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Aschiebene ämter am Päpstlichen Hofe an, und ward von^nnocenlio XII. zum Ertz-Bischoff von Modus gemacht, und^ als Xumillb nach Porlugail geschickt. An 1697.yM er zum Cardinal, und bald darauf zum Bischoff vonP»dua gemacht, aliwo er sich beständig aufgehalten, einen>Mdelhafften wandet geführet, und an. 1722. gestorben ist.«/«r» tlllt. Larci. tom. V. Hüt. äss Lonclaves app. v. 196., ftsl. Lcr. wm. V.
. * Cornaro, (Jacob) ein berühmter Venetianischer Gene-in ^" ende des XVII. Iftsuli. Er war anfangs llroveclftor'"Candien, bekam darauf an. 1684. das Generalat über dieMazzen, und an. 1686. über die sogenannte drey infuln,er dann der vestung Chielafa zu hülffe eilte, auch noch in'°en gedachtem jähre die vestung Sing eroberte, in dem fol-?n??en aber, als sie von den Türcken hart belagert war,^letzte , und die feinde in die flucht schlug. Nicht langeMniach erbeutete er zu Paros ein mit ConstantinopolicanischenMren beladenes schiff, brachte aber dardurch die pest unter»üUe armee, und steckte ihm unwissend auch die stadt Napo-Romania damit an. Nachgehends ward er General-Ca-M>n i„ Dalmatien , belagerte Castel - Nuovo, und eroberteU",it accord. An. 1688- ließ er Dernis wegnehmen, und?^hovo besetzen, gieng hierauf nach Morea, um seidiges^bedecken, führte succurs vor Negroponte, griff die vestung>'ln„n an, und eroberte sie. An. 1689. ward er General-kro-in Morea, und vor Malvasia hart bleßirt, welche' M er dennoch zur Übergabe zwang , und einen prächtigen.Mg darinnen hielt. An. 1690. gieng er vor Valona, und- overte es gleicher gestalt.. Als er aber darnach sein glück,nj Albanien wider die Türcken versuchen wollte, wurde erjI"c'n in solchem vorhaben mit einer kranckheit zu Valona^fallen, an welcher er noch in letztgedachtem jähr nach ei-14. tägigen lager im 99. jähre seines allers das leben ein-Me. Dltom. Pforte fortsetzung.
, waren alte völcker, welche in der mitte. " Engelland wohnten. Sie hatten gegen norden die Lri-gegen osten die Lorimnos, gegen lüden die Ilobunos)die Orckovices gegen Westen; wo tetzv die Shires Warwick,^vrcester, Stafford , Shrop und Ehester liegen. Ihre städ«?varen Deva, Virownium, Branogenium, Präsidium,^Mocruclum, Manduessedum, Nutunium.
^ , ftiaer. , nor. orb. ant. II. 4. §. 48. ssa»r-
'Lric. p. 499.
Corneille, (Petrus) einer der berühmtesten Französischendat, ^ wurde zu Rouen den 6 . inn. an. cüo 6 . gebohren. Seind-."Er Pierre Corneille war Aufseher über die Wasser und wäl--i„ >n der VicomtL Rouen, und wurde wegen seiner gutenich von dem Könige Ludovico XIII. geadelt. Er war langesg, General - Adovcat ü 1 a takle cie Marbre zu Rouen, undM vortcefliches naturell, welches er zur Poesie hatte,jeldst nicht zu keimen. Nachdem er aber seine comödie,
^ fl^nannt, herausgegeben, und selbige mit ungemeinemangenommen wurde, legte er sich mit dem gröstenltz-s. ^uf die Französische Poesie,, und brachte es darinnen sofch ,' daß er unter allen den grösten rühm erhielte. Hierbeyr>g, Hes ,hm an mißgönnern nicht, worunter selbst der Cardi,r,^ ^lcheiieu soll gewesen seyn, welcher zwar fein Patron war,z>, 'HP eine ansehnliche pensisn gab, dennoch aber den garse,Mvffen rühm des Corneille nicht vertragen konnte, Weiler" stch vorher mit Verfertigung, oder doch angebung vonlvxssMien stücken belustiget hatte, und nun sahe, daß der rühm,hql , ^ durch solche eingelegt zu haben vermeynte, auf ein-ejfx!.ffdvllte verdunckelt werden, sonderlich entbrannte diesesoivol des Cardinals als der übrigen und gemeinenN. i - da Corneille die tragödie, 1 s List genannt, verferti-nachdem Scuderi durch eine ausgegebene Lricigasm ' den lärmen geblasen, und dabey die sss-Menüs kmn-urtheil darüber zu ertheilen gebäteu, zwange Ni-ayfck", diese letztere wider ihren willen, daß sie solches getichtedq^ffwarfste examiniren muste, nur blos damit man etwas
