. Robert hatte auch 2. söhne, Albericum undHenricum. Albericus Element, Herr von Metz, brachte dieMarschall-stelle von Franckreich in ansehen, und machte sie zueiner kriegs-bedienung. Er begleitete den König PhilippunrAugustum auf der reise in das heilige land, woselbst er sich inder belagerung von Acre tapfer hielt, und auch daselbst an.nyi. sein leben einbüßte. Henricus I. wurde wegen seinerkleinen statur der kleine Marsch all genannt. Der König gabihm diese stelle und auch die Herrschafft Argenton. Er be-fand sich an. 1214. in der berühmten schlackst bey Bovines, undstarb noch selbiges jähr in Poitvu in dem kriege wider die En-gelländer. Mit seiner gemahlin aus dem Hause Nemours hater Johannen» gezeuget, welchem der König Philippus Augu-stus gleichfalls die Marschall-stelle ließ, ob er gleich sehr jungwar. Seine nachkommen haben sie auch behalten, und istdeswegen ihre Herrschafft Metz in Gatinois, Metz-Ie-Narssbglgenannt worden. Henricus II. Element, Herr von Metz undÄrgenton, war gleichfalls Marschall von Franckreich zur zeitLudovici 8-mäki, welchen er an. 1249. auf seiner ersten reise msheilige land begleitet. I.a sbronigue ckffuxerre 3N. 1182. Lbron.

äs Vlanär. L. 20 . cke Li-ero« U in kkil.

»r/. bist. äe8 Ninistr. ä'Rtsr. As.

Clemens, (Titus Flavius) zugenannt Llsxrmärinu8, weiler Priester der kirche zu Alexandria war, lebte im anfange desIII. ÜLsuIi unter des Kaysers Septimii Severi und seiner lin-der Getä und Caracallä regierung. Man hält dafür, daß erU Alexandrien, oder vielmehr zu Athen gebohren worden. Eryal unterschiedene lehrer gehabt, worunter aber sonderlich Pan«

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tanus bekannt, dessen stelle er auch im catechistrenda dieser nach Indien verreiset war, ja gar an. *9 ?.'Mfolger in der schule zu Alexandria worden, allwo EU Mester ihm studirte. Im übrigen da er Priester zn ^ A-war, und sich die Verfolgung unter dem Karsser Sepl „vero erhub, muste er diesen ort verlassen, da er M,f7jelt, wo-Orient begab, und eine zeitlang zu Jerusalem E'gffxyMselbst er die kirche sehr vermehret, wie der BlickM Mbezeuget. Von bannen riffele er nach Antiocknen,endlich wieder nach Alexandrien, woselbst erman einiger Massen muthmassen kan, im ausgange , Ir-rung des Kaysers Caracallä. Die schriften, so vo»

Handen, sind krotrepticon sä 6ente8 ; ks:ä->ZoZus , .in Ü3uäem Lbrilki; Ltromntum üb. VIII.; Offotypokson ; ffiber, gui8 äivs8 salvstur , welche w 0fisii suäkario bibl. katrum zu finden, und auch allem" g yr>0sind, rc. Die geschicklichkeit dieses manns war Mweitläuftig, »nassen er neben der H. Schrift M'ihm gewesenen kirchen-scribenten auch die Hevdwl^t ^treflich wohl besessen, und aus denselben zu bei6W^§ garChristlichen religion, und Überweisung des HeMNMvieles zu ziehen gewußt hat. Jin übrigen, wiezeit noch nicht die klareste gedancken von einigen v" ^ Eder religion hatte, so ist nicht zu verwundern, da« ^darinnen anzutreffen , welche einer vernünftigen ^

mäßigen erklarung vonnöthen haben. SonderilM ' MgEdie erbsunde an verschiedenen orten schlechterdings Eund dem freyen willen des menschen in dem wem^ ^ Edas meiste zuzuschreiben; wiewol er doch dabey ss

ausschließt, auch der heiligen Taufe eine solä-ekE » , y>>bet, baß er dadurch seiner meynnng von krafft de^Elens ziemlich offenbar widerspricht. Seine jchrme' ^0 u"öftern von Sylburgio, Dan. Heinsio, Frontone, ^ '

noch zuletzt in Engelland von Pottero heraus Pgeoe'bist. esslsst üb. V. c. II. üb. VI. c. lib-

