Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
786
JPEG-Download
 

786 kob cor

c o c

-ie nicht aufzubringen war, begehret. In Verändern bekage-rung, welche gegen das ende des lösten jahres vorgenommenworden, berechnete das Amt Codurg wegen erlittenen schadensüber 80000. thaler, oder, wie andere berichten, über 200000. fl.

Coburg. Das Fürstenthum grentzet gegen morgen und mit-tag an das Bißthum Bamberg,gegen abend an das Stift Würtz-burg und den Hennebergischen strich landes von Römhild undSchleusingen,gegen Mitternacht aber an die Grafschafft Schwar-tzenburg und Fürstliche Saalfeldische Portion. Es gehören hierzudie ämter Coburg, Neustadt, Sonnenfeld und Neuhaus, nebstden städten Coburg, Neustadt, Sonnenberg, Rodach; fernerdie Aemter Hildburghausen, Heldburg, Königsberg, Eisfeld,Veilsdorff und Schalckou, und ausser den städten gleiches nah-mens das städtletn Ummerstadt; verschiedene flüsse, als die Stei-nach , Jtsch, Grempe, Rodach, Lauter und Werra befeuchtennicht allein das land, sondern bringen auch ausser den gemeinenfischen wohlgeschmackte lachst und forellen. Es fehlt gleichfallsnicht an gesund - brunnen; wie dann ein so genannter kupfer-brunnen bey dem dorfe Grub, desgleichen ein anderer bey demdorfe Fechheim solche mineralische krafft mit sich führen soll. Ehe-dessen waren die gold - bergwercke zur Steinheide und silber-schmeltz - Hütten zu Eisfeld in gutem flor, so aber wegen desTeutschen krieges fortzubauen unterlassen worden, dannenheroauch die schächte und gänge ziemlich zerfallen. Hingegen bedie-net man sich der kupfer - und eisen - bergwercke mit gutem succeß.Einen Naturkündiger mögen die hier befindlichen lux-steine, Mu-schel und schnecken, ferner agath-büchsen-und flinken-steine undstein-kohlen; desgleichen der gips und alabaster-stein nicht wenigvergnügen. Zu alten zeiten haben die Catten und Fossen, hier-auf die Sachsen und von dem Elb-strom vertriebene Thüringer,und nachdem diese von den Schwaben zurück getrieben worden,die Ost-Francken diese gegend besessen. Nach Pirckheimers mey-nung haben auch die Lsluani, Xertsriani und Osncluri allhierihren sitz gehabt. Nicht weniger haben die Sorben-Wenden all-hier einzunisteln gesuchet, weswegen König Ludwig, als sieabermals an. 614. in Thüringen einbrachen, einen tapfernmann, Poppen, Herrn zu Henneberg, zum ThüringischenGreNtz - Voigt wider sie zu setzen gezwungen worden. Es kanauch wol seyn , daß etwas von diesen landen dem gedachtenPoppo und seinen erben auf ewig zu besitzen gelassen worden.Nachdem aber an. 1291. GrafPoppo XIV. zu Henneberg ohnekinder gestorben, hinterließ er die Coburgische pflege Herman-nen , Marggrafen zu Brandenburg und Laußnitz, mit dem zu-nahmen dem langen, MarggrafOttonis V. und Frau Juttä,einer gebohrnen Gräfin von Henneberg schwester - söhn. Weilaber auch dieser ohne männliche erben an. izog. verschieden,fielen diese lande wieder an das Haus Henneberg, und zwar anBertholdum den ältern zu Henneberg, welcher seiner meritenwegen in den Fürsten - stand erhoben worden. Nachdem sichLandgraf Friedrich der strenge seine enckelin Catharinam an.r;48. vermählet, brachte sie ihm diese Portion landes, welchedamals krancis montarm genennet wurde , zu. Sein enckel,Landgraf Wilhelmus zu Thüringen, welcher an. 148L. gestor-ben , vermachte sie nebst den übrigen landen seines brudern Fri-derici II. des sanftmüthigen beyden söhnen Ernesto und Alber-to, darauf sie in der theilung an. 148;. Ernesto zugekommen,unter dessen posterität Gothaischer linie sie annoch floriren. /v--/eM-E, lib. II. geoZr. c.Vrwe»-. cum. comment. Lunon. in in-Irocl. all Leortz. L in Lerman. amig. üb. III. , in spec.

bist. Tüur. expliost. Ivcor. per 6erw. in 8ebsrcl.

tom. I. sntig. Ibur. cle stst. Lurop. c. 19. D> ^

cher. cle prXcip.Oermsn. urb. Gpangenb. Henneb. chkVN.

