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sprechen haben, war ein König der Francken, succedirte sei-nem vatter Childerico l. an. 481. wie Pagi dargethan. («)Daniel 0) hat mit vielen gründen erwiesen, daß dieses der ersteFränckische König gewesen, der den sitzseines Reichs in Gallienaufgeschlagen, und die Fränckische Monarchie gestiftet hat;da seine vorfahren in kianeia disseit Rheins regieret, und nurstreifereyen in Gallien gethan haben. Im fünften jähr seinerregierung 0) an. 486. machte er hierzu den ansang, und schlugSyagrium, der Römer General, bey Soissons auf dasHaupt, bekam ihn auch selbst in seine Hände, und ließ ihn töd-ten. Worauf die damalige einwohner des landes, welche manwegen der spräche sowol als der vorigen regierung insgemeinRömer nannte, als die nun ohne General waren , sich mei-stens Clodovao unterwarfen , der sich von Melun , Rheims,Soissons und allen übrigen städten, bis an die Loire, undan die grentze der West-Gothen und Burgundier, so damalseinen ziemlichen theil von Gallien inne hatten, meister mach-te. Im 10. jähr seiner regierung (ä) an. 491. führte er kriegmit den Thüringern, und machte sich das land zinsbar. (?)Kurtz nach diesem heurathete er Clotilden, des Königs inBurgund Gundebaldi bruders tochter, und verhieß derselbi-gen , ein Christe zu werden, erfüllte aber sein versprechen erstetliche jähre hernach bey folgender gelegenheit: Die Aleman-nier harten sich im 1;. jähre seiner regierung (/) an.496. zusam-men geschlagen, und marschirten von dem obern Rhein her-unter längst den gebürgen des Bögest und Hundsrück bisunter Cölln , da sie die gantze ebene zwischen dem Rhein undden bergen einnahmen und besetzten. Weil nun Clodoväus sichbefürchtete, sie möchten endlich gar in sein land einfallen,meng er ihnen entgegen, und ließ sich mit ihnen zu Toldiac oderZülpich in der Eyffel unweit Cölln in eine Macht ein; mit-ten aber im streit wurden seine leuthe geschlagen, und er durchdiese noth bewogen, seiner gemahlin GOtt anzurüsten, mitbeygefügtem gelübde, daß, wofern er aus der gegenwärtigengefahr würde erlöset werden, er die Christliche religion an-nehmen wollte. Hierauf, sagt man, hätten sich seine leuthewieder zusammen gefunden, einen andern angriff gethan, undden feind gäntzlich erleget. Nachdem er nun aus diesem seid«zuge wieder zurücke kam , ließ er sich gleich von St. Remigio,dem Bischoffe zu Rheims, im Christenthum unterrichten, undwurde hierauf, nachdem seine armee in solche Veränderung ge-williget, zu Rheims am Christtage (Z) an. 496. getaufet, anwelchem tage auch zugleich seine schwestern Alboflede und Lan-techildis nebst ;oc>c>. von seinen soldaten den Christlichen glaubenannahmen , welchen die übrigen bald nachfolgten. Nach die-sen, rächete er an dem Könige von Burgundien Gondebaldo denmord, so derselbe an seinem bruder Chilperico, seiner gemahlinClotilde vatter, dem die succeßion gebühret hätte, begangen.G) Hierauf führte er an. zoz. krieg in Armorica, und machtesich meister von Bannes und den übrigen städten in Bretagne,zwang auch die Britannier, welche von den zeiten ValentinianiII!. aus dem heutigen Engelland dahin übergegangen waren,und das land inne hatten, daß sie den Francken zinsbar seynmusten, und keine Könige, sondern nur Grafen über sich ha-ben durften. (l) Nach diesem bekriegte er und tödtete Alaricum,der Gothen König , einen Arianer, in der Macht bey Vougiaoder Bouillar in Poitou an. 507. 0) und brachte gantz Aqüi-tanien an sich, worzu er nachmals noch alle die provintzienzwischen der Rhone und Loire fügte, aber Arles vergeblich bela-gerte , allwo er von den Gothischen Grafen Tulo und Jbbaüberwunden ward. (/) Zuletzt ließ er Regnacarium oder Raignie-rum den König von Cambray tödten, nahm sein land, wieauch Maine, welches seinem bruder Raynemer zugehörte. (-»)Der Kayser Anastasius hielt dermaßen viel auf seine tapferkeit,daß er ihm eine goldene crone samt einem purpur-mantel vonConstantinopel übersandte, und zugleich bat, er möchte den tituleines Lonüilis und Larricii annehmen. (») Man sagt aber,Clodoväus habe diese crone nach Rom geschickt, welche diejeni-ge seyn soll, welche noch heut zu tage daselbst ist, und Legnuingenennet wird. (») Endlich starb er zu Paris den 28. nov. an.
