Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
910
JPEG-Download
 

9io cor

Mahlereyen versehen / und ist daselbst an. im 44. jähre sei-nes alters gestorben. LräoA, vics äs kittori Vensti.

Coronea, eine stadt im alten Böotia , welche landschafftanjetzo Achaja genennet wird, und Leuctra gegen morgen, den-uß Cephissum aber gegen Mitternacht hat. Stephanus öyrsn-tinus berichtet / daß Coronea von einem, der Coronus geheissen,und Tersandri söhn gewesen/ erbauet worden. TolmideS / derAthenienser General/ wurde ä.v. ,07. Olymp. TXXXIII 2. L.M. L. L. 447. vor dieser stadt gelobtet. Nach diesemschlug Agesilaus die Böotier nicht weit davon si. v. ;;y. Olym-piaä. XLVI. 2. L. lVl. ?z8y. L. L. zy<s. In dem III. fTLulo istsie ein Bischöfflicher sitz gewesen / und hat unter das Ertz - Biß-Ihum Athen gehöret / anjetzo aber ist es ein elender flecken / undwird von einigen Türcken bewohnet. Sonst sind noch anderestädte und eine halb-insnl dieses nahmens gewesen / wie Ste-phanus bemercket. Lr/oft-r«/ Kc»/«,, lib. XIV. ,

sie urbib. Ärat-o Lc.

Coronet, siehe Garcias äs Salcedo.

Coronet / (Alphonsus) ein Spanier / welcher sich dem Kö-nige von Castilien / Petro Lruäeli, widersetzte / und einen an-hang in Andalusien hatte. Wie er denn durch anwerbung eini-ger völcker und fortification etlicher örter sich veste zu setzen suchte/und seinen schwieger-sohn / Johannem äs la Cerda, nach Mau-rilanien , daselbst hülffe zu suchen / schickte. Allein er wurdeendlich von dem Könige in der stadt Äguilar belagert / und daer sie drey monat lang tapfer defendiret/ gieng sie an. i;;z. über.Er befand sich in der messe / da er die zeitung von der erobe-rung der stadt bekam / vollendete aber nichts destoweniger seineandacht / und retirirte sich hernach in einen thurn / worauf ergefangen und am leben gestraft wurde. Seine tochter Maria/welche eine gemahlin Johannis äs 1s Cerda war / hat sich auchberühmt gemacht/ indem sie in abwesenheit ihres marines / ausfurcht / dadurch zur nnzucht verleitet zu werden / sich selbst dasleben genommen/ indem sie sich ein brennendes holtz in denleib steckte, , äs reb. Hilp. lib. XVI. c. 17. SgA'/e.

* Coronel / ein Spanischer Geistlicher / Paulus zugenannt/von Segovia gebürtig / lebte im ansang des XVI. siesuli. Erverstünde die Orientalischen sprachen und die Theologie wohl /und legte sich sonderlich auf die H. Schrift. Er lehrte aufder Universität zu Salamanca / und wurde von dem CardinalNinenes jn ehren gehalten / welcher sich zur edition der bekann-ten Bibel von Complut seiner nützlich bediente; erstarb densept. an. 1^4. undpaßirte für den Urheber einer zugäbe andas werck Nicolai äs Lira / äs tranxlationum äisisrentiis. X--, kibl. fcript. tlifp.

