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Zweyter Theil. Bi - C.
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aus dem Hause der Grafen von Montforeau in Anjou an.1472. geheurathet hatte , er redete unterschiedene sprachen,vornemlich Teutsch , Französisch und Spanisch, von Lateinaber verstünde er sehr wenig. Jedoch weil er dem KönigeLudovico und dessen söhne Carolo VIII. im kriege nachgefolget,und stets um sie gewesen war, schrieb er auf einrathen desAngeli Cathi, Bischosss zu Vienne, was sich innerhalb ?4.jähren unter der regierung Ludovici Xl. und Caroli VIII. zuge-tragen ; welches werck sehr gerühmet,und von Lipflo dem Poly-bio gleich geachtet wird. Es ist auch aus dem Französischen,darinnen es geschrieben , in unterschiedene andere sprachen über-setzt worden ; als von dem Sleidano (so aber nur ein auszugist) und nachgehends von Barthio in die Lateinische, von Ren-tzio in die Italiänische, von Hedione in die Teutsche, vonCorn. Ktliano in die Niederländische, von Johann Vitriarioin die Spanische, und von einem ttnonymo in die Englischespräche. Unter den Französischen editionen aber ist diejenige diebeste, so mit Dionysii Godofredi anmerckungen herausgekom-men in z. tomis in 8 . und an. 1706. zu Brüssel wieder auf-gelegt worden. Wobey viel lcriptL pubÜLL und grmotMiones,wie auch des Joh. äs Troyes bist. äs I-OUI 8 XI. ttoi äs krsncs,insgemein 1 s Lkronigus lcsnäsleuls genannt, befinden. Alleinalle editionen sind sehr unvollkommen, wenn sie mit dem ori-ginal des Cominäi, so er Antonio dem bastard von Burgund,gegeben, und welches in 4. grossen bänden in regal fol. aufPergament geschrieben, mit vielen sehr saubern Mahlereyen zuBreßlau in der bibliotheck bey St. Elisabeth befindlich ist, con-feriret. Was Cominanm selbst anlanget, so war er bey demKönige Ludovico XI. Cämmerer und Seneschall in Poitou. Al-lein er blieb nicht immer in dieser gnade , sondern wurdeverrätherey halber angeklagt, muste auch jähr lang zu Lo-ches gefangen sitzen, und wollte niemand seine defension füh-ren , bis er endlich sich selbst vertheidigte, und feine Unschuldan den tag brachte, da er auch wiederum auf freyen fuß gestelletwurde, und auf seinem schlösse Argenton in Poitou den 17. oct.an. 1509. starb. Seine tochter Johanna ward an. 1504. an Re-natüm von Bretagne, Grafen von Ponthievre, verheurathet.

, in vit-r Loininsei, dazu er die Nachricht von Mat-thäo Atrebate, der bey dem Cominäo im Hause gewesen, be-kommen. in not. sä. lib. I. polit. L in tkss-

tro prudenrisr elegant, acl k. 1. p. ;8l- feg. , lib.

I. eominsnt. klanär. in elog. Lelg.

lib. I. elog. bibl. Zeig. , äs Hätt. bat. lib. III. c.

lo. L,i ä« , bibl. kräng, /nrxerral» mniLurn bitt.

tkeatr. cioct.viror. O« (H, bitt. äs la kamille äs Lkn-ttillon für jVlarne p. 504. , elog. kt,r. /'L/xr»s-

/«r, cle klancirise Xobil. lur 1a vis ri« 5 ?-. (?oMr»er

ju ende des;. theils seiner Historie.

