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Zweyter Theil. Bi - C.
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länglich!, und wird gegen den gebürgen Talanda oder Cirto-num allezeit enger. In der mitte ist er auch etwas enger,und wann er gegen süd-ost breiter wird , so theilet er sich ,ndrey Tüusrirl, wovon der gröste canal sich nordwärts gegen ei-nem gebürge ziehet, da er hinein, und zwischen einem klip-pichten ort und berge, dessen felsen sehr hart sind, durchgehet.Am fusse dieses gebürges , wo der canal anfahrt, in den berghinein zu gehen, liegt ein dvrf Polea genannt, an der nord-west«seite des sees gelegen, wo besagter canal an der andernfeite des berges wieder kan gesehen werden, und gegen demmeer heraus gehet. Zwey stunden von Talanda werden nunetliche mühten gefunden, und nach der meynung des HerrnWehlers, in seiner Griechischen reise-beschretbung, ist bey die-sem ort ehedessen die stadt Copais gelegen gewesen, und warbaherum der ort, welchen Strabo Anchoe genennet hat; undvon der feite des meers, wo das wasser aus dem sce liefe,soll auch das Locridische Larymna gewesen seyn, von welchemauslausse Strabo sagt, daß er von Copais an bis nach La-rymna sich dreißig ksäia lang unter der erde verberge. Dochist dieses alles schwer zu errathen, und sich auch nicht zu ver-wundern , wann der see heutiges tages änderst formirt, alsru Strabonis zelten, ja auch schon vor Strabonis zeiten sichöfters geändert hat, wie es aus seiner beschreibung obigeszwischen den gebürgen gelegenen flachen landes erhellet. Übri-gens haben die Alten dafür gehalten, Hercules habe diesen seegegraben, und den fluß Cephyssus in der Orchomenischen ebene,wodurch er zu seiner zeit geflossen, durch die berge in unter,irdischen canälen in die see geleitet: welches abendtheurlicheMerck andere glaublicher also ausgedeutet , daß Hercules deneingang des flusses in den berg verstopfet habe rc. wehlersGriechische reise-beschreibung, wm. II. libr. III. 22.

DiÄion. lib. I. AIX.

* Copan, oder Ropan, lat. Loppamim, eine kleine stadt

in Nieder-Ungarn, in der gegend Comorrn, nebst einem castell.Sie gehörte ehedem den Türcken, an. 1587. aber wurde sievon den Christen überfallen und geplündert, auch 100. Häu-ser da abgebrannt. An. izyy. verliessen sie die Türcken, undnahmen sie die Christen in besitz. Hung. xer ÄüL-/.

II. p. 40;. 974-1048.

* Copaza, oder Covazo, ein schloß in Ober-Ungarn unweitTockay. An. 1564. wurde es auf Johann Sigismunds, Für--ens in Siebenbürgen, befehl gefchleiffet, doch ist es nachmalswieder aufgebauet, und an. 1686. im iept. von den Türcken inhie asche gelegt worden. 2er/en Uung. per p. 406.

* Copecken, deren roo. einen rubel, oder nach unserm geldeungefehr 2. reichsthaler ausmachen , ist eine kleine Moscowi-tifche silber-müntze, etwan 5. oder 6. Pfenninge werth. Siefind meistens von silber, anjetzo aber auch von kupfer; auf dengüldenen, welche rar sind, und einen viertel ducaten machen,siehet man unter andern auf der einen feite die Printzeßin So-phia , und auf der andern die zwey Czaarische bruder, alsAnder.

Copeland, wird der mittägige theil der Englischen provintzCumberland genennet, und zwar weil allenthalben viel spitzigeberge (die auf Brittisch Kops heissen) daselbst anzutreffen sind.Andere meynen, daß, wegen der allda befindlichen kupfer-berg-wercke, der rechte nähme Coperland oder Kupferland sey. Le-rE clel. ci'änZI. p. 268.

