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Zukommen waren, und grossen raub mit sich hinweg ge-Zleirk- ^"en. Ais nun die schlacht auf beyden feiten fast einenAllL »"usgang gewonnen , wurde ein jähr lang friede darauf.
" LullinsUrbicus, welcher geschickt worden, die Römerschlag.cken, schlug die Schottländer in einer sehr blutigenund trieb sie über des Adriani mauer hinüber, welcheder ^eruni ausbesserte, und solcher gestalt erfolgte ein stillstandfassen auf viele jähr lang. Mittlerweile wältzte sich Cona-«ank .allerley lästern herum, wodurch er seine schätz - cammevtz,/ M machte. Als er nun von den versammleten Reichs-h„f aen geld forderte, unter dem vvrwand, einen Königlicheni,rl, U> unterhalten, so war dieses begehren dermassen unange-daß der Reichs-Rath beschloß, ihn, als zurregierungtzMlg, so lange gefangen zu halten, bis erdieregierung ab-^Me, und bewilligte, daß man an seine statt einen andernerwehlen sollte. Wie sie nun des nächsten tages wiedervchjMen gekommen, bezeugten sie alle einmüthiglich, daß dieteft Ä>ren einkünfte Hinführo sür ihn eben sowol zureichen könn-mr feine vorfahren, welche davon nicht allein zuhausttkaM Mebet, sondern sich auch auswärts furcht zuwege ge-dM« Gatten ; und beschlossen, daß diejenigen nichtswürdigenle^ aen, welchen er des Reichs güther gefchencket, und um de-selbj°'llen er viele rechtschaffene leuthe ruiniret hatte, nicht nurn wiederum zu erstatten, gehalten seyn , sondern darnebenihren verdiensteü exemplarisch gestrafet werden sollten.stkliUMtzige Vorschläge nun suchte der König so gar nicht durchStauche und gelinde Worte zu verhindern, daß er vielmehr in!»nzWe dräu - Worte heraus fuhr; allein diejenigen, welchele» W bey ihm fassen, fielen ihn hierauf alsobald an, und leg-den U samt einigen andern wenigen Personen ins gefängnis ,be» "Mbern aber seiner bösen anschlüge nahmen sie gar das le-in "M allem tumult vorzubeugen, so machten sie ArgadumVice - Könige, bis sie endlich raths wurden, einen an-kk-„Fonig ^ erwehlen. Also nun muste Conarus, theils durchkellert, theils durch gram sein leben im gefängnisse endigen,K». p lm 4. jähre seiner regierung ohngefehr an. r;«-. gesche,
ssn - kill. 8cot.
, ein fluß in Italien, welcher im Hertzogthum Urbinoflecken St. Leon und Macerata zu entspringet, Ro->I>de» durchläuft, und sich ins Adriatische meer ergeußt. Esfluß, welcher von den Alten Crustumium oder Cru-genennet wird. Es hatte auch eine gewisse stadt die-öjx Mnen, welche im XII. oder XIII. lkculo versuncken ist.
^ff- L nahe bey dem flecken Catolica, nicht weit von dem aus-ll, abgedachten flusses, und es wird glaubwürdig berich-oie spitzen der hohen Häuser und glocken-thürme noch bis
an der see, zwischen Blavet und Quimpercorentin,' ^urch xjn gut casteü sehr veste gemacht wird.MyZ^ceicao, (Antonius von) Lsnonicns 8«Lulsris Jo-als s Evangelisten in Portugall, wurde sowol bey seinemv nach stsnem absterben für eine sehr heilige Person ge-A" ward zu Lombal in der vicsces Coimbra den 12. mayMn aA flebohren, und starb auf den nemlichen tag an. 1601.kMvia net nunmehro an seiner canonisation. Ludovicus von^«"'welcher sein leben beschrieben, hat auch einige seinerdas licht gegeben.
