902
cor
der kirche St. Antonio genommen. An. 171?. haben die Tur-cken die stadt Corintho mit stürm erobert, und in dem darauf er-folgten frieden behalten. Ärat,», Mogr. lib. VIII.in Lorintk. IV?». lib. IV. c. 5. lib. XXXIV. c. 2. ,
lib. II. c. n. I.rvE,
Oeo/E. I'a/Me-
»»,. üb. IX. 6cc. *
Corinthus, ist eine andere stadt, wie denn Apollodorns be-richtet , daß noch drey städte diesen nahmen führeten, die eine inThessalien, die andere in Epiro, und die dritte in Elis.
* Coriola, oder Corilla, Corioli, war vor zeiten eineItaliänische stadt im Latio, an der grentze der Volfcier; lagnicht weit von Terracina, in der LampgANL 61 Loms, an dergrentze von Neapolis. Der bekannte C. Marcius Coriolanuseroberte selbige stadt, daher selbiger diesen beynahmen erhielt.Dru»Z/E VI. in LoriolLno. /V?«rr«,
kill. nAt. III. Lw»«, II. III. 71. I. n. n. 9.
I. 1;. n. 1. ^«re/rr« kVÄ»-, 6s vir. III. 19. t?eF-r-»-rr«', not. orb. ant. II. 9. §. 41;.
Coriolanus, (Cajus Marcius) war ein berühmter Generalunter den Römern, welcher seinem vatterlande herrliche diensteleistete, und das gemeine Wesen wohl einrichten half. Gleich alser anfieng die Waffen zu tragen, welches in dem krieg , dendie Lateiner zu Wiedereinsetzung des ansgetriebenen Königs Tar-«minii 8upsrbl vorgenommen, geschahe, rettete er mitten in derschleicht einem Römischen bnrgcr das leben, der schon von ei-nem der feinde zu boden geschlagen war, und erwarb sich da-durch die sogenannte Loron-mr oivissm, oder bürgerliche cron.L. ü. 261. V. VI. Z49l. V. L. 4yz. wurde von ihm Corioli, einestadt der Vollcoruin. erobert, indem er bey anrückung des fein-des zum cntsatz vom Bürgermeister Cominio vor der stadt ge-lassen ward, und sich nicht vergnügende, die ausgefallene Corio«laner zurück zu treiben, neben ihnen hinein dränge; wo-von er auch den nahmen Coriolanus bekam. Man erzehlet,daß, nachdem ihm hierauf frey gestellet worden, sich für seinetreue diensie, was für eine Vergeltung er wollte, zu erwehlen, ermit einem guten Pferde sich begnüget, und dabey, um erlaub-U!s gebären habe, seinen Wirth, der ihn vorhin höflich tracti-ret, frey zu machen. Einige zeit hernach etwan V. II. 26).V. VI. 149;. L. L. 491. geschahe,es, daß man ihn beleidigte,weil er d«e Bürgermeisterliche würde, nach welcher er gestre-bet, nicht erhalten können, wannenhero er sich bald hernachsehr widersetzte, damit man in der damals obhandenen theu-rung das aus Sicilien gebrachte körn nicht gleich unter dasvolck austheilete. Wiewol andere melden, welche Ursache vielwahrscheinlicher ist, daß er es zu dem ende gethan, damit dasvolck das seid zu bauen genöthiget, und also nicht etwan durchMüßiggang angereihet würde, Uneinigkeit in der stadt zu erregen.Nichts destoweniger wurde er sowol deswegen, als unter demverwand, daß er die von den Antiatern eroberte beute nur un-ter die, so mit ihm in selbigen krieg gezogen, mit ausschliessungdes übrigen volcks, welches aber boshaffter weise ausgeschlagenhatte, auf des Raths befehl sich in demselben zuge gebrauchenzu lassen, gelheilet hätte, von den erbitterten ssrlbunis klekis,welcher Haupt Sicinius war, vor dem volck angeklagt,und durchdie mehrere stimmen aus Rom verbannet, worauf er zu denVollcis gieng, und sie beredete, die Waffen wider die Römer un-ter ihrem General Accio oder Aufidio Tullio zu ergreiffen; ernahm darauf die meisten städte im Lateinerland ein,ohne daß sichdie Römischen armeen vor ihm im selbe borsten sehen lassen ,und rückte endlich bis auf 5020. schritte von Rom, und wolltevon keinem friede hören, wo nicht die Römer den Volsciernalle abgenommene örter wieder gäben, und noch dazu das Rö-mische bürger-recht, gleichwie den Lateinern, mittheileten. Mitdiesen harten dedingnissen schickte er erstlich die Gesandte desRaths, und hernach auch die Priester, Vugures Lc. welche in ih-rer Priesterlichen kleidung um friede zu bitten kommen waren,wieder zurück, bis ihn endlich Veturia seine Mutter und seinegemahlin Volumnia, welchen alle Römische Matronen mit wei-nenden äugen nachfolgeten, zum accord bewegeten. Allein gleichdarauf, ohngefehr V. II. 266. V. VI. ;496. V. 0. 