Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
866
JPEG-Download
 

866

c o n

sehen, und ist daselbst indem 6;. jähre seines alters an. izry.gestorben. in ksriaraaurea ?. I. p. 72. ,

Ital. Ikcr. wm. II. x. 4)8-

Constable, (Paul) General des Dominicaner-ordens, warvon Ferrara gebürtig, wo er auch den ordens-habit angenom-men. Er lehrte die Philosophie und Theologie hin und wiederin seiner provintz, und ward einsmals auf angeben eines ketzers,der aus dem gefangnis entsprungen, und vorgegeben, der ?.Constable sey ihm hiezu behülflich gewesen, in verhafft genom-men, aber da seine Unschuld erkannt worden, in alle seine vo-rige würben eingesetzt. Hierauf machte man ihn zum Inquisi-tors in Ferrara, und Gregorius XIII. ernennte ihn zum Ns-xiüro Lcri 1'alatii, welche würbe er 7- iahr verwaltet, nachderen verlauf ihn an. 1580. der Dominicaner-orden zu seinemGeneral erwehlte, den er aber nicht lange regieret, indem er,weil er in besuchung der klöster seines ordens immer zu fnssezu gehen pffegte, kranck ward, und an. 1582. zu Venedig ver-starb. Er hat äs Lrmll8 in OKicio lirndlo cognossenclis ge-schrieben. /.o7>er, kart. IV. kill. orä. 8. Dons lik. III. c. r.

p. ;24- OEr«. p. 448- ?. II-

lik. IV. sol. 286.

* in Italien, waren, diemanerweh«

lete, und ihnen das commando über gewisser städte, armemauftrug. Zu Constantinopel wurden die Hauptleuthe über dieleid-garde, so meistens aus Francken bestund, ebenfalls Lon-stabul-irii genennet. In den klöstern war Lcmstabulus ein bru-der, der über die pferde und maul-esel zu sprechen, «»gleichenden Haber, jattel, sporen, zäum und dergleichen mehr in seinerVerwahrung hatte. 0« 120;.

* Constadt, eine stadt in dem Hertzoqthum Oels an derStober, zwischen viel Morästen, daher auch ehemals ein starckesschloß daselbst gewesen, und der ort als ein paß gegen Polenangesehen worden. An. 1461. hatten sich bey damaligen un-ruhigen zeiten in Schlesien gewisse landes-beschädiger dahin ge-flüchtet , daher der Hertzog zu Oels und die von Breßlau dasschloß im ian. bestürmet und eingenommen , auch alle wälleund thürme der bevestiqung niedergerissen, daß nun nichtsmehr davon übrig. Vorhin hatten es die Hertzoge von Breß-lan besessen; allein Heinrich V. mit dem zunahmen Lr-illus,muste es nebst andern Aädten und landschafften, um sich aus sei-ner gefangenschafft los zu kauffen, an. 129z. an Hertzog Conra-dum II. von Glogau abtreten. Nun brachte eS zwar Hein-richs ältester söhn, Boleslaus II. Hertzog zu Liegnitz und Briegdahin, daß es der Hertzog von Glogau zurück geben muste;nichts destoweniger kam es doch hernach wieder an die Hertzogevon Oels, welche es durch einen besondern Landes-Hauptmannlegieren lassen, wie denn an. 1594- Hans von Srudnitz Haupt-mann zu Constadt gewesen. Es besaß dasselbe hernach das ge-schlecht derer von Posadowsky und Postelwitz. An. 1700. er-langte Hans Ernst von Pribtwitz den besitz dieses ortö. Eswird daselbst fast mehr Polnisch als Teutsch geredet.