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an->deln finden, und dessen rühm schmälern möchte,ver vlese bemühungen waren vergeblich ; und wiewol in.^schi^^s urtheil der Acadeime viel gutes in sich halte, und^ fehler in dem Liä klar genug anzeigte; so bliebKochte ^ ^^en vernünftigen und unparteyischen eine arisge-, daß vor dem Lüi kein den schau-spielen ge,geticht von gleicher Vollkommenheit in Franckreich"us oE, den worden; ausser daß Corneille selbst durch baldlli' «och viel bessere stücke dessen fast vergessen mach»
Ue, wip /denfalls mit censuren anzugreiffen, seine mißgün-
Ml sie es auch unterfangen hätten, dennoch mu»
^Ae.„ 'äffen. Im übrigen wurde Corneille selbst m
ttzr"' ..
. . Im
.'s b^oiss an. 1647. aufgenommen, war auch"»,n ..„enmeii, als er an. 1634- starb. Seine schriften be-st ^sler? 'werschiedeuen comödien, als: üleiite, Llitanclrs,
Äbe^ , la 8uivante , le KeMeur, >L L lüfte,
daher sind zu achten dessen tragödien, als nach
dj° äse, Liana, kolxeu<fts, ftkoäogune, Is Nore
letzt konipse, Oeäixe , und viele andere; wiewol" der na?uc"?le unfehlbar die beste. Auch hat er das buchHtstcssw ge Christi in Französische verse übersetzet, in-//. Theil.
gleichen die 7. Buß-Pfalmen, alle ft^mnos des drevlsrü ftoma.ni, »I. a. M. , fts K0MML8 illuftr. tom. I. p. 162. leg.
bist. lls 1'Leaä. krsne. xag. 84- ssg. i;6. seg. *
Corneille, (Thomas) war an. 162;. zu Rouen gebohren ,und ein bruder des bekannten Pelri Corneille. Den gründ seinerstudien legte er unter den Jesuiten , da er schon in feiner lü-gend die vortreflichkett seines Verstandes blicken ließ. Solcheaber that sich noch mehr Herfür, als die von ihm verfertigtentheatralischen wercke zu Paris öffentlich vorgestellt wurden, dieüberall einen ungememen beyfall gefunden, und bis auf unserezeit behalten haben. Die üssüsmis krangofte nahm ihn nachseines bruders tobe zu ihrem mitglied auf, und als dieselbeihr viiftioimairs heraus gab, muste er in 2. ä Parten wmisdie kunst-wörter der Mechmnc und anderer wissenschafften er-klären. Erwarb etliche jähr vor seinem tobe blind, und starban. 1709. zu Andelyin der Normandie im 84. jähre seines al-ters, ein jähr hernach, als er mit der andern aufläge seines viotionnsire fertig worden. Unter den umstanden seines lebensdie er mit seinem bruder, dem obgedachten Petro, welcher 20jähr älter war als unser Thomas, gemein gehabt, sind somverlieh die zu mercken, daß sie beyde 2. schwestern geheurathettdie in jähren gleich so weit von einander unterschieben warmals ihrer beyderseits männer, und daß von denen beydenbrüdern einer so viel Ander erzeugt, als der andere. Aus-ser dem obgedachten OiÄioimafte sind seine theatralische schrif-ten unterschiedene mal zusammen gedruckt, und hat er überdißnoch dieMmargncs üs Vimgelss mit seinen erklarungen herausgegeben, wie auch die Nswmorxüofm des Ovidii übersetzt.H/eftroftel cie I'ÜL-icl. cles inscripr. kom. I.