Coperntcus, (Nicolaus) ein berühmter lviadiemsticus,klülolopkus und Neciicns, war zu Thoren in Preussen am 19.febr. an. 147;. gebohren, und stubirte die Philosophie und Me-dicin mit gutem fucceß in seinem vatterlande. Weil er aber dasgröste belieben zur Mathematic und insonderheit zur Astronomietrug, so nahm er sich vor, in fremde länder zu reisen, um diewegen solcher wissenschafft berühmtesten männer zu besuchen.Insonderheit hielt er sich eine lange zeit zu Bononien auf, undgieng von bar nach Rom, allwo er öffentlich lehrte, und vielevornehme discipul hatte. Er verneuerte die alte lehre des welt-weisen Aristarchi und der Pythagoräer, und behauptete mit vie-len andern ksiilolopluL, daß sich die erde bewegte, hingegen diesonne in dem csnero der Welt stille stünde. Zwar ist nicht ohne,daß der Cardinal Cusa diese meynung schon vor ihm wiederhervor zu bringen sich unterstanden r allein, dem Copernicowird doch die ehre zugeschrieben, daß er dieses hllema weitbesser eingerichtet, als jemand vor ihm. Dannenhero diesemeynung von vielen Gelehrten angenommen und verfochtenworden, als von dem Mich. Möstlino, Ioh. Keplero, Gali-läo Galiläi, Joach. Rhetico, und vielen andern. Wiewolauch nicht wenige sich ihm widersetzet, und diese meynung zuwiderlegen bemühet, worunter insonderheit der bekannte JesuitChristophorus Clavius ist. Im übrigen, nachdem er eine zeit-»ang zu Rom dociret, kehrte er wieder in fein vatterland, undwurde Lsnonicus bey dem Wermländischen Bifchoffthum. Erstarb den 24. mayan. 154;. Unter seinen schriften sind sonder-lich berühmt seine 6. bücher äe kevolutionibus Orbwnr cosle-Aium; darinnen er seine kppotkelm aufs gründlichste vorgestel-let. in vim Lopernivi. , orst. äs Natiiem.

in elog. äoci. vir. c. ult. in proleg. tlllron,

kdilol. L>a//s, elo^. U'liuom. letter. , in Ventura ue-

leb. suÄorum 609. ^ invent. nov. antig. e. 7-

Z ;.p-5l7-

c 0 p

* Copernicus, (Erdmann) von Franckfurt an der SdMward allda durch Melanchthonis recommendatwn vo«or»krokeilor Inris, und bey den üuäioüs so beliebt, da« siliche mal in Lateinischen versen bey Joachime II-mtercedir ,daß er ihm das Lisrium vermehren möchte. Er starb an."' ^den 2z. aug. als keöior Nrlgniücus. Er hat etliche alle 4 lNische U7MN08 des Ambrosii, Sedulii, Prudentii und anomit 4. stimmen gesetzt, die an. iz?;. in 8. gedruckt wor

not. äeaä. krsncok. ...

* Coperus, (Luderus) gebürtig aus Bremen, war veyrRechten DoKor, und gab erstlich einen Advocaten ab/'v,.auf er an dem 6>mnaüo in seiner geburts-stadt

ris, endlich aber Rath und Lilsilor vicsüerii kriÜLl wu ,Er hat ^ullinisnuln eontroverfum geschrieben, und lst an.den 22. oct. gestorben, , cliar.

Copet, eine kleine stadt und Freyherrschafft, nebst eink^schönen schlösse in dem Canton Bern an dem Genfer-ste, - . ^weilen von der stadt Genf gelegen. Es ist dieses alteschon zu der Römer zeiten gestanden, wie dann verM", ^

merckmahle,und unter anderm eine in marmor gehauene

der mauer eines Hauses allda eingemauerte grab-schrift,zeugnisgeben, welche alfolautet: 0. ül. kHII.LH-W/sM.LXX03VN XXIII. DLkllXLI08. L3LIlvlLlM8.

