Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
915
JPEG-Download
 

k o s

Eds, ekne ilisiil, siehe Co.

, Costr, soll ein gott gewesen seyn , den die Edomiter verehretdaven/ und dessen gottesdienst allezeit die familic der Lolkobsw-Uln in acht genommen. äe rex. Hebe. I. l6.

Cosacken, oder Rosacken , sind ein gewisses volck, welcheden an die Tartarey und Türckey grentzenden landschafften,?vrnemlich aber in der Ukraine wohnen, und die benachbartenMr dann und wann «»vermuthet überfallen. Sie sind vonUeyerley gattung. Die polnische Cosacken wohnen in Ober-^vlhynien, wie auch in der Ukraine, an dem ufer und aufv" insuln des Dniepers, und werden die Zaporohensische oderuayorowische Cosacken genennet, so jetzo auch unter MoscauWvren. Die Moscowitische Cosacken halten sich in derDvywodschafft Kiow auf, und die Turckifche, welche der Ot-Mannischen Pforte tributbar sind, an dem Dnieper und in"kw lande der Oczakowischen Tartarn. Den nahmen sollen sie,Piafecii meynung, von dem Polnifchen Worte Lora haben,Welches eine ziege bedeutet, und soll er ihnen deswegen seyn bey-leget worden , weil sie so schnell als diese thiere lausten kön-, auch sich mit ziegen-feüen bedecken. Herbinus aber füh-es her von dem Slavonischen Worte Lolsi, welches eine sichcl,Md Lollsll, so ein sichel-träger heißt. Pastorius und andereMben noch andere äenvLtionLs. Von ihrem Ursprünge wird»emeldet, daß, als des Königs von Polen Sigismundi I. Ab-Wndter aus der kleinen Tartarey zurück gekommen, und ver-''Aert > daß die vielen einfülle der Tartarn in Polen von nichtsMders herrühreten, als weil der Tartar-Han, wie er selbst ge-Mden, seine Horden nicht im zäum halten könnte, so hätteMdislaus oder Präclaus Lanczkoronski von Brzözie,ein manngrossem ansehen und tapferkeit, unterschiedene leuthe inMland freywillig aufgeboten, Ware mit ihnen vor Bialogrod"Nd i« die Tartarey bis an den Maotischen see gekommen, hät-alles ausgeplündert, und wäre siegreich zurück gekehret.herauf hatten sich zu beschützung der grentzen noch mehr zu ih-geschlagen, welchen damals zu Sigismundi I. zeiten derMme Cosacken beygeleget worden. Dieses zusammen gelauf-I^e volcx ließ sich gegen dem ausflusse des Dniepers oder Bo-rMhenis an den von natur bevestigten örtern nieder, welcheM> den Alten Lsmäuxse, in der land-sprache aber Pvrvhy oderZaporozs genennet werden; daher nachmals der nähme deroaporowiA-en Cosacken entstanden. Sie hatten damals nur

eos

9!)

vvm kriege, der,ago unv mcyerry, uuv svuMtt jiu.iLautem glücke in den Oczakoviensischen feldern wider die Tar-ynic' Sonderlich waren,sie auch zur schiffarth sehr geschickt,^ ^begten mit ihren kähnen, Lcaylck genannt, das gantzeb^M-artze meer zu durchstreichen, der Türckischen galeerentz»,,^.chre gesthwindigkeit sich zu bemächtigen, ja gar die ufer-^hracien und Klein-Asien bis gegen Constantinopel auszu-dj^.r^n. Weil sie nun solcher gestalt der Crone Polen gutez l?>te leisteten, so erhielten sie auch grosse freyheiten und privl-kurv' Welches dann eben eine urfach war, daß ihre anzahl insch sehr zunahm; und schlugen sich sonderlich viele Polni->i,,si.?auren, welche von ihren Edeüeuthen gar zu hart gehaltenCv^ti, !u ihnen. Weil aber der Türckische Kayser sich über derlj^Pken streifereyen bey dem Könige befchwerete, so wurde end-lich-.'^Wn, das kriegs-wefen bey den Cosacken in eine ordent-

vuv >—....

