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Zweyter Theil. Bi - C.
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ficht über den Gottesdienst dabey geblieben. Pomveius hat denArchckaum, Cäsar den Nicomedem, undAugustusdenDyten-tum dazu erhoben. Dieser letztere war des Vierfursten in Ga-latien Adiatorix söhn, der wegen des mordes, den sein vattevan der Römischen colonie zu Heraclea begangen, zugleich nutdem vatter sollte abgethan werden; allein sein jüngerer brudergab sich vor den ältern aus, als man dem ältern sein rechtwollte widerfahren lassen , welchem Dytentus, als wurcklich derältere, widersprach, daß sich also darüber ein denckwürdigerzanck unter den brüdern erhub. Endlich redete die mutler demältern ein, daß er den jünger» sollte sterben lassen, weil er alsder ältere dem reste der unglücklichen familie desto besser würdevorstehen können. Das geschahe, und Dytentus erhielte vonAugusto , der die gantze fache erfuhr und bewunderte, auch desunschuldigen tod bedaurete, zu einiger Vergeltung / daöComa-nische Priesterthum.

Comana, siehe Com und Cobachasan.

Comana, die landschafft Georgien im weitläuftigsten ver-stände genommen, lieget an dem Cafpischen meere ostwärts, undwird durch gewisse gebürge westwärts von Circaßia, südwärtsvon Gurgistan, und nordwärts von Moscau abgeschieden. Dererdboden ist in dieser landschafft über alle Massen gut, ungeachteter wenig gebauet wird , indem die einwohner mehrentheils vonrauben und plündern sich crnehren. Sie halten sich unten anden bergen auf, und zwar dieses sowol wegen der bequemlichkeitder vielen schönen brunnquellen, als auch, damit sie sich nachbelieben in die Hügel retiriren können, wenn sie etwan von ihrenfeinden verfolget werden; wie denn alle diejenigen, welche umsie herum leben, als die Georgianer, Mingrelianer, Circaßta-uer, Tartarn und Moscowiter, täglich einander berauben. DieKomouchs haben das östliche theil von Cvmania gegen das Ca-spische meer zu inne. Sie sind Mahometaner, und leben unterdem schütze des Königs in Persien, welcher sehr viel auf sie hält,weil sie diese gegend von seinem Reiche wider die Kalmouchs undandere seine feinde beschützen. Tavernters Pers. reise.

* Comana, oder Comona, Comojagna, Neu - Lor-dua, lat. dlovs Loräuka, eine stadt auf der küste Caracos, inlerra krma in Süd-America, an der küste des Golfo cli Mexico,den Spaniern gehörig. Sie ist die Haupt-stadt in der provintzParia. Ohnweit davon liegt das dorf Verine, allwo auf etlichemeilen herum der beste canaster-tabac gepflantzt wird.

* Comana, vor zeiten Cromna oder auch Cromnum ge-nannt , eine kleine Asiatische stadt, in dem eigentlich sogenann-ten Natolien gelegen, und zwar auf der küste des Schwachenmeers, der stadt Samastro etwas gegen morgen.

Dickion.

Comanus, ein söhn Nanni, des Königs der Seqobrigia-ner, welcher letztere den Griechen aus Phocis die gegend einge-räumet, allwo sie Maßilia, so anjetzo Marseille heißt, erbaue-ten. Jedoch wurde nach dessen tode Comanus von einigen bere-det, zu verhindern , daß diese fremdlinge nicht mächtiger werdenmöchten. Als er nun erkannte, daß es ihm zuträglich wäre,diese stadt zu verstören, nahm er sich vor, dieselbe an einem ta-ge , da sich die einwohner bey ihrer göttin Florä fest lustigmachten, unversehens zu überrumpeln; allein das Unglück trafihn selber, indem er überfallen, und nebst 7000. mann ge-tödtet wurde. Von solcher zeit an nahmen sich die Maßilianerwohl in acht, so, daß sie allezeit an ihren fest-tagen die thorezuschlössen , darnebst fleißig untersuchten , was für fremdeleuthe in der stadt waren, und aufihren wällen wachten bestell-ten. /«ch». lib. X8III. c. 4.

