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unterschiedene denselben gar'scharf widerlegten. Allein JuliusContarini nahm seine partey an, und behauptete eben diesesmit sehr grossem nachdrucke, machte sich aber gleichfalls sehrverhaßt dadurch , und kam in eben den verdacht , darinnenauch seines vatters bruder der Cardinal Contarini gewesen war.
bitt. Lonsil. Vriäsnt. lib. VIII. c. 4. lii-
Hor. I-utber. üb. III. c. 129.
Contarini, (Simon) ein söhn Johannis Baptist» Con-tarini, eines berühmten Rathsherrn, und der Mariä Gritti, wel-che ihn den 27. aug. an. i;6z. gebohren. Er studirte unterden besten ?rolsüoribus zu Padua, und hernach that er einereise nach Rom. Bey seiner zmückkunft nach Venedig schickteman ihti als Ambassador nach Turin an den Hertzog von Sa-voyen, Carl Emanuel, alsdann in Spanien an PhilippumII. und endlich als Bailo nach Constantinopel, woselbst er alleszum besten der Republick ausrichtete. Er muste auch als Ab-gesandter nach Rom gehen an Paulum V. welcher in der be-kannten Verbitterung mit den Venetianern lebte, und nach-mals in Franckreich wegen der Valtelinischen fache, da er wi-der das unternehmen des Oesterreichischen Hauses negotiirte.Als man nun diese wichtige affaire beygeleget, wurde er anden Kaystr Ferdinandum II. abgeschickt, und als er zurück nachVenedig gekommen, zum Prokurator von St. Marco gemacht.Sei» hohes alter ertheilte ihm zwar freyheit, keine grosse reisemehr über sich zu nehmen, unterdessen aber muste er doch nocheinmal nach Constantinopel gehen. Als an. i6;o. und ;i. diepest in der stadt Venedia sehr starck graßirte, wollte er sichnicht von bannen weg begeben, damit er gute ordnung erhal-ten möchte. Er ließ sich auch solches sehr angelegen seyn, undstarb den 12. jan. an. 16;;. Man sagt, daß er memoirenvon seinen Ambassaden verfertiget, welche aber nicht publici-x?t sind. in elo§. in eloF. Lontarin.Lc.
Contarini, (Vincentius) Professor LlogusnUT zu Padua,hatte die 8mäia elegantiora mit solchem fleisse getrieben, daßjhm keiner von seinen landsleuthen darinnen etwas zuvor that.Er war ein sonderbarer freund des Marci Antonii Mureti undIusti Lipsii , wiewol er wider die meynungen des letztem ge-schrieben, jedoch mit grosser bescheidenheit. An. i6oz. docir-te er zu Padua, als ihm aber einiger Verdruß verursachet wor-den , begab er sich nach Rom, und als er im sommer einereise nach Istrien vorgenommen, verfiel er daselbst in einekranckheit, daran er auch zu Venedig an. 1617. im 4osten jähreseines alters gestorben. Er hinterließ verschiedene schriften, alsäs Ls lrumentsris UNd äs blilitari Komanorum 8tipsnäio,welche alle beyde wider Iustum Lipstum sind: Variarum I.s-üionum librum, Lo. elo§. slv§. Lontar.
* Contarini, (Aloysius) ein Latricms von Venedig, leg-
te sich zu Padua vornemlich auf die Humaniora und Theologie,und ward darauf in den Ritter-orden der Creutz-Herren auf-genommen , in welchem er aber keine bedienung übernehmenwollte, damit er dem studiren desto ungehinderter abwartenkönnte. Weil ihm die schwindsucht zusetzte, begab er sich, umdie luft zu verändern, nach Neapolis, woselbst er an. i6?o.im 48. jähre seines alters an dem schlage gestorben. Er hatin italiänischer spräche unter dem titul Viriäsrio ein werckdrucken lassen, in welchem allerhand philologische, critischeund historische anmerckungen enthalten sind. rom.1I.
