Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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cop cor

Copo seine Wiederherstellung, wie solches sein an ihn nach Pasrts an. 1526. abgelassenes schreiben genugsam an tag legt. Aus-ser diesem und noch andern schreiben Erafmi an diesen Copum,erweiset auch sonderlich dessen gegen ihm getragene Hochachtungdie an ihn gerichtete elegis, welche also anfangt: Ilrücs no-biüum Neäicorum gloris Loxe. Wegen seiner grossen geschick-lichkeit/ ward er mit anerbretung einer schönen bestallung vonFrancisco I. König in Frankreich zu seinem Lrcüistro beruffen;bediente auch zu Paris mit grossem rühm eine kiokslüon. Sohaben auch Trithemius, k. Castellanus und andere seine wissen-schasst sehr hoch gepriesen. Er hat aus dem Griechischen insLatein übersetzet, LZIsni übros VI. äe Locis sikeclis; übr. V.äe Noibor. äilksrentiis; üb. I. äe Uorbor. Lsulis üb. III. äs8^mptom. Lsuüs; kr-ecepts; Hipxocrstis krognoiüca.

prolopogr. Lpiss. ?. vi-

IVlecÜL. iüust. k-aK bibl. Neci. *

Copus, (Nicolaus) ein söhn des vorigen, war an. i;;6.kseior der Universität zu Paris / und hielt grosse correspondentzmit Calvins, welches man endlich gewahr wurde; daher er aufanstiften der Barfüsser-Mönche von dem Parlemente citiret wur-de. Da er nun bereits auf dem wege war zu erscheinen/ wurdeer gewarnet / solches nicht zu thun; er kehrte also um / ergriffdie flucht / und relirirte sich nach Basel / von bannen / wie obengemeldt / sein vatter Wilhelm Cop gebürtig war. ,

üb. III. prolop. in bibl. /-'er. in vit. lileäic.

in vit. Oerm.Neä. äe»- Lr»Äe«, äe Icript.lVIsä. Lc.*

ist der nähme eines Ritter-ordens, welcher um dasjähr 1214. von einem Dauphin/einem Edelmanne aus Langue-doc / Claudio Polier / zu gefallen/ gestiftet worden/ weil gedach-ter Edelmann einen Hahn in seinem wapen führte / und in einermit den Engellandern gehaltenen schlacht/ worinnen LudovicusXI. Graf von Toulouse/ unter Philippi III. regierung/ com-mandirte / besagten Dauphin aus einer grossen gefahr errettet.

antig. 6-wl. öc Lrsn^.

* Cog/ (Joh. Ie) ein Prediger bey der kirche St. Eustachli

zu Paris ums jähr hielt es heimlich mit den lehr-sä-tzen Zwinglii / welche er verdeckter weise auf öffentlicher can-tzel vortrug. Einst hielt er eine predigt vorn H. Abendmahl nachDem sinn der Reformirten vor dem Könige Francisco I. / nachderen endigung dieser den Ie Coq zu sich fordern lassen wollte /um sich mit ihm von dieser fach weiter zu unterreden. DieCardinäle von Lothringen und Tournon aber wußten diese con-ferentz zu hintertreiben / auch den Prediger selbst zur widerruf-fung zu bewegen. üilloiie äu Lslvinilme.

* (soques/ (Gonzales) ein vortreflicher portrait-mahlek/ waran. >6i8. zu Antwerpen gebohren / und hat sich an den Höfendes Churfürsten von Brandenburg / des Ertz-Hertzogs von Oe-sterreich / des Königs in Engelland und des Printzen von Ora-nien in grosses ansehen gesetzt. Er war ein lehrjünger DavidRykaarts / dessen tochter er auch geheurathet hat. Die zeit sei-nes todes ist unbewußt. Groß allgem. Holl. Lexicon.