Constans I. des Kaysers Constantini N. und der Faustä drit-ter söhn, wurde an. ;;;. von feinem vatter zum Leckre kge-macht, nach dessen tobe er an. Jtaliam , Afticam undJüyrien zu seinem erbtheil bekam. Gleich darauf erhieltejer ei-nen sieg wider die Francken, und nöthigte sie, sich mit ihm in einbündnis einzulassen; wurde aber darnach genöthiget, sich widerseinen eigenen bruder Constantinum zu vertheidigen, als welcherVorhabens war, seine länder an sich zu bringen, allein an. ,40.durch Constantis trouppen in einem treffen unfern Aquileja ge-tödtet wurde , und Constantium zum erden von Gallien, Spa-nien und Groß-Britannien hinterließ. Übrigens stund Constansden rechtgläubigen wider die Arianer bey , und schrieb hartebriefe an seinen bruder, den Kayser Constantium, welcher ge-dachten ketzern geneigt war, und hingegen den H. Athanasiümsamt dessen anhängern verfolgte. Er suchte auch das Donati-stische sckilma in Africa zu unterdrücken. Nach diesem ergaber sich dem Müßiggang, und wo gewissen scribenten zu trauen,vielen sehr schändlichen Wollüsten; hatte auch, wie eben seinebrüver, sehr schlimme Räthe, denen er gleichwol gar arossegewalt liesse, und durch dieses alles sich sowol bey dem vvlckals den soldaten verhaßt machte. Daher sich Magnentius an.

zum Kayser auswarf,worauf Constans sich nach Elne inRoußillon flüchtete, und von einigen soldaten, die ihm Magnen-ttus nachschickte, getödtet wurde, als er zc>. jähr alt war, undiz. jähr regieret hatte, lik. II. Üb. iv.

apol. Ucl Lonst. in arm. Le. *

Constans II. Constantini III. söhn, und Heraclii enckel, wur-de zu ansgang des 641. jahrs an seines Vetters Heracleonä stel-le zum Kayser erwehlet. Gleichwie er durch die Monotheleti-sche ketzer war erhoben worden; also bekannte er sich zu derenlehre. Paulus, einer aus dieser secte, wurde durch seine VorsorgeVischoffzu Constantinopel; und durch eben dieses Bischoffs ein-reden ließ er sich bewegen, sein edict oder formular, Typus ge-nannt , an. 648. heraus zu geben, krafft dessen beydes die recht,gläubigen und die ketzer zum stillschweigen angehalten seyn soll-ten. Papst Martinus I. welcher Theodors succedirte, berief an.649. zu Rom in der Lateranifchen kirche ein Lonsilium, vonweichem gedachter Typus verdammet wurde; worüber sich derKayser dermaßen erzörnle, daß er den Papst durch TheodorumCalliopam, den Exarchen von Ravenna, an. 6;;. gefangen neh-men ließ. In solchem elende starb der Papst nach 2. jähren.

c 0 n

Mittlerweile wurde Constans von den Saracenen geftllWA ^daß er in verstellter kleidung entfliehen muste; jedochdarnach ihre einheimischen kriege zu seinem Vortheil v> pund zwang Muhaviam ihren Fürsten, daß er friede mE> / ^ihm einen tridut erlegen muste. Um das jähr 660. zergehseinem bruder Theodosio, und ließ ihn dahero erst zu aufcono ordiniren, nachgehends aber gar todten. Bald v ^soll er nach Sicilien gegangen seyn, entweder, wie crnM ^neu, den sitz des Kayserlhums dahin zu verlegen, oderLongobarder zu überrumpeln. Nachdem er nun Be»ev^>lagert, und Luceria eingenommen, kam er an. 66z. »amvon dannen er alles erst, welches er in den tempem A,den Häusern fand, mit sich hinweg nahm. Als er ab"' nciicilien wieder angelanget, wurde er an. 668. von stia^^peillCammer-diener in einem bade zu Syracusa getödtet -Midi-er 26. jähr und etliche monate regieret hatte.

In virs Vicaliani. üb. I. kjjst. TonZob.

Lar-»». Lc. . . tzje

Constans, ein söhn des tyrannen Constantini, wela)^^^armee in Engelland an. 407. zum Kayser erwehlet Holm Mvon seinem vatter zum La:lars, hernach auch gar zuM " Mgemacht, und Spanien zu erobern abgeordnet, ivon"^' p chrontius ein General Constantini wider selbigen rebellier/neu gewissen Maximum zum Kayser aufgeivorffen halle-eben da fiengen seines vatters fachen an aller orten zu V'Mii,( siehe den arlickul Constantinus, unter den berühmte»so diesen nahmen getragen.) Und Gerontius schlügetem völlig aus dem seid, ,agte ihn vor sich her bis E L Win Gallien, zwang denselben allda zur Übergabe, und l^v HM»an. 411. Einige sagen, daß er ein Mönch gewesen, u»oHabit in Hoffnung der Kayserlichen crone abgeleget *-«r« L 5a2E. lik. VI. -rchprr. L in

