880 con
an sich zu bringen. Aber da fienge sein bisheriges glück auf ein-mal an zu stutzen. Die verrätherey des Aüobict wurde entdecket,und kostete selbigen den köpf. Worauf dieser Constantinus sichgeschwind zurück machte, und sich in Arles einschloß. Aderauch da überfiel ihn eine trauer - post nach der andern. Seinsöhn Constans, den er in Spanien, welches ihm Gerontiushatte rebelliren machen, geschickt, wurde geschlagen, bis inGallien verfolgt, und letztlich gar in Vienne belagert und ge-tödter. Gerontius kehrte demnach seine Waffen gegen den vatterselbst, und legte sich für Arles. Beyden aber machte den garausder Honorio sehr getreue Constantius. Dann dieser Constantius,als welcher bereits einige herrliche siege wider diejenigen, so esmit Constantino gehalten, befochten hatte, belagerte ihn in Ar-les , welches verursachte, daß Constantinus sich zu einem Prie-ster ordiniren ließ, in der Hoffnung, daß ihm dieser character dasleben erhalten würde; allein, nachdem er gefangen, und nebstseinem iüngern söhne Julians nach Italien gesandt worden,nahm man ihnen beyderseits, entweder auf Constantii oder desKaysers befehl an. 411. das leben. <L in ckron.
lib. VII. L. 40. 8020-Ae«. IIP. IX. c. II. 12. leg. *
Constantinus, Lkrieanus zugenannt, weil er von Carthagogebürtig war, lebte um das jähr 1070. Leo Ollienlis meldetvon ihm, er sey, nachdem er Carthago verlassen, nach Baby-lon gekommen, und habe sich daselbst sehr berühmt gemachtmit seiner wissenschafft in der Arabischen, Chaldäischen, Persi-schen , Egyptischen und Indianischen spräche, gleichwie auchin der Artzney und andern künsten , so daß, als er wiederum zu-rück nach Carthago gekommen, die bürger daselbst ihn tödtenwollten, weil er ihnen allzu gelehrt war. Deshalben muste ersich verbergen und die flucht nehmen auf einem schiffe, welchesnach Sicilien segelte, woselbst, ungeachtet er mit bettlers-kleidern angethan war, er dennoch von des Königs zu Babylonbruder, welcher gleich dazumal zu Salerno war, erkannt wur-de, der ihn sodann an den Hertzog Robert, als einen überausgeschickten und seines schutzes wohl würdigen mann, recom-mendirte. Hernach wurde Constantinus ein Mönch Benedicti-ner-ordens im kloster St. Agathä zu Aversa, und schrieb Lis^asuniversales, MgleichM cle konäeribus Äleäieinalibus und an-dere mehr. Leo OstrV«/! lib. III. cbron. c. cle
script. eccl. L vir. illull. orä. Lensci. Lc.
Constantinus, ein ketzer aus der Manichäischen stete, wel-cher vorgab, daß er Sylvanus, des Apostels Pauli schüler wä-re , und die Armenier um das jähr 6;;. verwirrest. Der Kay-ser Constans II. ließ ihn aber noch in diesem jähr umbringen,und zwar vermittelst eines kalatini, mit nahmen Simeon, westcher von ihm war verführet worden, und vorgab, daß er Titusein anderer schüler des gedachten Apostels wäre. Lan». an. 6;;.
Constantinus, (Manasses) ein Griechischer geschicht-schreiber, lebte um das jähr n;o. unter des Kaysers EmanuelisComneni regierung, und schrieb einen auszug der Historie inVersen, unter dem titul: L^noxfis Hiliorica. Dieser tractatbegreift in sich alle merckwürdiqe begebenheiten vom anfange derWelt an bis aufAlexii Comneni regierung, das ist, bis an. logi.Johannes Menrsius hat denselben Griechisch und Lateinisch mitnoeis an. 1616. heraus gegeben. Hernach ist selbiger auch zuParis an. 16;;. mit Leunclavii, Meursii, Allatii und Fabrottinoten gedruckt worden. äs llilk. Lrceo. 1ib.II. c. 27. (VirE.
