Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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* Cornia, oder Cornea, eine stadt in Servien, welchesonst nicht sonderlich bekannt ist. An. 17,8. den jul. gien-ge allda eine blutige aetion vor zwischen den Teutschen undTürcken, darinn diese letztem den kurtzern zogen. N. Europäi-sche Fama, theil

C 0 KX!ievL-äI<M 8 ' war bey den alten Römern eine ge-wisse art von soldaten, welche der Lenmrionum und Iri bunorumLsnsüLmrii waren, und mochten etwan so viel seyn, als heuti-ges tages ein gefreyter, wurden auch besser als die andern ge-halten. Der Ursprung scheinet in so weit schon von den al-ten Römischen zeiten herzukommen , weil schon damalsunter den ehren - zeichen, welche man zu belohnunq der ta-pferkeit den Rittern zu geben pflegte, auch LorMsui-i vor-kommen , wodurch allem ansehen nach eine zierrath des Helms,vielleicht ein silbern oder gülden Horn, worinnen federbüschegesteckt waren, oder doch gesteckt werden konnten, zu verstehenist. Doch findet sich der nähme der Lorniculsrioriim nicht eherals unter den Kaysern, wo es neben obgemeldten bedientender hohen und niedern Officiers auch wol bisweilen solcheleuthe andeutete, welche man zum schreiben , schicken und der-gleichen geringen Verrichtungen gebrauchte. Diejenigen, wel-che diese benennung daher führen, guoä -»ä Lornu LsnLsIIgriNst-E. verfehlen wol den rechten zweck, und wo man jefür diese letztere einen neuen Ursprung des nahmens suchen mä-ste , wäre viel glänblicher, solchen von Lornwulum, so aucheinen schreib-zeug heiffet, herzuleiten. Lw. üb. X. c. 44.

aä üivium. , sä sturel. Victor, äs V.

I. c. 72. äs ostic. 60m. stug. v« *

* Corniculum, war vor zeiten eine Italiänische stadt in der

Sabiner lande. Sie lag nahe bey der stadt Tidnr, jetzoTivoli , in der heurigen Lgmpsgaa äi Koma gegen den flußAvio zu. Unter dem Römischen Könige Tarquinio branntesie ab, wurde aber nachmals wieder aufgebaut. Lrr>,'«§, I. ;8-L>rsnch/i«r, rmt. R,om. I. bist. nat. III. ;. , I. n.

, not. orb. ant. II. 9. ;i6.

Cornistcia, eine schwester des Poeten Cornificii machte sehrgute verse, und verfertigte viel LpiZrammata. Sie lebte unterdem Kavser Augnsto L. st. 7;°. st- bb ;96o. L. L. 24. Vin-centius üsüovaLenf>5 nennet sie Cornificinam, und Voßius glau-bet, daß sie diejenige sey, deren Guido äs Bouraes gedencket,daß sie gesaget, das gedächlnis wäre das einzige stucke, so der ge-malt des glücks nicht unterworffen wäre. bbcro». in obron.

üb. XXXII. chec. c. nat. 51. bbii.

, c. 2. § ;. Ls.

Cornisicius, ein Lateinischer Poet und Capitain, welcherzur zeit des Kaysers Augusti lebte, und von demselbigen sehr hochgehalten wurde. Dieses ist derjenige 0 rsticus des Virgilii ge-wesen, dessen Donalus im leben Virgilii gedencket. Allein sogewiß ist es nicht, daß dieses derselbe Cornisicius sey, an welchenCicero einige briese geschrieben, und welchem man auch die vierübros stkewriLorum aä Hersliniuin , so gemeiniglich bey Citt-ronis wercken stehen, zuleget, ober gegen welchen Catullus inseinem 1;. epi^rammate seine klage ausschüttet. Hieronymusmeldet von dem Poeten Cornificio, daß er von seinen soldatenumgebracht worden, weil er sie wegen ihrer furcht ausgelachet,und in seinen Versen gewaffnete caninichen genennet habe.Macrobius citiret die bücher eines Cornificii, und sind auch zuRom 2. Bürgermeister dieses nahmens gewesen; wie dannauch noch alte Römische müntzen übrig sind , darauf dieses ge-schlechts Meldung geschiehet. üb. I. c. 11. iL