* Comares, eine im Königreich Granada gelegene stadt,welche an. izir. vor Don Diego Fernande; von Cordua,Herrn von Luecna, Espejo und Chillono , zur Marggrafschafftund Grandezza gemacht, in dem XVII. Leulo aber durch Heu-rath dem hallst lä Cerda zu theil worden. von Grand inSpan. p. 229.

Combabus, ein vornehmer und schöner Syrer, sollte dieKönigin in Syrien, Stratonicam, auf einer langwierigen reisebegleiten, Massen sie nach dem befiehl, den sie im träume em-pfangen , der Juno einen tempel zu bauen hatte. Combabussahe voraus, in was vor gefahr und verdacht ihn diese bedienungbringen würde^ suchte daher den König eines andern zu bereden,Und alS der Konig von seinem einmal gefaßten schlusse keines-weges abweichen wollte, bat er sich wenigstens sieben tage fristaus, damit er sich auf diese lange reise rüsten könnte. Alleinseine Mästungen bestunden darinn, daß er sich selbst entmanne-te, und die zeugen seiner mannheit wohl balfamirt in eine ver-schlossene büchse legte, die er bey dem aufbruche in aller gegen-wart dem Könige überreichte, und ihn bat, solche bis zu seinerrückkunft aufzuheben. Die reise währte;. jähr, und was Com-babus vermuthet hatte, das geschahe. Erst verliebte sich dieKonigin in ihn , und weil sie in nüchtcrm muthe nicht KsMrägenug hatte, ihn um die letzte gefiälligkeit anzusprechen , truncksie sich ernen rausch, suchte ihn darauf in seinem zimmer, undthat ihm ihren antrag. Er wies sie erst mit ihrer trunckenheitab, und als sie damit nicht ablassen wollte, überwies er sie au-genscheinlich , daß er nicht im stände sey, ihren willen zu erfül-len. Sie muste sich also wohl ihren appetit vergehen lassen, al-lem ihre liebe gegen ihn nahm keinesweges ab, daß auch seine

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mißgönstigen daher gelegenheit nahmen , ihn bey dE/hMsals einen verräther und ehebrecher anzuklagen.ward zurück geruffen und eingesteckt; es fanden l«m ° gest-die aussagten, daß sie ihn im ehebruche mit der ^0»«..^hen. Er antwortete nichts , bis man ihn zum tooc ^wollte, denn sagte er: er stürbe nicht deswegen, daß er ^nigliche ehebethe befleckt habe, sondern weil ihm der Homo ^,büchse nicht wieder gegeben hätte. Der König ließ ßsie ward geöfnet, und man fand des Combabus »»'to.Mcainn dermaßen erwiesen, daß der König sich mch» " §>ekonnte, ihn zu umfassen und um Vergebung zu b>»r ^ankläger wurden auf das härteste gestraft, er aber bA '.Apel-daß er sich wieder möchte zur Königin begeben, um vr'' erbau mit auszuführen. Aber diß war nur ein vorwam> / ^vom Hofe wegkommen möchte. Man hat davor sewr -sei-den tempel gesetzt, in gestalt eines weibes-bildes m er-dern. Nun auf obige weise wird diese geschicht von vu" hie«zehlet, ohne daß sonst jemand deren gedencket. Wch 7 ,

ser scribent sich gar gern mit dergleichen seltzamen M" AllBso möchte er auch diese geschicht wol errichtet haben- ,^readas lächerlichste ist, da diese erzehlung also seit fast ^0 '/^von Luciano auf die bahn gebracht worden , daß P^jgget,in seinem reife-buch gantz eine gleiche begebenhelt vo^ Ml>-welche sich zwischen einem sogenannten Moulak Oncrefssgjche»verneurzuCogni oder Iconium in Cilicien,und einem MBischoff dieses orts, nahmens Epsepi, soll zugetragen«»"^zwar, wo man hier dem Paul Lucas glauben zusteuei' § Mdem mund eines Armenischen Priesters , der noch s"'beweisthum der fach die in der vornehmsten mosquee e.l-neben einander befindliche zwey gräber anführet, am ^ gra-uem keinTürckischer bunb liegen soll, wiesoiistenbey^bern dieser nation gebräuchlich; woraus er dann ivAdas eine sey des Epsepi grab, und das andere descher neben diesem getreuen freund kurtzum habe wolle» ^,0.seylyrc. äs Leg. 8yr. liv. II. clu 2. vosAs ^

