Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
865
JPEG-Download
 

c o n

c o n

ge»,»' ?öee der erste Prediger der Reformirten Französischendctnk -iu Alton« bey Hamburg, allwo er an. iSyy. den 12.theas ' dem 54. jähre seines alters gestorben. Er,hat einenlogischen und historischen tractat von dem zustande der see-«ach dem tode heraus gegeben.

vil Lonsentes waren bey den Römern«»genehmsten götter, welche den himmlischen rath zusammenWachten. Ihr nähme kam her von dem alten Worte conto,so vj^ hjch, als rathen , woher auch der nähme desIn n? Oontiiz entsprossen. Andere gaben ihnen solchen nahmen,ttzz c Meynung , baß er so viel bedeuten sollte als Lontsnticn-hx.' iveil sie befugt wären, ihren consens zu den himmlischenzg Vchlagungen zu geben. Sie wurden auch vii msjormnMp senennet. Es waren 12. dergleichen gotkheiten, sechs«js ^und so viel göttinnen, deren statuen nach Varronis zeug-»!nn-^ §Ee reichlich überzogen waren , und auf dem grossenV Rom stunden. Die 6. götter waren Jupiter, Neplu-z»' Apollo, Mars, Mercurius und Vulcanus; die göttinnenMinerva, Venus, Diana, Ceres und Vesta. Eine jeglichegewesen gottheiten hatte ihre besondere monate, worüber sie«o^war. Der Poet Manilius in seinem andern buch äs Mm-eignet einem jeglichen gestirne des thier - kreifes eine ge-W ,Gottheit zu, die über dessen monatliche zeit gesetzt seynÄii'n- dessen bewegungen und einflüsse zu regieren; als diedjx Dß "der den Widder; Venus über den stier; Apollo überl>q?j?lllinge, rc. OioLlo»'. Äs»/.

IV, 5 . cle civil. Lei üb.

i, äs rs ruffics üb. I. üb. III.

c,tx ^onsentinus, (Matthäus) war aus der provintz Calabriadiy-' und stammte von den Marggrafen von Ayeta her, stu-btqg, "nfangs die Rechten , darinnen er es auch schon weit ge-»>er / ' ward aber hernach, als einst der donner in seine cam-d>^,,wschlug, und ihm ohne schaden sein Haupt-küssen weg-M?ke, ein Geistlicher, und erlangte in seinem ;z. jähre dasde« »omn Anglona , welches er bis an. 1702. verwaltet, da erVä^ril gestorben ist, nachdem er durch verschiedene herr-hck "Minzen einen grossen Nachruhm erworben. r/L^F. Icsl.

l/. VII. p. 108.

^Nserans, siehe Coserans.

wird eine Obrigkeitliche Person,R»«,^urgermeister in etlichen städten Italiens geheißen. Zu? Fürstliche und Gräfliche stands-personen zu dieser wür-R« ^'Wen, sind deren viere, und stehen in belonderm anle-ge« ' Mb daß sie die fremde Gesandten ihres besuches würdi-jsevp^rey derselben werden von dem Papst oder Cardinal-Me« Ä.und obersten Cämmerern des Papsts aus dem Römi-U l erwehlet; der vierte aber von und aus dem mitte!Dekupier derer 14. quartiere der stabt Rom hinzu gethan.Ag/udern tags nach ihrer wähl leisten sie dem Papst ihre»H und binnen vier Wochen wird ihnen das Lspiwüumdaran stoßenden Lvnlervswrio oder Rathhaufe ein-' in welchem letztem auch die übrige zünfte und in-Mx« . ")re zusammenkünfte halten. Die Lonlsrvgtores hand-

> ^en^ b Kstum und ordnungen, haben aufsieht über die ge-M 9 wäude und wasser-leimngen , ingleichen über maas'Nilx,, °Mte, als auch den preis der eß-waaren rc. Sie er-

> ^">en ^ pri^leZis und, ämter des Römischen volcks , und

t,„Ole sppsÜLtionLS der zünfte an. /Mrrcrn, , äsler.

w ^w. y.

^^ELliari, siehe Ghisleri.

