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Zweyter Theil. Bi - C.
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der Böhmischen und Ungarischen Crone bey Mat-ivurd^Men an Ferdinandum sehr widerrathen. DannenheroN von seinen feinden schuld gegeben, er hegte die ketzer;l» vas Oesterreichische Haus in Uneinigkeit unter sich selbst

^ verkaufte die ämter, und was dergleichen beschuhsie mehr waren. Allwo jedoch, was wenigst die er-k>»al6 betrift, die gantze vorherige aufführung dieses Car-din Wider die Protestirende sowol in Böhmen, alserblanden durch seine rathschläge, predigten, ge,genug/ ^ erwiesene Heftigkeit und angestiftete Verfolgungen^weisen, daß man keine ursach gehabt, ihm etwaszuzumessen. Weil aber seine dimißion von demn>c>n ss^weswegs zu erhalten war, wurde beschlossen , daßglich mic gemalt seiner person versichern wollte, welches>» hxMahe. Denn als der Cardinal den 20. jul. an. 1618.ftr ^^ch-Hertzogs gemach, woselbst auch der König undte, jd^Msche Ambaffador sich befand , zu rath beruffen wur-t» M § ckn jm vorgemach die Grafen Kampier und Cholal,«bex «Mtig auf, Seyfried Christoph, Freyherr von Breuner,»lth^dtte ihn in ein ander gemach , und zeigte ihm an imgesiM des Oesterreichischen Hauses, daß er von den Reichs-»ggxaN sollte entsetzt seyn; worauf er alles protestirens'ine,, M ben Cardinals-Habit ablegen muste. Er wurde durchder k^dorgenen gang die bürg hinaus, und so weiter in ei-Hektzoa n ten kutsche nach Tyrol geführt, allwo ihn der Ertz-Leopold, der ihm auch nicht gut war, in verway-»»d Der Kayser, nachdem ihm der König Ferdinanddtt, AHertzog solches kund gethan, alterirtc sich zwarU a°MMen wider dieses verfahren, muste aber solches end-KirtrjWhen lassen, und insonderheit that der Cardinal vonkA K/Mn, ein mann von grossem ansehen, sein äusserstes,tgirijt M wieder zu besänftigen. Der Papst war gleichfallsM tz wclft zafxjxdoa; und ob man gleich an OesterreichischerMen .Md, haß man die gantze fache dem Päpstlichen gutbe-Mst??^werffen wolle, so konnte doch Paulus V. die los-Meqovi«/ Kardinals nicht erhalten. Dessen Nachfolger aber,XV. brachte es endlich dahin, daß an. 1622. der?,lle ^wsil nach Rom geschickt wurde. - Daselbst muste er^ litt m dem castell St. Angelo verbleiben. Als aberM„l^mHung dieser sache angestellet wurde, wußte er seine^ solchem nachdrucke vorzustellen, daß ihn die dar-

ivuyem nakyvrucce vvrzunruc«, vay rynvic uar-

d der Cardinäle gäntzlich lossprachen; auch machte^ äs ^^pst zum Cardinal - Priester mit dem titul 8. Ns-In solcher seiner anwesenheit zu Rom starbXV. der Cardinal Clösel hals in dem Con-M Urbanum VIII. erwehlen, welcher ihn gleich-

k», »ack LMuldig erkannte, und ihm erlaubte, wie-^llen zu seinem Bißthum zu kehren, so auch mitMhe: Kaysers Ferdinandill. im jan. an. 1627. ge-

>N gtojU er denn von der Universität und Clerisey daselbst>» A b.« Ehrerbietung empfangen wurde. Er soll von deri> ^ichtin Kayser Ferdinand gar wohl gestanden haben, und. 3 » dingen zu rathe gezogen seyn worden, wie er«,?es ^ andern den Kayser soll haben bereden helffen, daß^»gr^yvgs von Friedland sich entledigen, oder doch feinewacht mehr einschräncken möchte. Bald daraufsept. an. i6;c>. starb er zu Neustadt in Oesterreicht^> seines alters, und ward zu Wien begraben.

I,?l> I, ,.oontin. 8 Ieiä. , Kilt. äs la Kepubl. äs Venike,

lk stv.VvtlV- l^gAor-, bitt. äu rsgns äs I-ouisXIII. tnm.

