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* Clivius, (Iordanus) Ertz-Bischoff zu Mayland in seiner
vatter-stadt, wurde an. m2. an des abgesetzten Petri Groso-lani stelle darzu erwehlet, und ob er wol mit diesem desh al-ter einen langwierigen streit hatte, welcher in dem 8M»äo zuRom verabhandelt wurde, blieb er doch endlich im besitz desErtz-Bißthums. An. m6. that er auf geheiß des Cardinals,Joyannis von Crema, Kayser Henricum von öffentlicher can-tzel in der Metropolttan-kirche zu Mayland in den bann, undstarb im jähr 1120. , itsl. istcr. tom. IV.
waren zu Rom gewisse schleussen, unter dererde, die gewölbet waren, von ungemeiner länge und breite,worein 7. verschiedene flüffe geleitet waren, dadurch der un--ath aus der stadt weggeschafft ward. Sie gierigen unterallen straffen weg, und an gewissen orten waren locher, dadas wasser und der koth hinein lauffen konnte, daher mandie straffen in einem augenblück säubern konnte, wenn manwasser darüber weglauffen ließ. So hatte denn Rom, ohn-crachtet sie eine grosse stadt war, gar kein ungemach von derunsauberkeit oder Übeln geruch auszustehen, sondern es wardaugenblicklich alles durch diese canäle in die Tiber geführet.Hingegen war auch Rom aus eben dieser ursach fast gantz un-terhölet, und stunde auf Pfeilern, aus grossen quader - stei-nen , welche bis 16. schuh breit waren. AuS welcher ursachauch das werck ungeachtet der schweren darauf gebauten lastenso lange gedauret hat. Die ersten hat Tarquinius Priscus ge-samt. Als M. Agrippa das amt eines Lästig oder Bauherrnverwaltete, erneuerte und verbesserte er alle die Wasserleitun-gen und unterbauungen, und nachdem alles wohl hergestelltund gesäubert , fuhr er in einem schiffe durch diese unterirdischeschleussen, mit gröstem frolocken sein und des gantzen volcks.Kurtz; die, so hievon am besten zu urtheilen gewußt, habenrieft Lloscas unter die gröste ftltenheiten der stadt Rom undklarste beweisthum deren macht und grösse ieweilen gezehlet.Man setzte Lurstoreg Lloacarum, welche aufsicht hatten , daßgewisse Verbrecher, die man darzu verdammt hatte, solche räu-men musten. Eine hieß Lloscs maxims, in welche die an-dern alle giengen , und daraus der unflath nach der Tiber zulief. /Faste. F.rr>r«,. ^/a^/ra«. in
äelc. urb. llom. äe vüs mstit. , llom. vet.
Eloacina, war eine göttin, deren bild der Sabiner KönigTatius in einer schleuste fand, und weil man nicht wußte, wiesie hieß, so gab man ihr diesen nahmen. Die Römer habenwol auch bisweilen mit dieser göttin bildnis auf ihren müntzengepranget. , l^nt. äeor. Interxp. AlinuLÜ kel. L. 2;.
* Clodaricus, Chlodericus, Clodericus, oder Llodori-
cus, ein söhn Sigeberti, Königs zu Cöln, stund an. ;o6.Clodoväo I.s König der Francken wider den Gothischen Kö-nig Alarich bey, und wurde von Clodoväo aufgewiegelt, daßer an. 510. seinen eigenen vatter auf der jagd umbringen ließ;er konnte aber nicht lange den nutzen von dieser unmenschli-chen schand - that gemessen, indem er gleich darauf auf Clodo-väi befehl heimlich hingerichtet wurde, welcher bald hernachdas Reich des verstorbenen Sigeberti in besitz nahm. < 7 »^«-»V«/ , still. II. 40. XXVI. I. 2;.
Lttgo /Vavr»ra«k,/ , ckron. Veräun. p. 88- , steig,
stom. XX. 10. k^a/x/E , strsiic. VI. p. ;oü. leg. V^ake«. still.X^ellpksl. V. x. 29;. , sä Vitrisr. I. 2. §. 10. tom. I.
r>. 196. al- rer. krsno. III. 14. Von BÜNNUS Reichs-
historie, tom. I. lib. II. xsg. 6ry. tom. I. lib. III. §. 2iz.x. 922.