/er. cle vita >L reb. gest. Lertbolcli. FristNS WÜrtzb. hist.

top. Lrsnc. p. 19. feg. annal. 8ax. p. 7. 19. 24.

L6. 29. ;o. 109. Lc. Hönys Coburg. histor. Ludolfs fchau-bühne, wm. II. p. ;9;.

Coca, lat. Lauca, ist eine kleine stadt in Alt-Castilien, 4. bis5. Teutsche weilen nord-ostwärts von Segovia, an dem Zusam-menfluß der Ellerena und noch eines andern flusses, auf einemhohen berge, zwischen viel andern gebürgen, gelegen. Sie ge-hört den Grafen von Alcala, welche einen schönen pallast da-selbst haben. Man pflegt sie das gefangnts grosser Herrenzu nennen, weil nahe dabey ein vestes schloß ist, worinnen Phi-lippus Wilhelmus,Printz von Oranien, der älteste söhn Wil-helmi des stifters der,Niederländischen freyheit, als man ihnvon der Universität Loven gesanglich weggenommen , und inSpanien geführt, eine sehr lange zeit verwahret worden. Dieumliegende aegend trägt viel holtz, und ist gar fruchtbar , son-derlich an wein. Wie groß dieser ort vor alters gewesen, kan mandaraus abnehmen, weil der Römische Feldherr Lucuklus, da ersie nach einer langen belagerung erobert, 20000. einwohner um-gebracht. Einige halten davor, daß der grosse Thevdosius allhiergebohren worden. , cleüc. cle I'Llp. x. 201. 202. *

Cocalus,ein König in Sicilien,lebte in den fabelhafften zeiten,nahm Dädalum und seinen söhn Icarum auf, als sie vor Minosflüchtig worden; machte aber eine zeitlang darnach, daß selbigerin einer stube ersticken muste, damit nicht etwa» Minos, welcherihn mit gewalt haben wollte, Sicilien mit krieg angreiffen möch-te. Andere sagen, daß es Minos gewesen sey, welcher von Cocalitöchtern m einem bade ersticket worden, als er wider ihren vatterzu streiten gekommen, welcher ihm Dädalum nicht habe ausant-worten wollen.DtePoeten erzehlen solches auf verschiedene weise.

Coccaje, (Merlin) siehe Folengius.

Coccejus Auctus, war ein vortreflicher baumeister» Ha-lten , welcher verschiedene wercke angab, die Agrlppapoli herum machen ließ, unter welchen auch die ume ^ ^den ausgebreitete wege waren , welche von besagter !» ^nach Puteoli oder Pözzuoli, und von dem see, welcherAlten Avernus genennet wurde, bis gen Cumä gehen.

Üb. V. ^

(socceji, (Heinrich von) wurde an. 1644. M

bohren, und nachdem er auf dem 6vmnalio daselbst ae>>^ fichseiner studien gelegt, gieng er an. 1667. nach Leiden, "in der Rechtsgelehrsamkeit vest zu setzen. Nachdem^zweck erlanget, reisete er an. 1670. nachLonden, auw Socje-Mutter bruder, Heinrich Oldenburg, ein 8ecre«rius oetät der wissenschafften war, und wohnte den co1Ie8i>°mentsübus des berühmten Boyle bey, wodurch er am „ ^^l!lne solche Neigung zu der Philosophie bekam, daß er einküilosopüicum verfertigte, welches aber nebst seinenAI8L. bey der an. 169z. erfolgten einäscherung der jlavl-berg mit im feuer aufgegangen. Er hatte das gluck, bavmalige Printz von Oranren eine besondere gnade auf m>und es dahin brachte, daß man ihm zu Oxford den ßmavocstoris ertheilte. Hierauf begab er sich an. 1671. «am 0 Mtyreich, wendete sich aber noch in eben demselben jähre wieTeutschland, mit dem Vorsatz, sich eine zeitlang in SptM M>>halten, und bey dem Neichs-Gerichte die praxin zu lerne -aber damals der Pfältzifche Chur-Printz mit der DamM'Msstzeßin beylager hatte, reisete er nach Heidelberg, d^emit anzusehen, und hielt allda eine disputation sss rmi . ^bus, welche dem Churfürsten Carl Ludwig dergestalt^' g,,.er ihm die krofellionem.suris Xsturse L LentiuM erly167;. besuchte er seine qeburts - stadt, welche ihn fl EHerrn erwehlte, er muste aber diese ehre ausschlagen,fein Churfürst nicht lassen wollte. Nachdem diestr mugegangen , trug ihm der Churfürst von Brandenburg . ^ hat-feiüon zu Franckfurt an, allein der Churfürst Carl a"',te bedencken, ihm seine dimißion zu geben , und »am»