Constantinus, (Robertus) war von Caen in der Nor-mativst gebürtig, woselbst er auch eine zeitlang auf der Univer-sität die läteras elLZautiores dociret. Seiner profeßion nachwar er ein lVstäicus, darneben in der Hebräischen, Griechischenund Lateinischen spräche, wie auch in der Historie sehr erfahren;dabey hatte er eine grosse wissenschafft in der Botanic und Me-dicin. Weil er bey dem Julis Cäsare Scaligero im Hause wargewesen, gab er nach dessen tode einen theil von feinen Lommen-tarüs Über den Tlieopkralium heraus. Er brachte sein leben bisauf io;. jähr ohne sonderlichen abgang der kräffte des leides, Ver-standes und gedächtnisses , und starb endlich an einem seiten-stechen an. 160;. Seine vornehmste wercke sind vicrionsrimnOrTLuln L Latinum; liielaurus Herum ch Verborum utriusguelinguT; cle Lntiquitatibus Lr^oorum <L Latinorum libri tres;Xomenolator inlignium 8oriptorum; ünnotationes 6c Lorrc-«kkiones bemmatum in Oiolcoriäem ; Lnnotationes in Ililtori:,;Hieoxlnalli; ilpborilmi Ilipxocratis verbbus Lreeois L La-tinis. V ttDcr. Lo.
Constantinus äe Sarno, siehe Bucafoci.
* Constantinus, ein Jurist, und Lomes lacrarum I-argitio-num, wie auch Magister 8crinii Libellorum und stmrarum Lo-gnirionum, muste auf befehl des Kaysers Justiniani nebst an-dern männern die Pandecten und den Loäieem rspstit-eleÄionis helffen verfertigen. Was Procopius ihm vor ein bö-ses zeugnis giebt, davon können seine äneeclot. x. 90. nachgese-hen werden. Oe L«cie-W,A, vir. Austin. 8- §. 18. n. 118.
* Constantinus, (Manuel) ein Portugiese, aufder insulMadera gebohren, setzte sich zu Rom, und ward allda in demLollegio 8apisncise krokostör. In dieser stadt ließ er an. 1599.utidan.isoi. eMe Historie der Könige in Portugall, und einedeschmbung der insul Madera heraus gehen. Nachrichtenaus portugall.
* Constantio, (Ludovicus sie ) ein söhn Alexandri, wel-cher damai Herr von Pozzuolo war, drunge sich in dasBißthum
c 0 tt
dieses orts durch gunst des Königs Alphonsi von Neapolis- ^geachtet der derzeitige Bischofs Läurentius äs Motto no vleben war. Als aber dieser nach Tricarico befördert woerklärte Nicolaus V. den neuen Bischofs an. ;447«mäßig, und ertheilte ihm ein adolitions-decret über das p " ^Er hat das Bißthum nicht lange behalten, oder ist enkw „„gedachtem jähre gestorben, oder anders wohinItal. Iacr. tom. VI. x. 282.