Llodebert, war ein söhn des Königs Chilperici I. und derFredeaonde. Man hatte sich gute Hoffnung von ihm gemacht,allein er starb an. ;8o. inn;. jähre seines alters. Fortunatus,Bischoff von Poitiers, hat sein exllsxstium gemacht lib. IX.rsrm. 4.
Clodh, Clothen, Listen, ein altes adeliches qeschlechtan dem Rheine, welches vor etlichen jähren die Freyherrlichewürde erlanget hat. Dietrich wird an. n88. in einem kauf-briefe des Churfürsten von Cöln wegen des schlosses bele-cke , als ein zeuge erwehnet. Von seinen nachkommen wirdHeinrich, Ritter der Grafen von der Marck, und um das jähr1280. Erb-Burgvogt zu der Marck genennet. Dessen nachkom-men nennten sich zugleich Erb-Castellane zu der Marck, welchetitul aber nach ansang des XVI. Lculi aufgehört, worauf sie ei-ne zeitlang den nahmen eines Burgmanns zu der Marck geführt.Johann von Clodh, Herr zu Norreln, Oberster und GeneralderHertzoge von Lüneburg, wie auch Drost zu Moringen, blieban. 1587. in einem treffen in Franckreich nebst 2. söhnen, dieübrigen beyden söhne Friedrich und Heinrich aber pflantztendas geschlecht fort. Jener, von dem ein absonderlicher ar-tickul handelt, war ein stamm-vatter derer von Cloten zu Hans-leden und Breitendach, gleichwie seines vatters bruders söhnJoh. Dietrich zu gleicher zeit die linie derer Cloten zu Hangel-steebe angefangen. Dieser aber, nemlich Heinrich, hinterließWesthvfen von Clodh, Herrn zu Heimollen, Hennen und Rü-dinghausen, welcher an. i 6 ; 6 . als geheimer Rath verstorben,und 4. söhne nachgelassen, von denen Rab Hermann die stelleeines Chur - Brandenburgischen Obristen und Commendantenzu Lippstadt bekleidet; Philipp Friedrich aber Theodorum Da-nielen; , Erbherrn zu Hennen, Heimollen, rc. und Ernestum
davon/enerA
Gisbertum, Herrn zu Ehrenberg, gezeugtt,
4. dieser aber mit z. männlichen erben gesegnet woroc"-Hor-den ersten war Johann Heinrich Adolph an. i7ch. ^' g,ieschall, und Stephan Johann Capitular und §uxenauch Probst zu St. Michael und Land - oderelnnaynusident zu Fulda. (siehe Cloten.) Humbracht, v. R. A. ^
Clodh, (Friedrich von) Obrister und Gouverneurz« ä
war aus dem gedachten geschlecht entsprossen , undfangs als Rittmeister seinen glaubens-genossen den ^ten in Franckreich. Nachgehends begab er sichAdolphi von Nieunar und Moeurs dienste, im kriegedi von Truchses, wider Ernestum, Churfürsten °« ^ -n.und erlangte die stelle eines Obersten. Hierauf wm »e-i;8;. in der stadt Muß, der sich abgedachter Grafmächtiger hatte, zum Commendanten bestellet, öa e^ .MW»stigungs-wercke des ihm anvertrauten Platzes in groger »4^digkeit verbesserte, und dem feind durch streiffereyen m Mbruch that. Als jahrs darauf die Spanier gedachte i«einer ansehnlichen armee belagerten, that er unterschiedliche ausfälle, und jagte die feinde öfters bis ins läge °^et ,Doch wurde dieses ihm vor einen grossen sWer <n'^Mendaß, da die stadt Muß, welche es doch mit dem? LgereMChurfürsten Georgio Truchsessen beständig hielt, dA ^s-vAeinen stillstand accordiret, und sich unterdessen 1^ derschlüge thun lassender dennoch zugegeben, daß ^ stMburgerschafft, in wahrendem stillstände, heftig ««/solMgeschossen, und sich hernach damit entschuldiget, daß ^nicht gewußt, sondern eben dazumal geschlafen vm"- l>«
