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Zweyter Theil. Bi - C.
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903
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Achtung des Johannis Baptistä Fabris anvertrauet wlirde,^ercktx dieser bey ihr ein fähiges inxsnium, „nd vortreflichesL^chtnis ; dannenhero sie auf eiurathen von ihren eltern.insiebenden jähre ihres alters zu den studien gewiedmct wür-.j - Sie wurde also von Johanne Valesio, Lsnonico 0. Mar-<> ""d Bartolotto in der Lateinischen spräche, von odaedachtem»Svris «der und nach dessen tobe von dem Abt Aloysio Grade-n!Sv/ einem Griechen und Libliockeosrio zu Venedig, in der^echischxn spräche informiret , erlernete auch hernach dieM'che, Arabische, Spanische und Französische, samt derMlges tageg in Griechenland üblichen , und aus dem altengriechischen ziemlicher Massen abgeänderten spräche. Diß alles.j Skiff sie in gar kurtzer zeit, so daß sie selbige nicht allein fer-^ schreiben, sondern auch reden konnte. Sie legte sich aberdabey auf andere künste und wissenschassten, that in dem>ahre ihres alters ein gelübde, sich nicht zu verheurathen,<-,,r erwehlte zu ihrem Beicht-vakter Carolum Franctscum Bo-, von welchem sie sogleich sowol in der Mathematik und" den sprachen, als auch in den stücken des Christenthums fer-«Weitung bekam. Da sie sich nun weiter auf die Theo-rie und Philosophie appliciren wollte, bekam sie zu ihrem lehr-''Mster in der Philosophie, Carolum Rinaldinum, einen kseri-"Uin von Ancona, und kbilosopiii-e ttlsZittrunr, in der Theolo-^ »aber Hippolytum Archetum einen ksesb^terum Orstorii,Camerino gebürtig, unter welchen sie in diesen wissenschaff-/S sehr zunahm. Im übrigen, ob sie gleich ein gelübde, sichgM zu verheurathen, gethan hatte, wollten sie doch ihre eiternAu bereden, und erlangten zu diesem ende dispensation hier-von dem Papst. Sie aber, damit sie sich davon los ma-möchte, begab sich durch ein privat gelübde in den Bene-s.mner-orben; da denn zu denjenigen nahmen, die sie bereitsMkete, der nähme Scholastik« beygeleget wurde. Weil sie nunj sprachen und wissenschassten so wohl versirel war, verlangteneitern, daß sie den Zrsäum eines vokkori« in der Philoso-D ««nehmen sollte, welches sie zwar anfänglich abschlug,sich mit ihrem angenommenen orden entschuldigen wollte,in»«. - - " - - - - Also wurde sie

h "He «der endlich dennoch gehorsam leisten,l,,' 25. tun. an. 1678. m gegenwart einer grossen versamm-von Gelehrten,Venetianischen Edelleuthen,und andern Her-d^Ms Italien, wie auch vieler vornehmer Damen, die sichvy Es nach Padua begeben, zu einer IVIsMrs und Doöknxdudeln Rinaldino creiret. Die wurde auch hernach in dieAca-s der Introliarorum zu Siena, der sssLuperstorum zu Pa-kar, """ Infoecunäorum zu Rom, der DoäonToruin und l'scik-Venedig, aufgenommen. Es soll ihr auch die Doätor-8m der Theologie von dekMniversität zu Padua angetra-dqß Worden seyn , und sollen einige damals geurtheilet haben ,yr" solches gar wohl angienge; ja Rinaldinus soll solches inei-»a« 'Se«en dissertation haben behaupten wollen , welches aberso ^"dern in zweifel gezogen wird. Im übrigen hat sie einenv^ Den rühm erlanget, daß auch viele vornehme Potentatencevtj^randes-personen an sie geschrieben, als der Papst Inno-XI. Johannes III. Konig in Polen, und was nur vonleg, Men oder gelehrten Personen gen Venedig kam, sie in ih-r§ ,ss?use besuchen und sprechen wollte. Sie starb endlich denan. 1684. ihres alters ,8. tahr. Ihre schritten sind zu-ö« Parma an. 1688. in 8. gedruckt, und von Benedictodex >"Mo heraus gegeben. Sie bestehen m;. theilen , davonsch^ V ihre Hecltatione8 ^cacismicas, der andere die Lateini»s/otziL vornehmer Standes-personen, und der dritte aller-"8l einmische und Italiänische briefe in sich begreift. Siesie ^„"sschwester gehabt, nahmens Catharina Vendramina, wel-8ekv^ch zwar gelehrt gewesen, aber der Lucretiä doch nicht gleich- Ihr leben hat Benedictus Bacchini in Lateinischer»ische? ^schrleben, und ihren Opsnkus prämittirek, in Italiä-sy. ,^,'prache aber Maximilianus Deza, welches zu Venedigli». , ? 7 ' in 4. gedruckt; ingleichen Äntonius Lupis, welcheszu Venedig in 4. herausgegeben, und Catharinädediciret ist. Ihre leichen-rede, welche Francifcus^ . Schalten, befindet sich in des Cinellt bikliorlieca volsn-k "ässn Leer , Ital. rsAnants k. IV. Üb. I. LÄn