488. brachtenihn die Volfcier als einen verräther um, welcher ihnen ihr glückin bevorstehender eroberung der stadt Rom aus den Händen ge-spickt hätte, welches jedoch nicht so fast durch schlug und urtheildes gantzen volcks, als durch die rotte etlicher wenigen, welche Ac-cius Tullius aus neid über das grosse ansehen des Coriolani un-ter den Volsciern dazu angereihet hatte, unter währender Ver-sammlung, so über Coriolanum richten sollte, auf dem marckt zuAntium geschahe. Die Römischen Damen, wie sie vorher zumangedencken des durch sie von Coriolano erbälenen friedens, zuRöm einen tempel der weiblichen Lortunse gewiedmet, also tru-gen sie nun auch freywillig für ihn leid, bis in den ro. monat,welches nach dem gesetz Numä die längste dazu verstattete zeitWar. in ejus vitg. 7Ä. Lrvir«, üb. II. kVorr«, lib. I.
c. 22. Dro»Z/l Ila/rsa»'«. lib. VII. L VIII. 6s
vir. illnlir. c. 19. *
* Coriolanus, ( Christophsrns) ein von Nürnberg gebür-tiger fvrmschneider, hielte sich die meiste zeit, nachdem er seinevatter-stadt zeitlich verlassen, in Italien, sonderlich aber zu Ve-nedig auf, altwo er seine kunst durch gar viele trefliche probenan den tag gelegt. Georgius Vasari bediente sich der beyhülf-fe dieses künstkrs, um die bilduiffen der berühmtesten Jraliäni-
c 0 r
schen mahler, baumeister rc. in holtz von ihm schneidenlassen. UlyssesAldrovandus brauchte ihn ebenfalls zu devi^ren in seiner Ornithologie und hielte mehr auf Coriolani vschnitten als aufkupferstichen. Es werden auch die vonO?"lano zu Hieronymi Mercurialis Vrts Oxmnsüiss Lo. verfen>8figuren von allen kennern insonderheit wegen der darin» neueignenden vortrcflichen kunst sehr hoch geschähet. Er °Venedig an. 1600. Doppelmayr. . „
, Cortppus, ein Ommm-nicus und Africanischer Poet, >r.
Nuizius hat selbiges am ersten heraus gegeben. Nkolaus Ä.inannus sagt von diesem Corippo, daß er den Iustinianuni u.Justinum gar zu sehr flattiret, und ein schlechter Poet gewchwie denn in der that die gezwungene und aufgeschwollenesNische schreib-art sich gar sehr verrathet. , 6s 1»».^
lib. III. s. 6e?oet. c. in pr-sk. snecäot-
copü. * ^
* Corisco , eine Africanische insul dem Könige vonzugehörig. Dieser nähme ist ihro von den Portugiesinden worden, dieweil eben der donner barein schlüge, u Adieselbe entdecket haben. Sie liegt gleich bey dem E "des flusses Rio 6s Angra geneNnet, einen grad und i°-
ten von dem Lgnators gegen norden. Sie hat bey einert» ^de im ansang , und sind keine einwohner darauf. 6das erdreich zu nichts als cucummern tauglich , und rr> v»neben dem keine bäume als eine gattung hervor , dessenrother als Brasilien - holtz ist , obfthon schöne und süisinen dieselbe burchwässern. Das besagte holtz ist vonglantzend, und so es polirt ivird, kan es fpieges-glatt ge^.xK,werden, denn es ist so hart und dicht, daß es mit dersten mühe fast nicht kan gebogen werden. §a»«c. n°-2V>s,»«r c7sr-»?-M, Lict. OeoZr. 4,
* COilUVXI, waren vor zeiten gewisse völcker inland ; sie hatten gegen morgen die striktes, gegen ,die Lornavios , die Isenos und LstiencklAnos gegen h"und das Teutsche meer gegen osten ; und wohntenShires von Northampton, Leicester, Rutland, Lincoln,tingham und Darbis. Ihre städte waren TripontluM, ^ ^navenna, Durobrivä, Ratä, Verometum, Margidan»"'^.konr-m, Crocolanum, Lindum, Agelocum und andere.
