Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
860
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Conradus I. ein Hertzog, oder wie er insgemein genennetwirb, Graf in Francken, Wetterau, rc. bekam an. 892. nachPoppone das Hertzogthum Thüringen,welches er aber bald wie-der aufgegeben. Als an. Y°r. zwischen den Grafen Albrechtvon Bamberg und dem Bifchoffe Rudolph zu Würtzburg, desConradi bruder, ein heftiger krieg entstand, darinnen der GrafAlbrecht die oberhand behielt, und darauf so mächtig und hoch-müthig wurde, daß er allen benachbarten grossen schaden zufüg-te, nahm sich endlich dieser Conrad der Sachsen an, und wollteden Graf Albrecht zu paaren treiben. Dieser aber überfiel denHertzog Conrad mit list, brachte denselbigen den 27. ftbr. an.905. bey Fritzlar um, und verheerte sein land. Einige melden,es sey die Ursache des kriegs unter andern gewesen, daß des GrafAlbrechts bruder vorher» von dem Hertzoge Conrado umge-bracht worden. Er soll zwey söhne hinterlassen haben , Eber-hardum und Conradum, unter welchen dieser, nach dem Lusdovico Inftmce die Kayserliche dignilat erhalten, welchemeinige noch den dritten hinzu setzen , Graf Wernern, einenvatter Conradi des klugen. säsn. 90;.

sä UN. 90;. Lbron. Lsnri8ksmenls. KrZÄo,

sä an. 892. Speyer. ehron. Iik>. III. c. 50. Span-genbergs Sächs. chron. in nvt. sä v^itilänä.

rom. I. lcript. rer. Oerm. p. 674. in sntig. Tburing.

lik. III. c. 1;.

Conradus, Hertzog von Lothringen und Francken, war einsöhn Werners Grafen in Francken, und wie es einigen wahr-scheinlich vorkommt, ein bruder Hermanni I. Hertzogs inSchwaben. Das Hertzogthum Lothringen erhielt er nach desHertzogs Ottonis absterben an. 94;. und weil er dem KayserOttoni I. svwol in Teutschland wider seinen anverwandtenEberhardum und den Hertzog von Lothringen Giselbertum, alsauch in Italien wider Berengarium treue dienste geleistet, gaber chm feine tochtcr Luidgarden an. 947. zur gemahlin. Al-lein hernach spann Conradus nicht allein gefährliche anfchlägewider den Kayser an, sondern bewog auch desselben söhn Lu-dolphum, daß er an. 952. mit ihm wider seinen leiblichen vat-ter sich auffehnete; welches der Kayser so übel empfunden, daß,als er im folgenden jähre seinen söhn wieder zu gnaden an-genommen, er Conradum um sein Hertzogthum Lothringengestraft, und selbiges seinem bruder Brunoni, Ertz-Bischoffzu Cöln, gegeben, welchen Conradus deswegen bekrieget; weiler aber unglücklich war, renuncirte er dem Hertzogthum, desKaysers gnade dadurch zu erlangen. Nachmals begab er sichzu den Ungarn, und als dieselben an. 95;. aufsein anstiften inTeutschland eingefallen, und bis vor die stadt Äugspurg gekom-men waren, gieng er vorrihnen wieder zu dem Kayser über, batum gnade, und daß er zur strafe seiner untreue in diesem kriegeumkommen möchte, welches auch geschehen; indem er, als erein wenig frische luft zu schöpfen den Helm abgelegt, von einempfeile dergestalt verwundet worden, daß er daran gestorben an.

95;. sä an. 9z2. leg. sä sn.

947 - 951 -keg. sä sn. 950.

sä sn. 95z. Otta lib. VI. ckron. c. 20. in 8sx.

lib. IV. c. z. L 6. tVoaio«»"«!. Lc.

