Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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787
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gelehrten Iüden daselbst fertiger zu machen ,sW von dar nach Franecker, woselbst er sich Georgii Pa-^Ainr Amamä , Wilhelmi Amesii und anderer infor-^vedienete, auch die beyden Talmudische tractate 8srib«-Se„ kNsccoch mit einer Lateinischen Version und anmerckun-gab. Hierdurch kam er bey dem Grotio, Heinsio,auch "?'Salmasio und andern in ziemliches ansehen; bekami-oyV lv bald er wieder in sein vatterland kehrete, die krokef-!>,//^Hebräischen spräche. An. i6;6. wurde er nach Franeckerthevi^ Arseldigen Profession beruffen, und erhielt an. 164;. die»eh UM krotsllion darzu, weil er 2. schriften wider Hugo->1« heraus gegeben, und auch sonst gute proben sei-

lhM.Wlichkett in der Theologie abgeleget hatte. Bey seineri°l,dei>Wen Profession gab er unterschiedene schriften heraus,1648. seine 8nmmsm Ooskrinss äs Loeäeis 8: sse-tes^o Dei' worinnen diejenige lehre von dem Bunde GOt-in N menschen, und desselben unterschiedene einrichtunggross-" Alten und Neuen Testamente enthalten, die hernach zu»Och 0/Migkeiten gelegenheit gegeben. An. 1650. wurde erMerV > an Friderici Spanhemii stelle beruffen. Er lebte>ahr in grosser Hochachtung, ohne beschuldigung einer, oh er wol bereits alles dasjenige mit mund und feder^ ^as nachmals bestritten wurde. Dieser streit gieng an.' da Abraham Heidanus in einer disputation äs 8sb-vominiLÄ behauptete, daß diefeyrung des sabbathsivn!^^r dings zum moral-gesetz gehörete. Diese meynungM>r°, ve in einer eigenen dissertation von Andrea Essenio,kro-Ma», Utrecht, bestritten, welche wider beyde, Coeeejum undMst?, ? gerichtet war, welchem auch alle beyde mit neuenMx., 'begegneten, wodurch der streit nur vergrößert wurde,He. A da auch ihr eigener college Hornbeck sich ihnen wider-As -i 7 >„ auch gleich der Holländische 8/noäus, den man an.

s^Gouda gehalten, diesen streit beyzulegen suchte, wollteHaches nicht gelingen, sondern es entstunden vielmehr ausvvers noch andere, nemlich von dem unterscheid derp oder der Haushaltung und Handlungen GOttes inM unter dem Alten und Neuen Testamente; von den ze-7 jie „7m, ob sie den gnaden - bund in sich hielten ? ingleichendem kälber - dienst der Israeliten einen gantz andernM empfangen? u. s. f. Insonderheit da Wilhelmus Mom-I"Hö eine disputation äs Oeconomis llivins unter dem

Tadelte, wurden 8z. fragen aus derselbigen gezogen, und»dNAem Maresium geschickt, ..

visn.-f'"" ivearcilum gemnni , der selbige in einer öffentli-N dv/Mtion mit grosser Heftigkeit beantwortete, sich aber wie-Meben les mal zufrieden gab, nachdem Coccejus an ihn ge-A seine meynung gründlich erkläret. Bald her-

?Uek ^Msbertus Voetius auf, nach welchem auch die gegen-

isz v ^occeji Voetianer genennet wurden. Denn er hielt

^ »p^/lue disputation von dem unterscheid der Wörter psreüs^i>i , darinnen er Coccejum scharf angriff, der sich wie-N>»i,aU schrift, Nore Xebockim genannt, verantwortete.

^^var dieser stürm vorbey, als sich ein neuer erhub ,aMt gVuel Maresius an. 1668. mit seinem collegen AltingioNm , welchen beyzulegen die Lurstores der Grönin-

Altinaii antwort an die

^lvqjÄ"vemie, Maresii tbeses nebst Altingii antwort an die8acultät zu Leiden schickten. In dieser befunden«>>^evi^ur Heidanus, Johannes Coccejus und Johannesd H vn» I welche Maresii verfahren mißbilligten, und Altin-Ij^toß ^verbeschuldigung der ketzerey frey sprachen; solches

