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diesen nahmen führte, und von Christen bewohnet wurde, da-bey einen Bischöffiichen sitz hatte, welcher unter das Ertz - Biß-thum Goa gehörte; allein anjetzo stehet dieser ort den Hollän-dern zu. Er ist groß und hat starcke und prächtige gebäude, undist nach Goa die gröste stadt, so die Portugiesen in Indien beses-sen. An. i ;c>4. ist sie zu erst bevestiget, und an. i6ür. von denHolländern belagert worden. Die in diesem Reiche befindlicheChristen, welche St. Thomas-Christen genennet werden, habenvon undencklichen zeiten her ihren besondern Bischofs gehabt,und ihren gottesdienst in der Chaldäischen spräche zu verrichtenpflegen, o/oxr«,, Ich. III. , geog. ec-
clsll beschreib, von Malab. c. 18.
(sochinchina , ein Indianisch Königreich jenseit des Gan-ges an einem meer-busen gleiches nahmens. Die einwohnernennen es Cachu oder Kachochin , welches nach etlicher amko-meynung so viel heissen soll, als das westliche China. Al-lein andere halten dafür, daß Cochinchina wegen der grossenähnlichkeit, die es mit Cochin in Malabar hat, also genennetworden. Gegen morgen grentzet es an das meer, welches denmeer- busen, Cochinchina genannt, formiret; gegen abend anbas Königreich Cambodia, gegen Mitternacht an Tunquin, undgegen mittag an Chiampa. Es hat in die ?c>. gute see - Häfen,und wird in 6. provintzen eingetheilet, deren jegliche ihren ei-genen Gouverneur und ihre besondere jurisdiction hat. DieHaupt - stadt, worinnen der König rcsidiret, ist Caccian, welchereinen feinen Hof und eine grosse anzahl vornehmer Herren umsich hat, sonsten aber dem Chinesischen Reiche zinsbar ist. DieHandlung dieses Königreichs ist gleichfalls sehr wichtig und beste-het in gold, silber, porcellain, adler-holtz, seide, rc. welches al-les land - waaren sind. Es befinden sich allhier Päpstliche M 5 -Lonsrii, welche aber unter dem letzten Könige von Cochinchinasehr viel erlitten haben. , reise - beschrei-
düng. ^/>»alo2a. Ac.
Cochläus, (Johannes) wurdeums jähr 150;. in einemborst, Wendelstein genannt, nicht weit von Nürnberg gebohrcn.Sein rechter nähme war Dobneck; er wollte sich aber lieber vonseinem vatterlande LocKIs-um nennen, weil Wendelstein auf La-teinisch also kan gegeben werden. Er legte sich in seiner jugendmit grossem ernst auf die studien, am allermeisten aber auf dasüuäium tbeologicum. Anfangs war er Sacristan bey dem Her-tzoge Georgen von Sachsen, und hernach vec-mus der Stifts-kirche zur lieben Frauen in Franckfurt. Da aber ums jähr 152;.ber bauren-tumult, und zu Franckfurt gleichfalls ein aufruhrentstanden, retirirte er sich von bannen. Ob auch gleich deraufruhr gestillet wurde, wollte er doch nicht wieder nach Franck-furt kommen, sondern nahm ein ander Lenskciuin bey der kir-che St. Victoris zu Mayntz. Nach dem tobe Emseri aber beriefihn um das jähr 1529. Georgius, Hertzog von Sachsen, zu sichnach Meisten, woselbst er bis auf das jähr i;;y. blieb. Dennda gedachter Hertzog starb, und nunmehro die Protestanten miternst reformirten, salvirte er sich nebst dem Vicelio mit der flucht.Sonst hat er sich nicht allein