c o n
A? erlaubte, sondern auch selbst mit ansähe. Der streit dau-b/e eine geraume zeit, ehe einer dem andern eine wunde an-kMe, indem beyde so tapfer als vorsichtig dabey waren.^,'vllch ward Consylvius in den lincken arm verwundet, da-eiÄ- "^er vollends dermassen erhitzt, daß er seinem gegner nochsM '0 scharf zusetzte, und ihn durch beständiges herumtreibenvon allen kräfften brachte, da er ihn sodann unterlief undUDden warf. Er würde ihn vielleicht gar umgebracht haben,er auf die frage, ob er sich ergeben wollte, keine ant-gab, wenn nicht der Kayfer zuentbieten lassen, daß derssWf geend'iget seyn sollte. Hierauf näherte sich ConsylviusM. seinem überwundenen, welchen er entwaffnet mit sichEte , dem Kayfer, und sagte mit unerschrockenem muthe:li1>^ "eilig ich den, so durch die tapferkeit der waffen besieget,li^ '"ein sclave worden, ich schencke selbigen Ew. Majestät^'gleich mich selber. Der Kayfer hörte ihn sehr gnädigtz'' und rühmte seine tugend und gefchicklichkeit vordergan-UMhen Versammlung, ließ ihn auch, nachdem er ihn zumdj.M geschlagen, und in den Grafen - stand erhoben, unterUN beschenckungen von sich. äs slar. ?3t3v. 111.
^8- ZZ4.
A * Conta , ein ffuß in dem gebiethe von Genua, der in demick- vutesifchen entspringet, und bey Albenga in dasLigustini-^ Meer fällt.
st * LOXHiVOIOIss, so hiessen die Griechen einen
um welchen man ein blätgen Pergament herum wickelte, fast, davon unten. Hernach bedeutet es ein jedwedesl'?»-vder kirchen-buch, daraus man den gottesdienst verrich-absonderlich aber die kurtzen , in welchen das lob
^ Heiligen oder fest-tags mit kurtzen Worten vorgetragen wird.
ist so viel als bey den Lateinern Xechonlorium.^ , gl. 6r. p. 706.
Contalbertts, (Godifr. äs) Bischofs zu Florentzum dasM in;, war ein söhn des Grafen Alberti, und stund fei-ck'verrlichen lugenden wegen in grossem ansehen. Er berei-An Bißthum nicht wenig, wurde aber von dem ürcw-Iikk ouo und einigen andern aus dem LIero trcfllch beneidet,w ° von ihnen allerseits dem volck als mit dem lasier der Si-ZzMv beflecket, vorgewählet. Es verklagte sie deswegen derw A°ff vor Paschale II. und nach befindung seiner UnschuldI»stUen der Lrcttiäisccmus und sein gantzer anhang mit ver-e/, mrer ehre und würde wieder abziehen. A». nzy. hielt^noäum, schencktean. H4l. dem kloster St. Äm-
II ^die St. Michaels-kirche, worüber hernach Jnnocentiusich? Konfirmation ertheilte, und starb das darauf folgendedx/,' Es erzehlet von ihm Bernhardus äs Considio, daß als
^dinal Martinirs von seiner Dänischen Legation in Flo-titz f. zurück gelanget, und seine reise nach Pisa zu Innocen-« Weiter fortsetzen wollen, hätte es ihm an einem PferdeUM, worauf ihm der Bifchoff alsobald eines geschencket.kch, ^ange darnach hätte der Bifchoff wegen eines ProcessesÄa'Svm reisen müssen, da sey er nun auch zum Cardinal»in"Uw gegangen, in der absieht, sich dabey sein katroci-Slei^ auszukitten; allein der Cardinal habe seine intentionUranfangs gemerckt, und dahero, damit erdicht von sei-ldxj, uitz-mäßigen eifer abgehalten werden möchte, unver-ihm gesprochen: Er möchte sein Pferd, welches nochh>en', ffelbe war, und in dem stall stunde, zurück nehmen;er gewußt, daß er eine rechts-sache zu Rom hätte, wollte
III "uolbe niemals berühret haben. Irsl. lacr. rom.
gk- 89.