* Conftant, (David) krokeffor Theologie zuLaU'^ckward allda den 16. mertz an. i6;8. gebohren. M

hieß Philibert Constant. Nachdem er in seiner vaner^ ,den studien eine zeitlang obgelegen , gieng er nach Aund studirte dorten die Gottsgeiehrheit zwey jähr..nen besuchte er Marpurg , da er mit Ioh. Crocio "Aain-kannt worden. Er begab sich darauf in Holland, da w VMaresius sehr liebte, und ihn der Wallonischen kirche« §„s,wurden zum Prediger geben wollte. Allein er Wusi Meund reisete weiters in Franckreich, hielte sich auch ^-M/zu Paris auf. An. i6;8. kam er wieder in fti"?^,»^und ivurde von dem Grafen von Dhona, zum Predlgkpet verordnet. Daselbst erhielt er eine vocation vo» ^

zu einer philosophischen kwfelllon, welche er aussckMf.^siili^dem er n. jähr zu Copet gestanden , wurde er nacy>^zum kroksstors Lloquenri-e beruffen, in welchem

nur fleißig gelehret, sondern auch Florum , Erastm . ,

und Cicervnem 6s Olksü« Ls. mit anmerckunge» »ben, welche auch Nr. Bayle, den er zu Copet «st" Mnen, hoch schätzte. Einige jähr hernach trug ma>die Griechische spräche und Moral-Philosophie offene»" , ^ren. Er schrieb in dieser zeit verschiedene dissertatl 0 w^.steAgleichen ein Lompenäium kolirisss , wie auch -o.Ttkiso-TkeologiLum, in 2z. Dillsrtstionibus bewb.^ansang des XVIII. steculi ward er krofeckor Tkeows' ^ ,gyrches amt er bis an. 1726. verwaltet, da er in hocu^MTmeriru8 erkläret worden. Er starb endlich den 27-0"an. 17z;. und hinterließ etliche söhne. sto. ^ .

tio funekris. sshst»

Constantia, war eine tochter des Kaysers Con^zchec ^von der Theodor» und eine gemahlin des Licinil / ' ,

fangs Constantini N. mitgenoß am Reich, und.Heister Mder gemeine feinde , aber endlich dessen ärgster ^ ^szu k,näckigster feind war; wobey diese gute PrintzeßM e ey ^hen hatte, aber auch eine grosse tugend, und jom> e>^.che treu gegen ihrem gemahl erzeigte. Sie gebm/^ jsöhn, welchen er Licinianum nennte, so nachmalsNach der letzten schlacht, die Constantinus lVI. m» w ?lV'x,

gehalten, erhielt sie ihm durch ihre verbitte st«» pen ^da er sich nachgehends durch seine correspondentz soicl)eg''^fbarn, die er aufrührifch zu machen willens war, vo ,undanckbar erzeigete, wurde er an. straml'"' staut»erlangte Constantia ihres bruders Constantini w- M0»v aj,sonderlich nach dem tobe der Helena. Euftbms vo ^ ^ein Arianer, stund bey ihr in so grossen gnaden, ^ OteM''netwiüen Am beschützerin wurde. ep- o» .

F«. lik. I. lik. II. lik. I-

Constantia, oder Conftantiana, sonst auch Ner/Constantia genannt, Kaysers Constantini A'.MiMiU

mit seiner gemahlin Fausta, des Kaysers ^ssecstochter aezeuaet, und die an Annibalianum, -»ve ..

s»

tochter gezeuget, und die an Annibalianum, A jode avstantini N. bruders Dalmatii söhn, nach e»>V.^e

Gallnm verheurathet wurde, welchem letzter» v ^,>e w ^ter gebahr. Wie sie denn, als sie von Annibannwar, den Vetranio am meisten zur empörmig de»'ben; und hernach ihren andern ehemann Ci»»" ^ger vvamen thaten nicht wenig angespornet, wodura)» ^ißtrau^z»nen klägden, auch so gar grossen argwohn u> ve>m'Constantio wider sich erregt. Als nun Constam«' p§xgenv>" st^pentschuldige»! eine reift zu obigen ihrem vruo