sipiloas. an. 1689. p. 1. sep. in Lenk.

, Tor p. ii;. ssg. *

Nd, , (Ianus) ein berühmter Neciicus in Teutsch-

Ne sonst nach seinem geschlechts-nahmen Hanbut, oder^x"/llbinus nennet, Haynpol, wurde aber von seinemNche ^welcher meynte , daß Hanbut diejenige frucht sey,All „^. ^"ateiner Lornum nennen, Lornarius genannt, wel-Mcka'vchen er auch hernach behalten. Er war gebohren zuMeisten an. izoo. In seiner jugend legte er sichauf die Griechische und Lateinische spräche, und

Heisch av^^' i« Wittenberg lVIagiKer, an. izrz. Licenilar,v„Ä«sten, st." /Victor. Er war einer von den obersten und vor-eiv- «chte,, k das 8wciium Neäicum in Teutschland rechtreist bch auch in fremden landern umgesehen, und

sei A"- die Niederlande, Franckreich und Engelland

"ebst «r aber nach Italien gehen wollte, traf er zu Ba-"ti^"iis n, 0 ""« schritten der Griechischen Neälcorum des Hip-Sii? ?ls er st., '«n, deswegen er sich ein jähr daselbst aufhielte,die nach Teutschland kam, wandte er i;. jähr

HistQr"?"S der schritten Hippocralis. Sonsten Hat er//. Theil.

auch in Liefland, Mecklenburg und andern ordern glücklich curi-ret, und auf den Universitäten Rostock, Marpurg und Jena mitrühm profitiret. Er ist auch ki^liLus zu Nordhausen, Franck-furt am Mayn, und zu Zwickau gewesen; letztlich aber zu Jenaan. i;;8. den l6. mertz gestorben. Er hat viele schritten ausdem Griechischen ins Lateinische übersetzt und heraus gegeben:als UipxvLr-ais Opera omnis ; bücher Galeni; Lsüum,kaulunr Lsinsmm, »kljecris lspcenr vol-tbellarum lidris, wel-che allerhand Untersuchungen, erläuterungen und Verbesserungenüber des Aeginetä wercke begreiffen, wodurch Cornarius gleich-sam das rauhe und grobe in diesem smbore abzuhobeln ver-meynte, und deswegen auch solchen titul erwehlet hat; fernerNareelli äe variis NeäieLmentts Opus, Marei koema äs lttan-tis ; kärebsnä libcum cie ämawriis llikseiionibus ; violeoriäemäs Naceria lVlecliea, und viele andere. Über dieses hat er ge-schrieben läbros Lommenmnorum 1 Vlecl,corum in Oalsnum.«-t-r« -roTr«?; Lateabifmuin pro Loe/olia ^ranLokurtiana säIVlarnum ; Lonülium äe Lrriculis tteligionis scl kempubliesinLrsncokurt. ; villsrrstionem äe Liborum Ileeextsculis, und vie-le andere. Weil auch ein öileäicus, nahmens Leonhard Fuchs,seine schritten angegriffen , schrieb er wider denselben einen lra«ctat, unter dem titul : VuIpeculs exLorists; dem Fuchsins ei-nen entgegen fetzte, mit der Überschrift : Lornsrius turens, unddiesem Cornarius eines unter dem titul : Ritrum L örsbzäspro vulpeeuls excorists oonIervLnäs. . in bibl.

