Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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das gelübde der keuschheit, und kam mit drey ihrery; "Manen zu dem obgenannten Petro Fourrier einem Lsno-, und sprach ihn an, in ihrem vornehmen ihrerMüderer jungen mädgen, die ihnen sich zugesellen wurden,sv-U 6 " seyn; er schickte sie diesem nach in das dorfPoussey," eine stunde von seiner Pfarre abgelegen, wo sie eineschlag stcular - communität anfiengen; ungefehr an. 1597.ich»» er ihnen eine regul vor, welche er doch durch den Bi-von Toul approdiren liesse. Das folgende jähr kaufted»«" die Gräfin von Afpremont ein Haus in Mathaincourt,/vannen sie dieselben an. 1601. nach St. Michael, und an.^ nach Nancy brachte; wo sie hernach unter dem schütz des« s Carls von Lothringen blieben, welcher ihnen auchMchach den;. dec. an. 1604. öffentliche gewalts-briefe alsgtxgNncher Legat mittheilte, und ihre neu-angefangene Con-ZkoUnvn gut hiesse. An. 161;. begehrten sie von dem stuhl zuHxs , Nre erlaubnis ihr Haus in ein kloster zu verwandeln, wel-'vnen auch der Papst Paulus V. zugab , dessen sie zweydöiiiip« eine von an. 1615. die andere von an. 1616. ausweisen1^ ", krafft deren sie der Augustiner - regul sind zugethantzjs^n. Der ?. Fourrier machte ihnen satzungen, welche derzu Toul bekräfftiget hat, und auf den tag Mariä-^i/vahmen diese Kloster-Frauen sämtlich, nebst ihrer Priorinße Nonnen-kleidung an, und nach der einkleidung thatenfeßjvn folgende jähr darauf auf Francijci Taverii tag ihre pro-»tzn^Jhr Hauptzweck ist die jungen töchter zur frommkeitlvghWen, und sie umsonst im lesen, schreiben und ehrlichenH tzMn arbeiten zu unterrichten. Dieser orden vergrössertekgett sv starck, daß dessen stifter noch bey seinen lebzeitendieser Häuser zehlen konnte, welcher doch schon an.Eocben ist, und im ansang des i8. jahrhunderts wa-^8 »fch schon bey ioo. , und der , Kilt.

^ mres religleux.

»e^gregationalisten hat man in Engelland einige von de-1 k«,Mnnel, welche der daselbst eingeführten Liturgie sich nichtZeigen, sondern absonderliche Versammlungen anstellen,hier "der einen Mittelweg zwischen den Brownisten und Pres-^-.anern gefunden zu haben vermeynen.

^h^stgreve, (Wilhelm) ein berühmter Englischer Poet, ge-l» Irrland an. 1672. machte seine studien in demOh, zu Dublin, unter der aufsicht vr. Georgii

Mh- nachmaligen Bischoffs erstlich zu Clogher und nachge-MiUDerry. Nachdem er in Engelland gekommen, stu»M«^vre^ura in Middle-Temple, verließ sie aber wiedrum,tjch.'^ner unüberwindlichen neigung zu der literatur unds ein-, nst zu ergeben. In seinem neunzehenden jähre schriebMa^vnwdie, genannt sske Olä Lstckelvr, oder der alteM d^ll, welche an. 169;. mitgröstem beyfallist das erstei mllet worden. Der nähme, den er sich dadurcha iveiA' - ihm viele und mächtige gönner zugezogen, un-U, q,-de insonderheit der nachmalige Lord Halifax zu zehlenMffet /sicher ihm nach und nach sehr einträgliche ämter ver-von welchen er über izoo. pfund sterling jährlicherOhst» vezoge. Er hat nachgehends noch verschiedene co-° iden "Wueben, welche allezeit wohl sind aufgenommenM i»', An. 1710. gab er eine fammlung seiner getichten her-I-?oI. 8. Es sind dieselben an. 17;°. wiedrum ver-«f kiyx ."Druckt worden. Der grosse Dryden bezeugte jewei-Nch stj"v 3 emeine Hochachtung für Congreve, so daß er ihm!>, Englische Übersetzung vo>