Conradus, Hertzog zu Zähringen, war ein söhn BertholdiII. und folgte seinem bruder Berthotdo III. welcher an. 1122. daer dem Grafen Hugoni von Dachsburg zu hülffe zog, bey Mols-heim erschlagen wurde. Der Kayser machte ihn zum Regierervon Burgundien, weswegen er auch von etlichen ein König vonArelat genennet wird, und hatte er deswegen mit dem GrafenRainalds, der sich dessen anmaßen wollte, viel zu thun. Er wi-dersetzte sich auch nachmals dem Kayser Conrado III. der ihnaber zum gehorsam brachte, indem er ihm Zähringen und Teckhinweg nahm. Er starb an. n 5 2. und hinterließ von seiner ge.mahlin Clementia, einer Gräfin von Lützelburg und Namur,unterschiedene kinder, unter welchen merckwürdig sind Rudol-phus, Btschoffvon Lüttich, oder wie andere sagen, Lausanne, derauch zum Ertz-Bischoff von Mayntz erwehlet wurde, aber demPfaltzarafen Conrado weichen muste; BertholduS IV. welcherdie Zahringische und Albertus , der die Teckische linie fortge-pflantzet hat. Otta lib. VII. cbron. c. ult.

snnsl. 8uev. ft-II.

Conradus, welcher den titul als Fürst von Antiochia füh-rcke, war ein söhn Friderici, des Kaysers Friderici II. natürli-chen sohns. Als er vernommen, daß sein Vetter Conradinusan. 1266. zu selbe gegangen, um Carolum von Anjon aus denKönigreichen Neapolis und Sicilien zu treiben ; bewog ihn dasverlangen, welches erhalte, die Printzen aus dem Hause Schwa-ben auf dem throne dieses Reichs zu sehen, daß er aus Syrienmit einer grossen armee in Sicilien kam, und daselbst die mei-sten städte aus Conradini seite brachte. Meßina, Palermo undSyracusa waren noch die einzige örter, welche es mit Carolohielten. Als nun Carolus Conradinum geschlagen, schickte ereine mächtige armee wider Conradum, trieb ihn mit gewalt indas castcll St. Orbe, ließ ihn so dann der äugen berauben, undyachgehends stranguliren. Wiewol hingegen verschiedene such«,res vorgeben, daß chm auf des Papsts Clementls vorbitte das le-ben gefthenckt, und eine landschafft in Sicilien eingeräumet wor-den. Well er aber wider Carolum von neuem etwas angespon-nen, sey er nachgehcnds von dem Papste Martins IV. öfters ci-riret, und endlich zur regierung untüchtig erklärt, auch in denbann gethan worden. 1218. H2-/. chc.

* Conradus I- Hertzog von Masovien und Cujavien, war

ein söhn Casimiri II. Hertzogs von Polen, welchen d^rst be .Helena, Wftwolodi, Fürstens zu Belcz, tochter, gu-

te. Er stiftete anfänglich einen Ritter-orden ander Ma-dige Preussen, gegen welche er nachgehcnds die Temno.ter zu hülffe rüste, und mit denselben die Preußische««theilte. An. i2L8. wollte er mit aller gewalt die vo >.^schafft über seines bruders Lesci IV. söhn, Bolcslaum -tzog in Polen , an sich ziehen, welchen er auch an.gefangen nahm. Hiernächst lebte er mit den Hertzos^Groß-Polen und Schlesien in beständigem kriege, u"endlich an. 1247. Von seiner gemahlin, Agathen ooer ^Svantoslai, Fürstens in Rußland, tochter, zeugte er euter, Iudith, welche erstlich mit Miecislao, Hertzogetibor, und hernach mit Henrico III. Hertzog von-overmählet worden; ingleichen fünf söhne. Dieselbe" ^

1. ) przemislaus, welcher an. 1228. in einer ^n>'Henrico ösrbsco, Hertzoge von Schlesien, ums >eor-

2. ) Lasimirus, Hertzog von Bulgarien und Lencziä»Boleslaus, der an. 1247. starb, und von seiner P-Gertrud, Henri« kü. Hertzogs von Breßlau tochter, rr'

der ließ. 4.) Miecislaus Choscisko, welcher an-'den mäusen soll gefressen worden seyn. ;.) Z»emo ^Hertzog von Cujavien. ^

«ei sp. 8onimer8b. xjli

* Conradus II. Hertzog von Masovien zu Czersko, w" ^söhn Ziemoviti I. und ein enckel Conradi I. Hertzogs v 'jen aus Plastischem stamme. Er muste von denwelchen er eine zeitiang gefangen gewesen, aberdurch die flucht seine freyheit erhalten, viel ungemawhen , und geschehen lassen, daß sie in seinem lande a«--Malles verwüsteten. Nach diesem ließ er sich widerV. zum Hertzoge von Polen erwehlen, wurde aberden an. 1285. zurückgeschlagen, jedoch in einem ane Ach-sen, welches er ihm an. 1288. lieferte , rächete

drücklich. Mit dieses Lesci bruder, Uladislao Loctrco'^sti-er sich auch wegen Ploczko tapfer herum, und hinterm»ncm tobe, der an. 1296. den 2;. oct. erfolgte, von seMAA, ^lin Hedwig, Boleslai Lslvi, Hertzogs von Liegnitz, toevne kinder. ii/rechov,«,. war ti?