mit schriften Luthero widersetzet,sondern auch in unterschiedene gespräche eingelassen, viele reisengethan, und sein äusserstes angewandt, die lehre Lutheri zu hin-dern. Insonderheit begab er sich an. izri. da er noch llecsnuszu Franckfurt am Mayn war, von freyen stücken nach Worms,um mit Luthero zu disputiren; weil er aber solches nicht andersthun wollte, als mit dieser bedingung, baß Lutherus dem sicherngeleite renunciren sollte, kam er in verdacht, als wenn er nursuchte Lutherum in gefahr zu bringen. Unterdessen, weil er vor-gab , er habe es so weit gebracht, daß Lutherus vor ihm weinenmüssen, gab dieser eine scharfe schrift wider ihn heraus, unterdem titul: wider den gewaffneten mann Cochläum; demCochläus mit nicht weniger Heftigkeit in einer schrift unter demtitul : Läverlus cuculllitum Monitoren! antwortete. An. i z 26.befand er sich auf dem Reichs - tage zu Regenspurg, und suchtezu verhindern, daß nicht einige Stande des Reichs auf die ge-dancken kommen möchten, die kirchen - güther an sich zu ziehen.An. begab er sich nebst den übrigen schärfsten WidersachernLutheri mit aufden Reichs - tag zu Augspurg, und da er nebstseinen glaubens-genossen nicht verhindern können, daß nicht dieAugspurgische Confeßion dem Kayser wäre exhibiret worden, be-fand er sich mit unter denjenigen , welche die Widerlegung dergedachten Confeßion verfertiget, die hernach von Andrea Fabri-eio in Lateinischer spräche heraus gegeben worden.Endlich wohn-te er auch an. 1546. dem Reichs - tage zu Regenspurg bey, wo-selbst er nebst dem Malvenda und Billiko wider Bucerum undseine collegen disputiret; von welcher disputation aber ebenfallsgar ungleiche erzehlungen vorhanden sind; sintemal man sichvereiniget hatte, ;. tage so zu disputiren, daß von keinem Xom-rio etwas sollte aufgezeichnet werden. Er starb zu Breßlau, wo-selbst er auch Lanomous gewesen, an. i;;2. den 10. jan. Erhat sehr viele schriften heraus gegeben, so hauptsächlich die da-maligen streitigkeiten betreffen, und wider Lutherum, Melanch-thonem, Zwingltum, Calvinum, Bucerum, Conradum Corda-tum, Wolfgangum Musculum, Andream Osiandrum, Henri-cum Bullingerum, und andere gerichtet waren, als da sind: äs
lanls 6c 8cripris Imtksri libsr; Latslogus 8säitiomun per äi-verlas ftermsnise psrccs exortsrum ; äs O-mnniLL 8ciipturX L
LgcholicX kcclesiT LuptoriMte; äs ünimarum llurgatorio; äs
kocek-its Oerierslis Loncilii; Imtlisrus 8epcicepL ; Lommeocs-rius in llbsllum lutheri, contra seäitionem rulfteorum; äxo-
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loZia pro Düse 6eorgro uä 83xoni°s LIeÄorem;menäLsia I.utiieri pro Düse Leorgio und viele andere, rter einen tractat geschrieben, darinnen er von der Gotlyeisti pro (L contra disputiret , um dadurch zu erweisen /JM-ölllic-selbige aus der heiligen Schrift nicht gründlich erwenen
snstomia Oocblere. lik. XI. ^ gsc-lch'
tom. I. in vitis zc>. vir. äoÄ. prMoP
k. III. p. i;?. Km/c,r«r,in bibl. ^/,r^rn,äe lcr. s-ec. X'/-äs lcr. ts/xs/r». in kill. Lomit. üu§. , w
Lvang. in lliii. I.utlreran. lib. I. §. 160. säctt - >
D« bibl. äe§ aurcurs eccles. in tllsatr. <>c.
