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Zweyter Theil. Bi - C.
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der erwchlenden verborgen bleiben mögen. So langeolsve verschlossen ist , werden jeglichem Cardinale nicht^>6 zwey oder zum höchsten drey diener zugegeben ; unddieses letztere nur einem Fürsten oder sonst wegen ei-kw Mndern privilegü verstattet. Nach solcher bedienung stre-ll^/Aker viele/ weil der neu-erwehlte Papst einem jeglichen Con-ße an " oder vierhundert pfund schencket, und auch / weil

nach belieben mit ansehen können / was vorgehet; je-Cen ^ dieses amt darinnen ziemlich desthwerlich / weil sie das»o" und trincken von einem gewissen orte / welcher allen denje-»ugÜ' die daselbst leben / gemein ist / auftragen / bey tischeanen, und eben so eingeschlossen als ihre Herren seyn müs-

' Aistoirs äu OonLlavo. Loncl. kam. reler.

ctz^OxeoftI)/IH SLMlELL, die Teutschen Con-sc!i,oaren, sind ein gewisser vertrag, welcher an. 1447. Wi-g../' dem Papste Nicolao V. und denr Kayftr Friderico III. auf-

kms"" worden, betreffend die rechte des Papsts, und diez. Mit der Bischöffe und Archen in Deutschland. Es war hierü-lkv>i^Uge zwischen den Päpsten und dem Teutschen Reiche cvn-Ix°Mirt worden , und gieng insonderheit das Ooncilium Lsst-si dahin, daß der Päpstlichen macht in kirchen-sachen gewis-^«wytzen sollten gesetzt werden; wie denn auch anfänglich diedes Baselischen Lonoilii von den Kaysern und standenj» -Michs approbiret wurden. Mein, es wichen die Teutschendarein eigenen schaden von dieser resolution ab, und nachdem«»teufelische Loricilium dem Papst Eugeniv IV. Felicem V.j, 3 egen , ergriffen sie die Neutralität, so, daß sie es we-rch» "Ut Eugento noch mit dem Papst Felice hielten. Endlichl>x» .wurde diese Neutralität, sonderlich durch vielfältiges zure-es Aeneä Sylvii Piccolominei, so hernach Papst worden,

lw? "E) Rom schickte, und dem Papst Eugemo allen gehor-tr, ^sprach , sondern auch nach dessen tobe sich sehr bemuhe-Papst Felicem dahin zu disponiren, daß er sich der Pavst-E Wurde begeben möchte. Hierdurch nun hatte er sich beysch^uo v. vortreffich recommendirct, welcher einen Legatenku e.' wegen der schwürigkeiten, so noch nicht abgethan wa-ll^'^nen vergleich zu treffen, und welcher also an. 1447. dieVa nsrionis 6 ermsniLse aufrichtete, darinnen zwar der>^,?ttwas weniges den Teutschen einräumete, bey weiten aber^ Menige, was man erhalten hätte können, wenn man beyhe,, Aselischen Loncllio geblieben wäre. Sonderlich aber ge-M 'Ee Loncoräüw dahin, daß sich erstlich der Papst vorde-ren' M geistliche stellen, die sich zu Rom und in dem bis auftu, wge-reisen davon sicherstreckenden umkreise erlediget wer-Mögen seyn, von welcher gattung sie wollen , 8 Lcula-stegul-lres, zu vergeben, anstatt, daß sie zuvor durch dieWenigen, denen solches recht von alters her zustund, erst-er buchen, ohne ausnahme, weder der Cardinäle noch ande-"Een des Apostolischen stuhls. Das andere betrift die«c» zu geistlichen ämtern, welche von dem Papste sol-r», NZet werden, als z. e. die zu besetzenden Ertz-Bißthum-?l d»«Mhümmer, Canonicate und klöster, welche unmittel-^ifn, ^EM Papste dependiren , und das pccvstegium einer ca-Wahl haben , in welcher man bey der wähl, wie sonstMltr '"'ch, nach dem ordentlichen Recht verfahren sollte. Das^chE^t auf die übrigen dignttaten und präbenden, welchegchxlc s-ivxjse von den Päpsten und ihren eigenen Patronen ver-^ g'Mden. Also hat z. e. der Papst die macht, beydes welt-L'iuii ^ präbenden in den monaten januario, martw, ma-ßeptember, november zu vergeben »welche daherN - genennet werden; hingegen den Blschoffen und