LI kII88INI, ?. L. 8113 L8LIL VW. Dieser ortiz;6. mit dem Übrigen ka^8 äe Vsux an die Oberherrn^flder stadt Bern gekommen. Was aber die niedere herrU-Abelangt, so hat solche oft abgewechselt, dann vor altemsie ein Herr von Saluces und Graf zu Very. Von tvm ^sie an die Herren von Clervan; foigends an einenBasel. Wetters ward sie verkauft an FranciscumHerrn von Lesdiguieres. Hernach kam sie in die hanorHerren Belluions, Baronen von Villeneuve in Burgund,welchen Daniel, Königl. Französischer Rath , an.storben, und zu Copet begraben worden, allwo sein ex>»p> ^in der kirche zu sehen ist. Diese oder ihre creditoren E',an. 1657. zu kauffen Herrn Friedrich Burggrafen von 4/des H. Römischen Reichs Grafen und Freyherr« zu RockemVon diesem hat sie Herr Sigmund von Erlach, Konigl. V'.«ekscher Hof-Marschall, erkauft, welcher sie dem jetzig/"

Herrn Baron Högger von St. Gallen wiederum verkant»

* ' .. ^ ^

Cophten, LoptitD, werden heutiges tages die ChrlflenEgypten genennet, welche auch eine besondere spräche o^iidie daher lingua Loxktica heisset; wiewol sie sich xclNnur bey ihrem gottesdienst bedienen, dann sonsten wlrv >>' ^,gantzen lande Arabisch geredet. Am wahrscheinlich^''daß sie ihren nahmen von der Egyptischen stadt Coptos, je-mals die Haupt-stadt in der vrovintz Thebais gewesen,men, welcher stadt Ptolemaus, Strabo , Joseph" v>esippus und andere gedencken: In dieser stadt nun M/'alte Egyptische spräche am längsten enthalten haben , M st-auch derfelbigen einwohner, nachdem sie sich zur Chrm"^. Fligion bekannt, sich in deren ausübung und fortpflanA'-,, xjeallereisrigsten erwiesen ; dannenhero man sowol ins gelAChristen mit dem nahmen der Cophten, als auch diesche mit dem nahmen der Cophtifchen spräche beleget,diese letztere durch die Griechische sehr verändert worden,nicht allein derfelbigen buchstaben mit der Griechischeneinkommen, sondern auch viele Griechische Wörterbefinden. Jedoch soll nach anderer meynung sth»bch „ '

der corrumpirte nähme Egypten darunter verborgenwie dann würcklich die, so von den alten einwohner« pa-lands herstammen, selbigen tragen, und dadurchhin gekommenen Arabern, Saracenen und Türcken,yje jnden werden. Was die religion dieser leuthe anlange»'heutiges tages haben, ist selbige fast eben so beschaM^die religion der Jacobiten, indem sie den Eutychmm'.A erkeinthümmern zugethan find, und in Christo nur eme n»> ^nen. Sie haben ihren eigenen Patriarchen, welcher > ^im"Patriarchen von Alexandrien und Jerusalem nenn" /ordentlichen sitz zu Alcair hat, und eine jurisdictron Unn Ay«Egypten, Nubien und Abyßinien ihm zueignet, wcr Ich>''n. Cophtische Bischöffe von demselben depcndiren. L

Rodericus, welchen der ---

^eschickt hat, berichtet

der

aber nebst der taufe, der beichte, dem Abendmay' «'"^EZoramento oräinib auch den glauben, das fasten bs,,

mit darunter zehleten; ferner daß sie von dernv" » Aovlehrten, daß derselbige von dem Vatter und nicht von ^phel"'.ausgehe, und daß sie nur drey Loncilia, nemlich v ^1«sche, Constantinopolitanische und Nrcänische anneyw^alles aber zum theil allen Orientalischen Chnsten gew^ hat»theil aber insonderheit den Jacobiten zukoirum- .,auch viel sonderbare gebränche, sowol bey derlaui geadministration des H. Abendmahls, in welches «Acht beo ^des weins aus den wirths-häufern oder welmkeuer'' „ 7,00 ^nen, weil sie selbigen für unheilig halten. Srehen zum Abendmahl nur in der fasten, da denn a« ^das Abendmahl unter beyderley gestalt gemessen, .heilige Schrift von allen und jeden in Arabisch^

Papst Pius IV. an.1^62. anvte pott