ßc^Ntard, (Cäsar) Bifchoff zu Nebbio auf der insul Cor-»», k!^ar ein berühmter Rechtsgelehrter aus der stadt Genua,^rck k ende des XVI. ÜLLuli, und bekam dieses BischoffthumPapst Gregorium XIII. Man muß ihn aber nichtMurren mit einem andern Contardo aus eben dieser stadtgeschlechte, welcher zoo. jähr vorher gelebet, undA, A"°ffe gelehrsamkeit in einer disputation an den tag gele-er in der stadt Majorca auf der insul dieses nah-vielen Rabbinen, die reliqion betreffende, gehalten,U cU so viel ausgerichtet, daß einer der vornehmsten unterdielten, nahmens Astarc, sich taufen lassen, welchem hernach, ^ 'brer secte nachgefolget. F-s/retta, elog. clar. Lig.an i5^^9/.(Ambrosius) wurde an. 1472. als Ambassa-
ex ^u Konig in Persien, Usum Cassam , gesendet ,,und
sv?''477. wieder nach haust kam , gab er m -rtaliani-eine relation von dieser reist heraus, welche Ja-tz?- lüo, ^ "0» Heroltzberg, ein Nürnbergischer ksrncim.Atari Lateinische übersetzet hat, und die sich m Petn?'on der stribenten von der Persischen Historie im
de Hiti.
K? oder Contareni, eine adeliche und alte fami-
's, welche viele vonehme und berühmte leutheA gross- «'s 4. Pgtriarchen von Venedig, 8. Hertzvge,?' rc. ,,-anzahl Rathsherren, krocursrores von St. Mar-L- andere, dien, wichtigen geschähen gebraucht wor-den Contarini war ein distipul Leonardi Iustmianr,zu Venediq, gewesen, und kam an. 1455.te Ma»K- welcher er bis an seinen tod an. 1460. gar wohlwe»fa,,^n-Ludovicus, Lsnonicus bey St. Georgen, erlang-"0 virst ehren-steüe an. i;oL. als ihm aber kurtz dar-
c 0 n 88z
auf selbige durch den tod genommen wurde, gab man sie An-tonio Conkarini, kriori der Ormonisornm regulgrium 8. 8alvg-rocis, welcher an. 1524. gestorben. Petrus Franciscus Con-tarini wurde auch Patriarch zu Venedig an. i;?;. blieb esaber nur ein jähr. Die Hertzvge oder Doges aus dem Con-tarinischen geschlechte sind Dominicus, welcher um das jähe104;. oder 44. erwehlet worden. Er reparirte die stadt Gar-do, brachte Zara wieder zum gehorsam, welches revoltierthatte, und starb an. 1070. Iacobus wurde an. 127;. zumHertzvge erwehlet. Er unterwarf fleh die Istrier, danckte aberseine würde ab an. 128°. Andreas wurde wider seinen wil-len an. i;68. zum Hertzvge gemacht, führte aber das regimentweislich 14. jähr, und starb an. izgr. Franciscus war in ver-schiedenen geschäfften gebraucht worden, und kam an. 162z.zu der würde eines Doge. Man sagt, daß er den 8. stpt. ge-boten worden, und auch alle seine ehren-steüen auf selbigentag erhalten habe. Er starb im aug. an. 162;. Mcolaus wardan. iszo. erwehlet, und leistete der Republick gute dienste inwährendem Friaulischen kriege wider das Haus Oesterreich, unddurch den succurs, welchen er nach Mantua schickte. Zu sei-ner zeit graßirte die pest zu Venedig , zu deren abwendung ergute anstatt machte; er starb an. i6;z. Carolus kam an desFrancisci Molino stelle an. 165;., starb aber innerhalb einerjahres - frist. Dominicus Contarini II. wurde abwesend zumHertzvge erwehlet an. i6;y. und starb im jan. an. 167;. indem 91. jähre seines alters. Aloisius ward nach Nicolao Sa-gredo an. 1684. erwehlet, und hatte nach seinem tobe an.1689. Antonium Jnstinianum zum Nachfolger. Aus diesemgeschlechte war auch Ludovicus Contarini, welcher an. 1581.gelebet, und verschiedene wercke geschrieben.
«r. Lo»r/äcr. OoZ/Er. Ac.