Wj^lschoffeu sind die übrigen monate überlassen , baß sie mIx'»eu °^mnerhalb ihrer Dlöcesen erledigte stellen vergebenKk ejä... Das vierte und letzte handelt, wie es mit den annaten" !i,fünften des ersten jahrs nach dem tobe oder absetzungdersolle gehalten werden , daß nemlich der neue 8 ucLest

o.s-h ,^wtffe summa gelbes dafür dem Papst zu erlegen schul-Diese Loncorci-ws nun wurden zwar von demMg/Mao v. bestätiget; ob aber alle Stande des Teutschen«.bklvjs, consentiret, wird von etlichen gezweifelt. DiesesM d obgleich die Päpste dadurch em grosses gewonnen,sAr damit nicht wollen vergnügen lassen; sondern sichsAleyhAolgnet, als ihnen nach den Lononrägt^ znkommt;j^ere? ° 'ich die Stände des Reichs zum oftern darüber be-sA I. !r,"ud insonderheit zu den zeiten des Kaysers Maximi-Wery NsvLinirm darwider hervor gebracht -welche bey^rlpt. rer. Oerm. und bey dem Melchwre Gol-, Oonüit. Imperml. zu sindett sind. Dergleichen

in welchen sie ihre klagen darüber anbringen.^ si krin^^Plesen titul: Llementi« VII. Lonstitutio cke ?r-x-, ulurpgntibu 8 clilpositione 8 Lenestcmrum,

^ pwvjs: bo« reservscorum, Luc impsöiencilius 8eäu llposto-

" Ert» , comrs knrmsm Loncoräswrum mirs eanöem

m . i'LSM L nLkionsm Oerm-rni-L. D-e andere fuh-. Oec1l»rÄÜc> Orsgvrü XIU. suxsr Loneorchtis 6er-

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maniT, guocl orclinani collatoresxrwtextu literarum blicolai V.LspL pro concorclin Oermonis: conlerrs non pollunt öenekcirecclesl-ittiLL, xoK tr«8 menses, ex guo vacarunr, st cle illis intrnstoe tempus s 8ests llpostolica provisum est. An feiten der Stän-de in Teutschland pfleget man in so weil noch reflexiv» darauf zumachen, daß man stets dahin dringet, daß der Papst selbigebeobachte, wie denn unter andern in der capitulation Ivsepyisrc. XVIII. verordnet worden, daß der Römische König sein be-stes vermögen dahin anwenden soll, daß wider solche Loncor-äors, und vertrüge von dem Papste nichts mehr vorgenommenwerde. in lVletrop. Ich. X. L XI. 60/-/,./. toiä. I.

6ouüir. Imper. ?i«rr»a, in Lugen. L kio ll. 6e»rF.cks Loncorck. 6erm. cle Lonstir. Lpilc. Oerm. §.8). lg.

stjst. Lonc. Trick. lib. I. 0. z. 15. 26 La-

pirul. Laroli V. p. ;yz. sg. 8^/Äer^, sts libcrt. eccl. Oerm.lib. VI. c. 6. §. 9. äc.

