Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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E>n/Elges durch den sträng nehmen lassen. Worauf Con-« k § Eein Herr im Römischen Reiche geblieben. Diß istdx^Anehmste, so Constantinus in den einheimischen kriegensex Met, ausser daß noch in der nachfolgenden zeit ein gewisssicher camcel-treider, nahmens Calocerus, sich in derliliz.Zypern Kayser ausgeworssen, welchen aber Delma->>»d "/s Constantini druders söhn gleich im ansang unterdrückt»ig/M geschlagen. Mit äusser« feinden hatte dieser Kayserge« Weniger zu thun, und war auch nicht minder glücklich ge-z>tz.^Mdige. Sein erster krieg war wider die Francken, derenM, '"ge Ascaricum, und Radegaisum er schon an. ;o6. inschlug , und als er sie zugleich gefangen, in offenemdie ^ den wilden thieren vorwerffen ließ. Worauf es widerÜWp Merer, Chamaver, Cherusken, Tnbanter , so zwarfei, 5 " auch unter dem gemeinen nahmen der Francken begrif-ive,Mren, auch einige zu ihnen gestoßene Alemannier gienge,ii, sonderlich im jähr; i i. mit einer fast unzehlichen mengetk» ^>!lien eingefallen waren , die zuvor von Constantino an ih-tjgMangcnen Fürsten und soldaten ausgeübte grausamkeit zuAllein der Kayser machte diesem krieg durch einen einigenende. Und als sie an.; i;. beym anzuge Constantini ohnekjx Schlacht zu erwarten wieder zurück wichen , gebrauchte erder, daß er seiner seits auch thäte, als gienge crwie-Italien, und dadurch die feinde zu einem neuen einfallüber ^ ' "der zu gleicher zeit nach einigem Umschweife selbst«lhz Rhein setzte, und da er ihr land halb leer angetroffen,'"st feuer und schwerdt verheerte. Wovon dann die wür-Wk war' daß die Francken hernach bis zu ende der re-^ ""Ar, nstantini die Gallische grentzen unangefochten lies-ihlin ^llt den Scythen und Gothen hatte er nicht weniger zuj>>h/Md war gegen dieselbe eben so glücklich. Den ansang<>»>^chg machten diese vö lcker unter ihrem Feld-Obersten Rau-rjx Ä - und hauseten in Pannonien und Mösien sehr übel. Aberschattier kamen ihnen bald auf den hals, schlugen sie in ver-n schlachten, darinn auch ihr anführer Rausimodus, und jagten sie nicht allein wieder über die Donau,welches insonderheit Constantino für dieselbige zeitiil^chhre machte, verfertigten selbst im jähr;s6. eine brücke!>eiy, a^fen ström, suchten die feinde in ihrem eigenen landeei»?» "ud erhielten darinn sonderlich an. ;;r. den 28. aprilWy^wssen sieg, daß der Gothische König Ariaricns sich ge->ii,d kand, seinen eigenen söhn als geissel zu übergeben,ll, der zeit an seine hülfs-völcker zu des Kavstrs armeegor , deren sich dieser sonderlich im kriege wider Licinium"Mch bediente. Die einige Scythen regeten sich noch et-schsis/ss vernach, welchen doch zu gefallen nach einiger ge->»id-"'lchreibern erzehlung Constantinus den letzt-gemeldten kriegbothen hauptsächlich soll geführet haben. Allein>dob"'eje wurden bald gedainpfet, und fast gar ausgerottet;^id""°ch dieses den Römern trestich zu statten kam , daß dieihre ."Scythen freygelassene und zum krieg ausgerüstete knechte§^ße,i " zuletzt gegen ihre eigene Herren wandten, und sie«ig«' weils aus dem lande jagten. Sonst mögen eben dieses Zufalle deren jenseit der Donau wohnenden BarbarnSeyKayser den meisten anlas gegeben haben, zu denieni,yff"gen Veränderungen , welche er an. ;a;. vorgenom-M- da er den sitz des Reichs von Rom gen Byzanz ver-^»e g? Iche stadt er von sich Constantinopel, auch sonst das"^Eul n "E"nen ließ. Siehe davon weikläustigen bericht im