* Conradus III. Hertzog von Masovien zu Czersko,söhn Boleslai IV. Hertzogs zu Warschau, und PÄ'

sen an.

145;.

Hertzogs zu Warschau, und stE Eerfolgtem tobe unter der vormundjcyov^^ vo

Gizik, Bifchoffs zu Ploczko. Als sein vetterHertzog zu Ploczko, an. 1462. ohne kinder gestorben, Mvon demselben Ploczko, muste es aber an den Konw ^che,len, Caflmirum iv. überlassen, nachdem es durch E Aausspruch vor ein offenes lehn war erklärt worden- , zzohielt also nur Czersko, und leistete deswegeri dem veMnige den lehns-eyd, stund ihm wider die Creutz-HLdrücklich bey, <«id d-mütbiatr den vnebmütbiaen HU'

», und demüthigte den hochmüthigenvon Moloau, Stephanum. Endlich starb er an-"' ner ersten gemahlin,

28. oct. und hinterließ von seiner ersten gemahlin,

Stanislai Stawotto tochter, die er ihrem mannemen, eine einzige tochter, Sophtam, welche mn ^en-

Balyort von Batyor, l'slsrino in Ungarn, vermahst^ ,Mit seiner andern gemahlin, Anna, welche emEschtcklai Radzivil tochter, andere aber vor eine M'lonkunft halten, bekam er zwey söhne: 1.) Ioh^^rbi

tzog in Masovien zu Czirn, welcher an. 1526. oh2.) Stanislaum, letzten Hertzog in Maiovom, ' Mb"wider König Sigismundum I. in Polen emponc ^zu paaren getrieben wurde, und an. 1526. g>"M?den starb. Lec-E, sp. klikor. scr. r ' ^

ctiron. 8sx. , kill. Uung. a

* Conradus I. Loripsb, Hertzog in SchlestsM,n letz" ,ein söhn Wladislai und enckel Boleslai, von gjchl

er in der theilung an. 116;. Glogau bekam, sein v

ge gemessen konnte, weil er bald darauf starb, » ^ -

tzogthum den brüdern hinterließ. ^

* Conradus II. Hertzog in Schlesien zu

II. kü dritter söhn, war an. 122;. gebohrcn , » ^ zu'"- schsich anfangs dem geistlichen stände, war auch ' ^ hieran.gcNschösse von Paffau erwehlet worden, änderte a^^wennen sinn, und begab sich nach Schlesien, wo er'bruder Boleslaum II. Lslvum, mitdemsclnem'^rstE^ne biß übel zu frieden waren, nöthigte, ihm v" . ^ zivaMSCrossen und Glogau abzutreten. Boleslausm / < ^

auf einen anschlag , seinen bruder gefangen M ch yMaber selbst von demselben zur hafft gcdracht / "losgelassen , bis der Bischoff von Breßlau E Mb >,gefügten schadens befriediget worden. An-' ,raduö von Hertzog Henrico IV. Lr°b° gefaE^t«!»-aber wieder mit ihm ausgesöhnt, und an. .zum erben des Fürstenthums Breßlau emgejch jhrew ^>tUnterthanen Hertzog Henricum V. vonsten annahmen. Conradus bekam zwardenftw^ ^eslist gefangen , und nöthigte ihn W abtretmw heram^Mdes, muste aber an. 1297. etliche stadte wAIejpuitz,'um den krieg mit Hertzog Bolcone l. m Schw^ zuder jungen Breßlauischen Printzen vormuno w Hole"den. Er starb an. i2y8. Er hatte GloßK^--

lin, Salome, einer tochter Uladtslai, Hrrtzos^^. r.) xu»

die an. 1271. gestorben, folgende kinder