Coronelli, (k. Vincentius) aus dem orden St. Franciscikk. Mnorum , war gebürtig von Venedig. Er trat bey zeltenin den orden / und ward in seinem 2;. jähre voctor, bald 8e-srstarin8 und äsiisisn8 krovinciss O. itntonü , und nicht langehernach Uinisier krovinoislis Hungariss. Als der Cardinalä'Estrees vor den König Ludovicum XIV. in Franckreich die al-lergrösten glotzos, so zu machen möglich, wollte verfertigen las-sen / brauchte er ihn unter anführung Claudii Molinet dazu /weswegen er sich einige jähre in Paris aufhielt. An. 1685.machte ihn die Repudlick Venedig zu ihrem Lolmograpbo,und vier jähr hernach zum I.eÄors kuklico (IsoZr-rpbiL, derPapst Jnnocentius XII. aber zum vesinsiors gsnemli seines Or-dens. Endlich wurde er an. 1702. den 14. may auf dem Gene-ral - Convent zum General desselben erwehlet. Er stiftete diesicaäemiam Lolmograpbicam unter dem nahmen der ärgonau-tarum. Sonst soll er sich in seiner jugend aufdas tischler-hand-werck geleget haben. Als nach Verfertigung der grossen globo-rum zu Paris noch unterschiedenes daran desideriret ward / sobrachte sie Coronelli in ein oompenäium, und gab sie in izc>.charten heraus/ wobey er zugleich alle ltsironomosund Oeo-xrspkos um derselben Verbesserung ersuchte. Über diese machteer auch noch kleinere / die noch accurater seyn sollen / als die zuParis. Ja er wollte noch grössere als letztgedachte / von 60. undmehr schuhen im umfange / mit geringern kosten / und zwar soverfertigen, daß sie von einander genommen / stückweise in einander zimmer gebracht / und wieder zusammen gesetzt werdenkönnten. Er starb zu Venedig an. 1718. m. äecemb. Unterseinen schriften, deren er in die i z y. zehlet, sind die vornehm-sten : Libliotkesa Universal^ oräins alpkabettco äifpositLval. 4?. abfolvenäa , davon aber nur VII. tomi heraus sind;kiLseä. tabular. sn. tomi XIV. rerum locorumgus prTcipuo-rum, gui in toto opere äeftripti lunt, isones oculis siibji-cisntes; Tbeatrum Lelli 24. vol.; Ltlss Venstus r z. vol.;Iter Itnglisanum; Lslenäarium bisioricnm Xsßis stnZlirs Oui-lielmi; vux keregrinorum per urbem Veneriam; kelopon-nssi Oelsriptio; Lpitome Lofmograpliisa. Er hat auch in die400. land - charten edirt. fuccssiorum 8. kran-

siksi. k. tterarm LA/I 1719. p. l6. leg. /Mac. Mnrmainäsx operuin Loronellianorum.

Coronis/ des Phlegias tochter / wurde von Apolline geliebt/als er aber erfahren / daß sie einem jungen menschen aus Thes-salien , nahmens Jschis / geneigt sey / entrüstete er sich hierüberdermassen / daß er sie, um ihre untreu zu bestrafen / mit einempfeile erschoß. Doch, da ihn nachgehends solche that gereuete/zog er ein kind aus ihrem leibe / welches er von Chirone erzie-hen ließ / und das hernach unter dem nahmen Aefculapii be-

c 0 r

rühmt worden. Sie ward von den Sicyoniern in dem ^pel der Pallas verehret. Eine andere weibs-person S>nahmens / des Königs in Phocis Coronet tochter/ wurve/ ^dem sie dem ungestümen anmuthen des Neptunr ^ ,^chtwollte / von der göttin Minerva / zu welcher sie U vagenommen/ in eine bohle verwandelt; allem nachgehew^'^ssie sich dieser wohlthat durch ihr unbescheidenes gesafter» .würdig gemacht / von ihr verjagt. lib. II. mersw-

Coropa/ eine provintz im südlichen America, ^A,st anscheu dem ffusse der Amazonen und dem see Parima,dem flnsse Coropatube hin lieget / welcher sich zwifthendeu > ^Jempage gegen morgen und Oraxamine in den fluß der ^zonen ergeußt.

Corpobalio / (Cäsar) ein ItaliänischerPoete, deevoa^^elenden zustand verarmen Edelleuthe/ die denen grosten«^zu Rom dienen, eine so lebhaffte beschreibung machte'letzter» in der that bewogen wurden / mit jenen künftigumzugehen / und Papst Urbanns VIII. ein Hospital bauendahin sie sich auf ihre alten tage begeben könnten. '

, melanges ä'biii. L äs litt. As. .

, heißt in den nnttlcrn zelten und noE vtiges tages eine weisse decke von leinen verfertiget/ we»V^über die Hostien deckte. O« rafton. 4-

* Corradini/ (Aloysio) von Padua, ein berühmtergelehrter / Herculis söhn ; er lehrte das Recht mit groste«o ^plsulu, undIvard auch in verschiedenen wichtigen gesMu^

elop. illuttr.

