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Zweyter Theil. Bi - C.
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gold gefastet, mit einer goldenen plattein der mitten, daraufzwey öl-zweige zu sehen, welche durch zwey göldene cronen ge-steckt oben bey einem Fürsten-Hut in die form eines creutzes sichfthliessen. Zwischen beyden cronen stehet das wort, LOXLOII-VLdll; auf der andern feite aber der nähme des stifters untereinem Fürsten-Hut, und darüber das jähr und der tag dieser stif-tung, auf folgende art: 6.15. jun. 1660. 6. L. Ü1. /. 8.Brandend. Uiysses, x. 218.

* Concordius, ein Heiliger , war Priester, Märtyrer undein söhn Gordiani, eines Römischen Priesters, welchem seinersonderlichen Frömmigkeit wegen der zunähme 8-m<ttus gegebenworden. Er lebte zu den zeiten der Kayser Antonini und Mar-ti Aurelii; der Verfolgung zu entgehen flüchtete er sich auf dasland, wo seine wunderwercke ihn doch auch nicht lang verbor-gen liessen. Deswegen ließ ihn Torquatus, der Gouverneurin dasiger provintz, für sich fordern, und wendete all sein mög-lichstes an, ihn zum abschwören zu bringen. Allein der heiligeConcordius war unbeweglich, und zog die Marter-banck allenzeitlichen Vortheilen, die ihm von Torquato anerboten worden,vor. Die meisten jVlsr^rologi», ausgenommen Bedä und St.Hieronymi seines, thun desselben Meldung, und seines nahmensgedächtnis rvird auf den 1. jenner gefeyret, auf welchen tag ersoll den tod ausgestanden haben. Die Spanier glauben, dochohne andern als den traditions-grund, in einem kloster zu Gi-ronne in Catalonien seine reliquien zu besitzen. Surius, wel-cher die »ÄL Concordii heraus gegeben, hat die redens-artenderselben in etwas verändert, welche doch hernach Bollanduswieder auf ihren alten fuß und ll^lum gebracht hat. Die einfäl-tigkeit ihrer fchreib-art, und die kürtze der erzehlung, können alszeugen ihrer aufrichtigkeit gelten. Doch nimmt man darinnenetliche örter in acht, welche nach den neuern zeiten riechen, undargwohnen machen, daß dieselben entweder nicht original, oderwenigstens doch an einigen orten verfälschet seyn mögen. üar/let,

vit. 8-mA. M.

* Concoregius, (Joh.) gebürtig von Mayland, war

krokellor NeäicmT zu Bologna und Pavia, an welchem letztemort er an. 14)8. gestorben. Er hat einen tractat äs kebribus;Pletkaäum meäenäi; Imciäsrimn , und anders mehr herausgegeben, äisr.

* Concressaut, ein Französischer flecken oder städtlein inBerry, an dem dache Larde, zwischen Vourges und Gieu, neunFranzösische meilen von jenem, und fünf von diesem orte abge-legen. Mak?, üiäkion.

LONLMIXL, waren bey den alten Römern zweyerleyart. Einige, so mägde oder liberrse waren, hielten es nichtallein mit ihren Herren, sondern auch mit andern, und diesewaren so gut als huren. Die andern aber wurden vor etwashonnetter'gehalten , wenn sich nemlich eine ledige manns.personein weib annahm, mit der er lebte, sie borsten sich aber beyder-seits sonst zu keinem thun, und wofern sie mit einem andern zu-hielt , konnte sie des ehebruchs belanget werden. Der KayserJustinianus hat dergleichen in einem absonderlichen gesetze zuge-lassen. Die alten Hebräer halten auf GOttes zulassen kebs-weiber, welche zwar rechte eheliche kinder zeugten, wie aus densöhnen Jacobs zu sehen, aber doch nicht rechte weiber waren,und über die rechte ehe-frau nichts zu sprechen hatten. Daßdergleichen auch bey den Christen eine zeitlang auf die andereart, nemlich zwischen zwey sonst ledigen Personen vergönnet ge-wesen sey, bezeuget äu Fresne. äs moridus lsec.