iib. VI. L. *

Cormllan, (Petrus äs) der 28. Großmeister des Iohanni-ter-ordens, succedirte an.dem Theodato äs Gozon, da sienoch ihren sitz auf der insnl Rhodus hatten. Er war gebürtigaus Dauphins, und Groß-Prior zu St. Aegidii, aus verjüngevon Provence, als er erwehlet wurde. Er hat sich angelegenseyn lassen, viele üble gewohnheiten in diesem orden zu corrigi-rcn, und unter andern verordnet, daß die Comtereyen undPrioreyen von dem Großmeister und Convente, nicht aber vondem Groß-Priorn , wie bisher geschehen, und daraus viel miß-bräuche entstanden, sollten conferiret werden. Er starb an.

i;;;. LoL», bist. äs 1'orärs äs 8. äsau äs Gerüst

* Cornish, (Henricusl erst Sherif, hernach Aldermannder stadt Londen, unter Caroli II. regierung , war der secteder Independentcn zugethan. An. 1680. ward er dem Hofezum Verdruß , weil man wußte, daß er dessen Unternehmun-gen viele Hindernisse in weg legen wurde, zum Sherif er-wehlet. Das jähr darauf hatte ihm ein Irrländer Fitzharrisverschiedene umstände von einem anschlag, den der Hertzogvon Yorck, Jacobus , gegen des Königs leben gemacht ha-,den sollte, entdecket, wovon Cornish dem König Nachricht gab,damit aber schlechten danck verdiente, weil der Hof die facheunterdrückt wissen wollte. Weil er nun in seinem amte sichden absichle» des Hofs, und auch vornemlich dem Hertzogevon Zorck allemal eifrig widersetzt , so ward er , als dieserHertzog den thron bestiegen , weil er an des Hertzogs vonMomnouth und dessen anhänger ihrem vorhaben theil gehabthaben sollte, wegen hoch-verraths angeklagt, auch würcklichan. 168;. am leben gestraft. Er erlitte den tod mit grosser

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standhafftigkeit, und bliebe dabey, daß er unschuldig w ,wie denn auch würcklich »mch seinem tobe die zeugen, mder ihn ausgesagt, als betrieger zum ewigen gefängm»dämmt, seine güther aber an. 1639. seiner familie w>ev" ^geben wurden. , bist. äe8 äeru. revol. Vl-e ro» r

Cornoaille, siehe Omimpercorentin.

Cornow, siehe Curow.

Cornu , (Gnaltcrus) oder Cornutus, Ertz-Bisch^,,^

Scns, war ein söhn des Simonis Cornu, Herrn von ^ueuf bey Montrevil. Nachdem er in gutem ansehen amUniversität zu Paris gelebet, wurde er Vesanu8 bey der u .dieser stadt, Almosentrer des Königs Philippi Augujtl, ^ ^hernach Ertz-Bischoff zu Sens an. 122;. WilhelmuS Breimercket auch an, daß er nicht lange vorher das BlW'"'Paris bekommen. Er hatte an allen wichtigen gescham«'seinerzeit mit theil, und an. 12^9. schickte ihn der KoM „ ^dovicus LsnÄus ab, die dornen-crone Christi zu empjamHhwelche ihm von Constantinopel gesendet wurde. Er M >u-auch auf befehl dieses Königs die Historie, welche in dem ^mins der Ibriptorum rerum br-mLisoruin enthalten,endlich den 20. apr. an. 1241. Ihm succedirte Aegidw"^Gilon Cornu, sein bruder, welcher schon LrcbiäiircoauSens war. Der Papst Jnnocentius IV. consecrirte iy>> ^11,1244. in der stadt Lyon, woselbst er im folgenden jähreLonciüo beywohnete. Hernach folgte er dem Könige LtMj r8snÄo auf seiner reise in das gelobte land, und nach 'zurückkunft ließ er sich angelegen seyn, die kircist»^,,.in seinem Bißthum in guten stand zu dringen, und starker12;;. Ihm succedirte im Ertz - Bißthum SensHenricus Cornu, welcher an. i2;8. mit gifte soll ftvnden worden. Er hatte 6. brüder, darunter Albericuszu Paris mit ziemlichen rühme das Recht dociret, und yeH^Bifchoff zu Chartres worden, woselbst .er an. 1244. AHs,den; und Wilhelmuö Cornu , der an. 1251. nach stw kwa-ter Roberto Bifchoff. zu Revers worden,