1682. mit in das geheime Regierungs-LoüsZium- A ^ hMder jetztgedachte Churfürst an. 1686. das zeitliche gestg' mM»entschloß er sich an. 1687. die ihm von den Staaten zu Whangetragene srvkeiüonem sturis anzunehmen. Allemfürst Philipp Wilhelm zu Pfaltz erzeigte ihm so viel S»" ^hrc,er die ihm angebotene stelle ausschlug. In dem stugenv-da die Pfaltz in voller kriegs - flamme stund, suchtee.seinen abschied, doch vergeblich, und blieb also m-v ^ Mbis nach der an die Franzosen erfolgten Übergabe, vu pWürtembergifche fluchtete , und die abgedachteUtrecht < die man ihm aufs neue antrug, ohne welttrs ^

annahm. Doch an. 1689. da er noch kein jähr zu -

fen, offerirte ihm der Churfürst von Brandenburg ueines Raths und yrolelloriz xrimsrii zu Franckfurt,aus wichtigen Ursachen nicht ausschlagen wollte. ^ ^xr>e ^diesemnach noch in dem gedachten jähre dahin , unvnach von dem Haufe Brandenburg in den wichtigeres,genheiten gebraucht; wie er dann auch an. ^o^ste,^'

daß ihn der,cive vey «einer wiederruntl.zu icmcu. .

erklärte. Er stund auch fast bey allen Hosen m Europa ^, uanfehen, daß sie ihn in den schwersten fachen cA, «ebst ^ Ader Kayser erhub ihn, in ansehen seiner verdiemte,^^, ^aantzen familie, an. 1712. in den Reichs-Freyherru'starb endlich an. 1719. den r 8 . aug. und hinterließ Achter,Howards, Würtemdergifchen Cantzlers, elNÜgtN-,^^frie^er an. 167;. geheurathet, 2. söhne, r-^I^^g^ath w WKonigl. Preußischen geheimen und Regierung-^^ Preu^Hertzogthum Magdeburg. 2.) Samuel«, ^7,,eral-Cess.,^

schen geheimen Justitz-Ober-Apellations-und zu

sariats-Rath, wie auch vireckorem bey der Reglestadt. Sein ältester fohn, der ihm an. r. 2 ? 5 -A^ant iin.blieb an.170;. als Chur-Pfaltzischer Obrlst-Lleute l ^

Seine schriften sind: .sucis pubüci Lrustenua - j-

Oentium; krociromus ^ustirise Lentium; ^

vurionum <L ^uris keuäoür; äe voü.OulP . M

krXltätionibuL; Loll-uiones ^uricücse; ; ousttinn ^iU

na IV ; VariiL Uecludkione8; Xotse aä 2anckiclico-leMlss; Lvnk. .für. In N8L. sind ttNf. ^xnenr. > ^den; Xot-e aä fürilenerium äe 8uxiemLtu; p^IicuM 'tium, 8truvium, üauterkacüium, ss- m ^keuclale <L llxpomnsmata. 6^^. K>ik,

Coccejus, (Johannes) ein Rssorinirtet T^gnnuSde an. 160;. zu Bremen gebohren. Sem vatt r seiner VM»8ecrerariu8 selbiger stadt, hielt ihn Mit ernst m Hzu den llucüi«, wie er denn in der Gr-echZAie un t-Fesund andern sprachen, ingleichen in der xjne gu/erung der Professoren des daselbst ^riechssch^WÄa

schafft erlanqete, auch insonderheit L^ovcho sich^ gl^Tdurch den Umgang mit Metrophane ssf'tdp^strckiM",Ae>n^machte, ja aufzurathen des Martmu den ,^ zuin Griechischer spräche vorzustellen "?^t >vurde-.^,e,i d^de er den Alcoran durchzulefen genothlge AgbbU'begab er sich nach Hamburg, sich m lesuns