Austin, k. I. c. 22. Looä'wr«. lvlos. <L Lsron.

Condalus , war des Königs in Carien, Mausoli, Gou-verneur über Lycien, welcher, als er gewahr wurde, daß dieeinwohner der besagten landschafft grosse tust an schönen haarenhatten, alsofort daher qelegenheit nahm, eine grosse suma gel-bes ihnen abzuzwacken, indem er verstellter weise vorgab, alshätte er beseht von dem Könige, daß sie sich alle mir einander ih-re haare abschneiden lassen sollten, ledoch hinzu setzte, daß ervielleicht feines Herrn Ungnade, die er gewiß haben wurde,wenn er die Vollstreckung des bekommenen befehls aufschöbe, da-durch von sich abweltzen könnte, wenn er ihm dafür eine steucrschickte. Diesen Vorschlag nahmen sie auch alsobald mit freu-den an, und bewilligten gerne eine gewisse kopf-steuer zu erlegen,welche sich sehr hoch bestes. üb. II. «conom.

Condapoli, eine bevestigte stadt in Ost-Indien, in der halb-insul disseit des Ganges im Königreiche Golconda , welche sehrweit im lande drinnen, auf einem berge zwischen den beydenstädtenGolconde und Candavera lieget, und eine noch ziemlichegute vestung hat.

s Conds , lat. Lonäntum oder LonäLts, eine stadt an derScheide, nebst einem vesten schlösse, im Hennegau , zwey Mei-len von Valenciennes gelegen, und der Cron Franckreich gehö-rig. Die Franzosen haben sie an. 1676. erobert, und regulierfortificiret. Sie hatte sonst Herren von grossen meriten, unddie auch wegen ihrer gelehrsamkeit berühmt waren ; als da sind:Godefridus äs kontibus genannt Lonästeniis, oder Gottfriedäe Fontaines , ein söhn Rogerii, Herrn von Conde. Er wur-de Bischofs zu Cambray, und starb an. 12z 8. verschiedene wer-cke hinterlassend , als : sluoälibsc^ ; cls OKsiis Ilivims leuscclestsllicis, Ls. Johannes äs Lonäato oder von Conde,war auch aus dieser stadt. Er wurde ein Carmeliter-Mönch zuValenciennes, und florirte um das jähr i; «o. Er hat geschrie-

ben in8ententiss lik. IV.; in Lsnon. Lpist. 8. sostsnnisns s, <Ls. Sonderlich aber ist die stadt Conde beruyw /eine linie von dem Königlichen Hause von Bourbonnahmen führet. Es kam Conde an dieses Haus an.die Heurath Francisci von Bourbon, Grafen vonmit der Maria von Luxemburg, einer wittwe Jacovi ^voyen, Grafen von Romont, und der ältesten tocMr'bin Petri II. von Luxemburg , Grafen von St. Pau>versan, rc. Sie starb an. 1547. nachdem sie 52. jähr'"wenstande gelebet. Ihr söhn Carolus von Bourbon,und erster Hertzog von Vendome, hatte verschiedenedarunter auch Antonius . Lönias Henrici IV. vatter,

darunter auch Antonius, Königs Henrici IV. vatrer, ndovicus, welcher letztere an. 15;«. gebohren war, u>w .schlecht der Printzen von Conde durch seinen ältesten Wkcum I. fortpflantzte. Dieser hinterließ Henricum u-an. 1646. starb, nachdem er Ludovicum II. und e§,liÄgezeuget. Davon dieser den titul von Conty, jener, MyLudovicus, den von Conde führete, und an. 1686. M 'Mk-seiner gemahlin Clara Dementia, Urbani vonquis von Breze, tochter, so gleichfalls dieses zeitliche awgesegnete, hinterließ er Henricum Julium von Bourov>tzen von Conde, Pair und Ober - Hofmeister des KA'bssHauses, Hertzog von Anguien und Chateauroux, -n «M/drey Königlichen orden, Gouverneur von Burgurw -

Bugey, rc. General-Lieutenant der Königlichen trouM'^-;.

