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Zweyter Theil. Bi - C.
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feiten-stechen, einem ansang von der gicht, fiebern und derglei-chen, ungeachtet aller bemuhungen der Alecllcorom, so erlangteer doch nachmals so eine vollkommene gesnndheit, daß nach-dem er sich so mäßig hielte , daß er nur alle tage 12. nutzenspeise und 14. nutzen vom getrancke zu sich nahm , daß erwehrals 100. jähr erreichte, ohne alle beschwerlichkeit und bey voll-kommenen kräfften. Er schrieb auch deswegen in seinem al-ler von seinem in der jugend unmäßig geführten, hernach aberverbesserten leben Oilcoril äells vit» lobri», welche Leßius insLateinische übersetzet. Im übrigen war er ein grosser freundder Gelehrten, und wurde wegen seiner guten aufführung vonallen vornehmen leuthen zu Padua sehr werth gehalten ; wo-selbst er an. 156;. starb, nachdem er länger als 100. jähr ge-jebet hatte. Deine ehefrau Veronica von Spielenberg, welcheer zu Udine im Friaul geheurathet, hat fast gleiches aller mitihm erreichet, und ist kurtz nach ihm gestorben ; sie hat ihmauch, da sie schon ziemlich alt gewesen, wider vermuthen einerechter Claram zur wekt gebohren , welche er an JohannemCornaro, einen söhn Fantini aus der reichen linie der Corna-ro von Cypern, verheurathet, und der mit ihr 8. söhne und;,töchter gezeuget. Bernardinus Cornaro wurde an. 1664. Bi-schofs zu Poln, und Georgius Cornaro, Bischofs zu Padua an.1697. Cardinal. äc Kilt. Veoet. ,

in eloZ. L»rst. krsnc. Lorn. Eneist. 10. libr. XVIII.

in ebron. Les in elog. kill. libr.

XXXVIII. L »ststit. tom. I.

Cornaro, (Catharina) Königin von Cyvern, eine tochterMarci Cornaro , wurde von der Republick Venedig adoptiret,und als eine tochter von St. Marco ausgesteuret, da sie an.1470. an Iacobum, den König von Cypern, vermählet wurde,welcher den 5. jun. an. 147;- starb , und diese seine gemah-nn schwanger hinterließ, die auch einen söhn zur weit brachte,der aber nur ein jähr lebte. Hierauf führte sie die regierung ineiner gefährlichen zeit, und geschahe es , daß in einem aufruhrselbst ihr Vetter, Andreas Cornaro, umgebracht wurde. Alsman aber zu Venedig besorget war, daß sie sich wiederum ver-heurathen möchte, schickte man ihren bruder Georgium Cor-naro an sie, der ihr den rath gab, daß sie die übrige lebens-zeitzu Venedig zubringen, und der Republick ihr Königreich , so sie14. bis jähr regieret hatte, übergeben sollte, welches sie auchthat, und wurde sie zu Venedig mit der grösten Pracht empfan,gen. Der Doge Augustmus Barbarigo und die Rathsherrensühreten sie auf dem kucsmsuro bis an den Wischen pallast,der vor sie zubereitet war, welche ehre niemals einem frauen-zimmer widerfahren ; worauf sie auch ihr Reich der RepublickVenedig abgetreten. Kill. Venst. lib. I. ,

ste bello L^prico lik. I. p. 12. feg.

Cornaro, (Catharinus) ein berühmter Venetianischer Ge-neral in dem XVII. Kt-Lulo. Seine ersten campagnen that erin dem Candiotischen kriege unter commando seines vatrers.Sonderlich erwies er sich tapfer in der beschütznng der vestungCanea, und als endlich dieselbe sich ergeben muste, soll er dereinzige gewesen seyn, welcher sich gewegert, in solche übergäbezu willigen. Nach seines vatters tobe diente er noch eine zeit-lang auf der flotte, ward aber hernach zum kostest» von- Ve-rona gemacht, und endlich als General nach Dalmatien ge-schickt. Nachdem er daselbst wider die Turcken unterschiedeneVortheile erlangt, half er den letzten versuch thun, ob das gleich-sam in letzten zügen liegende Candien von denselben befreyetwerden könnte. Indem er aber einsmals die feinde reco-gnosciren wollte, ward er durch eine bombe dergestalt in diefeite getroffen, daß er augenblicklich seinen geist aufgab. Esgeschähe solches in dem jähr 1669. /.»>-. c>a//a, eloZ. äi Luxi-

tani illustrl, x. 415.