^ , hat seinen nahmen K conststenäo,

Z de» f'wt überhaupt einen ort, da viel leuthe stehen, wie esNr««,-wklbenten von der Königlichen sriticüsmbrs gar oftwird' allerhand leuthe aufwarten, ingleichen dieQHö«Ä 5 che stehen. Hernach bedeutet es denjenigen ort, daMliqoe» Kayser mit seinen Räthen zusammen kam, sich von^-8 ^Istchen zu unterreden. Denn die Räthe, die man Lo-

. 0„ ,^orisno8 nannte, darunter auch der ür-ekectus kr^(jäsüi und NsMer OKciorum waren, mustenVInk, / südlich heißt es auch einen an die kirche angebau-v^d^^^chem die Geistlichen mit ihrem Bischoff von al-T^ürten theils die religio», theils ihr kloster antrafen,, d 'a Welche letztere bedeutung bis auf unsere zeiten ge-. ^ ?onüttorium so viel ist, als das geistliche Gericht.

'«Mzu KON^diVI. ist das vornehmste

V^Und ' wo der Päpstliche Hof am meisten seine ma-tey Mren iM käst unumschranckten gemalt in geistlichen sa-«S ,„Wn. Mt, oder wenigstens vor zeiten dieselbe konnte spü-... wird nur gehalten, weint es dem Papst gefalltWf'M " zu beruffen. Doch pflegt er es allezeit des mor-de^' ein-/^.'Z'trit zu thun. Es sind aber zweyerley Lon-Vn ^ das öffentliche, das andere aber das ge-iXf' i'chen agenannt. Der Papst präsidiret in dem>>Urni uii, kruiem erhöhelen mit scharlach bedeckten thron,tkt. pxA a güldenem broeard bedeckten stuhl sitzend, undMffFU stin„sste in seiner Päpstlichen kleidung ansgezie-Zu,. u„xechten sitzen die Cardinal - Priester und Bi-die Cardinal-Visconi. In diesen öffent-werden entweders neue Cardinäle mit dem"istop /gäbet, oder fremder Machten Abgesandte em-//. Theil-