Cominges, eine Französische landschafft und stadt in Ga-scogne. Das land führet den titul einer Graffchafft, und diestadt, welche auf einem Hügel an der Garonne lieget, wird ins-gemein St. Bertrand äs Cominges oder Comenge, lat. Lon-VSNT oder bugäunum Lonvenaruin genannt, und hat ein Biß-thum, welches unter Auch gehöret. Der erste Bischofs, so vielman weiß, ist Suavis gewesen, der sich an. 506. auf dem Lon-cilio zu Agde befunden, und unter seinen Nachfolgern viel be-rühmte leuthe und Cardinäle, insonderheit Bertrand Goth,der hernach unter dem nahmen Clementis V. Papst worden,gehabt hat. Diese stadt ist schon ziemlich alt, und gedenckenderselben, wie auch des landes Cominges, Plinius, Strabo,das Itinerarium ttntonini, Ptolemäus und viele andere vonden Alten. An. ?85- wurde sie von Gontrams armee geschlei-fet, weil sie den falschen Gondebaldum, der sich für Clotariisöhn ausgab, eingenommen, an. 108;. aber von ihrem Bi-schofs St. Bertrand wieder aufgebauet; welches die Ursache ist,warum sie Vertrank» äs Cominges genennet wird. Der Lateini-sche nähme kömmt her von ihrer ersten gründung. Denn nach-dem Pompejus Sertorium in Spanien geschlagen , nöthigte erdas volck auf dem Pyrenäischen gebürge, welches dazumal ohnezucht lebte, an einen ort zu kommen, und daselbst bey einan-der zu leben.

Das land Cominges hat einige Grafen gehabt, ehe es mitder Crone vereiniget worden. Bernhard I. lebte an. n;o. undhatte 4. Nachfolger gleiches nahmens, darunter Bernhard V.an. izzc- starb, und Bernhardum VI. hinterließ, der ohne er-ben mit tode abgieng; Johannem, einen Cardinal; ArnaldumRogerium, Bischosszu Clermont; Simonem, Bischofs zu Ma-auelone, rc. Petrus Raymundus wurde hierauf Graf zuCominges, ungeachtet man ihm sein recht streitig gemacht,und starb um das jähr i;4i. Petrum Ravmundum II. nachsich lassende, welcher seine baase Johannam von Cominges heu-rathete, und an. i;?;. starb. Ihre älteste tochter und erbinMargaretha vermählte sich zum ersten mit Johanne III. Grafenvon Ärmagnac; als aber derselbe an den blessuren , so er vorAlcssandria äella Paglia bekommen, an. i;yi. starb, 2. tochternach sich lassende, vermählte sie sich mit Johanne II. von Ar-maqnac, Grafen zu Fezeniägnet, welchen sie an. 1401. zu lo-he blenden ließ. Worauf sie sich zu ihrem dritten gemahl Mat-thäum von Foix, den jüngern söhn Archambaldi und der Elisa-beth von Foir, erwehlt; allein Matthäus hielt sie 2z. jähr ge-fangen , sie dadurch zu vermögen, daß sie ihm die GraffchafftCominges schencken sollte. Doch schlug sich endlich der KonigCarolus VII. ins Mittel, und stellte die Margaretham an. 1444.wieder auf freyen fuß , welche ihm dafür zur erkenntlichkeit die

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GrafschaN Cominges abtrat. König Ludovicus XI.auf dieselbe an. 1461. Johanni von Ärmagnac,von Franckreich, als er aber an. 1472. ohnemannllwD^rstarb, dem Grafen Odet ä'Aydie, Herrn von Lescun.dieser keine Ander hatte, vereinigte sie LudovicuS XU- ««' A„jsemit der Crone; und ob gleich die Herren von Lautrer,. ^und Aubijoux einen anspruch darauf machten, wurdenabgewiesen, und an. i-?;2. Cominges nochmals Mit

vereiniget. , lib. IV. lib. IV. c. iy

ilinersr. lib. III. s. 19. lib. VIl-

notit. utriufgue Vsksonice. O« , sMig. äes viue -6^11. LKritt. L? , Kitt. äs Learn. k)«äu ttoi. Kitt. äs koix , Lc.

Cominges, (Johannes Raymundus äs) ein^ ^cvl°'erster Ertz-Bischoff zu Toulouse, florirte in dem Xiv-ein söhn Bernhardt V. Grafen von Cominges. An. r-(.i, reinde er Bischoff zu Maguelone, besand sich bald daraufLoncilio zu Vienne, und erwiese sich bey allen gelegene Mwohl, daß, als der Papst Johannes XXII. an. i voEfe zu einem Ertz - Bißthum erhoben, er ihn demfewr»setzt, und war bereits an. 1290. seines vatters druverdus Rogerins Bischoff an diesem orte gewesen. DasAMaguelone trat er seinem bruder Stmoni ab, (wMstarb, ehe er noch eingeweyhet worden) und ließlegen seyn, seiner Arche wohl vorzustehen, siengau«^ ^gen an einen 8z,noäum zu halten. An. 1^27. maEhannes XXII. zum Bischoff von Ostia und St.nach dem tode dieses Papsts trugen ihm einige Carv' MPäpstliche Crone an, mit der bedingung, daß er Enicht nach Rom versetzen wollte. Er schlug es aber «u ^ Kstarb zu Avignon den 20. nov. an. 1,48. ^ f,,-

XII. tL/-äs Lpilb. c'are/, mein. äs I-sn§- t' ' < gsb'20». 0 ^ 11 . pnrp. , Kitt. äs« Lsrä.

LKritt. k/Zz-e//. äs kpile. kort. Lo.