' lSr, Ludolphs schau-bühne, an. 1618. x. 666. it. aäll-1)2. tlreatr. p. 69. *

ttl!!- itt .lot. Llockeria oder kloeeria , eine stadt in Irr-l>A Zlr^Grafschafft Monaghan, nebst einem Bißthumili gehörig. Sie liegt auf einem kleinen Hügel,

^ von stuß Blakwater vorbey gehet. Heut zu tage'^echtem ansehen.

M^we stoder Llonmel, ist eine kleine mit mauren um-der zu der Inländischen provintz MounsterljA' ben^Aschafft Zgaterford , an den grentzen von Tippe-ßuß Shure. Sie hat das recht, chreDepu-'°-tt. n" ^rrlandischen Parlements-versammlungen abzu-^ ^dnd ckelie. äs l'Irlanäe, p. 141 j-

»j^lchett n??, War ein Heerführer der Lattarnarmn, einerhocket welche von Konia Philippo nach Darda-wurde, damit sie nebst den 8corässci8 ihm zu

M die Römer und Griechen drenen sollten.

s'chAtacier^^m marsch begriffen waren, Jarb Phll ppus.Ad4?deln^/.^urch deren land sie zogen, liessen nicht gut mft

. Lwiren, ' W, endlich auf den sehr hohen o^ntzj^esiel" "ud die Bastarner, welche ihnen nachschen woll-°b ir^el dg?w solche mit blitz, donner und Platz-regen,^»tttti^ren m^/^lagen wurden. Sie waren daher streng,Ü! >hre^ «ach Dardanien noch fortsetzen wollten

dvxj w solchen mit zoooo. mann an, dre übrigen zogen^l>tkv»^er, ^Wohnungen zurück, /.rvr«,, XI.. Er

^tich° ^ Thracier und 8coräikci zu anftmg desn ihm sonderten, von den Dardaniern zurückEr that hierauf mit ftmemtedonisch^ Könige Perseo gute dienste wider die

Römer, ^rvrru, XI.II. ;i. fegg. Daher wollte Perstus vonneuem roooo. mann zu pferd, und eben so viel zu fuß insvld nehmen, und versprach jedem reuter 10. einem suß-knechl5. und Clondico 1000. surso« baar zu bezahlen. Persens giengdiesen hülfs-volckern mit der helfte seiner armer entgegen, ließihnen Proviant austheilen, die Ober-Officiers beschenckte er mitHarnischen und Pferden, und gab ihnen auch geld unter die sol-oaten auszutheilen, es war aber dessen so wenig, daß es nichtweit reichen wollte. Die Gallier hatten sich bey Desudaba inMädica gesetzt, und verlangten den versprochenen sold. Per-seus, welcher gemeynt hatte, durch das wenige ausgetheilte geldwürden sich die andern aus Hoffnung gleicher bezahlung bewe-gen lassen ihm zu dienen, schickte Antigonum an sie, mit dembeseht, sie sollten bis nach Bylazora rücken. Dieser wußte ih-nen viele schöne fachen vorzuschwatzen, was vor anstatt derKönig überall gemacht hätte, daß sie reichlich mit allen Noth-wendigkeiten versehen würden , und wie er ihre Generals-per-sonen beschencken wollte; allein den Galliern war mit leerenWorten wenig gedient, daher sie zur antwort gaben, was An-tigonus ihnen vorredete, würden sie schon erfahren, wenn sieaufgebrochen wären, jetzo aber verlangten sie ihren völligenversprochenen sold. Als Antigonus hierauf nichts sagte, sprachClondicus zu ihm: Er sollte wieder zurück gehen, und seinemKönige melden, daß die Gallier nicht einen schritt zu seinendiensten gehen würden, wenn er ihnen nicht geld und geisselschickte. Perseus hielt hierüber geheimen Ratb, beschwerte sichüber das wilde Wesen, und die untreue der Gallier, wenn soeine starcke macht in fein Reich käme, wurden sie ärger hau.sen, als seine feinde die Römer selbst, es wäre also genug,wenn er nur zooo. reuter im sold behielte; ungeachtet man nunwohl wußte, daß ihm mehr an geld, als am soldaten gelegenwar, hatte doch keiner das Hertz ihm zu widersprechen. Än-tigonus muste also dieses den Galliern ankündigen, welchenicht wenig darüber murreten, daß sie vergeblich so eine reisehätten thun sollen ; allein Clondicus fragte Antigonum aber-mals , ob dann denen 5000. mann reuterey das versprochenegeld sollte richtig bezahlt werden ? Als nun dieser deswegen neueausreden suchte, sagte Clondicus, er sollte sich von hier packen;doch ließ er ihm keinen schimpf anthun, wie die Gallier ver-langten , und selbst Antigonus sich eingebildet hatte. Clondicusmarschirte hierauf mit allen seinen völckern zurück nach derDonau zu , und nahm seinen weg durch Thracier», welches eran allen orten, wo der marsch durchgieng, verwüstete, weil esdem Perseo gehörte, er machte auf diese art mehr beute, alsder vom Könige versprochene sold austrua; dieser aber emp/andnach der zeit mit aröstem schaden, wie nöthig er dieser völckerhülste gebraucht hätte. , XI.IV. 26.27. ?.

