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Zweyter Theil. Bi - C.
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der religion keinen begriff haben, äelcr. Mä. Occiä.

üb. VI. cap. 2i.

* Conchucos , Americanische wilde, in Peru seßhafft.Ihr land ist zwey tag-reisen von der provintz Guamachuca ent-fernet. Die Spanier haben bereits eine grosse menge dieserleuthe ausgerottet; es sollen viele Wer - und gold - gruben dor-ten anzutreffen seyn. Da der Anca Pachacutec dieselben samtden provintzen Huara und Piscopasupa sich wollte unterwürfigmachen, so huben sie ihre besondere land - streitigkeiten, die siezuvor bis zu dem kriege zu kommen, mit einander hatten, auf/vereinigten sich miteinander / schickten an ihn, und liessen ihmmelden, daß sie sich bey den göttern, welche ihre vor - elternihnen seit viel hundert jähren hinterlassen / sehr wohl befanden /und der Ynca solle sich mit der tyranney, die er zur zeit bis zuihren grentzen ausgeübet, begnügen / und nicht mehr land be-gehren , als er bis dato schon unrechtmäßiger weise / unter demansehnlichen verwände der religion / den Curacaern abgenom-men habe. Indessen zwange sie doch der Hunger bald hernachsich zu ergeben. Lain/aj/s , lMoir. äes Vnca8 <Lc.

tom. II. p. 46. 2V>o»r. , OiÄ. Lsogr.

LOIKekULION, ist eine dunckele pnrpur - färbe, welchesonst mit den andern purpur - fchnecken einerley ist, aber mit al-lerhand fachen / und sonderlich mit urin vermischt wird / so daßsie ins bläulichte fällt. , aä lertullianum äs xsllio ,

p. 184.186. I'rrr/E, lib. I>XXXVII.

cONdlMlU/M, hieß derjenige ort, welchen die krT-tores in den Römischen provintzen zum marckt-platz für eine gan-tze umliegende gegend machten,bey welcher gelegenheit dann dieseRömische Gouverneurs selbst hinkamen, und die da herum ent-standene rechts-händel schlichteten, weil das volck ohne dem alldaversammlet war. Dergleichen waren also nur in denen ländernund gegenden,welche dem Römischen volck gäntzlich unterworffenwaren ', und keine fteyheit noch eigene Obrigkeit behalten hatten., äs ant. jureltal. 2. i;. , lib. OXXXVIII. *

COdilLIUVsifl. Dieses Wort hat anfänglich einen jahr-marckt bedeutet, hernach eine Versammlung, und endlich inson-derheit eine Versammlung derGeistlichen,darinnen man von strei-tigen religions - Puncten oder andern stücken, die zur Wohlfahrtder kirche gehören, gehandelt hat. Es werden selbige in umver-falia und xsrtiLularm eingetheilet; die umverlslia nennet manwcumenica, darinnen die Bischöffe und Lehrer, wo nicht aus al-len, aufs wenigste aus vielen ländern und Königreichen der Chri-stenheit zusammen beruffen sind; und weil man die Kayser jeder-zeit als das Haupt aller Christlichen Potentaten angesehen hat,pfleget diesen auch die macht, dergleichen Loucili» zu beruffen,beygelegt zu werden. Dannenhero einige Loncilis, auf welchenzwarGeistliche aus unterschiedenen theilen derChristenheit zusam-men gekommen, die aber dennoch von dem Kayser nicht beruffenworden, etliche nicht für allgemein oder oscumenica Lonciliahalten wollen. Wiederum sind einige Loucilla zwar von denKaysern beruffen worden, die dennoch nicht für cecumemca ge-halten werden,weil nicht aus so vielen particular-kirchen Bischof-se gegenwärtig gewesen, daß sie die gantze Christenheit hätten prä-sentiren können. Ob nun wol auf solche art nicht leicht ein Lou-cilium gefunden werden dürfte, bey welchem alle eigenschaffteneines vollkommenen cecumsnici sich befinden; so pfleget inan den-noch diesen nahmen einigen wegen ihrer allgemeinen authoritätbeyzulegen. Die Particuiar-Lsncilis sind entwederXatioualis, inwelchen sich die Bischöffe eines gewissen Reichs und einer gewissenNation, oder krovmcialia, da sich die Bischöffe einer gewissenprovintz, oder vioccclana, so auch Lpilcoxalia genennet werden,da sich die Geistlichen eines gewissen Bischoffthums versammle».Diese letzter« werden auch insonderheit Lynoäi genennE, obgleich sonst dieses Wort eben so viel als ein Loncilium bedeutet.