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von des Virgilii Lneiäe zu

bekx«" "abe, und in der zuschritt sagte, er schäme sich nichtA , daß dieser vortrefliche junge mann (Congreve)k.fthler gezeiget habe, welche er auch zu verbessern

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26. jenner auf einem prunckbethe "in der sogenann-V, Nrit I^A^cammer gezeiget, auf den abend selbigen ta-pracht nach Westmünster in Königs HermerV heya^^kuhret, und neben dem letzten Grafen Godol-kjOligh , )cht. Henrietta, die letztere Hertzogtn von Marl-E ein kostbares grabmahl aufrichten lassen, mit

>, ^spram^lscher spräche verfaßten aufschrift, welche rn Teut-> Nkr U also lauten mag:

Congreve starb den 19. jenner an. 1728.

i, jähr, und liegt hiernächst begraben. Dleses

Mey U hat zu seinem werthesten angedencken aufrichtenm^letta Hertzogin von Marlborough , um da-wie angenehm ihro sey, sich zuerlnnern,

wie angenehm ihro sey , stchzu crm..»..,Mt eitws ehre gehabt zu haben, die aufrichtige freund->> tua-„>lo theuren und ehrlichen mannes zu gemessen,'' Äachtun^ ^ redlichkeit und verstand ihm die liebe undunserer zelten erworben, und dessen schriften die. ^ 'sthxx ^ag der späten Nachkömmlingen seyn werden,tzi

cm^"eo, lat.Luneum, eine reiche handels-stadt in

'L Sieben Alm,, wo sich die flüsse Geez und Sture verer-

ve. ^ egt auf einem felsen, ist wohl bevestigt und hat eine1 "- ^gestan??t unterschiedliche belagerungen von den Fran-Hj^k. ab""den, Franeiscus I. konnte nichts davor ausrichten,^en an ,?"chte sich der Graf ä'Harcourt davon meister.Histtzx muste der Französische General äs Feuqme-//. Theil.

res unverrichteter fache davor abziehen. Die um diesen ort he-rum liegende landschafft wird davon benennet.

* Eonibas , Americanische völcker, welche über Florida

liegen, dem neuen Spanien gegen norden, 4°. bis 44. grad jaweiter hinan. Von Canada liegt dieses land vier bis 500.Französische meilen, und ist so kalt für der Spanier tempe»rament, daß obschon sie gesinnet gewesen, ja es versuchet ha-ben , sich dorten zu setzen, sie es dennoch wieder verlassenmusten; die ersten, so bey demselben anfuhren, waren AlvarejNunnez, Cabeca äeÄaca, Andreas Dorantes, Alphonsv Castil-lan, Stephanus Amazone, welche unglückliche ÜberbleibselnPamphili Narvaez waren, und bey neun jähren arm, hun-gerig und blos herum geschwarmet sind. Sie trafen grossegeburge und andere an diese Conibas angrentzende völcker an,nemlich die Avaraner , die Alaborder, die Calecuiner, dieTagiler, die Caspier und andere mehr. Alle diese völcker sindwild, grausam, stecken in der großen Unwissenheit, und sindmeistens in den rauhesten gebürgen auferzogen; sie können Mitsolcher behändigkeit lausten, daß sie auch einem fliehenden Hir-schen sollen vvreilen können. Die Avaraner sind die tapferstenund arglistigsten unter ihnen, und pflegen öfters ihre feindedes nachts anzufallen, und also im schlafe zu überraschen.Sie leben ohne GOtt und ohne gesetze, und bekriegen einanderbeständig , daher sollen sie auch nicht die geringste erkänntnisoder iäes einer religion haben, und wie uns Alvarez Nunnezdessen berichtet, wurden sie vor der ankunft der Christen inihrem lande von den teufeln beständig geäffet, und von den bösengeistern geplaget. lib. II. Lrcr^a. lwv. kraue.

l)iÄ. 6eogr.