UÄvesium dergestalt, daß er nicht allein in einer offent-besagtes refponlum heftig angriff, sondern ihmk die lehre Cocceji, als welcher die feder gefuh-

gAZlsM iu bestreiten. Zu welchem ende sich denn Maresiusd,Wi, ^0 Voetio, mit welchem er gleichfalls bishero streitz^yg Merum vergliche. Allein Coccejus ward der ver-tk' .Rrjp'verfeinde an. 1669. im nov. durch den tod entzo-,b^»och dadurch die streitigkeiten nicht aufgeho-^ nach seinem tobe viele gelehrte ssksologi

bS°?^auptet, also haben sich auch viele gefunden,Vi ^' und damit dieses desto füglicher geschehen«beim-i'uan die Coccejaner mit den Cartesianern gleich-^eicb gesetzt, und eine secte daraus machen wollen,that nichts mit einander zu thun hatten. ImSeqchf'^^us viele schriften über die bereits gedachten

Uls: Lexicon Vsteri8 ssestsmenti; Lammen-

6eneteos eum eontrnuLtione scr espurVM».' Ulgleichen n. LLviM vriorL Leneleos; Lommen-

5 ^sabi , xux.; m Lxoäum , Ls-

5 e 1. Lilesmi; in Lanticuin veborX,

^cz^lle > Lomment. in ^abum, ksslmos, UNd Über

bes Alten Testaments. Ferner,: Lckoln m

bu^

r äKvm^^um^oannis, Lonliäerstionem Princip» HAim-

» ^iv^gUya ^balia in Läts /tpollolorum; U. a. M. meistenszoÄ^cheiligen Schrift gehörig; welche seine schuften^Eulsterdafn an. 167; . in 8. völum. in fol. gedrucket^ novWm. circa re8 Lcras in LelAw äis»

in v', .Eerr. bitt. feu epiltolL sä smicum relxont.

^ st Ue Lz.. licibus circa TneoloZ. öc kliilos. ^

>>es.^n.LLoccejsnismo.

? "staa?°^ejsnilmu8. BentheMS Holländls. ktrchen->Vi' k- U. e. ;. x. rr6 Lg- iM °ä.

Arnolds, äisr. biog. Libl. universelle,

'Nvlds ketzer-hist. ? II. üb. XVII. c. 10,

c 0 c 78^

* Coccejus, (Gerhardus) ein voökar.sun« aus Bremen,war Loms8 kalstinuz Lressreuz, und anfangs Professor ^urisin seiner geburts-stadt, nach diesem Rathsherr daselbst, end-lich Rath des Hertzogs von Frießland und Professor zu Grösningen, starb den ;o. julii an. r66o. im 60. jähre seines alters,und hinterließ unterschiedene juristische disputationen, auch an-merckungen über Tir. ksnä. äs O. I. Groningen r66o. in ir.

, äisr.

Coccius, (Justus)von Bielfeld, ein Lsnonicu8 zu Jü-lich, warm der Lutherischen religion erzogen, die er aber, daer nach Cöln kam, verließ, und die Catholische annahm, wor-auf er eine sammlung von den zeugnissen und entscheidungender vätter und Concilien über die streitigen Materien zusammengetragen, und solche arbeit , nachdem er 24. jähr damit zuge-bracht , unter dem titul eines sskelsuri Lsrkolici an. 1599. und1600. in fol. heraus gegeben. D« ?r«, bibl. äes suteurs eccles.