Cornaro, (Franciscus) ein Cardinal, Bischofs von Brescia,war ein bruder des Cardinals Marci Cornaro, und in der ju-gend im kriege erzogen, darinnen er auch ziemlich glücklich war.An. 1509. befand er sich in der schlacht bey Agnadello in Ghie-ra st'Adda, welche die Franzosen wider die Venetianer erhiel-ten, und sammlete die zerstreuete trouppen der Republick wie-der zusammen. Einige zeit hernach ließ er sich gebrauchen,Padua den Kayserlichen wieder wegzunehmen, und defendirtesich alsdenn so gut darinnen, daß es zum andern mal von denfeinden nicht konnte erobert werden. Als es nun friede wor-den, excolirte er die studien, und that endlich eine reise in dasgelobte land. Nach seiner zurückkauft wurde er als Abgesand-ter an den Kayser Carolum V. geschickt, welchem er nachTeutschland, Spanien und Niederland folgete, und an. 1527.bekam er von Elemente VII. den Cardinals-Hut. Er erhieltauch das Bißthum zu Brescia, welchem er wohl vorstünde.Weil er sich nun mit grossem fleiß auf die studien geleget hat-te, gelangte er zu einer sehr grossen gelehrsamkeit, und kamnicht allein dadurch in besonders ansehen, sondern wurde auchvon dem Cardinals-LolleZio in wichtigen fachen um rath ge,fraget. Gegen das ende seines lebens war er verschiedenen be-schwerungen, und sonderlich der gicht, unterworssen. Er starbjm sept. an. l?4t. im 69. jähre seines alters. , in

orat. timeb. kr»ne. Lorn.kiüoir. äss Lsrst. Le.

Cornaro, (Johannes) Hertzog zu Venedig, war ein söhnMarci Antonil Cornaro und der Cäciiiä, Justimani Contareni

tochter, ein bruder Francisci Cornaro, Cardinals mwzu Trevigi. Er wurde an. i?;4. zu Venedig gebohren, » .weil er von grossen Mitteln war, sich auch darbey woy> 'führte, gelangte er zu allerhand ehren-stellen in seinem v».lande. Er stand bellstadten Padua , Brescia und Nervnach einander vor, und da man zu Verona vorhero wegen,-ungesunden Wassers vielen kranckheiten unterworssen war, .er eine neue quelle suchen, und frisch wasser in die stadt nu ^Hierauf ward er krocursror St. Marci zu Venedig, u»» " ^lich, nachdem Franciscus Contarenus den 6. dec. an. ü.tobe abgegangen, erhielt er die Hertzogliche würde. An. ^entstand zwischen ihm und Reinerio Zeno, als Häupter»beyden familien, die mit einander in Mißverständnis lebe' .,ein harter streit. Denn als Reinerius Zeno, so damals e»'von den ;. virebloribus des Loncilii der Iv. männer. w

ihn erinnerte, daß er seiner söhne, sonderlich des Georg»naro, tnsolentz und mnthwillen auf den gaffen steuren »E'wartete dieser Georgius Cornaro mit etlichen Personen dem ^dachten Reinerio auf, überfiel ihn bey spater abends-»»/ ,er aus dem Rathe gieng, und versetzte ihm viele w»»»-chdaran er aber doch curiret wurde. Georgius Cornaro, der >darauf mit der flucht salviret, ward aus dem VenetianM ^gebiethe bannisiret, des Adels-standes entsetzet, und an dem .der begangenen that eine marmel-faule mit der aufschrift ^Verbrechens aufgerichtet; welches alles der Hertzog >»cm„hindern konnte. Jm übrigen entstunden aus den streit»»» ydieser beyden fainilien noch viele andere Verdrießlichkeiten,"...wurde daher auch anlas gegeben , das Concilium der ro- m,"ner zu reformiren. Zu welchem ende man auch gewisserebkores constituirte. Sonst hatte dieser Hertzog noch r»nen Fcldericum Cornaro, welchen an. 1626. Urbanus VU» ^Cardinal machte, und Franciscum Cornaro, der an.

