Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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der Patriarch Anatolius und andere Bischöffe ihr glaubens - be-känntnis wider die Eutychianische ketzerey ablegten, auch Euch-chem und Dioscorum verdammten, c7ar--.

An. 4;y. hielt der Patriarch Gennadius eine Versammlung ,darinnen das Chalcedonensifche Loncllium bestätiget, und die8imomrici, d. i. die den geistlichen stand ums geld verkauften ,verdammet wurden. c'av--.

An; 4yy. (nachdem vorher noch einige andere Loncilis aufbe-fehl des Kaysers Anastasii gehalten worden) da Flavianus vonAntiochien und Philoxenus von Hierapolis präsidirten, wurdenDtodorus 'isrsenli8, Theodorus 1VIop8velIerm8, Theodoretus,Jbas und andere, verdammet, denen schuld gegeben ward , daßsie erstlich die des Nestorianischen schwarms verdächtig geachte-te reden immer gebrauchten, daß in Christo 2. naturen und r.formen wären; da dann ihre widerwärtige aus der letzter»ausdruckung schlössen, sie wollten sagen, es seyen, wie zwey na-turen, also auch zwey Personen in Christo. Und dann zumandern, daß sie im gegentheil die den damaligen Orthodoxenso sehr beliebte redens-art nicht gebrauchen wollten, durch wel-che sie sagten, es wäre einer von der H. Dreyeinigkeit gecreutzi-get. in ckron. *

Auf dem OonLili«, welches an. 518. der Patriarch Johannesgehalten, wurde im gegentheil das Chalcedonensische Ooncilium.wiederum approbirt, und die nahmen des Papsts Leonis wieauch der Bischöffe Euphemii und Macedonii wiederum den kir-chen-bnchern einverleibet, hingegen Severns und seine anhangerverdammt. Dergleichen auch an. ?;6. in einem andern Lon-cilio allhier geschahe, auf welchem Anthimus, der vorhero Pa-triarch zu Constantinopel gewesen, aber von bannen entweichenmüssen, Severus und andere Häupter der so genannten ^LsptiÄ-lorum verdammt wurden. c'E.

An. z47. hielt sich der Römische Papst Vigilius zu Constanti-novel auf, und stellte eine versammlung der Bischöffe an, we-gen der damals so heftig getriebenen controvers äe uidus n-xitulis, worauf beschlossen wurde, daß man die ausmachüngdieser frage bis auf ein Loneilium oecumenlcum verspüren soll-te. 11b. I. c. 2. , In brevlar.

c. 24. <7«ve.

Auf dem concillo, welches man an. 587. gehalten, wurdeGregorius,/Bischofs von Antiochien, von der anklage, daß er mitseiner schwester blut-schande getrieben, absolviret, auch nahmauf demseibtgen der Patriarch von Constantinopel Johannesden tttul eines allgemeinen Bischoffs an, worüber mit der Rö-mischen kirche ein grosser streit entstand. 11b. VI. c. 7.

11b. IV. ep. ;8-

Hierauf sind noch unterschiedene andere Loncilla allhier ver-sammlet worden, welche aber nicht sonderlich merckwürdig sind;im VIII. s-LLulo aber entstand in der Constantinopolitanischenkirche der heftige streit wegen anbätung oder verwerffung derbilder, welcher zu unterschiedenen Loncilli? gelegenheit gegebenhat worunter sonderlich dasjenige berühmt ist, welches an. 754.von Constantino Lopror^mo versammlet worden, und auf wel-chem ;r8. Bischöffe gegenwärtig gewesen, dannenhero es auchvon etlichen unter die allgemeinen Loncllla gerechnet wird.Auf diesem Loncllio hat man die bilder gäntzlich verworffen,welches die Ursache, warum man in der Römischen kirche dessenauthorität nicht hat wollen gelten lassen.

Zu 8tspb. II. Lara«, mi. 754.