Coquillius / (Guido) Herr von Romenai, gebürtig vonDecize / studirle die Rechte zu Padua / unter Mariano Socinodem jüngern und nachgehend? zu Orleans / nachdem er sich vor-her in den Gerichten etwas umgesehen hatte. Letztlich setzte ersich zu Revers / wo er zum General - Prvcurator gemacht/ undvielfältig aufdie Versammlungen der Französischen Stände / alsnach Orleans / Blois / als Deputirter abgeschicket wurde. Erstarb an. 160;. da er bereits mehr als 80. jähr alt war. Er warso gar von allem eigennutz entfernet / daß er oft ein theil des gel-bes / das ihm zum bonorario gegeben wurde / zurück gab / undausser dem noch jederzeit den zehenden theil alles seines gewinn-stes auf allmosen verwandte. Er hat vieles geschrieben / dasaber meist erst nach seinem tobe ans licht getreten / und wirdsonderlich seine Histoirs ciu Xivernois , sein LommenMrius überdie Nivernischen Rechts-gebräuche,/ und seine schriften von denrechten der Französischen kirche gerühmet. elog. wm. II.

bibl. äes suteurs äe üroit tom. I.

Coquimbo / eine bekannte Baye an dem Süd-meer in Chili.An demselben liegt die stadt gleiches nahmens/fo auch sonst Sere-na genennct wird/ eine viertel meile von berste/ in dem angeneh-men thal Coquimbo, durch welches der ffuß Coquimbo / so nurim sommer mit wasser angefüllet ist/ ins meer fließt. /v-E, vo-ygge sux Lotes äe Lblü, Leru L Lreül x.224.sq. (siehe Gerena.)

* Eorace/ ein fluß in Neapolis/ der an den grentzen von Cala-bria eitrs im Apenninischen gebürge entspringt / und hernach inden Golfo äi Squilace fällt. Bey den Alten heiffet er Crotalus.

bist. nat. III. ic>. , not. orb. ant. II. 9. H- 6; i.

Coracota / ein berühmter see-räuber in Spanien, welcher/nachdem er vernommen / daß der Kaystr Augustus demjenigen/welcher ihn gefangen liefern wurde/10000. cronen zu geben ver-sprochen, sich selbst von freyen stücken gedachtem Kaystr darge-stellet, der ihm daher nicht nur das leben schenckk/ sondern auchnoch über dieses grosse geschencke gab. Drs, in Lugust.

Coranus / oder Coriolanuo / (Ambrosius) General desAugustiner-ordens / hat unterschiedene schriften hinterlassen/ alsein buch von dem leben Augustini / ein Lbronicon seines ordens/da er von den berühmten leuthen desselben handelt / einen k-ms-xvricum der stadt Rom / rc. Er starb an. 148?. in

cbronic. Lugustin. t'oA?«/, be Ilist. üst. üb. III. c. 8-sudt. äe Ihript. eccl. <Lc.

c 0 r

* Corario/ (Antonius) Cardinal und BischoffzuEqwie auch vecanns des Apostolischen Lollegü, war gev»^von Venedig und Nepot des Papsts Gregor« XII. U estein frommes und exemplarisches leben geführet haben /

ner der stiftern gewesen seyn von der Lvnxregstione b. u »rü in Liga. Gregorius XII. sein oheim / machte ihn an-zum Cardinal / und schickte ihn darauf als Legsmm rn Freich / und von dar in Teutschland. Man hält rhn M zVerfasser einer Historie seiner reiten / welche annoch im manui,^.in der bibliotheck bemeldten Hauses der Longregstion-s > .

xorü liegt. Er starb an. 1440. cjulgue conrr

tor, in 6reg. XII. <L Lugen. IV. 5 />oȊ. L. L. 144V ouw. 7 -

* Coras / (Iacobus äe) ein enckel des nachfolgenden, " ^zu Realmont von Reformirten eltern gebohren/ stno ^anfangs als Cadct unter der Königlichen garde; well aoci ^mals die duelle sehr im schwänge giengen/ beriefthn stln ^ter wieder nach Hause / und ließ ihn die Theologie >w.