Constantius I. oder Flavius palerius , LonstanChlorus, ein söhn Flavii Eutropii, eines edlen Romer»^ n,Claudiä, deren vatter Crispus der beyden Kayser «i"'und Quintilli bruder war. Seine tapserkeit, welcheunter den regierungen Aureliani, Probt und Carrm er,machte ihn der höchsten kriegs-bedienungen würdig / u».^-es damals gar verwirrt im Römischen Reiche aussäheredete der furchtsame oder der grossen Reichs - last ubADiocletianus den Maximianum Herculium, daß sie a> -den ersten mertz Constantium Chlorum und Galerium §tarium zu Nicomedien als L-elares annahmen; stdowConstantius genöthiget, seine gemahlin oder concuvivnam zu verlassen, um Theodoram, Maximiani Hercuutochter, zu heurathen; gleichwie Diocletianus Galerio ^chen ehre erwies, und ihm seine tochter Valeriam zur ^auch anstatt Armentarius den zunahmen MaximianusHierauf griffe Constantius den Carausinm an, welcher"ger zeit nicht nur Britannien, sondern auch den grölst'Galliens unter seiner gemalt hatte. Und war es hiebe« e>minder kühner als kluger kriegs-streich, daß Constanttus, ^in Gallien mit Carausio hallende städte und provintzen "mal von Britannien abzureißen, den wichtigen see-hafe» HMriacuin belagerte, welcher eben an dem kreto Norinorv"zu tage die meer-enge von Calais genannt, lag, "'w stecheter den dortigen see-hafen durch einen dämm von unbestM'arbeit gesperret, endlich durch Hunger zur ÜbergabeWorauf alsobald, wie es Constantius vorgesehen, »'eschen siädte von sechsten fielen; auch noch dazu die A^anmBatavien, allwo sie einzunisten angefangen, völlig. ,„chrwurden. Hingegen wollte es eben dieser Kayftr fälligwagen, den Carausium in Britannien oder zur see «U.,weil sonderlich dasselbe Maximians Herculio vorher A Esi!geschlagen war, und selbiger fast seine gantze flottehatte. Er machte aber mit ernst alle zurüstungen,schiffe, übte seine leuthe daraus, und gieng erst vmjähre nach eroberung von Gessoriacum an. 297. uver -wobey er unter anderen ohne sein zuthun annoch vui.^sc-hatte , daß inzwischen Carausius durch Allectum M
derischer weise war getödtet worden, und dieser letzter^dadurch ins Reich eingedrungen, bey weitem nichtkeil wie Carausius hatte, dem feinde zu widerstehen. ^ gle -tius brauchte die Vorsichtigkeit, daß er seine schiffe w ^che theile theilte, um an unterschiedlichen orten die ««' gMversuchen; da denn den einen er sechsten, den anoepiodotus sein kreekeLus krTtorio führte. Und ob zwo ^ xMeinem jeden eine besondere flotte entgegen fetzte, solo chjckAbeyde ohne Hindernis in der insul an. Wie nun b<w« ^ Mfachen in einen sehr schlimmen zustand geriethen, >»'
weitem nicht sowol mit land-trouppen als mit ste-ü" / paß ^schiffen gefaßt war, blieb ihm das einige Mittel ubM^nun alle seine macht zusammen zog, und auf emen^vbeyden losgieng. Er fiel also auf Asclepiodotum,
der rest, so sich gen Londen zu retten vermeynte, unterConstantio ertappet, und gantzlich niedergemachtwurde. Aus diese weise machte sich dieser HerrBritannien, hatte aber nicht lange ruhe, indem Ibemühet seyn muste, die in Franckreich durch die bell»'ge und einfälle der Teutschen verödete örter wieder zu. ^^rwelches er denn eben durch die im kriege gefangen^/ „ „nisten zu ihm übergangene Teutsche ins werck zu r>. soiie^. stiinde, denen er die ledige güther und flecken eu>g" ^,1eben diese nation unterließ auch annoch nicht, ^Machten?von Maximians Herculio gegen sie gewonnenen U ^ ,,e v >einer zeit zur andern über Rhein zu fallen, und uuc'kamen, zu verwüsten. Schon an. 29;. hielt er» ^>n u yetfen wider sie in der gegend von Langres, da er vv .ohnversehens überfallen, und anfangs geschlagen e Ilbec ^ward, nicht ohne gefahr selbst gefangen zu wer«»'' -
hierauf in wenig stunden sein zertheilt gelegenes rr» o^ W ^
sammlet, gieng er von neuem auf den femo er'
ihn mit grossem Verlust aus dem selbe. Nachdemeinen andern sehr herrlichen sieg wider dieselbe " ^ a,s
clonis, wie es scheinet, bey Windisch inauf, doch allem ansehen nach von einem andern H geMein dritter angriff über den hart zugefrornen AI ^ iEschlüge sie Constantius nochinals, und zwana um de^^mumkommen war, sich ihm zu ergeben; weil flew 8 pe>>Versehens aufgegangenen eises nicht wreder u xkominen konnten, ja noch gar grösten theil» m "per jfliflusses eingeschlossen waren. Er schenckte ihnen ^psich a>.das leben, und steckte sie unter seine tronppen. purpu^may an. ;o;. Maximianus und Diocletianus v