not. orb. ant. II. 4. 46. segg. ^
Lrimnn. p. 429. . ^j-
Corius, oder Corio, eBernhardinus) von Manland,bet selbst von sich, daß er an. 1459. den 8- mertz gebohre»-war aus einer der besten familk» selbiger stadt gebürtig,te erstlich bey dem Hertzoge Johanne Galeacio , hernaw „g,bey Ludovico Sforzia und dem Cardinal Afcanio eine bedm" Kwelche ihm ihre wichtigsten geschaffte anvertrauten, denen v .estreulich und eiferig vorgestanden. Die ehre seines voller,zu befördern, ließ er sich sehr angelegen seyn, und siv^.^svon eine ziemlich ausführliche Historie ; wiewol Si"^. gc,zum oftern anmercket, daß er nicht allemal aufrichtig E D»Wesen, und hat auch seine Italiänische schreib - art nEangestanden, so daß die buchführer es nicht haben wow'^xcken lassen. Da er es nun aus seine eigene kosten gethan, v ^6dabey nicht wenig schaden gelitten haben. Sonst istgutes und nützliches in diesem buch, sonderlich von den Piten der 2. oder z. letzten jahrhunderten vor seiner zeit-gens hat auch Corio die leben der Kayser vom Iu?w piebis auf Fridericum I. Larbarollüm hinterlassen; dessen ngelehrte Welt leichter als des vorhergehenden entbehren^Weil er an. izoz. den 2z. mertz, womit er seine tEschliesset, annoch gelebt hat, so muß nothwendig MXwas Voßius meldet,er wäre vor dem 40. jähre seines aller!'den, wie denn auch sonsten klar, daß Voßius des Cor>' 5^-nie müsse gesehen haben, /av-r«, in elog. 6oct. vir.
in bibl. 6e Ilili. Dar. kill. Visa .
Corlm, eine stadt und schloß in Cassuben an dem Wjanre zwischen Belgard und Colberg, gehöret dem K»'Preussen.
* Cormachiti, (Osko 6s) ein vorgebürge auf ^^ff ll-chen küste von der insul Cypern. Taverniers PM^^ sck>"6. Einige halten dafür, daß es der alten GrkcywL ,sol-vente» , als Ptolemäi und Strabonis XIV. p.
Crommvvn, oder Crommyum, Acris, welches im EOepN, oder Lepsrium kromcmtorimn heisset, siy. ^-wril .man auch bey dem Cicerone ep. XII. i;. nach dichtion , welchem Grävius und Gronovius gefolgH 'benennung auch in dem Lateinischen gebräuchstm ^ rc
, not. orb. nntiq. III. 7. §. 6. Aus A'g <,,,ch rWCiceronis schliesset Casaubonus »6 8rmbon. l. o. daß habe»-stadt dieses nahmens bey dem vorgebürge müsse gr>co perCormantin , ist ein kort, welches diegold-küste von Guinea, nicht weit von St. George»angelegt haben. Ete
Cornara Piscopia, (Lucretia Helena) eine
frau aus dem vornehmen geschlechte der Cornaro
war die älteste tochter Johannis Baptist« Cornnro? geve
ri« von St. Marco. Sie wurde an. 1646. den 5? r