verursachte, daß die belagerer einen stürm wägete«' M
stadt, ungeachtet der Commendant , nebst der bejatz«fast unglaublicher furie sich den feinden widerjE , ^ten, und darinnen aufs grausamste hauftten. jhnalsbald gefangen, und ihm ein Jesuit zugeschickt, ^ veeiner viertel stunde zum tode bereiten sollte;
Catholifthen religion nichts hören, und ward daraus >ret, und nebst einem Reformirten Prediger, wie '
andern dieser religion, den Reformirten bürgern zu«" ^ »vmzum fenster hinaus gehangen. Seine frau und ro ^den unter genügsamer sicherheit aus der stadt ge>a»
«ia, äe bello Lelg. jsy'
Clodion, ein König in Francken, succedirte um428. dem Faramvnd, wiewol diese alleraltene Wder Fränckischen Könige eben nicht allzu gewißgorius luron. (») heißt ihn Chlogio, Sidonius ^ «
Cloio , und Prosper (c) Clodio. Von den neuern ^^reder zunähme des hängen beygelegt, weil er lang ^ ^ E,gehabt haben. Gregor. Turon. sagt , (^) daß er t" ibarg, einem schlösse in termini« lorinxorum, ^
welches einige für Duisburg im Hertzogthum?-,schell ^andere aber in das Stift Lüttich setzen, werk m »tionen an statt Ikoringorum. gelesen wird gar ß'^
dem sey, wie ihm wolle, so ist gewiß, daß ClAeichÄ Ü
in dem rechten Gallien , oder dem heutigen Frarickr ^tehat. Denn er that zwar einen einfall darem, u« . ^rten ^Meister von Cambray, und etlichen andern benaw ^ w ^lern , in dem lande Artois bis an die Somme. ^ell raber von dem Römischen General Netto eben amseinem lager gantz sicher war, und mit den fE i«Mahlzeit hielte, überfallen, geschlagen, und um' Mrrv^ten genöthigct. (/) Er hatte 2. söhne, davon der e^ ryaNMnsem Nachfolger soll gewesen seyn. (Z) Weiter 01^ ^ 011,alten scribenten nichts von ihm. Die neuern hm Wci ^hinzu gesetzt. Ado sagt, er habe zu Cambray^„t, erer habe zu Amiens restdiret. Martan. Scot. w ^das gantze land bis an die Loire inne gehabt. ^still, äs strslice tom. I. p. 201. i«
I. prek. kill. p.;. (a) Hill. strsno. lib- H- ^'^steoäol-Nsjorisn. verr. 210. (ch in ckron. sä ««-?' jn astr« '
I. (k) OkZ. ä. I. L ' ^ i^
lletio L Vslerio Lall. (/) tta««,, ch äs^s-
(L ) ä. I. llösror. i« ^
p. 40. * .^- 8 err a«v,M
Clodius, (Publius) ein Römischer bkaMrlichs-jaea/sten familie der Lloäiorum , war überaus!« ^ ^st je> ^ euhafftig, so gar, daß er auch beschuldiget war ^schwestern Unzucht getrieben zu haben, und Priesters bner in des C. Jul. CäsariZ, als Obnsten^des gottesdienstes wegen angestellten zusaAAn koiNw.cher man niemand, als allein frauenZ-persSn stA
in weibes - kleidern verstellet angetroffen w" danwn^cheiner heimlichen abrede zwischen ihm mw ^Megen , s"des Cäsaris nahmens Pompeja zufthrreb ' w ol er d ^ prasar dieses weib alsobald von sich schadeteer zu n>.-LClodio nicht gar zu viel zu schaden,welch.^Mticken gerne langer gebrauchen wollte, « br
glaubte zwar dem gemeinen geschreynict)^ W'r n« Meß^eheweib mäste auch von argivohn ftep ft^teten s^xastchen eintheilung dieses für so wlchttg fchwsre ßÄ,nach dem sinn der Römer durch eine sb „,cht^
fehlbaren muste ausgesühnet werden, w so befav'
Unheil über die gantze stadt ziehen verübte« ^als der ohnedem dem Clodio wegen ol«