e^sLILON. ist der vertrag, der an.1516. zwischen Francisco I. Könige in Franckreich, und PapstLeone X. zu Bononien aufgerichtet worden, krafft dessen die sogenannte äancckio krsgmatics abgeschafft wurde, die den Päp-sten so lange ein dorn in den äugen gewesen, und wider die dasdamals sitzende Lateranensische Loncilium heftig arbeitete. Indas Concordat wurden zwar einige Puncte aus der bemeldtenSanction gerückt, aber alle die weggelassen, welche zu schmäle-rung der Päpstlichen Hoheit gediehen, und weil durch solchenvertrag ein Mittel muste gefunden werden, sowol den Papst alsauch den König zu vergnügen, welcher letztere bisher auf beybe-haltung der Sanction gedrungen hatte, so ward das Cvncor-dat hauptsächlich auf diese zwey Puncte gesetzt, daß der Königdas recht, Ertz-Bischöffe, Bischöffe, Aebte und Prioren zu er-nennen , welches bisher von den Capttularen und Conventua-len geschehen war, der Papst hingegen die annaten haben sollte.Das Parlement zu Paris, die Sorbonne und gesamte Uni-versikät dieser stadt, wie auch alle hohe Stifter und klöster setz-ten sich gewaltig gegen , dieses Concordat, musten aber dochendlich des Königs ausdrücklichem geböte weichen, und es in dieacten eintragen, so sie aber mit der protestation thaten, daß esnicht mit ihrem willen geschehen sey , wie sie denn auch hernachimmerzu in den dißfalls entstandenen Processen auf die Pragma-tische Sanction sprachen, und sich eine weile dabey erhielten, bisder König nach seiner befreyung aus der Spanischen gefangen-schafft ihnen die freyheit nahm, in dergleichen Gelegenheiten zusprechen. Ob auch gleich unter den folgenden Konigen zeit wäh-rendem innerlichen kriege oft an der Pragmatischen SanctionWiederherstellung gedacht, und das Concordat nicht allezeit garwohl in acht genommen ward, so ist es doch endlich zu völligenkräfften gekommen, und steht bis dato noch auf vestem fusse.?. iuüoire cle LiAnce. bist. cks la

kragMLtigue 8amstion 6c äes Loncoräüts. *

cOiVcOKVLS, ketzer, siehe M6X0LI.

eOIssLOKVIII, eine göttin bey den, Römern, von wel-cher man glaubte, baß sie die eintracht beförderte. Julius Cä-sar und Tiberius baueten ihr einen tempel. Insgemein wurdesie unter der gestalt eines jungen mägdleins vorgestellet, welchesnach alter Manier gekleidet, mit einem krantze von blumen ge-crönet war, und in der rechten Hand ein decken mit einem her-tze, in der stucken aber ein gebündgen stecken hielte. Lwnst aufeiner müntze von dem Kayftr Nerva wird die einigkeit durch eineweibs-person, welche mit dem lincken arm eine lantze trägt, undmit dem andern ein scheid, sodann durch ein hintertheil einesschiffes und ein paar standarten, mit diesen Worten: Loncorciizexercituum, abgebildet. Aus andern müntzen hält sie in der ei-nen Hand zwey zusammengefügte vorraths-hörner, und in derandern ein gefäß mit feuer. Auf andern wird sie durch granat-äpftl, rc. vorgestellet. LrrE, Üb. IX. in Lorn.

Orgcck. in Tiber. bistoir. cle« Lelar; x. 102.

strptt, in iconolog.

LOKlLOR.I)IL , das land der eintracht, oder wie esdie Holländer nennen, r'lanäi: van eenckiaLbr, ist am ende desIndianischen meeres in den mittäglichen ländern, und ein theilder küste von Neu-Holland, welches an. rüig. von den Hol-ländern entdecket worden, als sie einen weg nach den Molucki-schen insuln suchten.

Toncordia, eine Bischöffliche stadt in Friaul, welche zuAtttla zeiten verlassen und geschleifet wurde.. Ihr Bischoff, wel-cher unter den Patriarchen von Aquileja gehöret,residirt zu PortoGruaro oder Romatino, nahe bey dem orte, wo der vorigewar. Pomponius Mela, Strabo und Antoninus gedenckenihrer. Matthäus Sanut, Bischoff daselbst, ließ an. 1587.or 6 inatioiie 8 lsnocleckes heraus gehen. LvMp. lib. II.

5/»-al>s, lib. V. lib. II. A III.

Concordia, ein schloß und flecken in dem Hertzogthum Mi-randola an dem flusse Secchia , so den titul einer Graffthafstführet, auch ehemals gute vestungs-wercke gehabt, deren es aberschon an. izi4- beraubet worden. Es gehört seit an. 1710.dem Hertzoge von Modem. Schauplatz des kriegs vonItalien.

* Toncordien-buch; siehe LOXLOHDIL.

Concordien-orden, ist von Christianv Ernesto, Maraara-fen zu Bayreuth, auf seiner reise an. 1660. zu Bourdeaux gestif-tet worden. Das ordens-zeichen ist ein krank von diamanten in

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