Coccius , (Huldericus) ein Professor zu Basel, ist daselbstvon Ulrich Köchlin von Freyburg an. i?r;. gebohren. SeineMutter Barbara Weingartin , weil ihm der vatter frühzeitigweggestorben, verheurathete sich an Nic. Eßig , welcher mitdem beding den jungen Coccium an kinds - statt angenommenund zu den studien angeführet, daß er zu seinem nahmen denzunahmen Eßig sollte beysetzen : daher auch seine Nachkömm-linge sich noch Roch von Eßig nennen. An. 1546. erlangteer das ÄsZiüermin, und ein jähr darauf die Griechische kroksf-s,on in dem P-Läsgogio, welche er aber hernach mit der Dia-lectic vertauschet. An. r; 52. wurde er Prediger bey St. Mar-tin, und ward als solcher an. i;;6. nach Lörach mit einemScholarch gesandt, woselbst er die erste Evangelische predigt ge-halten. An. i zS2. berufte man ihn zu der Pfarr bey St. Pe-ter , und 2. jähr hernach zu der Profession des Neuen Testa-ments , immittelst verblieb er in dem Lollegio klulolopkico ,bis ihm an. 1570. von Sim. Sulcero die voüor-würde inTbeoloZis ist conferirel worden. In seinen Ieckionibu8 tlieo-Iogici8 legte er die Epistel an die Galater aus: den Rectorat hater dreymal bedienet, vergaß aber bey dieser würde seines gerin-gen Herkommens keineswegs; deswegen er auf die matricukmkessoris den spruch Davids geschrieben: 8ulcitsn8 äs rerrs in-opem L äs üercore psnpsrem. Er verstarb an der Wassersuchtan. 158;. und hinterließ aus seiner ersten ehe 2. gelehrte söhne,Samuel und Thomam. Jener gebohren an. 1548. war füretwas zeit Professor vislsckices im pseäsZoZio, hernach Predi-ger bey unterschiedlichen kirchen, als zu St. Peter, St. Elisa-beth , und endlich zu St. Martin, dabey er sein leben an. 1626.beschlossen: Es findet sich, daß derselbe eine zeitlang neben sei-nem vatter in 8ensm Lcsäemico sitz gehabt. Sein bruder Tho-mas begab sich auf die Medicin, darinn er den voctor - titulan. 1582. erlangt, ward hernach Professor im kXäsgoAio undOeconomv8 des untern Lollepli; dann LoZicun in fecunäs Lisp-le , dabey er auch ins Lollcgium Meäicum aufgenommenworden, endlich Lclücus, ustd starb an. 1610. Lx LrcK. sscsä.Lslil. *

* Cochanovius, (Johannes) ein gelehrter Pole, war zuSiezynie in Groß - Polen aus einem vornehmen geschlechte ge-bohren , welches von den Lorvinis in Ungarn abstammen soll.Nachdem er sich eine zeitlang in Teutschland und Franckreichstudirens halben aufgehalten, kam er nach Italien, aüwo erzu Venedig den Manutium, und zu Padua den Roborteüumvornemlich gehöret. Nach feiner zurückkunft kam er auf einezeitlang bey dem Bischofs zu Cracau in dienste, der ihm her-nach eine Secretariat-stelle am Hof verschaffte, in welcher be-dienung er öfters in wichtigen angelegenheiten verschickt wor-den. Darauf ward er erst Castellan zu Polancez , und endlichzu Senbomir, woselbst er an. 1604. im 52. jähre am schlagegestorben. Er war in den Humsoioribus und sonderlich inder Lateinisch-und Polnischen Poesie wohl geübt; wie er dennden gantzcn Psalter Davids in Polnische verse gebracht, auchviele nette Lateinische getichre mancherley art hinterlassen, wel-che zu Cracau an. 16^9. in 4. gedruckt. Er hat auch LicerowsVerlionem perixlirsüicsm Lrsti zum druck befördert,

/, lük. 67MN. pst. tom. II.

Cocheim, eine Chnr - Trierische stadt und schloß an der Mo-sel , unterhalb Trarbach und Beilstein gelegen , war sonst eineReichs-stadt, wurde aber an. 1240. von dem Kayser Adolphsdem Ertz-Stift Trier verkauft. Die gegend hierum ist des herr-lichen wein-wachses halber sonderlich berühmt. 2»/.

* (Lochet äe St. Vallier, Präsident in der Supplique-Cam-mer zu Paris, bey dem Parlement; er war ein mann von grosssein verstand, gelehrtheit, und ein gerechter Richter. Er hat ei-nen tractat: äe Inäultu ksrlsmsnti ksrilieissi8, geschrieben,worinnen er die Materie gäntzlich und auf das gründlichste aus-geführet hat. Wiewol sie schon zuvor, aber nur fluchtig weg ,von Herrn Regnaudin, General - Procurator in dem grossenKöniglichen Rath, war tractiret worden. So hat auch UrPinson, Advocat bey dem nemlichen Parlement, zuvor obenhinetwas davon geschrieben, deren beyder gutes Lochet nachfolgen,und die fehler verbessern konnte. O« n« , biblisch, smbor ec-elelisst. Leculi XVIII. tom. VII.

Cochin, ein Königreich in der Indianischen halb-insul, bis-sest des Ganges auf der kuste von Malabar, wird also nach derresidentz-stadt, worinnen sich der Konig aufhält, genennet. DiePortugiesen hatten sonst auch eme stadt darinn , welche eben

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