Mt?» Innung W bringen; auch weil sie sich so sehr vermehretJe besser im zäum zu halten. An. i;?6. hat ihnen derStephanus nebst vielen xrivilegüs auch das schloß Trech-Ulld^n dem gantzen districte an dem ufer des Borysthenis,Da gp >ünde, welches 20. meilen unter Kiow lieget, gegeben,beut-Trechtymirow ihr kriegs-geräthe, ihre gemachtebekam-» dle Königlichen sahnen aufgehoben, welche sie so oft" als sie vor die Republick die wassen ergrissen. ObbienL , r'eses volck dem Polnifchen Reiche zum öfter» guteAich' ^eielstet, so hat es dennoch durch vielmalige empörungen^n schaden verursachet. Denn anfänglich wollten sielltid eIIWen Herren,unter welchen sie waren, nicht gehorchen,N>al «L?üen dahero die Waffen. Dieses geschahe zum erstenAvhann m Stephani Bathorii tode, unter ihrem Generale^uvt??^doclhovia, welcher aber geschlagen und so dann ent-ba si--^"rde. Die andere rebellion ereignete sich an. 1596.emtae kie MnliiiüUe armee, welche der Ge-

» weldte! unüberwindlich hielten. Nichts venowemgee?en, »„>V^egs-held ein Mittel zu finden, sie wiederum zu drü-jh u oermassen enge einzuschließen, daß sie gezwungen wur-General Nelevaiko zu überliefern, welchem es soi^len s,- gieng wie dem vorigen. Ungeachtet dessen revol-Uen ^6;7. aufs neue, aber mit einem eben so ungluck-?°tvsu absinge als zuvor; inmassen der Polnische General^>Nt "r verschiedenen treffen schlug, und ihren GeneralMeh^ vornehmsten Officirer gefangen bekam, welche

r ^ würd-» Land-tage ^Warschau an. i6;8- enthau-

si> Wie sie nun diesen ihren General verlohren hat-

' undsie auch ihre xririlegis und den ort Trechtymi-wurde ihre armee und kriegs-verfassung gantzjekw-^^ach diesem erlittenen schaden wollten sie wider«uffGeneral Potoski ihr heyl wiederum vcrsu-^'chantzten sich dahero an der andern feite des Bo-v'twr, //. Theil.