Der ansang der Lonciliorum ist unter den Aposteln gemachtworden, und pflegen einige 5. Loncilia Lpoüolics zu zehlen, da-von 4. zu Jerusalem und eines zu Antiochien soll gehalten seynworden : nemlich, das erste soll dasjenige seyn, da nach derHimmelfahrt Christi die Apostel zusammen gekommen , undMatthiam an statt des verräthers Judä zu einem Apostel erweh-let. Das andere, da man die 7. visconos verordnet, welchedie Verwaltung der zeitlichen güther bey den neuen Christen ha-ben sollten. Das dritte dasjenige, welches um das jähr Christi47. gehalten worden, und darinnen die Apostel die streitigkeit, sowegen der beschneidung und beobachtung des Mosaischen gese-tzes entstanden, geschlichtet. Das vierte, da sie den Iüden diebeobachtung des Jüdischen gesetzes auf eine Zeitlang vergönneten.Allein es leidet es der gebrauch des Worts eben nicht, eine jed-wede Versammlung der Apostel ein Loncilium zu nennen. Dan-nenhero unter den zuvor erwehnten nur blos das dritte für einrechtes Loncilium, und also für das erste, so man in der Chri-stenheit gehalten, kan geachtet werden.

Was die Lyncilia mcumenica anlanget, so werden derselbigenvon den Catholischen 18. gezehlet, als i.) das Loncilium M-c^num, welches zu Nicäa in Bithynien um das jähr ;2;. unterdem KayserConstantino N. gehalten,und darinnen dteArianischeketzerey verdammet worden. 2.) Lonlk-mrinopolitunum I. wel-ches um das jähr ;8l. unter dem Kayser Theodosio wider dieMacedomaner , welche die Gottheit des Heiligen Geistes geläug-net, versammlet gewesen. ) Das Lvbelmum, so unter demKayser Theodosio suniore an. 4Zi. wider Nestorium gehaltenworden. 4.) Das Lbsicsäonenle, welches man an. 4?l. un-

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ter dem Kaystr Martiano wider Eutychem und Dioscorum ^briret. ;. ) Das Lonliantinopolimnum II. welches a nunter der regierung des Kaysers Justiniani gehalten,welchem die Aphthartodociten verdammet, auch eimge Amer des Origenis verworffen worden. 6.) Das Lcmn-u gcoxolitsnum III. so man unter dem Kayser Constantinoan. 680. wider die Monotheliten celebriret. 7.) Das ^

II. so man an. 787. unter der Kayserin Irene undConstantino wegen der bilderstürmerey gehalten. 8.)ÜLnrinopolitMum IV. wurde an. 867. wider den Photmnx hertriarchen zu Constantinopel, zu beförderung der autyomRömischen Bifchöffe gehalten , dannenhero es auchGriechen keineswegs angenommen wird. 9.) Das barer ^I. wurde zu Rom an. 112;. unter dem Kayser Henrico - ^sammlet, und der vergleich des Kaysers und des Pap>wInvestitur der Bischöffe darinnen confirmiret, auch Ix ^^e-dereinnehmung des gelobten landes gehandelt. i°.)ranenfe II. an. Iizy. unter dem Kayser Conrado III. lNder Gegen-Papst Anacletus II. verworffen; iiigleichen^^kiit