* Cochran, ein edles Schottisches geschlecht, wellder Baronie Cochran in der Grafschafft Nentreu den » >Miihat. Es ist von grossem alterthum, und hat von lange»her viele güther besessen. Waldenus von Cochran nou ^König Alexandro III. und zeugte Wilhelmum. Goslw"v^ecunter Roberto II. lebte , war ein vatter Wilhelms /^bey Roberto III. in grossen gnaden stund, und
.. einen söhn glciE-, vsttst
^ ' - und,gsOd
gete. Dessen söhn Albanus hatte einen , , ,tus genannt, welcher ein vatter Johannis und M/Wilhelmi war. Dieser Wilhelmus zeugte mit ^ einseiner tochter Roberti Montgvmery von >Okemurly / ^ Mae tochter, Elisabetham, die an Alexandrum, den M^^Ar«»Johannis Blais, vermählet ward, welcher den nähme" Ajhesannahm, und sieben söhne und zwey töchter Ä'
mus erbte seinen ältesten bruder Johannem, uns .^mE
1Ü47. von Carolo I. zum Lord Cochran von Docodon M
Sem söhn Wilhelmus starb zwar vor dem vatter ^von Catharina, einer tochter Johannis Kennedy-A.MeUCaßils , Margaretham , die an Alexandrum . OrEGrafen von Elington, Helenam, die an Johannem/von Southerland, Johannam, die an WtlhelmuM ^comle Kilsith vermählet worden, und Johannem. lö-'-unter Carolo II. Graf von Dundonald , und starb " HechEer verließ von Susanna, einer tochter Wilhelme / ^,M/von Hamilton, Wilhelmum und Johannem. A Mgile ^welcher an. 168;. in die Händel, so der Hertzog vo" ,M>Schottland erregt hatte, geflochten worden, rrheeu >>/einer summ von 5000. pfund sterling , so der.vamerlegte, gnade, und starb unvermählet. Der »ungern /^ Mnes, erbte des bruders würde, ward an. -.sieß s,,
16. Schottischen Pairs gemacht, starb an. 1720.
Anna, einer tochter Caroli Murray, Grafen von ^h,Wilhelmum, welcher an. 172;. im r?. jähre versia^ sieauf die Gräfliche würde auf X. Cochran von KllM?^. g sL, c»>«,. rom. II. , mem. äSs äerm
xler. x. 672. Ü74.
seufzen und klagen, um dadurch die pein der,eiw> x,jests»^der Hölle liegen müssen, anzuzeigen. Weil bas wE Dr»ses, sowol als des nicht fern davon strömenden Acyer Aangenehm zu trincken war, soll Homerus dabeynommen haben, beydem die Hölle zu setzen. VonCocytus kömmt her der nähme der CocyNamschen t^emin der Hölle der Proserpina zu ehren sollten gehaltenist noch ein anderer fluß gleiches nahmens tn Jtam ^ec^sdem see Averno, welcher sich ergenßt in den see Lucrin ^morto, so anjetzo mit dem berge, welcher durch vajähre entstandene erdbeben sich darein gesturtzee .
ausgefüllet ist. lib. VI. Lneiä. ^ Mgellg
* Cockarsend , ein kloster der Cluniacenstr > ,vo !^ (le-in Lancaster zwischen den flüssen Cocker und r»« ^ diesem
in das Jrrländische meer ergießen, wohm man viel omsster sehr weit sehen kan. Hingegen muß es av / ^ AM
de ausstehen. Der stifter desselben ist Nanulp i ^
gewesen. eEt-äe«? krir. p. 704. , . -«,j,ie ,
Cockermouth oder Lokarmouth , ist eme ^jt
der Englischen provintz Cumberland. Sre ueg) eM
zwischen zwey Hügeln , in der gegend, ? qebäude/ E/t/
dem fluß Derbem sich vereinigt, und hat ssAUungen W sie-vestes castell. Zu den Parlements - versagn"«zwey Deputirte abzusenden,lic. äs l'üngl. x. 267. ein
* Coclers, oder Cokelare, lat. ew'Pr'A
Flandern bey Brügge; ehemals war allUc « . ^
dictiner-ordens, welches zurAdtey St-Berl^^ ^gehörte, deren sie vom Bischoss Baldenco
no6. ist geschenckl worden. dem Abt ^ E
Dahero entstünde auch nachmals MiMn v TouEjelt/ Zgedachtem St.Bertin und dem BGoff A. es ME
Uneinigkeit wegen besorgung desselben Uw a ^ers M
doch aber gedachte Abtey. Die PrapoMr c. "eingegangen. supxlem. äixlom. - ^ E
sä eum I. c. ^ s-ecvlo'^ey- V"'
Cocles, (Bartholomäus I lebte rm?s^s ^MrM^in der Chiromantie und Physiognomie U buch vAA Ese-welcher kunste ihnen regeln er auch selbst ^ ^r stjj ^ porh^Mzu Achilini eine gelehrte vorrede MimE'. pEten Lucä Gaurico, -er sonsten selbst itiknm
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