* Contarini, (Ioh. Baptist.) ein Rathsherr zu Vene-
dig , lebte in dem XVI. ssesulo, UNd schrieb (Zuressiones kerl-xateticas 6s Helms naturalilms acl meurem ärissotslis exami-natas , inqleichen libros III. äe Deo L Ü8 gUN eilluxerunt äLeo. lVIukseum biK.
* Contarini, (Ioh. Petrus) einVenetianer, lebte gegendas ende des XVI. lüculi, und schrieb in Italiänischer spracheine Historie des kriegs, welchen der Türckische Kayser Selimgegen die Venetianer erhoben.
* Contarini, (Marinus) ein söhn Theodofii aus Vene-dig, ward um das jähr 921. Patriarch von Grado, stiftete an.9?z. den frieden zwischen Venedig und dem Marggrafen Win-terio von Istria, erhielt an. 944. von Johanne X. das Gallium,UNd starb an. 955- IIZbe//»,, sgcr. tom. V.
* Contarini, (Samaritana) eine adeliche Venetianerin,und Nonne des ordens St. Augnstini des Convents der St.Catharina zu Venedig, hat ihre geschicklichkeit in der Poesiedurch ein und anders sonnet sehen lassen.
* Contarini, lat. Lom-armum, sonst ein stadtgen . jetzo ein-ecken halb wüste auf der westlichen feite der insul Candia.
* Contat, (Hieron. Joach.) war in der Limos« von Cha-lons in Champagne an. 1607. gebohren, und begab sich zuRheims an. 1622. in die Benedictiner-Congregation St. Mau-ri, an. 1648. ward er zum Vifilator seines ordens bestimmet,und starb endlich den 10. nov. an. 1690. in der Abtey Bour-gueil in Anjou am schlage; nachdem er einige geistreiche schuf«ten und darunter einen tractat, lur la Hetraits IviricusIIs,hinterlassen. Le dibl. äs 8. Naur.
* Contelorius, (Felix) gebürtig aus dem Hertzogthum Spo«leto, war Gustos der Vaticanischen bibliotheck zu Rom, Päpst-licher llrLmvarius. Lommistsrius der Apostolischen Cammer,Lecretsrius U expedirung der Päpstlichen Breven, Lanoniousin der Peters-urche, wie auch Xeksrsnäarius utriusguö Ilgria-
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tut«, und starb an. iö?2. den 28. sept. in dem 6z. ^2-4.nes alters. Er hat Llenossuni Laräinalium ab bNNaä 14;0. Rom 1641. in 4. LenesloZiam Lamiu»Xomanorum; äs Lr-ekeÄo Lrkis; äe krTOsäentis; "tstilms OKiciorum; Xarrationem Lonooräise inter "onLlexauärum III. L Vriäerioum I. Impsratorem;ncmiraticme 8anälorum, LvVN 16)4. in 8. ie.. AlMSeine Lenealogiam Uatliiläis LomitissöS hat feinessöhn, Johannes Maria Contelorius, der ein Abt gewheraus gegeben. /acsb/F, bibl. Lmbr. , cgiö»tö
Contenson , (Vincentius) ein gelehrter Prediger-.^gebohren an. 1641. zu Nautvilar einem städtlein rm >»'magne in Guienne. Er ist zu Toulouse an. i6zü.tn vcdiger-orden getreten, und an. 1674. in der blüthe fe>"^ " Mk.Ereil gestorben. Er war ein sehr geistreicher mann vou^ >
Der orden hat ihn nach Paris und hernach gen Bearw ^sendet. Man hat von ihm Tsseologiam Nentis L Oor zllin 9. volum. in i2. und in 2. folianten 1681. und s. ^Lyon heraus gegeben worden , und worinnen die leh^MpsttChristlichen religion mit der vernünftigen moralefind. LÜ /a nnuv. äsfor. äs la Vrancs-
bibl. äes auteurs eoclef. äu XVII. lieole. * . . ^jcß
*Contentayna, ein fiecken in dem Spanischen Kon s ^Valentin zwischen Tativa und Murcia auf einem bE^^rriola genannt, gelegen. Er soll noch von den alten 00» ^den nahmen behalten haben, wie denn bey Plinio n»'
III. ;. ein Lontsstania in dastger gegend vorkömmt.
Contessa, (der Golfo von) lat. 8im>« 8rrymomo»^nannt, ist ein grosser meer-busen rm ssrckipelaso >den halb-insuln Monte 8anto und den küsten von W" Mund Romanik». Er hatte sonsten von dem flussejetzo aber von der kleinen stadt Contessa den nahmen.