511. nach geführter zo. jähriger regierung. (f) Er hinterließ4. söhne , Theudericum , Clodomirum , Childebertum und Clo-tarium. Den ersten hatte er mit einer concubine, die andernaber mit seiner gemahlin Clotilde gezeuget. (7) Sie theilten sichalso in das vätterliche Reich, daß der erste zu Metz, der anderezu Orleans, der dritte zu Paris, und der vierte zu Soissonsresidirte. (/) («) in crit. in Laren. wm. II. aä L. L. ; 14 : n. 7.(b) lliii. clc krance, tom. I. pref. biü. (c) lib. II.
c. 27. (ll) Ibiä. (?) äs geiiis Leg. krancor. e. 10.
(/) lib. II c. 29. leg. (g) p',?». in epiü.
aä Lloäov. sonk. kngr, in crit. in Linon. tom. II. sä an. 499.n. 9.10. , kill. äe krance tom. I. x. 20. feg. (b) 6^.
üb. II. c. zz. e. 25. (r) tlreg. äe glor.
Natter, üb. I. c. 60. L biiior. kraue. üb. I. c. 1;. G)üb. II. c. 42. (l) Iii>. II. e. z 7. feg.
o. 2;. , üb. I. c. 20. ep- üb. VIII.
ep. 10. (m) üb. II. e. 42. (») läem üb. II. e.
(") ÜrVcMqr. in exili. V. , bist. äe krance tom. I.
x. 20. (x) üb. II. L. 4;. L vet. aalenä. sx.
I. c. aä an 514. n 7. g. (a) Lreg. '/'«ro». lib. III. c. i-G) Ibiä.
Clodoväus II. Dagoberti I. und Nantildis söhn, wurde an.«zq.. gebohren, und succedirte seinem vatter an. 6;8- in Neu-str,a und Burgund, seinem bruder Sigeberto Australien über-
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lassend. Unter ihm fieiig die authoritär der Könige
> hingegen der ülajornm Vomvs ^höhe zu steigen; worzu seine Minderjährigkeit unter anoci ^gelegenheit gab, in welcher seine Mutter Regent,» w" äxangdie Majores vomns nach ihrem köpfe und interesse d,r r U yer-einrichteten. Etliche sagen , daß dieser Clodoväusschwenderisch gewesen sey; andere hingegen sagen,lich regieret habe. Dieses glaubet man darum,well, «7^1,er seine kästen wohl angefüllet, um seinen armen umr^^xzur zeit einer allgemeinen hungers-nvth zu hülffe zu Ie-
er seine kästen wohl angefüllet, um seinen armen unter ^zur zeit einer allgemeinen hungers-nvth zu hülffe zu rom' Je-das silber, womit sein vatter Dagobertus die kirche zu ^ Mnys decken lassen, unter sie austheilete. Er starb an. .^^127. jähre seines alters, wovon er 17. jähr regieret haue/ st,«andere seinen tod in das jähr 654. fetzen. Er hinlermv.ner gemahlin, der heiligen Bathilde oder Badour, fEngelland gebürtig war, Clotarium III. Childer,cumThidericum I. die sich dergestalt in die vätterliche iander 'H^iDdaß Notarius Neustrien und Burgund ; Childericusbekam, Theodoricus aber als ein kleines kindwurde, lib. IV. Les cbronigues äe Alouloc.