Er gab darauf an verschiedenen orten einen Prediger ao ^aber endlich an. 1672. zur Catholischen religion / und S« ^jähr hernach einen historischen bericht von dieser veränv" ^heraus. Er war sonst auch ein Französischer Poet / und 1^unter anderm ein geticht / Zons«, ou dünive xöwtem° ^nannt; welches aber Boileau sehr hart censiret. Eran. 167z. das leben des berühmten Juristen Johannis«ras seines groß-vatters/ von dem hernach/ in Lateinischerzu Paris drucken lassen. Libl. äu

* Coras / oder LorastuS/ (Johannes äe) Parlement?L^,zu Toulouse und Cantzler von Navarra / einer der beruv.sten Rechtsgelehrten im XVI. bxculo, war von Realw^ !^«Albigevis gebürtig / ward aber zu Toulouse erzogen. ,sich gleich in seiner jngend mit solchem fleiß auf die ^daß er dieselbe vor dem iz. jähre seines alters zu Anger» 'leans und Paris öffentlich lehrte. Als er 19. jähr Mi-wandte er sich nach Padua / und promovirte daselbst

lippo Decio / der damals schon bis in das 6;. jähr WZuris war / in dem 21. jähr in voÄorem, woraufnach Toulouse / und von dar nach Valence / und cndttw V^Ferrara berief. Seine gelehrsamkeit und der daraus e' > chdene ruf war sehr groß / wie dann Donellus/ Corasit rndem Genlili erzehlel / daß Corasins und sein college A«'Ferrerius bisweilen 4000. zuhörer gehabt. Sein »7^° ^,chnicht so polirt / wie der Juristen zu Bourges / daher?Donello nicht gefallen / aber die realien m dermag er wohl verstanden haben / wie dieses seine schriftensen. Endlich wurde er Parlements-Rath zu Toulomebald darauf Cantzler von Navarra/ weil er aber dermirten religion zugethan war / muste er nicht nurflüchtig werden / sondern er war kaum durch hülffe de» yFlers Hospitalii zurück beruffen worden / als er an. i^' Oe-tag Kartholomäi sein leben elendiglich einbüssen müssen. ^sembecius erzehlet von ihm / daß als er wahrqenomM'-'seine leuthe von dem einbrechenden pöbel ohne amU ^„er-griffen und getödtet wurden / habe er sich eilends in !«>' AI-stes cabinet retiriret / und dasselbe hinter sich verschloM jhg dnnun auch dieses mit gewalt erbrochen worden / hatless All-rasende leuthe auf den knien in dem inbrünstigengetroffen / und in dieser heiligen arbeit / ohne ansehen 0° j„ euund Verdienste / getödtet / seinen verblichenen corper ao Mssnem Parlements-kleide öffentlich aufgehangen. Sem ,zoptenhat Valerius Georgius Försterus zu Wittenbergin II. tomis zusammen drucken lassen / und eine rede vv>leben vorangesetzt. ülk. Oymn. kstsv.

in vim. in exempl. ^urisxr. L-

in prTÜ sä oxem Lorsst , E

Corasan / oder Chorasan / eine provintz in ^ ^,prche gegen Zagathai und die Tartarey zu liegt / unoder Alten Margianam/ samt einem stücke von derder Parther und Bactrianer in sich begreift. DM > Enoch ziemlich gut / wird mit vielen -üssen gewE.Mintreibt grossen Handel mitte " " >n„vene

welche daselbst verfertigtdarinnen/ als da sind: >

schine/Meruernd/rc. »

Corasius / siehe Coras / (Johannes) . PersiM y, oderLOKL8ÄIMI, ernvolckin ^xavon den alten Parthern herstammte / und nachdem' ^ aTartarn an. 1244. verjagt worden/ ihre zustuchtdern feite des Tigris und Euphratis nehmen müssen' Mk' „sich zu dem EgYPtischen Sultan schlugen' wftcher,zu werden / und sie den Christen auf den hals jn dss.W

erlaubete / in das gelobte land/ so damals gMen ty« siei^ropäischen Christen Händen gewesen / einzufallen, j„ ke>p Fauch bald bemeistern konnten / weil die meisten pmv Mk»j-defensions-stande waren. Hierauf breiteten ssf Egantze land aus / plünderten und verbrannten ane ^

nigen widerstand / und nachdem sie 6000. Cvnm' pgrnle^ ^s

darnieder / auch so gar diejenigen/ welche zu oen» x,« tzy

grabes sich retiriret hatten. Hierauf verewigten Ier-^xmit den drey Großmeistern der militärischen oro DaM^Mlem / und mit den Sultanen der Saracenen z E