* Comino, oder Cumin, vorzeiten Hephästl'a UjMeine kleine inful aufder Mittelländischen see, zwischen L-EGozo und Maltha. Sie gehöret den Maltheser/^§Ewelche darauf ein schönes schloß wider die see - rans^Me-bauet haben. Die insul Cominotto, so auchfern zustehet, liegt nahe dabey südwärts.

EOVIl l iv, waren, wenn zu Rom entweder pcallein, oder auch das gantze volck zusammen kam, " § Mentweder Obrigkeitliche Personen zu wehlen, öderem M Mzu geben, oder über einen zeucht zu halten. Es rv ^dieses nicht alle tage gesthehen, sondern Numa poiatage in dem calender ausgezeichnet, an welchen manzusammen rnffen sollte. Der krrelss war allezeit nW^col'als eine Person, entweder der Imerrex, ober derLonlul , kontifex Nax. krTtor , Tribunus E

theils durchs loos, theils durch einstimmige vota rivM'gewehlet wurden. Wenn man Magistrals-persomn enwollte, so geschahe solches in Lsmxo Usrtio, wG"j„ 5A'gesetz gegeben werden sollte, geschahe es gemermgum tyn.wiewol der ort, ausser wanns um die erwehluE ^ nm,war, nicht allezeit einerley gewesen. Zu solcher ze«. Mallein das Römisthe volck aus allen zz. Tribubus, r gronsowol in als ausser der stadt waren, sondern auw ^menge aus den städten Italiens, ja auch von aiwdie das vollkommene Römische bürger-recht genom ;u fe -rnen. Im anfange hatten die Herren des Rathschen, indem sie gleichsam den schluß machten, V dervolck mit ihren voAs confirmiren muste, allein ' M»nahm sich das volck einer grösser» freyheit herauss^^Äters ^jeweilen der Rath vor ansang der verfammium^rpe. Mgen gutheissen, was man immer da beschließe« ^ yian,allen Lomitiis, die Tributa ausgenommen / «r I die g ^die LulpisiÄ zu hülffe nehmen, und sehen , y^r E.uckdurch den flug der vögel oder durch andere», ^pgeiv«scheinende zeichen dazu sprachen. Wenn nun ^. wm s-entstund, so mengen die Lomttia gleich aus em«' . wareu^swenn die Obrigkeitlichen Personen schon gewA ^schadete es ihnen nicht. Unter den Kaystrn U gewa« Dpnicht mehr so frey, sondern wurden durch er^'D-ftentheils eingeschräncket, so daß das volck dmr'ober ^muste, welche ihm von denselbigen warenbefohlen worden. LomiAs Lslsm . war keine 00^von Lomitüs, sondern sie waren entweder Leu , M'^rima, und haben ihren nahmen von ^^b'-kanntck Age-Wort in der uralten Lateinischen spräche, if s^ waiV/pEmit sehr vielen Griechischen Wörtern vermijry^^„gMrsprechen wurde, calme; weil die LuriT na",. -eoeinen lirttorem zusammen geruffen, die Leu As «( hckeinen csruicinem zustimmen geblastn wuro ' lN« oep'aber nur in solchen Geistliche gewehlet,dem Gellio , daß zweyerley Lomieis Lslar» stv^jqijch der-hieklurlatir und Lurimg. In solchen präsidirte gern _ ^sc>r ppilgermeister. Lomiria Lenkoria, (wenn ein sie >0 ,

ward,) wurden von den Bürgermeistern, zu w Eangetreten, gehalten, und war dabey E^t antnt^i.) daß der Lenkor gleich pach der wähl st«» « ^^4. ^ Fte, da sonst die andern Obrigkeitlichen perM»

6. monate vor ihrem antritt gewehlet wu«"