tom. I. col.; 19. feg. stilltlst
Clodoväus III. ein söhn Thiderici II. regierte naw bjpjl»vatter 4. jähr unter der vormundschafft des Hofmemf.Heristalli, welcher die rebellirende Schwaben und ^ 6 -vdemüthiget. Er starb im 14. jähre seines alter»
^lrnroi«. lib. IV. c. 48. , Le. . ^
Clodoväus, des Königs Chilperici I. und ferner 8 vegoAAudoverä söhn. Die letzte gemahlin seines vatterS, » „ 11Eda, suchte ihn zu stürtzen, damit sie ihren eigenen «m-Chilperici tobe auf den thron helffen möchte. Zu bew^. ^§,,,gsie etliche leuthe an, als ob sie zu seinem favor wlder 0» ^ hc-confertret hätten. Der Printz aber felbst wardfunden.' Ja es geschahe bald hernach, daß der § sKodAföhne an einer ansteckenden kranckheit stürben; worm'vaus, weil er sahe, daß ihm niemand mehr das rem"disputirlich machen konnte, anfieng, fein aufbittertes gemüthe an den tag zu legen, um ihr das ^ halU'zu vergelten, welches sie seiner mutter und ihm ZUWDa nun dieses grausame weib wohl zuvor sahe, was n . ,
gewarten haben, wenn er zur regierung kommen ^schuldigte sie ihn bey feinem vatter, daß er ihre uno 1 biegen.'durch gift getödtet hätte. Der vatter ließ sich ""A stjestl" §ihn, obwol seinen noch einigen söhn, dem grimme^ ^'ter zu übergeben, welche ihn zu Noisi unweit Cheue» ß gMmit einem Messer erstechen, und seinen corper m 0»' mschmeissen ließ; nachdem er aber von einem ein s-
gen haaren erkannt worden, legte ihn derselwge' ^ent, Kund König Gontram sein Vetter ließ ihn nach ^kTmaen' "anjetzo St. Germain äes kres genennet wird, M .daselbst an. 585. begraben. Lb- ' Aje>>
Clöfel, (Melchior) ein Cardinal und BischM" iiiinfr„.Neustadt in Oesterreich, war von geringen eltem, ^
sein vatter ein becker gewesen seyn foll. Er wurde » Aue^i?;z. gebohren, und weil man ihn aufbefehl des K<w> a"phi ll. unter die alunmos der Jesuiten aufnahm, ^ ^or > Ich
weder an Ingenia noch ffeiß fehlte, kam er gar da>o ^
temal er nicht allein kroteiloi iKeologiX zu D,en^chhanCantzler der Universität, Dom-Probst zu St. o,
Bischoff zu 8ceu,raor m ^e,rerre,cy wm,--,in demfelbigen als vorigen jähre r; 87 . krafft der ^ flecke»genen commißion aus unterschiedenen städten . Ich-"ve-Oesterreich die Lutherischen Prediger wegschaw^^g »awbegleitete er den Kayser Rudolphum auf den -^e
genspurq, und wurde in eben selbigem jahrr ..Achen-wiewol andere sagen, daß solches an. '^' -churde,Ertz-Hertzog Matthias , der nachmals KaE^ß sich ,
ihn zu feinem Rath und Hof-Prediger, und »ver ^ diM ^A
gantz und gar, dergestalt, daß Clöfel alles „
und dadurch die gröste authorität erlangte. D-
von etlichen beygemeffen wird, daß er an oe, ^ Myufchen diesem Ertz-Hertzoge und seinem bruoe Aratthw rchesdolpho grosse ursach mit gewesen sey. NachW C>öE1612. die Kayserliche Crone erhielte, wum^^^liche^nicht wenig, fo daß ihn auch Paulus V. am es w»ceßion zum Cardinal, doch line rimlo, creirie, uzu Präge in dem besagten jähre den 29. IM .xr?. der .. s,«,
reMAHer?o§As.^ an. ,617. 0-.-
SaÄ.b öen SpanE» ä brachte selbige zur «MKndams?ä dieser Sestel , als die gerne K,
nenb^«e-besto Meh/tuft^ brnger wäre contm-metN'^^^,"?/ro sie an dein Italien bekommen mochten-
len Cardinal zu gg^bserlrchen Hofihr äusserstes thaten^zuwege bringen welchesste endlich nmst>.v<ellaw^nandtts un- L^"-ten, weck nichtlüein der Mng Ke bitten Maximilianus von den/ernd waren ^/""dern auch aus besondern urssch^.^s«»thorrtät auf'd^penn es st,chch dieser Cardinal des K^e
das äusserste zu behaupten, «"d