I. snn. Lois. III. 6z. 66. Von Bünaus Reichs-Historie, tom.I. lib. III. §. 16. not. y. p. 679.

(slonev oder Clon, lat. Llons, eine stadt in Irrland, inder provintz Momonia und in der Grafschafft Cork, mit einemBißthum unter Casbvl gehörig. Sie liegt z. oder 4. weilenvon dem meere zwischen Lismore und Cork, und ist zwar klein,aber lustig und wohl bewohnt.

Clonfort, eine stadt in Irrland in Connacia, in der Graf-schastt Golloway, mit einem Bißthum, unter Toam gehörig.Sie liegt an dem flusse Shanon, welches zu ihrer kaufmann-schafft behülffich ist.

* Clopinel, (Jean äs Meun, genannt I einer von den älte-sten Französischen Poeten zu den zeiten Königs Philippi kul-cliri ums jähr i;c>o. war von Meun an der Loire gebürtig, underhielte den nahmen Clopinel, weil er an dem einen fusse lahmwar. Er hat des Voetii Lonlolstionem kbiloloplÜX ; inglei«chen einige briefe des Abälardi ins Französische übersetzt, auchden bekannten Roman äs 1» Koks des Wilhelmi äs Loris cvn-tinuirt. k.« (Vorn äe8 -mciens koste« krsn-

cois, x. ;89> LarFe/ , jugement kur 1e« koste«.

Cloppenburg, eine stadt im Bißthum Münster an derSoste, hat ein gutes schloß und ein weitläuftiges amt un.ter sich, welches an die Grafschafft Oldenburg und das amtWildeshusen grentzet.

(flössen, Lloofen, eine Freyherrliche familie in Bayern,Schwaben, Schweiß, rc. deren stamm-haus Clossen unweitLandau in Bayern liegen soll. Sie soll vor zeiten von Mühl-berg genennet worden seyn , nachdem aber Jörger von Mühl-berg an. n;o. eines Grafen von Landau tochter geheurathet,die man wegen ihres an einem abgesonderten orte öfters ver-richteten gottesdienstes die Cloßnerin geheißen, so haben de-ren nachkommen erstlich den nahmen Cloßner bekommen,woraus endlich Clossen entstanden. Man, Georg und Jo-hann von Clossen, werden an. 1412. unter die turniers-ge-nossen zu Regenspurg gezehlet. Um diese zeit hat diese familiedie Freyherrlrche wurde nebst dem Erb-Marfchall-amt in Nie-der-Bayern erhalten, und sindet man Stephanum, Herrn zuHeidenburg, euren söhn Hansens von Clossen genannt zuStubenberg Ritters , zuerst einen Freyherr» und Erb-Mar-schall benennet. Wolfgang ist an. 1555. Bischvff zu Paffaugewesen, und Georg Joseph Anton bekleidete an. 1706. diestelle eines Cammer-Herrn bey dem Könige in Polen. Es hatsich dieses geschlecht auch m Schwaben ausgebreitet; denn indem XVI. ts-eulo henrathete Urban eine von Ehmgen zu

Kilchperg,