rysthenis, so, daß man ihnen endlich, um ihrem verzweifelten Hu-mor eine gnuge zu thun, verhieß, sie wiederum in ihren vorigenstand zu setzen, welches versprechen aber nicht gehalten wurde,indem man eine gantz neue kriegs-verfassung anrichtete, undihren General öfters veränderte. Immittelst fühlten die Polengar bald die hieraus entstehende ungeiegenheit, indem die Tar-tarn in ihre grentze ungehindert hinein streiften, und viel schadenthaten; wannenhero der König Uladislaus, als er willens war,wider die Türckcn zu kriegen, die Cosacken in ihren alten standsetzte, und Theodorum oder Bogdan Chmielnieski zu ihremGeneral machte, welcher mit Czaphisniski (andere setzen Ia-rinski) dem Lieutenante von Koniccpolski, der Crone Groß-Fähndriche, wegen der grentzen feiner güther einen streit hatte,der so dann noch hierdurch vergrößert wurde, nachdem des ge-dachten Chmielnieski sohnes weck über dem bemeldten streiteschrecklich adgeprügelt, oder nach andern scrtbenten gar geschän-det , und zuletzt samt ihrem söhne gelobtet worden. Auchschmertzte es die Cosacken gar sehr, daß lhnen Konieckpolski zugleicher zeit durch anlegung der veüung Hudack, an dem ort, wodie Zwamer in den Dnieper hinein fallt, gleichsam einen biß inden mund gelegt hatte. Hierauf traf dann der vatter gelegen«heil an, sich zu rächen, als er sahe, daß die Neusten geneigtwaren, wiederum ihre freyheit zu suchen, indem ihnen der mitihnen geschlossene friede gantz nicht anstünde. Vieles ihres Miß-vergnügens nun bediente er sich zu seinem nutzen, und nachdemer sich auch der Cosacken versichert, begab er sich zu ansang des1648. jahrs in die gegend der insul des flusses Borysthenis, umsich daselbst wider die anfällt der Polen in sicherheit zu setzen.Nicht lange darnach stieß er zu den Tartarn, und erhielt nebstdenselbigen 2. herrliche siege, welcher schade der Crone Polen umso viel schmertzlicher ankam, weil gleich damals der Konig mittode abgieng. Jedoch erfuhr Chmielnieski hiervon nicht eheretwas, als bis Johannes Casimirus, des Königs bruder, an dessen statt schon auf den thron gesellet worden, da er dann an dieCrone schrieb, und verstellter weise gehorsam versprach. Damitauch solches desto wahrscheinlicher heraus kommen möchte,schick-te er die Tartarn fort, und ließ sie von sich. Nichts destoweni-ger geschahe es, daß Cuzivonus, ein anderer General der Cosa-cken, ein im übrigen zwar geringer, aber sehr kühner und grau-samer mann, gantz Reussen und Podolien durchstreifte undplünderte. Nicht allzu lange hernach ergriffen sie die Waffen aufsneue, und fieng die kriegs-flamme an noch viel grausamer aus-zubrechen , als jemals zuvor geschehen war. Der TartarischeChain schlug sich mit ohngefehr 1 zoooo. mann zu ihnen, woraufsie Zbaras belagerten, und solchen ort in die äusserste noth brach-ten, bis endlich, nachdem der König, um denselbigen zu entsetzen,zu selbe gegangen, und bis nach Zboron gcrücket, den 17. aug.an. 1649. ein friede geschlossen wurde. Chmielnieski aber fuhrnoch immer in seinem ehr-geitze fort, und zündete dahero an.16; 1. ein neu kriegs-ftuer an , weiches doch wiederum verlosch,als der General Potoski nicht lange darnach am schlage starb.Nichtsdestoweniger continuirten die Cosacken Polen an. i6;r.und heftig zu beunruhigen. Denn ob wol unterschiedlichefriedens-tractate mit ihnen geschlossen wurden, so machten siedoch immer viel ungeiegenheit, je mehr ihre armee durch diegrosse menge der zu ihnen von allen orten stoßenden land-leu«the verstärckt wurde. Als sie an. i6;8. aufs neue beleidigetwurden, und ihnen keine satisfaction geschahe, so haben siedurch ihre rebellionen den Polen tausend Verdruß angethan, bisendlich an. 1667. in dem frieden zwischen Polen und Moscau dieUkraine nebst den Wohnungen jenseit des Dniepers an letzteresüberlassen, und also der unterscheid zwischen den Polnischen undMoscowitischen Cosacken eingeführet wurde. Die Cosacken sindder Griechischen religion zugethan, im übrigen dauerhajst, star-ckes leibes, eifrig vor ihre freyheit, gute soldaten und noch besse-re rauber. Im nov. 1708. gieng der Cosackische Feldherr Ma-zeppa, der bisher ein Moscowitischer Vasall gewesen war, zu demKönige von Schweden über. siehe Mazeppa. Le

LHeva/rer, bilk. cke lu guerre äes Lolsig.

/v. in cäron. Lc. *

Tosdar, war der 25. Califoder Mahomets luLcellor, wel-cher an. 908. nach Cajim Adams tode erwehlet wurde. Es wa-ren nochandere, welche sich zu gleicher zeit davor auswarfen,allein sie wurden als tyrannen angesehen, und Cosdar allein fürden rechtmäßigen Nachfolger erkannt. Er war Calif von Ba-bylon oder Syria, der andere war Calif von Persien, der drittevon Egyvten, und der vierte von Jconien in Cappadocia. Ge-dachter Cosdar belagerte Antiochien am siusse Orontes ,, musteaber die belagerung wieder aufheben, und sich mit seinen übrigentrouppen nach Bagdad retiriren; jedoch brachte er nicht langedarnach Persien unter sich, welches aber ein Persianifcher Gene-ral, nahmens Jnarque, an. 958. wiederum in die vorige freyheitsetzte, dessen söhn Mahomet, welcher dem vatter succedirte, dieTurcken wider Cosdar zu hülffe rief. Allein es starb dieser letz-tere noch in demselbigen jähre, und hinterließ zu seinem Nachfol-ger seinen söhn Prsasir. äslär. äüiLL, üb. II.

Cosenza , lat. Lotemis, die Haupt-stadt in der Neapolitani-schen landschafft Calabrra otrs, nebst einem Ertz-Bißthum undvesten schloß. In dieser stadt ist Alaricus an. 410. gestorben.

Coserans, oder Conserans, oder St. Lizier cle Coserans,eine kleine Französische landschafft in Gascoqne, mit einer stadtgleiches nahmens. Diese stadt, welche von den Lateinischen scri-Hhhhr beuten