Contarini, (Caspar) ein Cardinal-Bischoff zu Belluno,war ein söhn Ludovici und der Polyxena Malipetra. Von lü-gend auf hatte er eine so grosse Neigung zu den studien, daßsem vatter ihn dabey lassen muste. Er erlernest also die Gram-matik zu Venedig, hernach studirte er zu Pavia unter dem Pom-ponatio, wider welchen er ein buch von der Unsterblichkeit derfeelen schrieb. Nachmals schickst ihn die Republick als Abge-sandten an den Kayfer Carolum V. woselbst er seine fachen sowohl ausrichtete, daß er bey seiner zurückkauft wichtige bedie--nungen und ein ansehnliches Gouvernement bekam. Kurn her-nach muste er einen Abgesandten zu Rom abgeben, und wurdeer auch nach Ferrara wegen befreyung des Papsts ClementisVII. gesendet, welchen die Teutschen und Spanier nach erobe-rung der stadt Rom gefangen hielten. An. 1;;;. machte ihnPaulus III. zum Cardinal, schickst ihn an. i?4i. als. Legatennach Teutschland, und ernennest ihn, daß er als einer von sei-nen Legaten bey dem Loncilio prasidiren sollte, welches er zuMantua und Vicenza versammle» wollte, und welches hernachzu Trident gehalten wurde. Weil aber einige difficultaten dieaussührunq des ersten Vorhabens verhinderten, schickte ihn derPapst als Legaten nach Bononien, woselbst er auch an. 1542.den 24. aug. im ; 9. jähre seines alters starb, eben zu der zeit,als ihn gedachter Papst an den Kayfer Carolum V. zu gehe»ernennet hatte. Er soll der Reformation nicht »«geneigt gewe-sen seyn, und hat viel theologische Misten verfertiget, als äsiextsM LccleÜL 8gsrLMSl»i8; äs Oxtlmi lIr»Mti8 OKicio;8Lko1i-l in Lpist. O. k-mli ; LonintÄtionsln ärticulorum Im-itier!; äs koteügte kapse; äs krssäettinMions; äs sibsrnLrbitrio ; Ls. Sonderlich ist er auch bekannt wegen seinesbuchs äs Lepublica Veneta. Johannes äs 1a Casa hat sein le-ben beschrieben. in sing. äoÄ. vir. SAP. IO 0 .
bist. Imtttsr. üb. III. §. 69. 81. 94- Lo.
Contarini, (Franciscus) war ausoftgedachtervornehmenfamilie von Venedig, und lebte um das jähr 1460. Er pro-fitirte die Philosophie zu Padua, und wurde hernach alS Am-bassador an den Papst Pium II. geschickt. Es vertraute ihmauch die Republick Venedig einen gewissen succurs, welchen erdenen von Siena wider die Florentiner zuführte. Er schrieb ei-ne Historie von dieser expedition in ;. düchern, welche JohannMichael Bonetus und andere heraus gegeben. §<>»-/««», i»stop. Lont. äs Ilist. 1.3t. lib. III. c. 7.
Contarini, (Johannes) ein berühmter Italiänischer Mäh-ler , war ein söhn Francisci Contarini, zugenannt äs la Va-lona, und an. 1549. gebohren. Man that ihn zu einem Xo-v3rio, um daselbst unterrichtet zu werden; weil er aber einegrössere zuneigung zu der Mahlerey hatte, ließ man ihn dieselbi-ge erlernen, und wurde er sehr geschickt in dieser kunst. Alser zc>. jähr alt war, reisest er nach Teutschland, und brachtesich an des Kaysers Rudolphi II. Hofe in ansehen. Hernachgieng er nach Jnspruck; als man ihn aber im verdacht hatte,daß er mit einer vornehmen Dame liebes-handel angesponnen,muste er sich zurücke nach Venedig machen, woselbst er am160z. starb. ttotts/F, vier. äs kitt. Venst. Ls.
Contarini, (Julius) Bifchoff zu Belluno, war des be-rühmten Cardinals Caspars Contanm bruders söhn, und mach-te sich auf dem Lonsilio zu Trwent berühmt. Denn als daselbstdie frage von der rechtfertlgung erörtert wurde, erklärte sichinsonderheit Franciscus Bandmus, Ertz-Bischoff von Siena,dergestalt, daß er dem verdienst Christi und dem glauben in die-sem wercke alles, den wercken der menschen aber nichts bey-legte , wodurch er sich in gar Übeln credit setzte/ so daß auch
Eeee 4 unter-