ÜÜMWkllO MNftOvl.ft?ft . oder die unbefleckteHe der Jungfrau Maria, welcher die alten Vatter derUeefl ! gedacht, die aber Scotus ein Francistaner-MonchM gaU dehaupten angefangen, dem hernachmals hierinnen°^den gefolget, und deswegen immerfort mit denMt. ÄN, welche diese lehre geläugnet, grosse streitigkeitendieser streit sich gegen ende des XIV. l-eouli auf derlU»iu Paris sehr regte, und die meistevoötore«davonÄA/Kr für diese unbefleckte geburt erzeigten, gab end-Clemens VII. (der selbiger zeit in der grossen krr-lü lliehMng in Franckreich als Papst erkannt ward, aber seit-rM unter die ächten Päpste gerechnet wird) auf ernst-dieser Universität eine Knllsm heraus, darinnenDvE zu läugnen; und Joh. äs Monson ern Spani-<de;Amcaner, welcher anlas zu solchem streck gegeben,li^.Niir befehlicht, seine Meynung zu wtderruffen, der sichLv» E.ucht in Spanien rettete. Nach diesem hat sonber-V'et. zu Basel die unbefleckte empfangnls zu lehren
kb^arwidä. »ch weil der Dominicaner - orden sich immer garGeübte, so hat man es in den folgenden zeckenjvM Vurathsam befunden, die fache heftig zu treiben.^e>ik den d'i-A Ms dem Francistaner - orden war,, hat einemEWeit gelassen zu glauben, was ihm duncktt; wre^ das Tridentinische Loncilium diese frage nicht ent-/ gleichwol aber zu ende des vecreei, darinnen^kMijch daß alle menschen in fünden empfangen waren,
2 degrWu gethan, daß es die Jungfrau Maria hierumdie LAn haben wolle. Pius V. hat hernachmals an.
von Sixto IV. gemachte und durch das Tri-^'zugebilligte Verordnung bestätigt. Nur ist^ sintekUwes dreser empfänqnis zu ehren angestellten ftsts,"AleA«^che Päpstliche bullen, und sonderlich durchVii. vergönnt worden. /Ve/c-, V/8.
Älstyx ' ^, blbl. /!u-//e,,vies äsr Lünls 8- äs äecemd.*
//. Theil.
c 0 n 84z
-f- In dem jähr 1729. hat der Churfürst Carolus Alber-tus von Bayern einen neuen Ritter - orden unter dem schützund zur Vertheidigung der unbefleckten empfängnis der Jung-frau Maria errichtet, welcher auch vom Papst BenedictoXIII. bestätiget worden, und aus drey Groß - Prioraten inOber-und Nieder-Bayern und in der Ober - Pfaltz, aus 6.grossen und 12. gemeinen Commenthureyen , die alle mit an-sehnlichen einkünften versehen sind, und 24. Rittern, so nichtsempfangen, bestehet.
Conception, sonst auch auf Indianisch ?en<n, das ist, ichfinde wasser, genannt, eine stadt im südlichen America, in derprovintz Chili, welche die wichtigste in der gantzen landschafft,und des Gouverneurs residentz ist. Sie liegt am Mlsri kacikLo,gegen die insul Quiriquina oder St. Vincentio über, ist mit ei-nerLvten mauer umgeben, und hat eine citadell, welche vonden einwohnern deswegen erbauet worden, daß sie sich desto bes-ser wider die Arauques, welche öftere ausstreisungen thun, be-schützen können. Petrus Baldivia, der Chili eingenommen,hat sie an. i;;o. angelegt, jeyo aber ist diese vestung gantz ein-gegangen , und die stadt an allen seilen offen. reist, äu
voysAS. /rvsrn-, vo^sge äs Lkili.
Conception, eine kleine stadt im südlichen America, in derprovintz Paraguay, in der gegend, allwo sich der fluß Uraguayoder äs Limakons mit Klo äs la Plata vereiniget.
Conception, äe Salaya genannt, ist eine kleine stadt imnördlichen America, in der provintz Mechoacan in Mexico, aneinem kleinen flusse, welche nebst den beyden wohn - Plätzen, St.Michael und St. Philipp genannt, von den Spaniern erbauetworden, um dadurch die straffe, welche von Mechoacan zu densilber - bergwercken von Zacateca gehet, in sicherheit zu halten.Es haben auch unterschiedliche Americanische flecken diesen nah-men , als derjenige, welcher in Hispaniola liegt, ein gewisserHafen in California, und andere mehr.