Combe , eine tochter des Asopi, soll zuerst die nstung oder kürasse erfunden haben , daher sie auch be» sey»men Chalcis bekommen, und soll von ihr die stadt EY»benennet worden.

Combe , ein klein stäbtlein zwischen dem thal AnWLucern in Piemont, so in der Waldenser Verfolgung" ^ t>e>>viel erlitten hat, aber auch sind die Savvyer darvwWaldensern übel heimgeschickt worden. *

Combefis, (Franciscus) ein Französischer ^ MMönch, gebürtig von Marmande, einer kleinen jE

vioeces von Agen an der Garonne, woselbst seine M

mmicaner-vroen. M leyrie oie ^yeoiogle unounterschiedenen klöstcrn zu Paris, und warinsondE.^. k>anüuäio katrum und der kirchen-antiquität sehr wohlnenhero ihn auch die Bischöffe in Franckreich , dle a>>-Paris versammlet waren, darzu erwehleten, daß er»nes und Übersetzungen der Griechischen kmrum verfer''» yje yderowegen sie ihm eine pension von 500. pfunben gEMits "'znach von ihnen ist verdoppelt worden. Er hatte ,,„d ^1644. die Opera Amphilochii , Bischoffs von Jcontein^cbch^Methodik', wie auch des Andrea Lretenlis hera»A^,, Adem er an. 164;. einige neue stücke Johannis EW „ebster aus der Königlichen bibliotheck hervor gebracht/Vertheidigung der ickoliorum St. Maximi über den AM".hinzu gefüget. Hierauf gab er seine neue »er» ^Griechischen katrum in II. volum. in folio h/raUA^tz,e>vParis an. 1648. gedruckt worden; in dessen erster» "chsscher A

cke Asterii, Bischoffs von Amasia, und anderer Gr«^trum enthalten ; in dem andern aber befindet t» .s,

die Historie der Monotheliten, in welcher er dieCardinal Baronius in dieser Historie begangen,^ AMser freyheit gezeiget hat; dahero man dieses werC' ^x überaufgenommen. Hierauf, als an. 16;;. der l-ausgebungeiniger 8criptorum der HiüoriL 8722», m»str.lich der LhronoZrgxbike des THeophanis, gestbrbe seinebefisius, der sein mit-brnder und guter freund HA eilE'per--vertreten. Er revidirte also das gantze werck,und correötiones hinzu, und gab solches an. rossten bebgleichen er an. 1656. mit einigen Griechische» E' löM s ye»sostomi, Scveriani und anderer kstrum that. »Mo-le er das leben St.Eustachii und anderer Martyre" A F

Papsts Sylvestri ans licht; worauf er an. ?°Me; ,vebtkecam kgtrum Loneionatorum in VIII. tanv^ LßjM'

Leo Allatius seinen tractat cls 8imeon>bus an collA, he-chen er an. 1664. zu Paris heraus gab,den Ursprung und Merkwürdigkeiten der stabt-As,». Atreffende, aus unterschiedenen Griechischen ^

nen notis hinzu. An. 1672. gab er sein novissu» ^l>fseH^-c^bIiotkeLX6r!LLoruin kacrum heraus,und s.iam friste»clLüslien 6rLcum, worinnen einige sonderbareden Lsüliorum von Cäsareaund Seleucia. x?,,ochtk»l^ B167;. die Opera 8. Maximi in II. vol. in fol. UNAjvl^ ss.jähre des Theodori Ancyrant buch, com» ^

uoris heraus gab , ingleichen die oration be l- P"Constantinopel Germani. Im übrigen / »