ssonstantmopel; wie von dem in eben demselben jährtzD'en Conciiio XicKno den artick. Concilium XicWUM.auch dieser Fürst viel andere den Christen vortheil-"ustalten gemacht, und sich sehr freygebig gegen die Geist-erwiesen; seinen rühm aber dadurch nicht wenig ver-M daß er an. ;26. seinen söhn aus erster ehe, Crifpum,stiyx/^ts Lcelsr war , aus blossem argwohn, als wenn er nutje», Mf-mutter Faustn gar zu genau bekannt wäre, humch-ß» gemahlin Faustn aber, als er erfahren, daß selbigeMe,?"lchnldig angegeben, in einer heißen bad-stube erstickenNachgehends hat er das Reich dergestalt zertheilet, daßbe» Mwus, sein älterer söhn, Gallien und die jenseit der Al-Me länder; der andere, Constantius, den Orient; der^In,'L°»stans, Africa , Jllyrien und Italien; seines drudersÄyjMl sohn gleiches nahmens Mesopotamien; dessen bruderaber , der die Flammn Iuliam Constantiam,bId tz"-liNi U. wchter, geheurathet, Pontum, Cappadocim>?,,^rlne Armenien, mit Königlicher gemalt regieren soü-eintheilung ums jähr zu stände kam. Nach!u ^ allenthalben friede, bis Constantinus an.selbst" „ die Perser vornahm, welche,bey 4°- lahren Alle

Haffs,? ^ vvruuyil», Ivem^ v-v

M^ten""b nunmehr in Orient sich hervor zu thunten "w belang, "achdem sie Mesopotamien verwüstet, die stadtkn,.'.bege!„.^..Als sie aber voll Constantini zurüstnng höre-»y Eltesi, luedc, welchen sie auch kurtz vor seinem tobee'oendiebedingnissen, welche ihnen Diocletianuslda^bkinon-sbalte. Denn Constantinus, nachdem er zubicb^E bar, ,<mck worden, reisete nach Helenopolis insweiches er aber wegen zunehmender Unpäßlichkeitiick, X* Mer^- sonnte, und deswegen nach Nicomedien gieng.

5§se>dg s!ff "aß seines lebens ende heran nahete, joll erstii>i?r nrsaffAben taufen lassen, welches heilige Sacrament er3er b bis an seinen tod aufgeschoben, weiler indem"vr gemeinen mahn steckte, daß durch die Tauf