äs ssript. eccles. ;8- c. 109. feg.

liit. äivin. LeLs/mi«. ^

* c^talia'''-

* Clemens , der dritte Bischoff zu Breßlau, e>n A,o

scher von Adel, welcher mit seinem verfahr a»

Italien nach Polen gieng. In Polen hielt er M ' p Mund lehrte dadurch die Polnische spräche verstehen » ,0^

Dahero ihn Boleslaus Chrobry, Königin Polen

nach Urbani, Bischoffs zu Breßlau, tobe zummendirte, damit die zuhörer nicht nöthig hatten, ,»,ei>. ve-rein Bischoff allezeit durch einen dollmelscher ssl XGeistlichen und das volck erwehlten ihn hierauf, KxtzSlsw stdictus VII. confirmirte ihn, und von Hippolyw,, ^ er >zu Gnesen, wurde er geweyhet. In seinem aim > „„tck ^grossem fleisse die Heydnischen gewohnheite»,,neu-bekehrten in Polen noch im schwänge gssnE efftwund bekehrte durch sein sreundliches, leutsellgev >>7.risches Wesen viele Polen. Endlich starb er am ^ segsssnem fieber, und wurde in die kirche zu Schmogrf.^ sxu»aö Lileliogr. Vlll. 12. annst- jfc.

14^. « , Isript. 8iles. tom. II. p- ^

stpiks. IlrLtisI. ibiä. tom. III. x. 4- bist- ^ 8^0^ecsl. Urutisl. ibiä. tom. II. x. 1^9. Lssi/s- ^8- Mibiä. tom. II. x. 178- kill. kolon. II-k'

* Clemens, ein krXksctus ktXtorü unter l'^gneklsich nicht mit in die Verschwörung einlassen, " und ^Printz im jähr Christi 41. zugrunde gegEst-n dew SüChäreas das Haupt war. Clemens sein

men Aretinus, bediente auch seines vattecs w»spasiano. bist. üb. IV. c.68. Dieser, leßl^stj-4-

lich M. Aretinus Clemens, und ward im Mr ^

ter Domitiano Bürgermeister zu Rom. bes

* Clemens, (Titus Flavius) ein bruders-w^ Flav^ii-Vespasiani, Flavii Sabini söhn. Er hat üch Auf d'^»ig^»nitiüa, einer nahen anverwandtin Domtttam, ssxo z>>fers anstiften vermählet, und zwey kmdeivv>

welche Domitianus zum Patriciat gewiednic 'besserer unterrichtung Quintilianmn zum M §^0^hat. Clemens war Bürgermeister zu Rom >" ihn. l>ckKaum aber hatte er diese würde abgelegt, w aE ol)^tianus aus einen ungegründcten verdacht ym, pew'verwandt-und genauen bekanntschafft, HM^MMzweifel die wahre Ursache Clementis Chrlst">w, flit

ehe der Kayser unter anderm verwand zu verd^,

Dion sagt, er sey seiner gottlosigkelt uno gesw'Ä,F^gen verdammet worden, welches, (wte dleft ygw M

ber weiter meldet) ein laster gewesen , wcswegle andere, die der Jüdischen religion angeh e Ey,sind verurtheilet worden. Woraus -klar EAstp y

ungenannte laster das Christenthum muste vmw unw'ss^otzmalen diese religion mit dern Jubenthum vo» ^

Heyden vielfältig ist verinischet worden. Dow Mwlin, war gleichfalls eine «nhangerln Ch«st> ^^n e-A^y "wollte sie vier tage nach ihres gemahls tobe M ^ Ämann zu nehmen, aber vergebens, unv>> ^die insul Pandatariam verschicket. Von den ^ gmentis schweigen die gefchicht-schreiber nssw L. s ^L>iM,üb. I-XVII. vomitisn.