cher den 29. jul. an. 164z. gebohren, und denn. dec. - ' xcr-sich mit Anna, Eduardi Pfaltzgrascn am Rhein loch"wählet hat. Aus welcher ehe verschiedene kinder gevvAden, darunter merckwürdig Ludovicus, Hertzog vonRitter der Königlichen orden, gebohren den n. oct.starb den 4. mart. 171°. Er hat sich an. 168;. den ^ ELouisa Francisca, des Königs Ludovici XIV. vonder^'^sschäs Montespan legitimirten tochter, vermählet, und g,,,ben unterschiedene kinder gezeuget; davon der ältestedovicus Henricus, Hertzog von Bourbon-Conde, nn" ,6^'Hofmeister des Königlichen Hauses, so den »8. ang-^Egebohren, und nach absterben des Hertzogs von Orn"lippi II. an. 172z. zum obersten Staats - Minister v 0 " d>sreich ernennet, aber an. 1726. dieser bedienung von o* ^ -v''wieder erlassen, und solche aufgehoben, an derenein Königlicher Rath bestellet worden. Er war auw ^ Ainneur von Bourgogneseiner ersten gemahlintzen von Conty tochter, craber Carvlina, Ernesti Leopoldi, Landgrafen zusels, tochter, einen Printzen hinterlassen, welcher oe roan. 17z6. gebohren worden. Auch hat er kurtz vor yMeine natürliche tochter, Henriette von Bourbon, "Ägfler eU,dem nahmen der Mademoiselle äs Moussel in einemgen worden,legitimiren lassen. Der andere Printz v'' ^ ,70rolus Gras von Charolois kam an die wett den,

Von den schwestern des jetztgedachten Ludovick,

Bourbon, und Caroli Grafen von Charolois , wTheresia an. 1688. an Franciscum LudovicumConty; LouisaBenedicta an. 1692. an Ludovicum^«von Bourbon, Hertzog von Maine, und Marm^ph»'.den 12. april 1718. verstorben , an Ludovicum ^.'

Hertzog von Vendome, vermähletäs >2 K»ik. äs VrsnLe. in not. ecllt. g«

äs vir. illullr. Lnrm. hibl. Lelg- ^ ,

6ail. Neue Fama llx. theil." , . L

Eondä für Neireau, lat. Lonäeeum sä "A^inkleine stadt in der Normandie in dem ländgen ^ ^nahe bey der gegend lieget, da gedachter fluß -lle»der Orne vermenget. . acht

Conde, (Ludovicus von Bourbon Printz von -dovicus von Bourbon. „ a». ^

* Conde, (Nicolaus äe) ein Jesuite, gebom^östenzu Clermont in Lothringen. Er ist vor einen ver wbiger in Franckreich gehaben worden, und ss» Vögten"--m gedächtnis gewesen jeyn, daß er alle se>m ? aufs^M<viele jähr lang gethan, ob er gleich nichts vav »

nemer

ben , behalten.' Er ist zu Dijon an.' >6;4 . ^ben, nachdem er, jedoch ohne nahmen, ^

l, vynr nuyiuc» , Or.

8ochsrinZia e 8. ss. Paris 1642. in 12. ,

^schricb

8näovico Xlll. ttsbiwm, ib. 164;. in 4 - '"^Vschrie^"'mentum sä snlium LKMirmum ^ 0 . 8ussrem g^49 J» 4 . .. ^

Condemir, ist der nemliche, welcher' ^

Ben Houman Addin genennet wird. I"' -,-x uMjMd;/ches Usbibsssujgr k'^ AKroä iUbLLksr, oder, . hesssM^ 0^den berühmter männer zu erforschen se^nl>e»betitelt wird, sind lebens-beschreibungen, w gen ^

ters Mircondä buch, welches er oder " ,heraus gezogen, und einige VermehrungenEr hat sein buch dem Staats - ^ecrewrio ^^n,.nigs in Persien, Schah Jsmael Seftvk, M j.hx ^deswegen üsbib genennet; er lebte um da jssFranss-im 917. jähr der Hegira, da Ludovicus ? ,^. herausgierte, zu welcher zeit er auch besagtes buch ^ ^ ^

Er hat noch ein ander werck geschrieben,LeUeiiLlscksr, oder das fette aus den