Als der Kayser Constantinus VII. seine gemahlin verstieß,und eine Dame, nahmens Theodoram, heurathete, ließ sich Jo-sephus ein Priester und Oeconnmur der Constantinopolitani-schen kirche bereden, diese person zu crönen, worauf er von demPatriarchen Tharasio seines dienstes entsetzet und aus demPriester-orden gestoßen wurde; hierauf ließ Nicephorus, desCvnstantini Nachfolger, an. 8c>6. einen Lynoclum zu Constanti-nopel halten, auf welchem Josephus absolviret wurde. An. 809.hielt man noch einen , auf welchem Theodorus 8m-

61m, Plato und andere, so diese Heurath nicht billigen wollen,verdammet, und ins elend verjaget wurden.hb. I. ex>. ;z. sei;.

An. 814. wurden 2. Loncllia zu Constantinopel gehalten, aufderen einem unter dem Patriarchen Nicephoro die anbätung derbilder behauptet, auf dem andern aber, nachdem Nicephorusgestorben, und an seine stelle Theodotus Melissenus gekommen,die anbätung der bilder verworffen, und deren abschaffung imgegentheil beschlossen worden. Allein an. 842. kam wiederumein Loncilmm allhier zusammen, unter dem Kayser MichaelekorpbzEsuem, auf welchem die anbätung der bilder aufsneue bestätiget, und an des abgesetzten Patriarchen Johannisstelle, Methodius erwehlet wurde.

An. 854. hielt der Patriarch Jgnatius eine versammlung ,auf welcher Gregorius von Syracusa mit dem zunahmen Äs-bestas, verdammet und abgesetzt wurde, weil man ihm allerhandMissethaten vorwarf, darunter aber gewiß die gröste war, daßer sich der wähl Jgnatii mit allen krässten widersetzet hatte;woraus hernach viele Unruhe entstanden. Denn es gteng baldder streit zwischen Photio und Jgnatio an, welcher zu noch an,dern Lonciliib gelegenheit gegeben. Sintemal noch vor demmcumeliico, dessen wir bereits gedacht, sonderlich berühmt istdas p-u-tlculars, welches an. 861. gehalten worden, wiewolauch dieses von einigen Griechen mit unter die allgemeinen

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die ab-

Loncüia gezehlet wird. Man hat aber auf demstköm atriat-setzung des Jgnatii von dem Constantinopolitamsche» ^chat, und die wähl des Photii bestätiget. m v»

tll. In nnnnl. öke. * .

Nach diesem sind noch unterschiedene OonLllla allhier eerct worden; als an. 944.96z. 97c. »277. i?4i. i)47»"dere, die aber so sonderlich merckwürdig nicht sind. p