Cornelia, eine Römische Dame, wurde an Iulium Cäsaremverheurathet, der mit ihr Iuliam, des Pompeji gemahlin,zeugete. Casar hielte ihr sechsten, feine liebe gegen sie zu be-zeigen, die leichen-rede, und berief ihren bruder Cmnam wie-Ar aus dem exiün . ums jähr 7-8. nach erbauung der stadtRom, ü. IVI. ;9;8- ü. L. 46. Äcero«. vft. LTÜ c. i. <L 6.
Cornelia, eine edle Römerin, T. Sempronii Gracchü wel.^ü.Il.; 77 . ü. A z 8 c» 7 - L. 177. Bürgermeister war, ge-mahIlw Seipioms llftmLin tochter, und der drscckorum Mut-ter. Sie war gelehrt, und schrieb unterschiedene briete, wel.che von Cicerone und Quinctiliano sehr gelobet werden Va-lerius Maximus berichtet, daß, als einsmalü eine gewisse Da-me vor dieser Cornelia mit einer grossen menge jubele» ae.pranget, sie hingegen derselben ihre Ander, als den einigenschätz, den „e hoch hielte, weil sie selbige dem vatterlande zumbesten auferzogen , gezeiget habe; wiewol ihre Hoffnung fehlgeschlagen, indem ihre söhne Tiberius und Cajus Graccbi her-nach m ihren männlichen jähren zwar wol guten verstandund furtrefliche beredtsamkeit erzeigt; aber dabey sehr ehrsüch,tig und aufrührisch gewesen, und nachdem sie die stadt Romin grosse zerruttung und fast in den gäntzlichen Untergang ge-bracht , zuletzt einer nach dein andern elendiglich umgekom-men sind. inLruco. üb. I. L. c.
lib. IV. ext. 1. In vira Oracsli. *
* Cornelia, (Maximilla) eine Vestalische jungftau, welcheder KaystrDomltlanus lebendig vergraben liesse, nur in dennärrischen und unmenschlichen gedancken , seines nahmens qe-dachtnis durch ein solches exempel zu vergrößern. Er liesse mseinem zweck zu kommen , dieselbe beschuldigen , als härte siesich mit einem Römischen Ritter, Celer genannt, in ungebühr-licher lrebe vergangen. Und darauf condemnirte er sie ohneandere proceß-forme zu der diesem lasier durch die geselle auf-erlegten traurigen todes-strafe. Da sie zum tod geführet wur.de, riefe sie dem Kayser zu. Wie ? LsLr! soll ich den Lorden verunreiniget haben ? die ich durch mein opfer dich trimmphlren gemach . Da sie m das bestimmte grab hinunter gelas-sen wurde, blieb ihr rock ungefehr an einem naael hangen,diesen «nachte sie kaltsinmg selbsten los. Der umstehenden ei-ner reichte ihro die Hände, um behülflich zu seyn, da sie bimab stiege. Sie wollte es aber nicht annehmm , als hätte L
em abscheuen darvor, und konnte es nicht geschehen ohne v e
reinigkeit, so sie dem Vestalischen orden geschLo?en, zu bu-chen, und endlich hatte sie sehr sorgfältig acht, ohne entblössctzu werden , gar m die grübe hinunter zu fallen. em-
üol. sä MnnkiLnum, lib. IV. Spill. n. siehe auch die Über-setzung des Nr. Sacy.
* Cornelia, Pompeji Nagni gemahlin, für welche er mehrliebe und zartlichken als für das gantze Römisthe Reich zeiae-te. Er stunde nur ihrentwegen in forchten, und thäte sein moa-lichstes, um sie der allgemeinen gefahr und dem Untergang URömischen welt zu enlreissen.. Nach der Pharsalische» ssh achtsprach er derselben zu, die bcstandlgkeit beyzubehalten, und
ihro vor, wann sie ihren mann recht lieb habe, so sey sie dadin den geringsten Verlust nicht gesetzet worden, und waan Anur sein gluck gesiedet hatte, so sollte sie nun frohe seyn «fthtsmehr als seine Person zu sieben. Cornelia fciM e L n oEmit Pomvejo e.n , und verliesse die insul LeSbos wo si?in wählrendem kriege von Pompeio ,st aufgehoben worden dft ein-wohner bedaurten überhaupt ihren abschied, dieweil sie wäh-rend der glückselige ihres Mannes siü^M eit L so lL
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