waren alte völcker in M?--Äale»^oonenst, sie wohnten längst der küste des Königreichszwischen dem Golfo ä'Alicante, vormals Lorcas ' M,und dem fluß Turias jetzo Guadalviar, wo jetzo die l'« ^lentia, Sandra, Xativa und Alicante liegen.
/ar. not. orb. ant. II. 1. §. 64. 97.
Conti , lat. äe Lomitibus, eine alte und vornehm^zu Rom, und das vierte von den sogenannten RomiM. §hkl->cipal-häusern. Sie soll schon von dem IV. Loulo »o»sti geburt an viel berühmte leuthe hervor gebracht,", <,abe>>'schiedene städte und Herrschafften in Italien besessen.
Ihr ursvrung wird von dem geschlechte Julia A»'MchMOctavia zu Rom, aus welchem der Märtyrer b 7' ' ^entsprossen, hergeleitet, und hat Marcus Divnysius e»buch von dieser familie in druck gegeben, da er oe«von Gregorio einem Bürgermeister zu Rom macyel , ^1,an. 8«o. gelebet, und dessen söhn Ptolemäus Fürst s"lum gewesen seyn soll; von dessen ältesten söhne die Mdenen Grafen von Tuicnlum und St. Eustachio, von H Mgern aber Theodore, Bürgermeister zu Rom, das'^rEflorirende geschlechte herstammet, aus welchemPäpste entsprossen, als Adrianns I. Adrianus IU- M. RIII. Johannes XI. und XII. Benedictus VII. und^Mhannes XIX. Benedictus IX. und X. Victor V. MIII. Gregorius IX. Alexander V. und Jnnoceiilms Heinige wollen so gar den Clementem I. des Aposs^cht Alehr-jünger und erster Päpsten einen in dieses AM, ^tzen. Allein es ist sowol dieses gantz migegrunver, ^,0von einem und andern der vorhergehenden etwas »'» m»sie eigentlich zu diesem edlen Contischen Hause gehöre'- ^ Mo-den Cardinälen aus diesem Hause sind sonderlichnifacius Conti, Bischoff zu Aldi, welcher um das igelebet, und von dem Papst Leone IX. den Cardw ' ^ Aspfangen. Jordanes Conti, gebohren zu Terracma' o i'-ce-Cantzler der Kirche unter Alexandro IV- und u»welcher letztere ihn im may an. 1262. zum Carv",.
Erhalte auch das Gouvernement von LsmxaLus vvund starb an. 1269. Lucius ward an. ^4". jmK»Ädem hernach. Franciscus, Ertz-Bischosszu GoM» ^ mreich Neapolis, erhielt den Cardinals-Hut von rei. jul. an. 1517. und starb an. 1521. so arm, s Amverließ, davon er konnte begraben werden. Jv" ^laus ward an. 1664. Cardinal. . -jeinstU.«,
Sonst ist dieses geschlecht vor etwan Mken » ^
abnähme gebracht worden. Es ist aber von den ze ^,,ar>»fers Ferdinand! II. sonderlich durch tapferkell des ^
Jnnocentii Conti, welche sich im zo. jahrlgen rr ^sonst berühmt qeinacht, wieder empor ss»omm j^erConti, Hertzog von Poli und Guadagnuola, ^
ron, ein söhn Nicolai II. hat sich bald m der A
Mummen, den titul Excellentz'nicht aeden wollen, ,, ^..^^Konlgln seiner dünste erlassen. Mit jemer gemabü
Hertzog von Muti sthwester, hat er verschiedene
ge , darnnter der älteste söhn Josevbus am ,67?'
Laurenttt Onuphrij Cvlonna, Conn/table» von