Constantinopolitanisches Rayserthum. Dendarzu hat der Kayser Constantinus geleget, indem erserlichen sitz von Rom nach Byzantz transferiret,von ihm wieder auferbauet, und nach seinem nahmen iro»" ^nopel genennet, auch an. z zo. zu der Kayserlichenstadt inauguriret worden. Nachdem nun Constannnus sden, theilten zwar seine ;. söhne dergestalt, daß Kiunebst den Orientalischen provintzen und Egypten aucyftantinopel bekam. Doch geschahe es, daß nach dem ^ner beyden brüder Constantmi und Constantis er wied"»' ^gantze Reich miteinander vereinigte. Julianus A„.Jovianuö haben hierauf gleichfalls das gantze ReichNach Joviani tobe aber regierten Valentinianus unddergestalt, daß Valens sich des Orientalischen, Valentin'^-aber insonderheit des Occidentalischen Reichs annahm!tianus und Valentinianus regierten ebenfalls zuME' Ax,chen Theodosius N. folgte, dessen 2. söhne Honorius xascadius das Reich unter sich getheilet, so, daß Hono"»Occidentalische, Arcadius aber das Orientalische 0^ »ev-stantinopolitanische bekommen. Von welcher zeit an ^He-de Reiche niemals wieder mit einander sind vereinig"^,,-sen. Denn ob gleich in dem VI. stecul» der Kayserdurch seine Generals ziemlich glücklich war, und es ' sichdaß er durch Überwindung der GothenItalien wieder'bringen würbe, so hatte dieses doch keinen bestand,darauf die Longobarden ein groß theil von Italien wE'äM-worauf in dem VII. und VIII. L-Lulo die Fransten Mtig wurden, daß endlich Carolus Ist. nicht allein das E^Bdische Reich zerstörte und an sich brachte, sondern a» - ^der proteetion der stadt Rom an. 8°c>. den titul eM^.MNdentalischen Kaysers annahm , welches die Or>ew^ gst'Kayser nicht verwehren konnten, ob sie es gleichne sahen; ja es muste endlich Nicephorus I. ober ^ta darein consentiren, und an. 80;. muste er sich um EIVI. durch gewisse tractaten darüber vergleichen. Ww ^ ^zeit ist das Orientalische Reich immer mehr und uE^«nähme gerathen, und im gegentheil die macht der ^7. x Wund Türcken gewachsen, wozu die Orientalischen K«»'ein grosses beygetragen, indem sie der heranwachsend" E'dieser völcker sich nicht beyzeiten widersetzt, ja woldentalischen Potentaten, die mit grossem eifer dieten in das gelobte land zu Vertilgung der Saracenenzuwider waren, und ihr vornehmen auf allerhandten. Hierzu kam noch ferner die üble conduite und 0" Mhasste leben der meisten Kayser, wie auch die unord«" ^zwistigkeit, so zum öftern bey der succeßion entstum -fonderheit wurde dessen Untergang um ein merstumdie grosse spaltung, welche ini XIII. üeLulo entstauo' ^ Mdert. Denn als Alexius III. mit dem zunahmenLomnenv«; seinem bruder Jsaacio II. die äugen , Elassen, und ihn vom throne gestoßen hatte, erlang' ,bey den Venetianern, daß sie sich seiner annahmen-Valdninus, eil» Graf von Flandern, kam, welchermals mit einer armer nach dem gelobten lande Lo>'da er denn sich mit den Venetianern conjungirte, ^ iv-stantinopel wegnahm. Von diesem wurde Zwar fv, Mge ,.des geblendeten Jsaacii söhn , auf den thron erhoben^die Lateiner, welche Balduinus unter sich hatte, /^le,,.tung ihrer mühe sahen, fiengen sie an sehr übel z" v. , cGriechen, damit sie sich aus dieser noth helffen ^ .

wehsten Alerium V. mit dem zunahmen Ducas vfius, zu ihrem Kayser, wodurch sie ihre sackststMmachten. Denn Balduinus belagerte darauf dwstantinopel aufs neue, u»»d eroberte selbige am ' »nd^xius »vurde auf der flucht ergriffen und getobt" 'duinus zum Kayser ausgeruffen. Die Griechen ^ TlEpguten theils nach Natolien , und erwehlten bat" ' ^, w -rlim, mit dem zunahmen Lascaris, zu ihrem sccher seine residentz zu Nicäa nahm. HierburK ,,^,i,M„Orientalische Reich getheilet, in das Conilantmoo ^,scvda die Lateinischen, und in das Nicänische, da b>c »r ,Kayser regierten. Solches währte bis auf das' ^ rcsDenn als Balduinus II. der noch sehr jung gaMoo ,1rung käm, belagerten die Griechen die siudtund ob selbige gleich durch hülffe der Venettane genugwurden , vermeynte doch Balduinus nicht A^elst-er g^selbst zu seyn, und begab sich nach FranstrE PalEWgenheit sich der Griechische Kayser Michaelbediente, und die stadt Constantinopel in dem ^

1261. eroberte. Ihre gefährlichsten fembe «M ^ und si,,jTurcken, »»ahmen nach dieser zeit erst recht über-)'

es endlich an. 145z. unter der regierung des My Mho>st D,

Paläologi dahin, daß die stadt Constantinopel

mit stürmender Hand erobert »vurde, »vobev der sc

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