/eo», pro^v^. HI. P. 2 ) 5 -

tir. 2;. p. Z4ä. lrilk. üb. XXl. 6 c 7 c,Der, sääik. tom. I.

x. i;r. in vit. Neäic. 7 >e^er. in tkescro. *

* Cornarius, (Diomedes) ein Neäicus von Zwickau ge-bürtig, ein sohn Jani Cornarii; studirte zu Jena , Witten-berg und Wien, wurde an dem letzten ort Doktor, erhielte beydasiqer Universität die stelle eines krofelloris Aeälcin« , undpracticirte so glücklich, daß ihn Kayser Maximilianus II. zuseinem Leib-Nsäico ernennete, und in den Adel-stand erhöbe.Er florirte in der letzten hclfte des XVI. Louli, und schriebOonütis lÄeäioinslis, die nebst seinen Oblervstionit>U 8 ttloäi.cinslibus UNd Iliitorüs sämirsnäi 8 zu Leipzig an. 1599. in 4.zusammen gedruckt worden. Restners Medicinisches Gelehr«ten-Lexicon.

Cornaro. Das geschlechte von Cornaro ist eines der edelstenund vornehmsten Häuser in Venedig, welches viel berühmte leu-the hervor gebracht, und das einzige ist, so den nahmen desGrossen träget. Es führet seinen Ursprung her von dem be-,kannten geschlechte der Vomeliorum zu Rom , und insonderheitvon L. Cornelio, welcher Iulio Cäsari aus dem vogel.-flug,vor-her aesaqet, daß er den sieg über Pompejum erhalten wurde.Wiewol einige in alten matriculn wollen gelesen haben, daß esvon Rimini nach Venedig kommen sey; welches jedoch die ab-stammung von den Römischen Lomelüs, wo bre sonsten rechtklar könnte qemachet werden, nicht verhinderte. Den zunahmenPittovia, welchen dieses gefchlecht geführet, hat es von euremlebn. Piscopia oder Epiftopia, so nunmehro Telos genennetwird,und eine inful auf dem Aegeischen meere, nicht weit von Rho.dus ist An. 872. lebte Aloysius Cornelius, welcher krocurseorvon St Marco zu Venedig gewesen. Aus diesem geschlechtewar auch Catharina Cornaro, welche das Königreich Covern derRevublick Venedig abgetreten. Markus Cornaro war Hertzog zuVenedig im XIII. üecnlo , und brachte das revoltirende Can«dien wieder zum gehorsam. Er starb an. i;68. nachdem err iabr und 8. monat regieret hatte. Sein enckel Marcus Cor-naro war ein vatter der Königin Catharinä Cornaro von Cy-'vern, von welcher hernach, ingleichen des Georg» Cornaro, wel-cher mit Elisabeth Morosini verschiedene kinder, davon r. dieCardinals-würde erlanget, zeugte. Andreas Cornaro wurde vonPaulo III. den 19. dec. an. -544. zum Cardinal gemacht, undsoll er vorher Bischofs zu Brescia gewesen seyn. Hernach wur-de er Läminiltrswr des Ertz-Bißthums Svalatro, und starb zuRom den zv. jan. an. i;;i. Ludovicus Cornaro war den 12.febr an. i,i s. gebohren, und wurde erstlich Ritter von Mal,ta und Groß-Prior von Covern, über welches Groß-Priorat derCornarischen familie das su8 pstronstu8 zukommt. Der PapstJulius III. gab ihm an. i;?r. den Cardinals-Hut. Hieraufbe.kam er das Ertz-Bißthum von Zara, und die administrationder Bißthümmer Tram, Bergamo rc. Der Papst Pius V.machte ihn zum Cammerling der kirchen, und endlich starb exzu Rom den 10. may an. 1584. im 68. jähre semes alters. Io.hannes Cornaro wurde «11.1625. zum Hertzog erwehlet; sem söhnFrancifcus erlangte die Hertzogliche wurde an. 1656. hat aberselbige kurtze zeit besessen. Ein anderer söhn aber Fridericus, soan. 1579. gebohren, ward an. 1626. von Urbano VIII. zumCardinal gemacht. Er war auch Bischofs von Bergamo, Vi-cenza und Padua, Groß-Prior von Cypern, rc. Das Bißthumzu Padua trat er hernach Marco Antonio Cornaro ab, und ebenzu derselben zeit an. 16;2. wurde er Patriarch zu Venedig.Weil er aber nachgehendS von der gicht sehr incommodirt wur-de, trat er das Pacriarchat an. 1644. Johannt Francisco Mau-roceno ab, begab sich nach Rom, und starb daselbst den m-nii an. >-647. im 68 . jähre seines alters. Ludovicus Cornaroist sonderlich wegen seines hohen alters berühmt. Denn ob ergleich vom 25. jähre seines alters an bis auf das 4°. stetsvon kranckbeitm imommobwet wurde, als von magen - weh,

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