üb. XII. pbil. Calüa Lürist.

bist. Criiverk. koris .

* Eornuel, Präsident der Rechen-Cammer zu Paris, >0 rcher unter dem Ober-Intendanten Bouillon die directwa " eFinanzen hatte. Er war ein sehr geschickter mann.frau soll sehr schön, und bemeldrer Ober-Intendantliebt in sie gewesen seyn , und will verlauten, daß diekeit dieser Dame gegen dem Intendanten, und das »acwihres Manns, vieles gelb in die familie dieses ehe-pac>V ^bracht habe. Daher soll Cornuel einsten im schertz zvchseiner freunde gesagt haben, um reich zu werden VV, ^besser Mittel, als sich bey einem Ober-Intendanten bEmache». Da er auf dem tod-bethe war, und diegelegt hatte, wollte ihm sein Beicht-vatter den ablaß nick'ehe er 200000. thaler, die er mit unrecht erworben' -.-rrflersetzt hätte; der krancke besprach sich darüber mit dewA^rvon Bouillon , welcher ihn täglich zu besuchen kam, L„ßesverfügte sich zu dem Cardinal äs Richelieu , dessensie beyde genossen , ihn über diefen gewissens - scrupel Hügli-gen. Der Cardinal antwortete, dergleichen wieder-m» Mrgen gehören dem König als dem Ober-Herrn über alle» ^,gder Französifchen Unterthanen zu, dieser aber schencke " yjePräsident Cornuel als eine belohnnng der anten biE Agil-er ihm und dem Reiche geleistet; folglich könne sich ^ ,Feii'cke von seinem Beicht-vatter wohl die absolution gebe" >und nach gut befinden, so dieser einige schwterigkcit" be-würbe , auch von einem andern. Bouillon überdr<m> §g,se antwort seinem freunde, welcher also gantz samt V § Kö-dere welt seinen abschied nahm. ^

moirs8 As. tom. II.

Cornutus, (Annäns) ein kbilosoxbu8 von der s^Aolll8toisorum, welcher in Äfrica gebohren war, und »unter Claudii und Neronis regierung lebte, welwf ^ Peci"ihn hinrichten ließ. Dieser Cornutus war des P^^gisthä'lehrmeister, wird auch selbst unter die zahl der u^io/Poeten und Orsmm-Nicoruin gesetzt, und von Aulv ^Eusebio, Suida und dem ourbore des ledens Prn" inlern angeführet; wie er dann gewisse allzustachlE ^ gMPersii satyren soll geändert haben. Macrobms cmr ^gveinen Annäum Cornutum, welcher über den Vlrg"Hchec l"mentiret, und ausser diesem noch einen andern, gEeiner zeit mit Tito Livio lebte, und mit ihm um 0^ emstritte; indem beyde zugleich ihre Historie ablajm' § sgF,jeglicher gern die meisten zuhörer haben wollte. pje vss'daß Cornutus zwar die meiste anzahl, Livms aociständigsten gehabt. Es gedencket auch Cicero eines Awelcher krRwr gewesen. Einige confundiren on -, so r»Lornutos, andere aber glauben, daß der (form, gewch"'den zeiten Livii gelebt, des Persii lehrmeisters va" ^. ho-6cü. üb. II. c. 6. L Üb. IX. c. -9. ^ '

V. c. 10. L«/cs. m LÜron. , üb- l. . gäss?^

c. 26. , hihi. Crsee. äs lanp

keck. i2. x>. 270. *