* Conception, die Haupt-stadt in der provintz Veragua in derLuäiemis von Guatimala in Nord-America, am lVIsr-äsl-Xorägegen den IKKmum von Panama; sie hat einen Bischofs, ist sonstklein und von schlechter Wichtigkeit.
* Conception äs Is Vega, ist eine BischWiche stadt aufder insul St. Domingo, oder Hispaniola in Nord - America,in dem quartier Cajabo , und ist nicht sonderlich groß. DerBischofs stehet unter dem Ertz - Bischofs zu St. Domingo. Law.
äste. Inä. OcL.
Conception, (Antonius äs Is) genannt von Siena , einDominicaner-Mönch, war von Guimaranes in Portugall, auSdem geschlechte äs Is Conception. Als er sich in den geistlichenstand begab, nahm er auch den zunahmen von Siena an, derheiligen Catharina von Siena zu ehren. Er hatte zu Lisabonund Coimbra studiret, war hernach in die Niederlande gegan-gen , und zu Löven voötor worden. Von dar reisete er nachRom, und nachdem er zurück durch Franckreich gieng, hielt ersich eine zeitlang in Bretagne bey Don Antonio, der den titul ei-nes Königs von Portugall angenommen, auf, und dedicirte ihman. seine ünnsles <L LibllochcLsm Oräims krXäiLstoruill.Er gab auch anmerckungen über die 8 ummsm Ilmmse heraus,und starb an. I? 86 . , bibl. vomm. L« 22 i, gli
tmom. illullr. Oomin. bibl. Hilxsn. öiL.
LOIKcH'ULM, ein gewisser Nonnen-orden, so von Bea-trice äs Sylva einer Portugiesin gestiftet, und von dem PapstInnocentio VIII. aufbegehren der Königin Isabellä von Casti-lien, bestätiget worden, welcher selbigem an. 1489. die regulndes Cistercienser-ordens vorschrieb. Allein nach gedachter Beatri-cis tode nahmen besagte Ordens-Jungfern St. Clara reguln an,behielten aber immerfort ihren ersten nahmen und Habit. PapstJulius II. entnahm sie gantz der direction der Cistercienser, undrecommendirte sie an. i;n. der Franciscaner Vorsorge.iu oriZ. Helig. lib. V. c. iz. L. L. 1484. num. 9.
äs Asftk.IL, ein Ritter-orden, so von
dem Hertzoge von Mantua, Ferdinando, dem Hertzoge von Ne.vers, Carolo Gonzaga, Adolpho, dem Grafen von Alla, wieauch den Hertzogen von Sachsen-Lauenburg und Radzivil an.1619. unter dem titul äs 8 suÄs Mlitts gestiftet worden. Das ab-sehen damit gieng dahin, die Römische kirche zu beschützen, undalle ketzer zu verfolgen. Urbanus Vlll. bestätigte ihn an. 1624.und gab ihm den nahmen äs Lonccptlone chlsriis, auch dabeydem Hertzoge von Revers das creutze. ,6,9. n. 14.
LONtÄft, hieß bey den Griechen dasjenige stück von derkirche, welches gewölbt war, wostlbst der altar stehet. O«
, ßl. 6r. x. 67z.
Conches, eine kleine stadt in der Normandie, in dem ländgenOuche, ;. oder 4. Meilen von Evreux, mit einer Abtey.
* Conchos , ein Americanischrs wildes volck , welche-in einer gegend von Neu - Mexico wohnet. Sie halten sich indörfern änf, und ihre Häuser sind weiter- nichts als geringeniedrige Hütten, und sie erhalten sich gewöhnlich von der jagd.Es giebt in diesem land eine grosse menge haasen, Hirschen, ca-ninichen, Melonen, und rhre land - dache sind sehr fischreich.Die einwohner gehen melstenthecks gantz nackend, und ihre Waf-fen sind der bogen und die Pfeile. Die Könige, denen sie ge-horchen , heissen sie Lsriquen; wre die Mexicaner auch thun ,übrigens sollen sie zwar keine aotzen verehren, aber auch von
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