Corradus, (Iacobus ) war an. 1602. zu Ferrararen, und ward als ein berühmter Advocal von Urbano ViuLuäitors kotse deruffen / und hernach auch von Jnnocenu^der feine gefchicklichkeit in unterschiedenen ihm anfgetragew"richtungen verspürt / zum Cardinal - ?reskyrero unter vc> ^tul 8. Usri-e trsn« pontem gemacht. An. iü;o. gab >h"f ghckPapst auch das Bißthum zu Jesi m Umbrien / welches eran. i 6 ; 5 . niederlegte/ und davor von Alexandra VII. das <^pslnes Päpstlichen OLtsrii erhielt/ bey welchem amterdew/p ^in den geistlichen streitigkeiten mit weltlichen Herren gute o>thäte, sich aber dadurch / weiter mehr in juristischenfachen erfahren war / und deswegen überall nach der strengL-tnonum verfahren wollte / viel feinde machte. Er striche1666. und ward in der kirche 8. ÄlariL ttM« ponrsrn.er nebst dem Hospital 8. lVlsrise Lonlolsrionis zum erdegesetzt / begraben. Man giebt ihm sonst das zeugnis, daß. ^ ^mann gewesen / derreichthum und änsserliche pracht n>^achtet/ und den armen viel gutes gethan.

Corradus/ ( Sebastianus) gebürtig von Castettowar in den 8cuäüs kumMioribus wohl erfahren / linBaptistam Egnatium zu feinem lehrmeister gehabt. züder erste llrokellor der Griechischen und Lateinischen hatBononien / und starb daselbst den,8. aug. an. istö.unterschiedene schriften hinterlassen: als äniwmrionesLpiftolss f-rmiliares Liseronis; Lommentsri-i in '

nis sä g.ttisum; ingleichen oälibrum äs cliiris Orr>Lgri-rtium üve Ousessursm, cujus pr^cipun capi»Lissronis unäigue collecta, Lc. lib. XVII- ^

aääit. tom.I. p. i i2.

* Corradus / ( Pyrrhus) ein Rechtsgelehrter , §

von Tsria novs in dem Neapolitanischen / lebte tN z»iNsulo , und war kroronomriu8 Lpokolicu8 , OauNeapolis / wie auch latinisier Oenerslia des Ingul.ltlrichts zu Rom. Er bat krsxin Oitpensiltionum so»ruin, Cöln i678. in fol. kroxin LensnciLriL , ib.liorc. geschrieben. /l"oxpr, bibl. XZp.

* Corradus / (Quintus Marius) ein Neapolitanf ^^h,zu Oria/ einer in Otranto gelegenen stadt/ an. " ^

ren. Sein vatter wollte ihn zur seid - wirthschafft » ^haltungs-kunst erziehen/ weil er einigegüther hatte'.sicha"^

der / einem Cölestiner / flöhe / welcher / als er seine gr ^ paßmit Verwunderung gesehen / ihm darzn behulfltch »u ^seine studien ohne furcht und Hindernis ftrMen u p Bbegab sich auch nicht lange darauf in den gerstl'E pje gE„trieb hiernächst mit einem fast ungläublichen euer „„p ^ aten sprachen / ingleichen die Philosophie / Theowst'^cht,risprudentz/ m welchen allen er es auch so weit geu Mw^er gar bald unter die gelehrtesten leuthe seiner;eu g^hiioD^de. Als er hierauf eine zeitlang die Humaniora,^, brgund Rechtsgelehrsamkeit in feiner vatter-stadt CaE'^er sich nach Rom / und ward anfänglich bey eu> s ^

aucb'"

len 8esreMnu8, nach diesem aber Informator ^

liehen Nepoten PiilV. welche jedoch seineverdi' ^

im geringsten zu belohnen suchten; da 'rn ^ HofzU'^Sirlet/ fein college/ weil er sich viel besser M vc»cken wußte, selbst die würde eines Cardmais gu