Lrixieuüs, Petrus äs Bruis und andere als ketzerworden, n.) Das batersnenfs III. wurde an. 1179

unter

Kayser Friderico I. wider die Waldenser und andere, we>rv'für ketzer ausschrye, gehalten, und selbige mit gemaltgen beschlossen. 12.) Das Lateranenls IV. an. 121;. si« MKNKayser Ottone IV. darinnen gleichfalls die Waldenser, rE ^der Älmaricus verdammet, auch des Abts Joachim« W hu?-Irinitate contra Lombaräum verboten wurde. I;. ulsichäunenls I. an. 124;. in welchem der Kayser FridericuS u- p perschiedener irrthümmer beschuldiget, und endlich als emvKirche in den bann gethan, und der Kayserlichen wuroc iwurde. 14.) DasLuZäunenisII.an. 1274.unter demRudolpho I. auf welchem von Vereinigung der GriechU»" ELateinischen kirche ist gehandelt, auch selbige von dem^Msehen Kayser Michael, welcher dadurch hülffe wider du x Mzu erlangen hoffte, einiger Massen angenommen,von den Griechen wieder verworffen worden, rnsiile, an. izn. unter dem Kayser Henrico VII. aus ' „xell,von den Tempel-Herren und ihren beschuldigungen gev X Mauch selbige von dem Papst Elemente V. verdammet, ''Mterschiedene ketzer, als die Begharden, Beguinen, rc. paeine allgemeine creutzfahrt befchlossen , auch ^Orientalischen sprachen hin und wider zu bestellen decrmden, rc. 16.) Daskloreminum. an. 1419. woraus' ^1E"Vereinigung der Griechischen und Lateinischen kirchehandelt. Es ist selbiges von dem Papst Eugenio vss

lifchen Lonciiio entgegen gesetzt , und erstlich zu >

sammlet, nachgehends aber nach Florentz verlegt worvDas Lateranense V. welches unter Julio II. an.gen , und bis unter Leone X. an. 1^17. wegen abiw"^ ) v»LanÄionis kragmatic-e gehalten worden. Endlich zumLoncilium Iriäentinnm , welches sich an. i;4i-und an. i;6;. geendiget, darinnen man die ProtelMdämmt,und die Päpstliche authorität zu bevestigen g»r

sind einige, welche nur die 4. erstmals «cumenicawiewol andere noch das Loncilium Lonllantinop ^ peu 'und III. ingleichen Xic^num II. (dem aber brom ^^ol>noäum zu Franckfurt entgegen gesetzt) und Lomrs ^num IV. hinzu fügen. Wiederum andere, und .

Catholischen selbst, sonderlich in der Französischen Mlen von den beyden letztem solches nicht gestatte«,

vielmehr das Loncilium Lonlkantienie , welches un ^icheM'Xser Sigismundoan. 1414.angefangen worden, fl»ösüleenle , so auch noch unter diesem Kayser an.ansang genommen , unter die o-cumenica zu M. .§Im übrigen hat man sich bald anfänglich §11.

iLculis angelegen seyn lassen, die Lanones der .colligiren , und weil man in dem Loncilio .^aN- M4; I. die Lanones des Antiochenischen Loncilu '..wgehalten worden, ohne Meldung dieses Loummgantz andern ordnung angeführet, so wollen eu"N genE h„tsen, daß man bereits lange vor diesem LonLilm ze/'m,-lection der L-mcmum müsse gehabt haben. E

ein gewisser Bischoss, nemlich Stephanus . AcseM'^ldstellüs dafür hält, vor sich die Lsnones des Lonm ZAcil'"cyi-mi und andere zusammen getragen, welcheein solches ansehen erlanget, daß man stm. ^folge»^',,^

Llialceäonenü aufdieselbige beruffen.Ja aufd yug

cilio Lonlisritinopolitano ist diese collectiv« du^oclc^ 0 ^ 7 j„ !>>emen worden, und hat dannenhero den nahmen . Osaons ge,LcclcliL universss bekommen. Man hat auch 7 ^,dereLateinische spräche übersetzt, und darauf^'"^,lectiou.^^r>>^fügt. Ja zu den zeiten Leonis I. soll eine neue H dle v zi,seyn, wre Stephanus Baluzius dafür haltnicht accurat war, hat der Römische Abt verfe^„r>ckVnahmen LxiZuus, nicht allein eine bessere veryo ^^erdern auch die Laoones Lpokolorum und u^'mophd^^chLonciliorum hinzu gefüget, welche Version Ly > sbtzoN -lus im anfange des XVII. Lculi heraus gegeben,^ < .zeit haben sich unterschiedene andere bemühet, § Aierca^et'zu machen; als Ferrandus, Crescomus,