17. may Hertzog zu Venedig worden, den 9. jun. desselben'sss,aber sein leben beschließen muste; ingleichen MarcuM^.^nium, Bischofs von Padua, und eine tochter CorneliaM, "..A,kinder zusammen er mit Clara Delfina, Laurentii Dem»'ter, gezeuget hat. Übrigens empfand er an. 1629. eine s» ^Widerwärtigkeit, indem Urbanus VIII. seinem vorged^esöhn Fridericv das Bißlhum zu Padua gegeben, welme" c.Republick nicht leiden wollte, und dannenhero ihm oas^cnmm der weltlichen jurisdiction nicht gestattete. J»-^<,diesem jähre starb dieser Hertzog den 1;. dec. ^bist. ste Is Ilepubl. sie Vemls. ^

Cornaro, (Marcus) ein Cardinal und Bischofs z» A p,»war ein söhn Georg« Cornaro und der Elisabeth MoA'ss" Ist,ein enckel Marci Cornaro, Hertzogs zu Venedig.publick, weil sie dem geschlechze von Cornaro sonderlich'der insul Cypern sehr verbunden war, wollte sich dadurchger Massen erkänntlich erweisen, daß sie diesem Marco.Cardinals-Hut zuwege brachte, welchen ihm Alexanderrzoo. gab. Er leistete auch hernach den Venetianer»dienste, und söhnte sie mit dem Papst Julio II. wieder» '' Kj,Leo X. gab ihm das Bißlhum zu Padua. Er wurde au^x,schoff zu Verona, und Patriarch zu Constantinopel, unda>"^rdinal nahm er die Bißthümmer Alba und Palestrina an-dieses hatte er die stelle eines arcstisti»com der RömM» sll-che, und crönete die Päpste Adrianum und ClemE. yeNEr starb aber unter dieses letztem regierung zu De»»^, in20. julii an. i? 24 . als er noch sehr jung war.

* Cornaro, (Franciscus) ein bruder Johannis ' Acht»Doge von Venedig gewesen, war in geistlichen und Ußchl»»

Rechten wohl erfahren, und erhielt an. 1577.. „

Trevigo, welches ihm von seinem Vetter Georgio »M gehBvon ihm aber niedergeleget ward, als er auf Dir«nach Rom kommen muste, und daselbst Cammer-ward. Papst Clemens VIII. machte ihn an.dinal. Er starb an. r;9L. im jähre seines an»

/ae» fast. Larä. tom. III. l/ZbeL«,.

* Cornaro, (Fridericus) ein söhn Johannis, war»»-den 14. jun. gebohren. Er ward ein JohanMter-^'^, vo»Grok-Prior von Covern, Bischofs von Trau, an,

Trau, ^,7.

Bergamo, und an. 1577. von Padua. Er wohnre MEcilio zu Trident bey, ward von Gregorio XIII- M y still'der Geistlichkeit im Äenetianischen gebieth gebrauch« a>"

seinem amte rühmlich vor. Papst Sixtus V. wach^is.^i;7;. zum Cardinal. Er schrieb Hiüoriam rr«nsl . /

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tbeämiis Lergomensts , und starb an. 1990.

/«rrr sglt. Larä. LZz-eFr«, Itsl. sgcr. tom. IV. ^ ^

- Cornaro, (Georg.) ein söhn Friderici, -Doge Francisci Cornaro , und bruder Johannis,würde gleichfalls geführt, war an. i6;8- gebohren.nach abfolvirten studien zu Padua, und an. ^ 7 - - pDoctorat im Rechten daselbst ein Maltheser-RstM, Port»EePrior von Cypern, reisete hierauf nach Spanien, ^ je,Franckreich, Engelland, Teutschland, und bekalN ^ i°^Wiederkunft an. 1684. verschiedene bedienungen. ersollte er als Gesandter nach Franckreich gehe» '-,,en, »Waber vorgenommen, den geistlichen stand zu er^ p^,gab er sich nach Rom , empfieng den geistlichen

i677...5^Sroß-