Coniglieri oder Conigeras, lat. MN-s, sind 5.kleine insuln in der Mittelländischen see zwischen Sicilien, Mal»tha und dem Königreiche Tunis, nicht weit von dem Golfo ä»Mahoineta gelegen.

* Conti, eine kleine Spanische stadt in Andalusien, an dem

Golfo von Cadix, fünf stunden von der stadt diests nahmens,mittagwarts gelegen. Sie ist aus dem Untergang der altenstadt Belo entsprungen,, und gehöret unter den Hcrtzog vonMedina Sidonia, der jährlich bey roooo. thaler für den tons-fang, welcher hier häufig ist, daraus beziehet. Die orte, wodiese fische gefangen werden, heissen sie sowol in dieser stadt,als auch zu Cadrx und andern orten , wo dieser fischfang ge-trieben wird, nach ihrer mund-art, lUinaämva. Es gehet der-selbe alljährlich den ersten tag may an, und währet bis gegenden r§. junii. Ohnferne dem Hertzoglichen schloß ist eingrosses fisch-magazin, wo diese beute zerschnitten, eingesaltzen,in kleine fässer gepacket, und sodann bis zu weiterer Versor-gung und Verschickung naher Italien, Franckreich rc. aufbe-halten Wird. Oas/iA, änäslulm. 2^. OiÄ. (-eoxrapk.

Coningk,(Aeqidius äs) gebohren zu Bailleul in Flandern an.1571. Er begab sich an. 1592. in die Societät JEsu, und starban. i6;z. zu Lösen, allwo er viel jähre die Theologie gelehrthatte. Seine schriften sind Lommeut. in univ. lloctr. 8. fdo.NIL; äe äcilbns fupernLwr. äe Leo L Inesrnat. ox. xolik.bidl. 8.

* Coningsby, ein altes Englisches geschlecht aus der Graf-schafft Lincoln: Rogerius, Lord Coningsby, lebte zu den Zei-ten des Königs Iohannis. Sein enckel Rogerius heuratheteJohannam , die erbin Roberti Bajot, von Norton Bajot inder Grafschafft Warwick, und starb unter Eduardo I. Vonseinen söhnen verließ der jüngste, Wilhelmus, der bey der Wachtvon Crespy zum Ritter geschlagen warb, Thomam, dessen en,ckel, Thomas, unter Eduardo IV. Lord von Nonesolers in derGrafschafft Salop, und von Harptocourt in der GrafschajftHereford worden. Unter der Königin Elisabeth lebte ein an-derer Thomas. Von diesem letzter» Thoma stammen dieConingsby in der Grafschafft Norfolk her, von denen Thomasunter Wilhelmo einer von den Lords - sultices in Jrrland,auch ein mitglied des geheimen Raths war, und an. 1692. zumBaron von Ctanbrazil in Irrland gemacht ward. Unter derKönigin Anna bediente er gleichfalls verschiedene ämter, undunter dem König Georgio l. ward er Lord - Lieutenant undLusio8 kotulorum von der Grafschafft Hereford und Radnor,auch ein mitglied des geheimen Raths. An. r?i6. ward erBaron Coningsby «von Coningsby, und an. 1719. Graf vonConingsby. An. 172;. aber aller seiner ämter entsetzet, dadann die einwohner der Grafschafft Hereford, mit denen er all-zuhart verfahren, dem König durch besondere adressen danckabstatteten. Er starb an. 1729. und verließ von seiner erstenaemahlin Melioram, die an Thomam Lord Southwell in Irr-land vermählt worden: und von der andern Francisca Jenes,einer tochter und erbin Richardi, Grafen von Ranelagh, Mar-garetham und Annam. Margaretha ward an. 1716. zur Ba-ronesse und Vicomtesse von Coningsby dergestalt gemacht, daß»hre männliche lerbes-erben solche würde erben sollten,

I. tom. II.

Coninxloy, (Gillis von) ein berühmter Mahler so zu An-torff an. 1544. gebohren, und nachdem er einige zeit in Franck-reich und der Pfaltz zugebracht, sich endlich zu Amsterdam nie-dergelassen. Er war m dem landschafft-mablen, absonderlich

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