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gerad alle von demselben begangene fünden vergeben und abge-waschen wurden. Er ist hierauf in einem kleinen Kayserlichenlust-guth nahmens Achyron unfern Nicomedia mit grosser fren-digkeit am Pfingst-tage den 22. may an. im 66. jähre seinesalters gestorben, nachdem er ;o. jähr y. monat und 27. tage re-gieret hatte; wiewol, was daS alter betrift, einige ihm nur 6;.jähre geben. Seine erste gemahlin oder concudine war Miner-vina, mit welcher er Crifpum gezeuget, den er hernach umbrin-gen lassen. Die andere war Fausta, des Kaystrs MarimianiHerculii tochter, mtt welcher er abgedachte drey söhne, Constan-tinum, Constantium und Constantem, und zwey töchter, Con.stantlam und Helenam gezeuget. Übrigens ist noch zu mercken ,daß die meisten Constantinum als einen sehr Christlichen Kayserrühmen; andere aber wollen behaupten, daß sein gantzes Chri-stenthum mir eine blosse heuchele« gewesen , deren er sich bedie-net , die regierung desto leichter an sich zu bringen, weil dazumaldie anzahl der Christen sehr groß, alle übrige Kayser aber Hey-den und Christen-feinde waren ; so daß wer sich für die Christ-liche religion erklärte, und sonst noch dabey ansprach an dieKayserliche würde hatte, leicht hoffen konnte, seine partey durchdie Christen nahmhafft zu verstärkn. Einige scribenten meldenauch aus dem Zosimo, daß er erst ums jähr ;r6. nachdem erseinen söhn Crifpum, seine gemahlin Faustam und den jungenLicinium hinrichten lassen, die Christliche religion angenommenhabe, weil unter den Heydnischen ceremomen keine zu finden ge-wesen , durch welche diese Mordthaten hätten können versöhnetwerden. Ja einige halten gar dafür, daß er nicht allein am endeseines lebens annoch ein LLtscKumenus oder anfänger im Chri-stenthum gewesen, sondern wollen auch gar seine taufe in zwei-fel ziehen, weil Eusebius, der sonst alles umständlich von ihmaufgezeichnet, diesen wichtigen Punct mit stillschweigen überge.het. Dieses ist gewiß, daß er bereits an.; n. nach Überwindungdes Marentii, mit zuziehung des Licinii die ersten edicten aus-gehen lassen, darinnen er den Christen ruhe verschaffet; ja, alser allein die oberhand behalten, hat er, wie oben bereits ge,dacht, den Christen trefliche Privileg ertheilet, jedoch, daß dieHeydnische religion noch in ihrem vorigen zustande blieb. Philo-storgius, lib.XI. I. Hieronymus, m cbrcw. sägn. ;28- undandere melden, daß er in seinem alter den Arianischen irrthüm-mern beyzupflichten angefangen, welches jedoch ohne gründ ist,gestalt Philvstorgio, der selbst ein Arianer war, dißfalls wenigmag geglaubel werden, Hieronymus aber sich dadurch verfüh-ren lassen, weil der Kaystss Armin wieder eingesetzt, und sichvon dem wegen der Ariamschen wrthümmer sehr "verdächtigenEusebio Xicomcäienü taufen lassen ; da doch Artus vorher dasNicänische Concilium eydlich unterschreiben müssen , Eusebiusaber bey Constantini leben den Arianischen schwärm meisterlichzu verbergen gewußt. Ferner hat er auch ein grosses aufgewen-det zu einrichttmg des gottesdienstes, reichlicher beschenckung derClerisey, aufbauung und stiftung vieler kirchen, rc. Wiewol,was von schenckung der stadt Rom und der dazu gehörigen gü-ther an den Römischen Bischofs vorgegeben worden, noch niehat können erwiesen werden. Er hat aber durch dergleichengrosse ausgaben zu erbauung des neuen Roms, und einrichtungder neuen hofstadt so vieles geld verschwendet, daß er, der an-dern harten auflagen zu geschweige», auch das volck mit derschändlichen art des tributs, Ciirz'sii'Mrum genannt, wovon einbesonderer artickul, beschweret, wodurch viele städte von ein-wohnern entblösset, sowol als die Occidentalischen länder desReichs dem einfall der Barbarn geöfnet worden , nachdem erdie an der Donau und am Rhein gegen die feinde stehendetrouppen ohne noch in Orient gezogen. L«/eL-Äi, in vim Con-üantini IVI. A in liilior. ecclss. ^a/r»r«,. , in

C-elsrib. XocEt-i. kV/o>'. O/^o-

, in ckron. item

cliron. Llsx. CaF'sckaE. Ceck/eE. , üb I. hilt.

ccclcs c. 8- gnt. Lrit. Sa/o«. ff.C.

;oü. feg. De , concorcli» 8iicLickotü L Imxerii. Sa/-

Conünntinus lss. seu cls Conti, Ich. LZva/E, cle Rom.Rrinc. lik. III. , in »Pologig. , ^cl su-

lisni CrLlsrcs. Arnolds ketzer-historie, k. I. Iil>. IV. c. 2. OL.tom. I. observ. 22. 2;. 24. *

M. vo^'iino. Mit diesem nah-men wird ein gewiß äiploms beleget, darinnen vorgegeben wird,daß Constantinus M. dem Römischen Papste Sylvestro und sei-nen Nachfolgern, nachdem er von ihm getauftt, und von demaussah gereiniget worden, die stadt Rom und gantz Italiensoll geschencket, und deswegen den sitz des Reichs anderswo-hin verleget, auch die Römische kirche zum Haupt über alle an,dere gemacht haben. Es befindet sich unter dem titul: Räi.clum Öomilii Conck'-mtmi Imperstoris, in den comis Conci-liorum. und an andern orten, ist auch vom Gentlano Hervetound Bartholomäo Pincerna äs Noms oräuo aus dem Griechi,sehen ins Lateinische übersetzet worden, und machen die alten Ca-rionisten ein grosses Wesen von dieser donatlon. Allein zu geschwet«gen, daß keiner von den alten scribenten , welche das leben Con-stantinl beschrieben, etwas hiervon gedencket; die umständeauch mit der wahren Historie von Constantino, und was von sei-ner taufe glaubwürdig berichtet wird, gar nicht überein kom-men; so haben auch dre folgenden Römischen Kayser bey mehralslahren, nachdem der Kayserliche sitz nach Constantino.pel verleget worden, die stadt Rom durch Statthalter regieret;Md nach Bellarmm Mgms dir Jtaliäner zu den reiten des

Papsts