pfangeN, ödes gericht über die wichtigsten kircheN-facheN ge-halten. Bey annehmung der neuen Cardinälen oder der Ab-gesandten sitzen auch wol zu grösserm gepränge die schon an-wesenden Ambassadoren der fremden, und auch der Italiäni-schen Machten und Staaten. Die geringern Prälaten, worun-ter alsdenn auch Bischöffe, Mäitores Hocke, und krotonotsri!Lxoüoüci gezehlet werden, sitzen nur auf den stufen des Päpstl.throns,und die noch geringern bedienten und Höflinge gar anf deserden. Die Consistorial-und Fiscal-Advocaten aber haben dasrecht hinter den Cardinal-Bischoffen platz zu nehmen. Der Car-dinal, welcher neu angenommen worden, und nunmehr bey demPäpstlichen LonMorio von dem Papst den Hut begehren will,wird von den gesamten Cardinalen mit einem grossen geprängund in begleitung einer stattlichen Lsvsicaäe, wobey sich einemenge allerhand in ihrer verschiedenen ceremonien-kleidung an-gethaner bedienten befindet, zu dem Päpstlichen zimmer beglei-tet , wo in dem saal des Apostolischen pallastes das LonMo-rium gehalten wird. Der neu-erwehlte aber darf sich nichtgleich bey dem H. Vatter anmelden, sondern allweil die übri-gen Cardinäle ihm ihren reverentz paar-weise machen , hält eösich in Sirli V. capelle auf, von wannen er endlich von 2.Cacdinal-IMconis abgeholet, und dem Papst präsentirt wird ,und kniend zuerst des Papsts füsse küsset, hernach aber auch aäolculum ori8, und bey den andern Cardinälen sä olcuiuÄpscis gelassen wird. Von bannen, wenn er in besagter capellsdas jurament abgeleget hat, führet man ihn wieder zu dem Papst,von welchem er denn erst den Cardinals-Hut empfanget. End-lich theilet er nach dem gewöhnlichen tar die sogenannten lVIsn-cie oder präsente den Päpstlichen bedienten aus , welche sichauf;r6. ducaten belauffen. Die Ambassadoren werden em-pfangen , wenn sie des tages zuvor auf ordre des Papsts vonden Cardinälen und der Päpstlichen Cavalier - garde sind abge-holet, und in ihre residentz gebracht worden. Die ordnung desOsvslcst» des morgens, wann LonMorinm gehalten wird, istdie nemliche, wie die neuen Cardinäle zu dem Päpstlichen pal-last gebracht werden. Das geheime LonMonum wird in ei-nem besonders darzu gewiedmeten zimmer, die Papagayen-Cam-mer genannt, gehalten, wo des Papsts thron nur s. stufen hat»Diesem wohnen nur die Cardinäle als die Päpstlichen gehei-me Rathe bey, von welchen er die meynungen aufhebt, diealsdenn 8entsntise genennet werben. Hier werden die geheim-sten fachen , den Päpstlichen stuhl betreffend, tractirt, da hinge-gen in dem öffentlichen die fachen, so man ohne staats-Ursa-chen nach den Canonischen Rechten ausspricht, untersuchet wer-den. Die bullen für die Bißrhümmer und Abteyen müssen al-le in dieser geheimen Cammer ausgefertiget werden. Die Con-sistorial-Ädvocaten wohnen demselben bey, die fachen der Par-teyen anzubringen, die kslüs für die neuen Ettz-Bischöffe aus-zukitten, die verschiedenen nöthigen reden, doch als partey, zuthun, und werden, da sie in das geheiligte Lollegium kommendörfen , mit vielen freyheiten und schönem lslsrlo begäbet,worunter ist , daß sie können Uoüorss in beyden Rechten crei-ren rc. Wenn ein neuer Cardinal, welcher nunmehr den Hutschon erlanget hat, hier eingeführet, und das erste mal ihm all-da der sitz erlaubet wird , so wird ihm mit gewöhnlicher Zier-lichkeit von dem Papst der mund beschlossen, und verboten, sei-ne meynung weder active noch vslüvs zu geben, welches so vielwürcket, daß im fall der Päpstliche stuhl während der zeit le-dig würde, er auch zu der wähl noch keine stimme geben könn-te ; wo nicht, wie es zu zeiten geschehen, ihm von dem heiligenLvüegic», bey ereignendem fall, dieses ins besondere vergünstigtwürde. Nach verfliessung eines oder 2. geheimen Lonffttoriorunrwird ihm endlich von dem Papst der mund geöfnet, der ringgegeben, und er mit allen rechten und tituln in dem Lollegioals ein alter aufgenommen.. Doch ist zn mercken, daß diese ce-remonie der schliessung und öfnung des munves von dem Papstauch in andern Congregationen, wenn die meisten Cardinälezugegen sind, kan vorgenommen werden. Du Cange in seinemOloüsrio meynet, dieses Wort LoriMorium komme von dem La-trinen I ÜOLU8 ubi conliffitur, welches man anfangs von ei-nem vorgemach oder gange gesagt habe, wo die Hösiinge auf ihreHerren zu warten gepflegt haben. Hernach habe man es voudem ort gesagt, wo der regierende oder befehlende Herr odetRichter sich aus seinem zimmer hin begrebt, um verhör zuhalten. Man nennete deswegen auch den ort also, wo die Prä-laten sich versammelt haben, ihre Archen - und geistliche sacheUzu schlichten; endlich ist es bey den Cütholicken fast nur diesemLonüitorio ffomsno als eigen und gegeben, und

beybehalten worden; wie hingegen nach der Reformation dieProtestanten ihre Ehe-Gerichte, und andere geistliche Iribünsüsalso zu heißen pflegen , wovon die Engelländer fast allein ab-gegangen , welche diesen Gerichten ihren eigentlichen »ahmenüccleiisüicsüLürMsn » oder 8x>irilual - Lourt geben. ,

üiff äs Is Lour äs Käme. Q>o/^»ra , relstions clells

Lorrs cü ffoms p. 4t- und 6z. und 172. Venedig 1664.oe/co §c/ü»r, Nssffro äi Lsmers csx. 17-20. jnclus l^asU, in-ÜitUt8 ok ÜLV8 ok Lngl.

* Lonftabilis, (Bertkandus) aus Ferrara gebürtig, wurdevon Julio II. bey dem er sich als Ferranscher Gesandter signa-lisirt hatte, den 1. april an. 1507. zum L-mcmico im Äakicamund den 27. aug. darauf zum Bischoff von Adria gemacht. Eshat nach der zeit die Gesandtschafft von Ferrara wegen seinerbekannten grossen dexteritat noch viele jähre zu Rom mit ver«

Dddd sehen,